Anmeldungsdatum: 22.06.2004 Beiträge: 237 Wohnort: Berlin
Verfasst am: 29.Apr 2006 13:31 Titel: Geständnis im Phoenix-Prozess
Im Prozess um den Anlagebetrug des Kapitaldienstleisters Phoenix hat der ehemalige Prokurist des Unternehmens Michael M. ein Geständnis abgelegt. Seit 1992 habe er riskante Termingeschäfte vorgenommen und die entstandenen Verluste zunächst mit Investorengeldern auszugleichen versucht. Diese Praxis sei den Anlegern zunächst nur verschwiegen worden. Seit 1998 seien dann zusätzlich Geschäfte erfunden worden, um die Bilanzen zu beschönigen. Nur er selbst und sein Chef, der 2004 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommene Dieter Breitkreuz, hätten von den Aktivitäten gewusst.
Neben dem Herrn M. ist auch die ehemalige Geschäftsführerin von Phoenix angeklagt. Beiden wird Betrug und Urkundenfälschung zur Last gelegt. Nach den bisherigen Ermittlungen hat Phoenix allein in den Jahren 2004/05 rund 7.000 Anleger um etwa 123 Millionen Euro betrogen. Insgesamt wurden 40.000 Anleger um einen Gesamtbetrag von 700 Millionen Euro gebracht. Beiden Angeklagten drohen bis zu zehn Jahre Haft. _________________ Rechtsanwalt Dr. Thomas Schulte
Uhlandstrasse 173-174 / Ecke Kurfürstendamm
10719 Berlin (Charlottenburg)
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.