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AMIS-Fonds in Schwierigkeiten

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ppangerl
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Anmeldungsdatum: 10.11.2005
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 11.Nov 2005 13:13    Titel: Antworten mit Zitat

Quardinus hat folgendes geschrieben::
Danke für die Hilfe. Meinst du, es lohnt sich überhaupt, zu klegen, weil wenn das Geld wirklich weg ist, und danach siehts eigentlich aus, wird wohl auch nicht mehr viel zurückerstattet werden können. Ich bin auch überrascht, welch eigentlich kliene Firma Amis war. mein Finanzberater, der mir diesen Mist verkauft hat, sprach immer von einem riesigen Unternehmen.
Meine Rechtsschutzversicherung weigert sich übrigens, den Fall zu übernehmen eine Begründung gibts seitens der Versicherung noch nicht - man müßte erst die wietere Entwicklung genau prüfen!
Trotzdem vielen Dank für die Tipps!
Liebe Grüße
Quardinus
hallo quardinus, ich denke , dass kommt auf den betrag an was die dir schulden ob eine klage sinnvoll ist. laut meiner rechnun ist die helfte noch da, und finden werden sie hoffentlich auch noch etwas. thema rechtsschutz, ist das risiko gedeckt müssen sie es übernehmen aber das sollte dein betreuer für dich erledigen. wenn es dir hilft faxe mir deine polizze und sehe sie mir mal an.
frage, bist du deutscher oder österreicher
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aegis
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Anmeldungsdatum: 11.11.2005
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 11.Nov 2005 14:56    Titel: SICAV ? Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe 03/2003 den AMIS Kidsplan (Ansparplan) abgeschlossen
und seitdem bespart. Dieser beinhaltet einen Mix aus vielen Einzelfonds,
welche z.T. sehr bekannt sind. Ob es ein SICAV ist ist für mich nicht
erkennbar. Mein Vermittler bestätigte mir nun noch einmal schriftlich,
dass es sich um Sondervermögen handelt was somit nicht weg sein kann.

Wie verhält es sich wirklich ?
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ppangerl
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Anmeldungsdatum: 10.11.2005
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 11.Nov 2005 17:24    Titel: Re: SICAV ? Antworten mit Zitat

aegis hat folgendes geschrieben::
Hallo,

ich habe 03/2003 den AMIS Kidsplan (Ansparplan) abgeschlossen
und seitdem bespart. Dieser beinhaltet einen Mix aus vielen Einzelfonds,
welche z.T. sehr bekannt sind. Ob es ein SICAV ist ist für mich nicht
erkennbar. Mein Vermittler bestätigte mir nun noch einmal schriftlich,
dass es sich um Sondervermögen handelt was somit nicht weg sein kann.

Wie verhält es sich wirklich ?


Die SICAV ist eine besonders in Frankreich und in Luxemburg gebräuchliche Aktiengesellschaft, die über Gesellschaftsorgane sowie über ein Mindestkapital verfügt. Das Kapital der Gesellschaft variiert jedoch. Es entspricht jederzeit dem Wert des Nettovermögens aller Teilfonds der Gesellschaft und wird durch Anteile ohne Angabe eines Nominalwertes dargestellt. Im Unterschied zu einer Aktiengesellschaft im klassischen Sinn ist der Zweck der SICAV auf die Anlage des Gesellschaftskapitals in Wertpapieren nach dem Grundsatz der Risikostreuung - ähnlich wie es das KAGG für deutsche Investmentgesellschaften vorschreibt - beschränkt
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ppangerl
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Anmeldungsdatum: 10.11.2005
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 11.Nov 2005 17:41    Titel: Re: SICAV ? Antworten mit Zitat

aegis hat folgendes geschrieben::
Hallo,

ich habe 03/2003 den AMIS Kidsplan (Ansparplan) abgeschlossen
und seitdem bespart. Dieser beinhaltet einen Mix aus vielen Einzelfonds,
welche z.T. sehr bekannt sind. Ob es ein SICAV ist ist für mich nicht
erkennbar. Mein Vermittler bestätigte mir nun noch einmal schriftlich,
dass es sich um Sondervermögen handelt was somit nicht weg sein kann.

Wie verhält es sich wirklich ?

ja es wurde von AMIS so geschult das es ein sondervermögen ist. jetzt sollte sich ihr betreuer anderswertig invormationen holen

https://webhost.fma.gv.at/iFonds/asuche.aspx gibst du fondsname kidsplan ein kommt diese aufstellung

KAG Name
AMIS FUNDS Sicav

Umbrellaname
AMIS FUNDS

Fondsname
Kidsplan Fund

Fondsart
§ 36 InvFG

Zahlstelle
Capital Bank - GRAWE Gruppe AG

Steuerlicher Vertreter
Capital Bank - GRAWE Gruppe AG

Alter Name
Alter Name: Energy Global Fund
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ppangerl
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Anmeldungsdatum: 10.11.2005
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 11.Nov 2005 18:21    Titel: Re: AMIS Misere Antworten mit Zitat

pablodiablo hat folgendes geschrieben::
Kann mir hier jemand weiterhelfen, was ich AMIS Kunden, die auf mich zukommen, raten soll? (Hab von AMIS nichts vermittelt) Was sollen Kunden tun, die einen Tilgungsträger von AMIS haben?

Bitte um Antwort!

Mario


der kunde kann nur mehr die forderung beim handelsgericht einreichen.
rechtschutz einschalten.
oder sich an www.fairtrauen.at oder deutschland http://www.arge-amis.de/ wenden.
hier wird dann alles für sie erledigt.
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oljo
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Anmeldungsdatum: 05.09.2005
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 15.Nov 2005 0:31    Titel: SICAV und Sondervermögen (2. und letzte) Antworten mit Zitat

Laut einer Darstellung von DWS sind Anteile (nicht Aktien) an SICAVs als Sondervermögen lt. Luxemburgischen Recht einzuordnen. Eine gute Nachricht (für Vermittler von AMIS Produkten), allerdings hilft die Einordnung wenig, wenn das Sondervermögen wie geschehen "ordnungsgemäß" veräußert wurde. Sondervermögen bedeutet lediglich, dass das Kapitel der Fondgesellschaft von den Fondsanteilen der Anleger getrennt wird. Geht die Fondgesellschaft Konkurs, so bleibt das Sondervermögen erhalten.

Das Problem ist nun offenbar, dass zwar noch Sondervermögen da ist, aber nicht in dem Umfang, in dem Kundengelder eingezahlt wurden. Die Diskrepanz entstand offenbar durch Verschiebungen zwischen den AMIS Firmen und Dritten. Da hilft auch die Einordnung als Sondervermögen nur wenig.

Bleibt zu hoffen, dass die 70 Mio. Euro noch vorhanden und tatsächlich gesperrt sind. In diesem Fall bleibt den Anlegernn wenigstens die Hälfte des Ersparten, ggf. aufgefüllt durch Zahlungen des AeW.

Die Diskussion des Themas "Sondervermögen" kann damit wohl auf Eis gelegt werden.

Damit bleibt es bei dem Vorwurf an die Vermittler, Produkte mit überzogenen Provisionen und erheblichen Fallstricken im Kleingedruckten (z.B. "Konzeptionsgebühren" und Management-Fees) ohne gebotene Prüfung und Aufklärung vertrieben zu haben.

Es bleibt spannend ...
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A. Henneberg
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.08.2002
Beiträge: 4940
Wohnort: Osten

BeitragVerfasst am: 15.Nov 2005 5:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
AMIS-Skandal zieht noch weitere Kreise - immer mehr Anspruchsgegner

Die ARGE AMIS, eine Arbeitsgemeinschaft der beiden auf Anlegerschutz spezialisierten Rechtsanwaltskanzleien Nieding + Barth und Tilp Rechtsanwälte, hat nach einem ersten Sondierungsprozess in den vergangenen zehn Tagen inzwischen diverse potenzielle Anspruchsgegner für die geschädigten AMIS-Anleger identifiziert. Zu diesen gehören demnach zunächst die luxemburgischen Banken Sella Luxembourg S.A. (vormals IBL Investment Bank Luxembourg, S.A.) und Banque Colbert, der österreichische AMIS-Wirtschaftsprüfer BDO Auxilia Treuhand GmbH, die KPMG Luxembourg S.a.r.l., die Republik Österreich, haftend für eventuelle Fehler der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA, sowie das Großherzogtum Luxemburg, haftend für eventuelle Fehler der luxemburgischen Finanzmarktaufsicht CSSF.

Weitere mögliche Anspruchsgegner sind aus Sicht der ARGE AMIS die Asset Management Investment Services AG (AMIS), Dietmar Böhmer, Harald Loidl und Thomas Mitter, Dr. Erika Bernardi-Glatz, Maximilian Strache, die Amis Financial Consulting AG (AFC), Wolfgang Beisskammer und Mario Hanika, die AMIS Consulting AG, die Transcontinental Fund Administration Ltd. (TFA), Claudia Woerheide, die Institutional Derivatives Consultants, LLC (Chicago), die AeW Anlegerentschädigung der WPDLU GmbH, die Ulvenes Invest AG, die Lucie S.A., die Interorg S.A., die FirstInEx Internet Services AG sowie die I & E Group Inc..

Darüber hinaus prüft die ARGE AMIS zurzeit, ob auch die Deutsche Bank AG und die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG sowie andere natürliche und juristische Personen als potenzielle Anspruchsgegner in Betracht kommen.

Diese potenziellen Anspruchsgegner wurden dabei auf der Grundlage zahlreicher Gespräche mit Insidern aus dem engsten AMIS-Umfeld sowie aus der ARGE AMIS inzwischen vorliegenden umfangreichen Unterlagen systematisch ermittelt. AMIS-Geschädigten stehen damit eine Vielzahl potenzieller Anspruchsgegner zur Verfügung – das erhöht deutlich die Chancen auf Schadenersatz.

Rechtsanwalt Andreas Tilp stellt in diesem Zusammenhang fest: „Wir sehen zu diesem Zeitpunkt die erfolgversprechendsten juristischen Ansatzpunkte insbesondere bei der luxemburgischen Sella-Bank, den luxemburgischen KPMG-Wirtschaftsprüfern sowie dem österreichischen AMIS-Wirtschaftsprüfer BDO Auxilia Treuhand. Letztere hat AMIS sogar noch im Juni dieses Jahres ein uneingeschränktes Testat ausgestellt, obwohl unserem Erachten nach zu diesem Zeitpunkt bereits viele Missstände erkennbar waren. Aber natürlich werden wir Ansprüche gegen alle oben genannten potenziellen Gegner weiter intensiv prüfen.“

Kritik an FMA

Die luxemburgische KPMG-Tochter blieb im von der österreichischen Aufsichtsbehörde FMA bei der KPMG Austria in Auftrag gegebenen Prüfungsbericht unerwähnt – mögliche Verstöße der KPMG Luxemburg bei der Prüfung der dort registrierten SICAV-Fonds waren offenbar nicht Gegenstand des FMA-Prüfauftrags.

Kritisch äußert sich Rechtsanwalt Klaus Nieding zu den beiden Aufsichtsbehörden, diese hätten seiner Meinung nach viel eher reagieren müssen: „Der derzeitige Standpunkt der österreichischen Aufsichtsbehörde FMA, es handele sich hier quasi um eine luxemburgische Angelegenheit, ist für die rund 10.000 österreichischen und auch 6.000 deutschen Anleger völlig inakzeptabel. Hier wird der hilflos anmutende Versuch unternommen, gezielt von der eigenen Verantwortung abzulenken. Die FMA wurde offenbar erst im Frühjahr 2005 mit diversen Rückfragen an die AMIS-Wirtschaftsprüfer BDO Auxilia Treuhand aktiv.“

Dabei wurden zahlreiche Rechtsverstöße leicht erkennbar begangen: So war beispielsweise für den AMIS Top Ten Multifonds die Einschaltung des Treuhänders Transcontinental Fund Administration Ltd. (TFA) von den Cayman Inseln gar nicht zulässig. Der Verwaltungsrat dieses Treuhänders wurde zudem auch noch mit AMIS-Vorstandsmitglied Dietmar Böhmer und einem weiteren Angestellten besetzt. Aus dem der ARGE AMIS vorliegenden Schriftverkehr zwischen dem AMIS-Treuhänder TFA und AMIS geht darüber hinaus hervor, dass der zweite AMIS-Vorstand Harald Loidl vom Treuhänder TFA sogar ein monatliches Gehalt für „marketingrelevante“ Leistungen erhalten hat. Eine unabhängige Beziehung zwischen Treuhänder und der AMIS hat also offenkundig nie bestanden.

Erreicht AMIS-Skandal auch die USA?

Intensiv geprüft wird derzeit auch die Beziehung zwischen der Transcontinental Fund Administration Ltd. (TFA) auf den Cayman Inseln und der Firma Institutional Derivatives Consultants, LLC., in Chicago, die in Personalunion der Vorstandsvorsitzenden Claudia Woerheide geführt wird. Rechtsanwalt Andreas Tilp: „Wir halten es derzeit sogar für möglich, dass der AMIS-Skandal die USA erreicht. In einem solchen Fall würde auch die US-Finanzmarktbehörde SEC wahrscheinlich tätig werden.“

Aufgrund der Fülle an Anspruchsgegnern und der diffizilen nationalen luxemburgischen, österreichischen und deutschen Rechtslagen, welche zudem noch von europäischem Kapitalmarktrecht überlagert werden, liegt der Fall AMIS nach Auffassung von Rechtsanwalt Klaus Nieding jenseits der Komplexität des Phoenix-Betrugsfalls, bei dem rund 30.000 Anleger mehrere hundert Mio. Euro Schaden beklagen. Rechtsanwalt Klaus Nieding: „In einem Aspekt sind beide Fälle jedoch gleich: Für die zahlreichen betroffenen Anleger ist es unerlässlich, sich zu einer starken Gruppe zusammenzuschließen, um Anspruchsgegnern mit einem entsprechenden politischem Gewicht kraftvoll und auf Augenhöhe entgegentreten zu können. Das hat die erste Gläubigerversammlung im Betrugsfall Phoenix erst kürzlich eindrucksvoll bewiesen.“

Die ARGE AMIS verzeichnet inzwischen bereits mehr als 500 registrierte Geschädigte, darunter rund 100 aus Österreich. Seit Sonntag, den 13. November 2005, liegt AMIS-Geschädigten ein Mandatsangebot vor, das zusammen mit den gegenwärtig wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Fall auf der ARGE AMIS-Homepage abrufbar ist.

Über die ARGE AMIS

Die ARGE AMIS ist eine Arbeitsgemeinschaft der beiden auf Anlegerschutz spezialisierten Rechtsanwaltskanzleien Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft (www.niedingbarth.de), Frankfurt am Main, und Tilp Rechtsanwälte (www.tilp.de), Kirchentellinsfurt (bei Tübingen) und Berlin. Interessierte Geschädigte können sich unter www.arge-amis.de und www.arge-amis.at informieren.

Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft und Tilp Rechtsanwälte verfügen über umfassende Erfahrung im „Handling“ großer Schadensfälle. Im Fall Phoenix – dem größten Betrugsfall in der deutschen Nachkriegsgeschichte – betreuen beide Kanzleien in der ARGE Phoenix rund 3.000 Geschädigte (www.arge-phoenix.de).



Quelle: FONDS professionell
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eva-vicky
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Anmeldungsdatum: 08.01.2004
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 16.Nov 2005 12:49    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist leider so, dass gegen Betrug kein Kraut gewachsen ist. Die Provisionen beziehen sich aber auf Innenprovisionen welche sich die Herren über diverse Firmenkonstrukte zugeschanzt haben, sämtliche Makler haben marktkonforme Provisionen bezogen !!!

Zudem ist es eine Riesensauerei, wie sich jetzt alle Prüforgane, welche über sämtliche Verträge, Provisionsstrukturen informiert waren, sich aus der haftung schwindeln wollen !!!
Wenn eine Privatperson irgendeinen fehler begeht, dann sind die Behörden stark, nur wenn sie selber Fehler ( offenbar nachgewiesene) begehen, dann verdrücken sie sich. Nur mit einer großen Anzahl an Kunden und Maklern, welche gemeinsam auftreten und dagegen vorgehen, kann dieser Sauhaufen aufgeräumt werden.
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Loopster
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Anmeldungsdatum: 19.11.2005
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 19.Nov 2005 21:58    Titel: Bin auch dabei Antworten mit Zitat

Hi,
mich hats mit der Amis Pleite leider auch erwischt!Eben mal wieder auf deren Homepage gewesen, da traff es mich wie ein Hammer "Konkurs"!Hatte vor rund 1 1/2 Jahren 20000 Euro im Amis Vario Invest angelegt.Tja wies aussieht is die Kohle wohl nun Pfutsch, ist als 25 jähriger Student natürlich doppelt bitter!Kann mir jemand konkret Rat geben wie ich mich jetzt verhalten soll, wo melden etc. bin aus Berlin, Deutschland.Hatte mir überlegt am Montag erstmal die Hotline anzurufen und mich dann mal mit der Arge-Amis in Verbindung zu setzen. Denkt ihr das evtl. noch Chancen bestehen zumindest einen Teil des Geldes zurück zu bekommen?Sollte man über Arge-Amis alles regeln oder woanders?
Vielen Dank für eure Hilfe, bin echt am verzweifeln.

Mit freundlichen Grüssen

Loopster
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eva-vicky
Newbie


Anmeldungsdatum: 08.01.2004
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 1.Dez 2005 18:15    Titel: Loidl Böhmer sind gefasst Antworten mit Zitat

Für alle die es noch nicht gelesen haben,

LOIDL und BÖHMER wurden in einem Urlauberparadies in Venezuel gefasst !!!!!
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Balduin
Specialist


Anmeldungsdatum: 28.02.2003
Beiträge: 219
Wohnort: sachsen

BeitragVerfasst am: 1.Dez 2005 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

So berichtete die Presse;
Zitat:
10.11.2005
AMIS-Konkurs:
Böhmer und Loidl werden nunmehr per internationalem Haftbefehl gesucht
Bundeskriminalamt hat Ermittlungen gegen die AMIS-Gründer aufgenommen – Thomas Mitter wurde bereits Ende Oktober festgenommen

Gegen die AMIS-Gründer und Vorstände Dietmar Böhmer, Thomas Mitter und Harald Loidl wurden wegen des Verdachts des Anlagebetruges in Millionenhöhe Haftbefehle erlassen, berichtet die Austria Presse Agentur am Donnerstag unter Berufung auf das Bundeskriminalamt. Dieses habe Ermittlungen gegen die drei Personen aufgenommen. "Die Personen stehen im Verdacht von 1992 bis 2005 rund 15.000 Kunden, die an Veranlagungen in Investmentfonds interessiert waren, Beträge im Gesamtausmass von rund 70 Millionen Euro herausgelockt und einer Firmengruppe zugeführt und dann durch ungerechtfertigte Provisionsentnahmen einen Schaden von rund 48 Millionen Euro verursacht zu haben", so das Bundeskriminalamt

Zitat:
11.11.2005
WirtschaftsBlatt-Wochenend-Ausgabe:
AMIS-Gründer wollen freies Geleit
Oberstaatsanwalt bestätigt Einlangen des Antrags

Die wegen Betrugsverdacht per internationalem Haftbefehl gesuchten Gründer des Wiener Finanzdienstleisters AMIS, Dietmar Böhmer und Harald Loidl, wollen sich den Behörden stellen, fordern aber freies Geleit. Das Justizministerium habe diesbezügliche Anträge der Ex-AMIS-Manager bestätigt, berichtet das WirtschaftsBlatt in seiner Wochenendausgabe. Die beiden Ex-AMIS-Manager wollen als Sicherstellung 20.000 Euro Kaution hinterlegen, heisst es. Für die Verdächtigten gilt die Unschuldsvermutung.

Die beiden gesuchten Ex-AMIS-Manager forderten die unwiderrufliche Zusage, dass sie bis zum Urteil in erster Instanz von der Haft befreit werden. "Es ist bei uns am 7. November ein Antrag auf sicheres Geleit der beiden, Böhmer und Loidl, eingelangt", bestätigt Oberstaatsanwalt Stefan Benner vom Justizministerium gegenüber dem "WirtschaftsBlatt". Der Antrag werde nun der Staatsanwaltschaft und der Oberstaatsanwaltschaft zur Stellungnahme übermittelt.

Laut Paragraph 419 der Strafprozessordnung müsse die Oberstaatsanwaltschaft ein Gutachten erstellen, die Entscheidung obliege aber letztlich dem Justizministerium. Die Zusage einer Haftverschonung, umgangssprachlich auch freies Geleit genannt, sei aber meist an eine sogenannte Sicherheitsleistung gekoppelt. "Laut Aktenlage sind Böhmer und Loidl bereit, jeweils bis zu 20.000 Euro Kaution zu hinterlegen", schreibt die Zeitung.

http://portal.tirol.com/wirtschaft/international/25054/index.do
Zitat:
01.12.2005

AMIS-Affäre: Flüchtige Manager gefasst
Die beiden flüchtigen AMIS-Manager Harald Loidl und Dietmar Böhmer wurden auf der Insel Margarita festgenommen.

Die Festnahme der beiden flüchtigen AMIS-Manager Harald Loidl und Dietmar Böhmer glückte Fahndern des Bundeskriminalamts (BK) gemeinsam mit der venezolanischen Polizei am Mittwoch in Porlamar auf der Insel Margarita vor der Hauptstadt Caracas. Die Beamten unter der Leitung von Oberstleutnant Helmut Reinmüller waren einem Tipp nachgegangen, dass sich die Gesuchten in einem Einkaufszentrum befänden. Auf dem Weg dorthin sahen sie Loidl und Böhmer in einem Lokal sitzen. Das gab BK-Sprecher Oberst Gerald Hesztera am Donnerstag bekannt.

Die venezolanische Polizei wurde sofort alarmiert. 40 Minuten später erfolgte der Zugriff, die AMIS-Manager wurden festgenommen. Zuvor hatten sich die österreichischen Beamten bereits einen nationalen Haftbefehl besorgt. Die Generalstaatsanwaltschaft in Caracas, Interpol, die nationale Polizei in Venezuela und auch die österreichische Botschaft waren neben den Fahndern in den "schnellen Erfolg" involviert, der zugleich "einen der größten" des BK bedeute, so Hesztera.

Bei der Zielfahndung im persönlichen Umfeld der Gesuchten hatten die Beamten des Bundeskriminalamts (BK) Spuren nach Südamerika gefunden, die sich später auf Venezuela fokussierten. Am 24. November waren Fahnder des BK dorthin aufgebrochen.

Der Anwalt der beiden AMIS-Manager hatte vor der Verhaftung um "freies Geleit" für seine Mandanten angesucht. Ob diesem Antrag jetzt statt gegeben werden kann oder wird, ist noch nicht entschieden, scheint aber unwahrscheinlich. Die venezolanische Staatsanwaltschaft verhängte jedenfalls sofort die Auslieferungshaft.

Die beiden Verdächtigen gelten als Verantwortliche für die 'Amis'-Pleite. Sie sollen der Amis-Firmengruppe im Zeitraum von 1992 bis 2005 rund 15 000 Kunden um Beträge im Gesamtausmaß von rund 70 Mio. Euro geschädigt haben.
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pablodiablo
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Anmeldungsdatum: 06.10.2003
Beiträge: 20
Wohnort: 8010 Graz

BeitragVerfasst am: 1.Dez 2005 20:37    Titel: AMIS-Beratungsfehler Antworten mit Zitat

Da liest sich nun ja schon einiges, ich habe hier in Graz einen Sonderfall, denke ich. Der Berater, der damals meinen Klienten einen AMV Sparplan vermittelt hat, beging in der Dokumentation einige Fehler.

1.) Schriftlich bestätigt, dass er statt einem gebundenem Sparbuch den Sparplan vorschlägt - Einmalerlag ATS 300.000,--

2.) Auf 4 Jahre mit hervorgehobenen 12%

3.) Im Fondsantrag Risikobereitschaft mittel und Ertragserwartung hoch

Ich hoffe hier einen Beratungsfehler zu dokumentieren und von der Berufshaftpflicht - sofern eine besteht und diese bezahlt ist, die ursprüngliche Summe incl. einem Sparbuchzins zurückzubekommen.

Überprüft mal die Unterlagen der Amis Kunden genauer. Die Vermittler waren da offensichtlich nicht immer die Besten.

Gruss, Mario
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FAIRTRAUEN
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Anmeldungsdatum: 20.10.2005
Beiträge: 4
Wohnort: WIEN

BeitragVerfasst am: 3.Dez 2005 10:36    Titel: Verhaftung oder Geleit Antworten mit Zitat

Verhaftet in Venezuela- leider hat Österreich kein Auslieferungsabkommen mit Venezuela.
Seelenruhig spazierte Herr Loidl trotz Haftbefehl zu seiner Scheidungsverhandlung in Florida- jetzt, wo die Jungs praktisch außer Reichweite sind, hat man sie gesichtet.

Ich frage mich, warum auf dieser Seite die ARGE-AMIS überhaupt Erwähnung findet- das ist ein Gemeinschaft zum Schutz der MAKLER! Nicht nur, dass man da satte 7% upfront-fee ablegen darf (von dem, was man nicht mehr hat), man muss auch noch unterschreiben, nicht gegen seinen Makler vorzugehen!

Es hat ja mindestens 1000 Vermittler von AMIS gegeben, offenbar wollen jetzt ebensoviele Anwälte Kohle machen.

Die nächste Irreführung findet jetzt mit der Forderungsanmeldung beim Handelgericht Wien statt. Die Menschen werden in Panik versetzt, weil überall kolportiert wird, dies muss bis 27.12.2005 geschehen sein. Das ist natürlich ein UNSINN! Die Anspruchs-Anmeldung (woran immer) kann mindestens noch drei Jahre lang erfolgen.

Einige Anwälte versuchen, die Kundengelder in die Konkursmasse zu kippen, das wäre die größte Katastrophe.
Wir haben ein eigenes Forum zu dem Thema- Link dazu auf meiner Homepage www.fairtrauen.at

Daniela Tutsch
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A. Henneberg
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.08.2002
Beiträge: 4940
Wohnort: Osten

BeitragVerfasst am: 5.Dez 2005 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

AMIS-Skandal:
Dubiose Aktenvernichtung - Strafanzeige gegen deutsches Management


Die in der ARGE AMIS kooperierenden Anlegerschutzkanzleien NIEDING+BARTH Rechtsanwaltsaktiengesellschaft und TILP Rechtsanwälte haben im Betrugsfall Amis bei der Staatsanwaltschaft Dortmund eine Strafanzeige nach Paragraph 264a StGB wegen Kapitalanlagebetrugs und aller anderen in Betracht kommenden Delikte eingereicht. Die Anzeige richtet sich gegen Holger Fellmann sowie alle weiteren ehemaligen verantwortlichen Organträger der AMIS Consulting AG beziehungsweise AMIS Financial AG, Holzwickede bei Dortmund. Fellmann trat im November 2004 aus privaten Gründen von seinem Vorstandsmandat zurück.

„Der ARGE AMIS liegen inzwischen umfangreiche interne Informationen auch der ehemaligen deutschen AMIS-Gesellschaften vor, aus denen sich aus unserer Sicht Verdachtsmomente hinsichtlich einer strafrechtlichen Verantwortlichkeit von Herrn Fellmann und seinen ehemaligen Kollegen ergeben“, erklärt Rechtsanwalt Klaus Nieding den Schritt zur Strafanzeige. „In jedem Fall hätten die damaligen Verantwortlichen die AMIS-Kunden frühzeitig über die Tatsache des Einschreitens der luxemburgischen Aufsichtsbehörden aufklären müssen.“ Dadurch wären aus Sicht der ARGE AMIS zumindest hunderte von Kapitalanlegern mit – vor allem in der Endphase der Gesellschaft – sehr hohen Zeichnungsbeträgen vor einer Anlage ihrer Gelder bei der AMIS-Gruppe und damit auch vor den jetzt eingetretenen Verlusten bewahrt worden.

Kritik am österreichischen Masseverwalter wegen dubioser Aktenvernichtung

Zugleich kritisiert die ARGE AMIS die österreichischen AMIS-Masseverwalter Dr. Hans Rant und Dr. Kurt Freyler. Diese haben am 24. November 2005 die Räumung der deutschen Niederlassung sowie die vollständige Vernichtung sämtlicher der dort befindlichen mehreren tausend AMIS-Akten deutscher Kunden „aus mietvertraglichen Gründen“ veranlasst. In den Räumlichkeiten der Niederlassung befanden sich – entgegen den Äußerungen des österreichischen Masseverwalters – jedoch viele Originalunterlagen deutscher AMIS-Kunden.

Die ARGE AMIS hat die Deutsche Bundesbank und die BaFin bereits über diesen Vorfall informiert. Beide Behörden führten bereits in der ersten Novemberwoche eine Prüfung in den deutschen AMIS-Räumen durch. Zudem wurde die Dortmunder sowie die Wiener Staatsanwaltschaft über die Aktion des Masseverwalters ausführlich informiert.

„Wir haben die österreichischen Masseverwalter explizit davon in Kenntnis gesetzt, dass die in den Dortmunder Büroräumlichkeiten vorhandenen Originalakten deutscher AMIS-Kunden gerade für die Rechtsverfolgung unserer deutschen Mandanten von erheblicher Bedeutung sind“, so Rechtsanwalt Andreas Tilp. „Dieser Vorgang ist daher mehr als dubios.“

Von 16.000 Anlegern stehen 120 bis 150 Millionen Euro im Feuer

Vom Schadensfall AMIS sind vermutlich rund 16.000 Anleger mit einer Gesamtanlagesumme von schätzungsweise 120 bis 150 Millionen Euro betroffen, darunter rund 10.000 österreichische Anleger und 6.000 deutsche Anleger. Von diesen Geldern sind nach derzeitigen Erkenntnissen mindestens 70 Millionen Euro verschwunden. Die ARGE AMIS vertritt inzwischen mehr als fünfhundert Mandanten aus Deutschland und Österreich in diesem komplexen Fall, in dem es neben österreichischen, deutschen und luxemburgischen Rechtsfragen auch um das übergeordnete europäische Kapitalmarktrecht geht.

Quelle: FONDS professionell
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excabe
Specialist


Anmeldungsdatum: 17.11.2005
Beiträge: 169
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 6.Dez 2005 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Herr Henneberg, jetzt habe ich eine Frage. In einer luxemburgischen Sicav sind Gelder grundsätzlich kein Sondervermögen, oder nur in einigen ? Gruß excabe
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aegis
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Anmeldungsdatum: 11.11.2005
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 8.Dez 2005 8:57    Titel: Entschädigung ? Antworten mit Zitat

Habe ich auf www.salzburg.orf.at gefunden:

Zitat:......

"70 bis 80 Millionen Gesamtschaden"
Ein Skandal ind er Größenordnung die WEB-Bautreuhand-IMMAG-Affäre sei die AMIS-Pleite aber nicht, "weil ja hier durch den Anleger-Entschädigungsfonds Zahlungen geleistet werden, die zumindest die Kleinanleger weitgehend befriedigen."

Die Großanleger müssten hingegen "möglicherweise mit einem Ausfall" rechnen, sagt der Anwalt: "Der Gesamtschaden, der in diesem Verfahren zu erwarten ist, wird bei 70 bis 80 Millionen Euro sein."

Zitat Ende.

Also leistet der Entschädigungsfonds ?
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eva-vicky
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Anmeldungsdatum: 08.01.2004
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 20.Dez 2005 15:10    Titel: Verdient fairtrauen Ihr Vertrauen ?? Antworten mit Zitat

Mir liegen Gesprächsprotokolle von Kunden vor, welche Frau Tutsch nicht gerade in bestem Licht erscheinen lassen:

Auszugsweise:

" Ich wurde am xxx.xxx. von der UOP ohne diese dazu aufgefordert zuhaben telefonisch kontaktiert und von ihr aufmerksam gemacht worden, beide veranlagungen ( Generationspläne) bis auf die rücknahmegebührenfreie Mindesteinlage zu kündigen: bei dem Versuch, dies zu hinterfragen, wurde von Frau Tutsch ( Kunde wörtlich): sanfter Druck ausgeübt Bezüglich der neuveranlagung wurde eine englische Lebensversicherung beworben.....

Auf die Frage wie er einem neuerlichen Kontakt mit Frau Tutsch begegne würde antwortet er: MIT DIESER FRAU TUTSCH MÖCHE ICH NICHTS MEHR ZU TUN HABEN !!

Bedenkt man, dass Frau Tutsch von jedem Kunden ein Honorar von EUR 150 fordert, so lasse ich die Frage im raume stehen: wer hier mit der Angst der Kunden Geschäft machen will !!!
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tomj
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Anmeldungsdatum: 22.11.2005
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 12.Jan 2006 14:05    Titel: AMIS-Affäre: Kaum Geld für Gläubiger Antworten mit Zitat

Aus der heutigen österreichischen Tageszeitung KURIER:

(Original hier: http://www.kurier.at/wirtschaft/1242308.php)

AMIS-Affäre: Kaum Geld für Gläubiger

Laut den AMIS-Masseverwaltern befindet sich kein Anlegergeld bzw. Finanzanlagen in der Masse.
Im Konkursverfahren um die Wiener Anlegergesellschaft AMIS haben rund 15.000 Gläubiger Forderungen von insgesamt 330 Millionen Euro angemeldet, berichtet das "WirtschaftsBlatt" in der heutigen Ausgabe. Davon entfielen rund 124 Millionen Euro auf die AMIS selbst und 206 Millionen Euro auf die Tochtergesellschaft AFC. Es ist davon auszugehen, dass die Anleger ihre Forderungen in beiden Verfahren angemeldet haben. Für beide Gesellschaften fanden gestern, Mittwoch, die Prüfungstagsatzungen statt, die auf 27. Jänner erstreckt wurden.

Unerfüllbare Anlegeransprüche

Die beiden Masseverwalter Hans Rant und Kurt Freyler haben laut Zeitungsbericht dem Gericht bereits am Dienstag bekannt gegeben, dass Aus- und Absonderungsansprüche von Anlegern nicht erfüllt werden können, weil sich kein Anlegergeld bzw. Finanzanlagen in der Masse befinden. Die Assets bestehen ausschließlich aus den AMIS Funds und Top Ten Multifonds in Luxemburg, die dort von Rechtsanwältin Yvette Hamilius veräußert werden. Derzeit sei Geld nur in geringem Ausmaß in der Masse vorhanden, wird Christoph Vavrik von Kreditschutzverband von 1870 (KSV) zitiert.

Die Luxemburger Liquidatorin soll laut Medienbericht Interesse an einer Abwicklung der Anlegerforderungen in Österreich signalisiert haben.
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frank neidzel
Insider


Anmeldungsdatum: 17.07.2002
Beiträge: 600
Wohnort: bremerhaven

BeitragVerfasst am: 20.Jan 2006 14:06    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
AMIS-Skandal: Nächste Woche wird’s ernst

Kommt nun Bewegung in die AMIS-Causa? Die deutschen Anwälte Klaus Nieding von der Rechtsanwaltskanzlei Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft und Andreas Tilp von der gleichnamigen Kanzlei, die einen Großteil der geschädigten Anleger in der Causa AMIS vertreten, werden am 26. Januar 2006 auf einer Pressekonferenz in Wien bedeutsame Neuigkeiten in der Causa AMIS verkünden. Bei einem Meeting zwischen den Anlegeranwälten und den Masseverwaltern am 18. Januar 2006 verhandelte man über eine Teilentschädigung für die Anleger der Luxemburger SICAV-Fonds von AMIS. Das konkrete Ergebnis des Gesprächs soll bei der angekündigten Pressekonferenz bekannt gegeben werden.

Zudem kommt es am Vortag zu einem Treffen mit einem österreichischen Regierungsmitglied, wie Klaus Nieding gegenüber FONDS professionell erklärte. Dabei gehe es u. a. um die Rolle der Republik Österreich, die nach Meinung der Anwälte ebenso ein potenzieller Anspruchsgegner sei, da sie für eventuelle Fehler der österreichischen Finanzmarktaufsicht hafte.

Schwierigkeiten bei der Auslieferung der Ex-Vorstände Böhmer und Loidl

Im Laufe dieser Woche wurde auch die Zahl der Verdächtigen um zehn Personen auf 13 erweitert, Ernst Kloyber von der Staatsanwaltschaft Wien bestätigte gegenüber FONDS professionell entsprechende Medienberichte. Von den neuen Verdächtigen hätten acht direkt mit der AMIS-Affäre zu tun, darunter Aufsichtsräte, ein Anwalt sowie ein Portfoliomanager, zwei seien mutmaßlich Begünstigte. „Die Anzeigen wurden von geschädigten Anlegern erstattet“, so Kloyber.

Die beiden Hauptangeklagten, Dietmar Böhmer und Harald Loidl, befinden sich immer noch in Venezuela in Haft. Offenbar gibt es bei der Auslieferung Schwierigkeiten: Laut Kloyber bemüht sich die österreichische Botschaft in Caracas Böhmer und Loidl an Österreich auszuliefern. Ganz anders sieht es Mag. Johannes Schmidt, der Anwalt der beiden Ex-Vorstände: „Es gibt kein Auslieferungsverfahren, denn es gibt kein Auslieferungsabkommen zwischen Österreich und Venezuela." Beiden Herren gehe es gut, man warte den ersten Verhandlungstermin in Venezuela ab, ergänzt Schmidt. Es gilt für alle angeklagten Personen die Unschuldsvermutung.

Quelle: FONDS professionell
http://www.fondsprofessionell.at/redsys/newsText.php?sid=867313&nlc=AT
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Consuliere
Specialist


Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 135
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 23.Jan 2006 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

1.) Offensichtlich ist das die Masse in Wien nicht für einen Konkurs ausreicht.
2.) in Belgien die Masse des Fonds für eine Teilbefriedigung der Gläubiger vielleicht ausreicht.
3.) Da aber kein direkter Bezug zwischen der österr. Einzahlung und dem belg. Fond hergestellt werden kann wird ein Anspruch wahrscheinleich sehr schwer nachweisbar sein.
Fazit :
Die Belgier werden sich freuen und der Fondführer wird den Rest der überbleibt schlucken ??

Im klartext alle hier Geschädigten werden wahrscheinlich leer ausgehen !!

lg. Consuliere
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