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Verbraucheranwalt .

Anmeldungsdatum: 22.06.2004 Beiträge: 229 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 18.Mai 2006 9:54 Titel: Landgericht Braunschweig: Neue Form der Bandenkriminalität |
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Prozessauftakt vor dem Landgericht Braunschweig. Eine deutsch-litauische Diebsbande musste sich seit gestern wegen schweren Bandendiebstahls verantworten. Angeklagt sind ein 33-jähriger und ein weiterer Mittäter (34) vor der 8. großen Strafkammer. Die Täter gingen mit einer neuen Masche perfekt organisiert und arbeitsteilig vor: Diebe aus Berlin stahlen die Fahrzeuge an verschiedenen Orten. Der Drahtzieher vor Ort hatte eine Halle für die Beute angemietet und sorgte für die Unterkunft der Diebe. Alle Autos wurden sofort fachmännisch zerlegt und in Litauen als Ersatzteile verkauft.
Der 33-Jährige soll am Diebstahl Dutzender hochwertiger Autos beteiligt gewesen sein. Der jeweilige Fahrzeugwert lag zwischen 4000 und 44 000 Euro. Laut Anklage beläuft sich der Gesamtschaden auf 670 000 Euro. Die Tatorte waren verteilt: Braunschweig, Salzgitter, Peine, Schladen, Dorstadt und Röttgesbüttel. Der Angeklagte hatte in Deutschland bereits eine Haftstrafe wegen Autodiebstahls verbüßt. Seit Januar 2005 war er wieder auf freiem Fuß. Offenbar hatte er den Wiedereinstieg in die organisierte Kriminalität bereits im Gefängnis vorbereitet. Im gestrigen Prozess war der Angeklagte geständig: Er habe quasi die Zentrale in Braunschweig geleitet und habe zu dem litauischen Hintermann ständigen Kontakt gehalten. Die Werkhalle habe er in dessen Auftrag angemietet. Drei Facharbeiter seien ihm aus Litauen geschickt worden, um die Fahrzeuge in der Halle in Einzelteile zu zerlegen. Insgesamt zwei Diebe aus Berlin seien für ihn tätig gewesen. Die Diebstähle hätten sie auftragsgemäß anhand einer Liste mit gewünschten Fahrzeugtypen vorgenommen. Mit Geld aus Litauen habe er für die Kost und Unterkunft der Arbeiter und Diebe gesorgt. Nach Zerlegung der Autos kam ein LKW aus Litauen, um die Ersatzteile abzuholen. Zwei Transporte habe es gegeben. Er selbst habe 30 Prozent vom Verkaufserlös erhalten sollen. Aufgeflogen waren die Vorgänge, weil die Ermittler Müllsäcke mit Papieren und persönlichen Gegenständen der Autoinhaber gefunden hatte. Der Prozess wird erst im Juni fortgesetzt. _________________ RAe Dr. Thomas Schulte & Kollegen
Kurfürstendamm 42
10719 Berlin (Charlottenburg)
E-Mail: Dr.Schulte@dr-schulte.de
Webseite: http://www.dr-schulte.de |
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