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FAIRTRAUEN Newbie
Anmeldungsdatum: 20.10.2005 Beiträge: 4 Wohnort: WIEN
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Verfasst am: 23.Jan 2006 15:19 Titel: Bewegung kam nicht von Anwälten- dort wird aber abkassiert |
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Es ist mir durchaus nicht aufgefallen, dass die hochbezahlten Anwälte aus Deutschland Bewegung in die Sache gebracht hätten- abgesehen von der Tatsache, dass munter von mir abgeschrieben und fleissig abkassiert wurde.
Die Bewegung ging von Österreich und hier von mir als Person aus und seither halte ich ein hohes Niveau an Berichterstattung an die Betroffenen, was beweist: Was gut ist, muss nicht teuer sein.
Daniela Tutsch |
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pele008 Newbie
Anmeldungsdatum: 01.03.2004 Beiträge: 11 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 23.Jan 2006 17:54 Titel: |
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Was, bitte, hat nun Belgien mit der ganzen Sache zu tun, oder habe ich etwas verschlafen?
Falls es sich dabei um die Gelder in Lux handeln sollte: Es ist ja nur gerecht, wenn dieses Geld nicht in die Insolvenzmasse fließt, schließlich gehört es ja ausschließlich den Anlegern. Und ein Anspruch darauf sollte durch Nachweis von Einzahlungen wohl relativ einfach nachzuweisen sein. Und damit ist genau den betrogenen Anlegern geholfen, und nicht irgendwelchen dubiosen Anpruchstellern in der Insolvenz (über 200 Mio Ansprüche bei ca. 140 Mio. Anlagebetrag, das stinkt doch auch schon wieder zum Himmel!, wer will sich da noch auf unsere Kosten bereichern???)
Also Fondsvermögen raus aus der Insolvenz und zurück an die Anleger, das ist die einzige Lösung. |
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Consuliere Specialist
Anmeldungsdatum: 31.03.2004 Beiträge: 135 Wohnort: Österreich
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Verfasst am: 23.Jan 2006 19:00 Titel: |
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@pele008
es sollte Luxenburg heissen bitte um Entschuldigung
Nichts desto trotz ist keine direkte Einzahlung bei SICAV nachzuweisen.
Das heist wenn die Luxenburger nicht wollen gibts nix. Wobei ein überführen in die Konkursmasse auch nicht gerade erfolgversprechend für die Geschädigten ist.
Zuerst kommen die Masseverwalter (Lux +AT) die Ziehe ihre Honorare zuerst einmal ein !
Dann die Institutionen wie Finanzamt und Krankenkasse und den Rest dürfen die Geschädigten teilen.
Was bleibt über ???
Und einige Geschädigte haben bereits irgendwelchen "Anlegerschützern in Deutschland oder Österreich" fette Honorare bezahlt !!!
Eigentlich arme Hunde weil bereits Geschädigt werden Sie jetzt mit eigenartigen Versprechungen angelockt.
Behauptungen das man irgendwelche Banken, oder Prüfungsfirmen klagen könne erscheinen mehr als merkwürdig.
Die Prüfungsfirmen haben die Fa. Amis geprüft, das war ihre Aufgabe. Sie haten nicht die Aufgabe den Fond oder das Konstruckt zu prüfen.
Einziger Gegner könnte eventuell die FMA und eventuell die Rep. Österreich sein. Das kann ewig dauern.
Aber mehr Leute zu klagen bringt mehr Honorar !!!!
Wie auch immer der Geschädigte ist der arme !!!
lg. Consuliere |
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pele008 Newbie
Anmeldungsdatum: 01.03.2004 Beiträge: 11 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 24.Jan 2006 10:27 Titel: |
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@ Consuliere
Besten Dank für die Klarstellung und Erläuterung. Ich stimme völlig zu, daß der Geschädigte leider immer der Dumme ist, dazu gehören sicher auch geschädigte Vermittler.
Ebenfalls richtig ist, daß bestimmte Vereinigungen versuchen, auf Kosten der Geschädigten Geschäft zu generiieren und mit leeren oder zweifelhaften Versprechungen aufwarten. Es gibt aber auch Ausnahmen, die ohne eigenes monetäres Interesse Unterstützung anbieten.
Es ist zumindest einen Versuch wert, sein Geld oder einen Teil davon wieder zu bekommen. Und auch wenn es dauert, Mißstände müssen aufgeklärt und angeprangert werden, egal auf welcher Ebene sie passieren. Wir müssen möglichst unbequem sein, dann gibt es auch Aussicht auf Erfolg.
In diesem Sinne, Kopf aus dem Sand und aktiv sein!
Gruß
pele008 |
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Consuliere Specialist
Anmeldungsdatum: 31.03.2004 Beiträge: 135 Wohnort: Österreich
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Verfasst am: 24.Jan 2006 11:26 Titel: |
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Gott sei dank bin weder ich noch einer meiner Klienten geschädigt.
Trotzdem beunruhigt die Entwicklung am Finanzdienstleistungssektor sehr.
Da ich nicht im Bereich Verkauf tätig bin betrifft mich das nur indirekt.
Aber viele meiner Kollegen sind davon betroffen und das Geschäft wird auf Grund solcher Dinge immer härter.
In vielen Fällen ist aber auch die gier die die Vermittler oft mit Blindheit schlägt.
Furchtbar für die Anleger es wird immer schwerer einem Berater zu vertrauen.
lg. Consuliere |
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EX VFG ler Newbie
Anmeldungsdatum: 17.02.2006 Beiträge: 9
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Verfasst am: 24.Feb 2006 22:24 Titel: AMIS |
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Sehr geehrte Damen und Herren,
noch ein paar Überlegungen ins Wochenende.
Die Listen der Anwälte über mögliche Anspruchsgegner waren lang. Als es eine gute Möglichkeit gab, in Panik versetzte Menschen eine vermeintliche Sicherheit zu bieten.
Jetzt werden sie immer kürzer.
Zuletzt schrumpften sie sogar auf ein einziges Ziel zusammen: Die Republik.
Vortrefflich. Der steinigste Weg. Um das Geld der Anleger ist nichts zu teuer.
Was meinen Sie, wer wirklich haften wird?
Ich sehe die Sache folgendermaßen:
Wenn das Geld- IHR GELD- aus Luxemburg zugeteilt werden kann, haftet die Anlegerentschädigungseinrichtung natürlich NICHT. Denn die haftet ja nur dann, wenn Investoren Gelder oder Wertpapiere, die ihnen gehören, nicht zurückgegeben werden können.
Wenn das Geld aus Luxemburg nicht zugeteilt werden kann, haftet die Anlegerentschädigungseinrichtung für WPDLU wohl schon (Staatshaftung).
Meine aufmerksamen Leser wissen natürlich auch genau, wer in der Reihe.
Die Rolle der Wirtschaftsprüfer ist sicher zu hinterfragen- mal sehen, könnte in einem Vergleich gutes Geld bringen.
Was die FMA getan oder nicht getan hat, wird sicher auch interessant sein, aufzurollen (Amtshaftung), aber bis man da Geld sieht, bitte, das wird DAUERN.
Und jetzt zu den Vermittlern.
Am Anfang meiner Tätigkeit im Rahmen des Anlegerschutzvereines konnte ich mir ganz oft anhören, dass ich ja die Vermittler schütze mit FAIRTRAUEN. Jetzt hingegen unterstellt man mir, alle Vermittler zu verurteilen.
Das ist so: Am Anfang meiner Tätigkeit wurde ich spontan und intensiv hauptsächlich von Vermittlern angerufen und da denke ich mir, weil es so geklungen hat, die sind wirklich betroffen und wollen ihren Kunden helfen undsoweiter.
Und dann sitze ich hier nächtelang, nehme die Vermittler aus dem Schussfeld indem ich ihren Namen auf meine Homepage setze, damit ihre Kunden sehen, dass sie sich um eine Lösung bemühen und kaum dass ich den Anlegerschutzverein verlasse, wo man mir eine böse Falle stellte, ist die Sorge der meisten Vermittler um ihre eigene Sicherheit größer als ihr Bedürfnis, Licht ins Dunkel zu bringen oder einen Zusammenschluss herbeizuführen, der relevant ist.
Also hat man mich hier arbeiten lassen wie einen Trottel weil Herr Vollmost im Vorstand seinen lieben Kollegen ein Signal war.
Ich selbst habe in meinem ganzen Leben nie Produkte vermittelt, die solche Margen generieren. Und doch habe ich den Leuten geholfen, die mit dem Verkauf der Produkte viel verdient haben, wie hier die Erfahrung lehrt und grußlos und ohne Dank haben die Leute auch das abgecasht und sich vertschüßt- die meisten jedenfalls. Da denke ich mir, wie die wohl ihre Kunden behandeln und ihnen den nächsten Schrott verhökern. Ach ja, und die Kunden wurden ja auch verhökert- an Anwälte, die die Vermittler dafür bezahlten, dass sie ihnen Mandanten zuführten- deshalb auch diese enorm schnelle „Zusammenballung“ allerorten.
Wer in großem Stil AMIS verkauft hat, sollte sich überlegen, ob Vermögensanlagen wirklich sein Geschäftsfeld sind.
Der Kollege aus Deutschland, der die Seuche dorthin getragen hat, sagte mir, er hätte „alles“ überprüft, nur die „Depots nicht“.
Ich glaube eher, er konnte NICHTS überprüfen, weil er es gar nicht verstand.
Dass zum Beispiel nur EIN österreichisches Produkt mit einem ähnlichen Rahmen existiert: Superfunds, vormals Quadriga.
Die zählen ja nicht zu den ganz sicheren Investments.
Ich glaube also, dass die Franchise-Nehmer und Großvermittler einen Erklärungsbedarf haben. Es sollte erwartet werden können, dass man ein Produktportfolio hat und nicht ein einziges Produkt, das die Antwort auf alle Fragen ist. Und dann auch noch solche Spesen-Optimierungen wie Hebelgeschäfte, also, das ganze auf Kredit zu verkaufen oder lange Laufzeiten für höhere Provisionen abzuschließen und dann den Kunden wieder aus dem Produkt holen, Entnahmepläne und Sparpläne gleichzeitig abschließen, nein, so etwas ist eine Schweinerei.
Es werden also sicher einige Vermittler haftbar gemacht werden können. So etwas kann großartig über den VKI laufen wo ich im Übrigen schon Unterlagen übergeben habe um Musterprozesse gegen Kredit-Institute zu führen.
Sehr interessant ist hier die Rolle der Herren Vollmost und Handler. Herr Vollmost hat eine Klage gegen AMIS gewonnen, wie er mir damals stolz berichtete bzw. sich verglichen. Was wusste er seither und sagte es niemand? Wie viel Geld bekam er, das letztlich ja auch von den AMIS-Kunden stammte? Und warum verkaufte sein guter Freund Peter Handler sein Franchise-Gebiet im Jahr 2003 an Herrn Maierhofer, der jetzt in der Falle sitzt? Wie rührend, dass Herr Vollmost jetzt „ehrenamtlich“ zum Anlegerschützer mutierte und ganz viele Stunden in Besprechungen mit seinen Vorstandskollegen verbringt, wo er ihnen vermutlich ununterbrochen nichts anderes als die ungeschminkte Wahrheit erzählt, dieser Ausbund von Herzensgüte.
Ja, das wäre es mit meiner Liste. Die Luxemburger Bank knöpft sich die Luxemburger Anwältin vor, da braucht man sich nicht mehr wichtig machen.
Auf den Caymans kenne ich mich nicht aus (nur auf der Donauinsel), aber ich denke, diese Länder, wie auch Liechtenstein, sind mit gutem Grund „Oasen“ genannt. Was Wunder, dass viele Anwälte schon aus Liechtenstein zurückgedackelt kamen mit hängenden Ohren und eingestehen mussten, gar nichts erreicht zu haben.
Für Anregungen bin ich wie immer dankbar.
Herzliche Grüße und schönes Wochenende |
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GM&P Info .

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 3968
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Verfasst am: 16.März 2006 16:43 Titel: |
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AMIS-Sammelklage-Verein bietet risikolosen Prozess
– Auslieferung von Böhmer und Loidl angeblich fix
„Ein großer Schaden für die Finanzwelt und wohl einer der dunkelsten Kapitel der österreichischen Wirtschaftsgeschichte“, so düster bezeichnete Werner Albeseder, Vorstandsvorsitzender des AMIS Sammelklage-Vereins, auf einer Pressekonferenz in Wien die Causa AMIS. Hoffnung gibt es jetzt vor allem für geschädigte (Klein-)Anleger, die selbst nicht die Mittel bzw. den Mut zu einer eigenständigen Klage aufbringen: Der AMIS Sammelklage–Verein ermöglicht den rund 16.000 betroffenen Anlegern anstehende Prozesse ohne Kostenrisiko zu führen. Offene Forderungen werden an den Verein abgetreten – dieser setzt in Folge die Ansprüche in Form von Sammelklagen durch. Die AdvoFin Prozessfinanzierungsgesellschaft AG übernimmt das gesamte Prozess-Finanzierungsrisiko: „Wir wollen die Möglichkeit einer risikolosen Prozessführung bieten“, so Franz Kallinger, Vorstand der AdvoFin.
Zudem gab Albeseder auf der Pressekonferenz bekannt, dass die beiden AMIS-Vorstände Harald Loidl und Dietmar Böhmer, die sich derzeit noch in Untersuchungshaft in Venezuela befinden, demnächst an Österreich ausgeliefert werden. Dies berichten auch mehrere österreichische Medien.
Prozessfinanzierungsgesellschaft erhält 36 Prozent
Durch die Vereinbarung mit der AdvoFin AG sind weitere finanzielle Verluste der betroffenen Anleger ausgeschlossen. Das Prozessrisiko wie Gerichts-, Sachverständigen- und Rechtsanwaltskosten wird gänzlich vom Verein getragen. „Wir entlasten die AMIS-Anleger und übernehmen auch im Falle des Unterliegens im Prozess sämtliche entstandene Kosten", erklärt Franz Kallinger.
Im Gegenzug erhält die AdvoFin eine Beteiligungsquote am Prozesserlös, diese betrage laut dem Vorstand 36 Prozent. „Durch die Bündelung der Ansprüche möglichst vieler AMIS Anleger verstärkt sich unsere Verhandlungsposition enorm – diesen Vorteil nützen wir im Sinne der AMIS Anleger, die ihre Ansprüche an den Verein abtreten", betont Albeseder. Bis 12. Mai 2006 haben die rund 16.000 Anleger Zeit, ihre Forderungen an den Verein abzutreten. „Die Abtretung des Prozessrisikos an ein Unternehmen ist in Österreich nicht weit verbreitet“, so Kallinger. Bereits im Vorjahr konnte die AdvoFin ihre umfangreiche Erfahrung in der Durchsetzung von Anlegeransprüchen unter Beweis stellen: Für 2.300 Geschädigte der WEB-IMMAG Bautreuhand Affäre konnte durch die Unterstützung der AdvoFin ein Ergebnis von 12,4 Millionen Euro erreicht werden.
Internationale Dimension
Vom Schadensfall AMIS sind vermutlich rund 16.000 Anleger mit einer Gesamtanlagesumme von schätzungsweise 200 Millionen Euro betroffen. Die Anleger stammen nicht nur aus Österreich und Deutschland, sondern auch aus anderen europäischen Staaten und sogar aus Russland, Ukraine, Litauen und Kirgisien.
Welches Ergebnis die AMIS-Causa liefern wird, steht wohl in den Sternen: Anlegeranwalt Dr. Rainer Maria Kraft von der Sozietät „Kraft & Winternitz“ meinte nur: „Der Prozess wird sehr lange dauern und sehr viel Geld kosten.“
Über AMIS Sammelklage – Verein
Der AMIS Sammelklage – Verein wurde als Reaktion auf die offenen Forderungen der AMIS Anleger gegründet. Er bietet den rund 16.000 betroffenen Anlegern die Möglichkeit, anstehende Prozesse gegen verschiedene mögliche Prozessgegner ohne Kostenrisiko zu führen. Nach Abtretung der jeweiligen Anleger-Ansprüche an den AMIS Sammelklage – Verein werden mehrere Sammelklagen gegen unterschiedliche Beklagte eingebracht. Die AMIS Anleger können ohne weiteren finanziellen Aufwand die Durchsetzung ihrer Ansprüche erreichen, in dem sie sich bis 12. Mai 2006 der Sammelklageaktion anschließen. Eine Rahmenvereinbarung mit der AdvoFin Prozessfinanzierung AG garantiert die Übernahme des gesamten Prozessrisikos und stellt sicher, dass für die Anleger keine weiteren Kosten anfallen. Der Vorstand des Vereins setzt sich aus dem Vorstandsvorsitzenden Werner Albeseder, Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater und Anton Schusterbauer, Versicherungsmakler und Vermögensberater zusammen.
Über AdvoFiN Prozessfinanzierung AG
Die AdvoFin wurde im Dezember 2001 als österreichische Prozessfinanzierungsgesellschaft gegründet und wird von kapitalstarken institutionellen Investoren finanziert. Durch die ausreichende und langfristige Kapitalisierung ist AdvoFin ein verlässlicher Partner zur Finanzierung von Gerichtsprozessen. Geschäftsgrundsatz von AdvoFin ist es, unabhängig und anwaltsübergreifend zu arbeiten. AdvoFin finanziert Gerichtsprozesse, die Anspruchsberechtigte aufgrund des hohen Kostenrisikos nicht führen können oder wollen. AdvoFin übernimmt dabei sämtliche Prozesskosten und somit das gesamte finanzielle Risiko. Im Erfolgs- bzw. Vergleichsfall erhält AdvoFin eine vertraglich festgelegt Erfolgsquote zwischen 20 und 50 Prozent vom erstrittenen Ertrag.
Quelle: FONDS professionell |
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tomj Newbie
Anmeldungsdatum: 22.11.2005 Beiträge: 12
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Verfasst am: 20.März 2006 10:45 Titel: AMIS-Manager werden ausgeliefert |
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Neueste Nachrichten (aus www.fondsprofessionell.at):
Nun ist es fix: AMIS-Manager werden ausgeliefert
17.03.2006
Der Oberste Gerichtshof in Venezuela hat nun entschieden, die beiden Ex-Vorstände der AMIS, Dietmar Böhmer und Harald Loidl, an Österreich auszuliefern. Loidl und Böhmer sind die Hauptverantwortlichen in der Betrugsaffäre rund um den Wiener Finanzdienstleister. Es gilt die Unschuldsvermutung. Wann die beiden nach Österreich gebracht werden sollen, stehe allerdings noch nicht fest. Der Oberste Gerichtshof stellte in einer Stellungnahme klar, dass die Verbrechen, für die die Auslieferung von Dietmar Böhmer und Harald Loidl begehrt wird, nicht politischer Natur seien. Zudem wurde die Übergabe der Vermögen der Manager in Österreich angeordnet, wie Medien in Venezuela berichten. Mit Österreich bestehe kein Auslieferungsabkommen, daher habe man allgemeine Bestimmungen des Völkerrechts angewendet. (dnu)
Quelle: FONDS professionell |
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GM&P Info .

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 3968
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Verfasst am: 25.Apr 2006 16:30 Titel: |
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Kochan will Amis-Anleger unterstützen
Im Rahmen der Insolvenz der österreichischen Amis Asset Management Investment Services AG (siehe cash-online vom 9. und 14. November 2005) will die Kochan Beteiligungs GmbH, Hamburg, die Anleger durch eine Prozesskostenfinanzierung unterstützen. Laut der Kochan Beteiligungs GmbH sei es für geschädigte Amis-Anleger nunmehr angeraten, außerhalb des Konkursverfahrens Ansprüche insbesondere gegen österreichische und luxemburgische Institutionen geltend zu machen, da die Insolvenzverwalter jüngst mangels Masse einen Antrag auf Einstellung des Geschäftsbetriebs in Wien gestellt hätten.
Zu den potenziellen Anspruchsgegnern zählen nach Angaben der Kochan Beteiligungs GmbH die Sella Bank Luxembourg S.A., die BDO Auxilia Treuhand GmbH, die KPMG Luxembourg S.a.r.l. sowie die Republik Österreich, die für eventuelle Fehler der Finanzmarktaufsicht FMA haften würde.
„Die Prozesskostenfinanzierung soll den geschädigten Amis-Kunden insbesondere die Möglichkeit eröffnen, gerichtliche und außergerichtliche Ansprüche, die sich auf die vorgenannten potenziellen Anspruchsgegner erstrecken, ohne eigenes Prozesskostenrisiko konsequent zu verfolgen“, erläutert Wolfgang Klosterhalfen, Geschäftsführer der Kochan Beteiligungs GmbH.
Insgesamt sollen von der Amis-Insolvenz 16.000 Anleger mit einem Betrag von 120 bis 150 Millionen Euro betroffen sein, wovon rund die Hälfte nicht auffindbar sei.
Quelle -- cash-online.de |
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tomj Newbie
Anmeldungsdatum: 22.11.2005 Beiträge: 12
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Verfasst am: 19.Mai 2006 6:35 Titel: AMIS-Konkurs: Überraschende Entwicklung zugunsten der Anlege |
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18.05.2006
Die Luxemburger Liquidatoren stellen den AMIS-Geschädigten eine unbürokratische Auszahlung des verbleibenden SICAV-Vermögens in Aussicht.
Seit Monaten dümpelt der Amis-Konkurs vor sich hin, nichts geschieht und die Gerüchteküche brodelt. Der Zwist zwischen dem Masseverwalter-Duo Dr. Hans Rant und Dr. Kurt Freyler und der Luxemburger Liquidatorin Yvette Hamilius sorgte bei Betroffenen und Beobachtern gleichermaßen für wachsendes Unverständnis. Der Eindruck, dass die österreichischen Masseverwalter wenig Interesse an einer konstruktiven Zusammenarbeit mit Hamilius haben, ist inzwischen evident. Anfang des Jahres hatte Hamilius mit den Masseverwaltern die Vereinbarung getroffen, ihnen bis Mitte des Jahres 240.000 Euro in sechs Raten zu 40.000 Euro auszuzahlen. Als Gegenleistung hätten die Masseverwalter sämtliche AMIS-Kundendaten und Buchhaltungsinformationen an die Luxemburger Anwältin weiterleiten sollen. Laut Hamilius erhielt sie allerdings trotz Zahlung der ersten Rate keinerlei Daten von den Rechtsanwälten, woraufhin sie ihre Zahlungen einstellte. Gegenüber FONDS professionell erklärte Dr. Rant in diesem Zusammenhang, dass er dazu nichts sagen könne, man solle sich an Frau Hamilius wenden. Inzwischen hat die schwierige Zusammenarbeit mit den Wiener Masseverwaltern Hamilius dazu veranlasst den Wiener Anwalt Karl Hochhaltinger mit der Vertretung ihrer Interessen zu beauftragen.
Nach Krisengesprächen der Liquidatoren mit den Masseverwaltern die zu keinem Ergebnis führten und Interventionen bei der Staatsanwaltschaft zeichnet sich nun aber eine positive Entwicklung ab. Die Luxemburger Liquidatoren haben sich als Vertreter der beiden SICAVs dem Strafverfahren als „Privatbeteiligte“ angeschlossen und erhalten auf diesem Weg Einsicht in sämtliche Kundenunterlagen. Ihr Wiener Vertreter Karl Hochhaltinger ist inzwischen zuversichtlich: „Die Kooperation mit den Masseverwaltern ist damit nicht mehr notwenig, die Verteilung des SICAV-Vermögens – über 60 Millionen Euro – wird nach Abschluss aller Abwicklungs- und Zuordnungsarbeiten direkt von Luxemburg aus erfolgen.“
Um das größte Problem im AMIS-Konkursfall – die Zuordnungsschwierigkeiten des SICAV-Vermögens, weil keine Kundendepots geführt wurden – zu lösen, wurden Gutachter beauftragt, die einen Verteilungsschlüssel erarbeiten werden. Die AMIS-Kunden sollen nach Wunsch der Liquidatoren auf möglichst unkomplizierte Weise zu ihrem Geld kommen. Daher sollen Anmeldeformulare bereit gestellt werden, über die dann jeder Anleger seine Forderungen direkt anmelden kann. Etwas Geduld werden die Geschädigten trotzdem haben müssen, Hochhaltinger rechnet damit, dass es noch ein bis zwei Jahren dauern würde, bis das Geld ausbezahlt werden kann, möglicherweise können schon früher á conto Zahlungen erfolgen.
Quelle: FONDS professionell |
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tomj Newbie
Anmeldungsdatum: 22.11.2005 Beiträge: 12
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Verfasst am: 24.Mai 2006 2:27 Titel: Staatsanwalt: AMIS-Manager bereits in Wiener U-Haft |
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23.05.2006
Die beiden Ex-Vorstände der AMIS, Dietmar Böhmer und Harald Loidl, wurden bereits vor circa 10 Tagen an Österreich ausgeliefert. Dies bestätigte der zuständige Staatsanwalt Georg Krakow auf telefonische Anfrage von FONDS professionell. Ein erster Hauptverhandlungstermin stehe noch nicht fest.
Der Oberste Gerichtshof in Venezuela hat Mitte März 2006 entschieden, die beiden Ex-Vorstände der AMIS an Österreich auszuliefern. Loidl und Böhmer sind die Hauptverantwortlichen in der Betrugsaffäre rund um den Wiener Finanzdienstleister. Es gilt die Unschuldsvermutung. (dnu)
Quelle: Fonds professionell |
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GM&P Mod. Team Insider

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 653
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Verfasst am: 27.Jun 2006 12:40 Titel: |
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AMIS-Pleite: Prozesskostenfinanzierer nimmt KPMG und Sella Bank ins Visier
Im Betrugsskandal AMIS haben sich nach Angaben der Kochen Beteiligungsgesellschaft mbH die Anspruchsgrundlagen gegen die Wirtschaftsprüfer und Depotbanken der AMIS Fonds konkretisiert. Der zur Hamburger BSL-Gruppe (die die AMIS ursprünglich einmal selbst übernehmen wollte) gehörende Prozesskostenfinanzierer will im Rahmen der von ihm finanzierten Mandate nunmehr konkret die Haftungsinanspruchnahme der KPMG Luxembourg S.a.r.l. sowie der Sella Bank Luxembourg S.A. einleiten.
„Die Wirtschaftsprüfer haben ihre Prüfungen weder auf alle Aspekte der Verfahrensabläufe noch auf die damit verbundenen Risiken erstreckt“, erklärt dazu Wolfgang Klosterhalfen, Geschäftsführer der Kochan Beteiligungs GmbH. Zu solchen Maßnahmen sei der Wirtschaftsprüfer aber laut der Direktive 02/81 vom 6. Dezember 2002, in der die CSSF (Commission de Surveillance du Secteur Financier, die zuständige Aufsichtsbehörde in Luxemburg) die Regeln über die Tätigkeit der Wirtschaftsprüfer und den Umfang des Auftrages zur Prüfung des Jahresabschlusses sowie über den Inhalt der in diesem Zusammenhang zu erstellenden Prüfungsberichte erweitert hat, verpflichtet. „Dass Institutionen aus Nicht-FATF/GAFI-Ländern in die Abwicklung eingebunden waren, die den Betrugsskandal erst ermöglicht haben, ist unbeanstandet geblieben und zieht aus unserer Sicht einen Schadenersatz des Wirtschaftsprüfers nach sich“, so Klosterhalfen.
Ins Visier nehmen will Klosterhalfen auch die Hauptverwaltung der AMIS-SICAVs. Als solche habe zunächst die Banque Colbert, später die Sella Luxembourg S.A (vormals IBL) fungiert. „Die in Luxemburg gültigen Regeln über die Hauptverwaltung, der auch die SICAVs unterliegen, beinhalten in diesem Zusammenhang insbesondere, dass die Fondsbuchhaltung - hier: das Kundenregister - in Luxemburg geführt wird und die Ausgabe und Rücknahme der Anteile in Luxemburg stattfinden muss“, so Klosterhalfen. „Selbst wenn solche Aufgaben auch an andere, nicht in Luxemburg domizilierte Unternehmen delegiert werden können, so bleibt der Erfüllungsort Luxemburg.“
Für die SICAVs sei die Transatlantic Fund Administration Ltd. („TFA“) als so genannter „Nominee“ eingeschaltet gewesen, wobei laut Klosterhalfen die CSSF als zuständige Aufsichtsbehörde in Luxemburg der TFA ausdrücklich untersagt hatte, Zeichnungsgelder entgegen zu nehmen. „Insbesondere aus diesem Grund wurden in Deutschland und in Österreich so genannte ,Nostrokonten’ seitens der Sella Bank für Kundeneinzahlungen eingerichtet“, erläutert er.
„Die unzulässige Rückgabe von Fondsanteilen auf eigene Rechnung seitens der TFA wird sich die Sella Bank zurechnen lassen müssen“, so Klosterhalfen. „Und die Eintragung der TFA als Shareholder im Register der Top Ten Multifonds SICAV war grundsätzlich nicht zulässig. Diese grob fahrlässigen Versäumnisse begründen aus unserer Sicht eine unmittelbare Haftung der Sella Bank.“
Wenn es nach den Hamburger Prozesskostenfinanzierern geht, soll auch die Depotbank nicht ungeschoren davonkommen. Als Depotbank für beide SICAVs (AMIS Funds SICAV und Top Ten Multifonds SICAV) und die strukturierten Fondsprodukte war ebenfalls die Banque Colbert und anschließend die Sella Luxembourg S.A (vormals IBL) tätig. „Die strenge Überwachungspflicht bei der Verwahrung von Vermögenswerten, der Ausgabe und - in diesem Fall insbesondere – der Rücknahme von Fondsanteilen hat offenbar überhaupt nicht stattgefunden“, resümiert Klosterhalfen. Die schuldhafte Nichtausführung beziehungsweise mangelhafte Ausführung der fraglichen Aufgaben und Pflichten sei aus seiner Sicht eine glasklare Haftungsgrundlage.
„Die bestehenden Versäumnisse erinnern in ihrem Umfang und in ihrem Gewicht an die schweren Versäumnisse, die wir auf Seiten der Finanzmarktaufsicht in Österreich ausgemacht haben“, ergänzt Klosterhalfen. „Das alles ist an Unvermögen und Sorglosigkeit kaum zu übertreffen“. |
Quelle: FONDS professionell |
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GM&P Info .

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 3968
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Verfasst am: 14.Jul 2006 7:55 Titel: |
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AMIS-Skandal: Anlegerentschädigungs-Gesellschaft muss nicht zahlen
Nach dem Konkurs der AMIS Financial Consulting AG (AFC) im November 2005 meldeten deren Kunden Forderungen an die „Anlegerentschädigung von Wertpapierdienstleistungsunternehmen GmbH (AeW)“ an. Eine rechtliche Würdigung der bekannten Fakten hat nunmehr ergeben, dass die AeW keine Entschädigungen zu zahlen hat, wie die Gesellschaft in einer Presseaussendung mitteilte.
Am 7. November 2005 wurde das Konkursverfahren über das Vermögen der AFC, einer Tochtergesellschaft der Asset Management Investment Services AG (AMIS) eröffnet. Wie jedes Unternehmen, das die Verwaltung von Wertpapier-Portefeuilles im Auftrag des Kunden anbietet und über die Papiere selbstständig verfügt, gehörte auch die AFC der Haftungsgesellschaft „Anlegerentschädigung von Wertpapierdienstleistungsunternehmen GmbH (AeW)“ an. Diese Gesellschaft wurde 1999 gegründet und ist das Resultat einer Anpassung des Wertpapieraufsichts-Gesetz (WAG) an EU-Richtlinien. Alle Wertpapierdienstleistungsunternehmen (WPDLU) sind gesetzlich verpflichtet, dieser Gesellschaft beizutreten und unter bestimmten Umständen Anleger bei Ausfällen zu entschädigen. Solche Entschädigungsfälle treten nach § 23 des WAG dann ein, wenn eines der Mitgliedsunternehmen der AeW außerstande ist, Gelder zurückzuzahlen, die Anlegern im Zusammenhang mit Wertpapierdienstleistungen von ihm geschuldet werden, oder den Anlegern Instrumente zurückzugeben, die diesen gehören und für sie verwaltet werden.
Die sorgfältige Prüfung der konkreten Forderungen nach dem Konkurs der AFC durch die AeW hat nunmehr ergeben, dass im konkreten Fall keine Entschädigungen von der Gemeinschaft der WPDLU zu zahlen sind: „Es hatte keiner der Antragsteller Gelder in die AFC eingezahlt, so dass es auch keine Verpflichtung zur Rückzahlung durch die AFC und nach deren Konkurs durch die AeW gibt. Im Übrigen wäre die AFC nach ihrer Konzession auch gar nicht berechtigt gewesen, Gelder von Kunden entgegenzunehmen. Zudem hatte die AFC nie selbst die Wertpapiere ihrer Kunden verwahrt, sondern lediglich zwischen Kunden und der Depotbank vermittelt, so dass die Anleger auch in diesem Fall keinen Anspruch an die Entschädigungsgesellschaft haben“, heißt es in der Presseaussendung.
Quelle: FONDS professionell |
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 30.Aug 2006 6:49 Titel: |
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Betrugs-Causa: AMIS-Vertriebspartner erheben jetzt Vorwürfe gegen die FMA
In der Betrugs-Causa um den Wiener Wertpapierdienstleister AMIS erheben nun ehemalige Vertriebspartner Vorwürfe gegen die Finanzmarktaufsicht. Das berichtet die "ZIB2" des ORF am Montag. Die Kontrolle der FMA habe versagt, das Unternehmen sei "schlampig" geprüft worden, so die Kritik. Geschädigte haben laut ORF auch Indizien gefunden, dass hinter AMIS auch Geldwäsche stecke.
Vom Schadensfall AMIS sind rund 10.000 österreichische und etwa 6.000 deutsche Anleger mit einer Gesamtanlagesumme von 120 bis 150 Mio. Euro betroffen. Von diesen Anlegergeldern sind rund 70 Mio. Euro verschwunden. Gegen die Verantwortlichen wird wegen des Verdachts auf schweren gewerbsmäßigen Betrug ermittelt.
Die zwei Geschäftsführer von AMIS sitzen laut ORF-Bericht inzwischen in Untersuchungshaft. Ehemalige Vertriebspartner hätten nun herausgefunden, dass das Geld der Anleger auf einer Privatbank in Luxemburg zwischengeparkt worden sei. Die Sella-Bank spiele laut Anwalt Petsche von der Kanzlei, die 70 ehemalige AMIS- Vertriebspartner vertritt, eine zentrale Rolle.
"Die Depotbank hat Gelder der Kunden verwaltet, aber diese nicht an AMIS-Kunden ausgezahlt, sondern Gelder an Nicht-Kunden, konkret an dubiose Postkastenfirmen in Liechtenstein und Luxemburg überwiesen", wird Petsche im Bericht zitiert. "Geld, also sämtlich Aktiva der Fonds, sind längst in Händen von Zwangsliquidatoren, man kooperiert mit den Luxemburger Behörden... wobei die Bank sich nicht als Depotbank sieht", so die Stellungnahme der Sella Bank dazu.
Petsche kritisiert laut Bericht die FMA, weil diese Warnsignale aus Luxemburg missachtet habe: "Luxemburg hat den Handel mit AMIS Produkten schon 2004 untersagt, die Finanzmarktaufsicht in Österreich hat ihn dennoch weiter erlaubt. Man hat einfach nicht reagiert." Die FMA weist die erhobenen Vorwürfe laut Bericht entschieden zurück. |
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eva-vicky Newbie
Anmeldungsdatum: 08.01.2004 Beiträge: 14
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Verfasst am: 6.Sep 2006 16:29 Titel: |
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Folgender Tatbestand und weitere Details zur FMA:
Wenn man sich alle Berichte der FMA anschaut: 1999, 2000 und 2002, dann lautet die große Frage eigentlich, warum wurde nie etwas unternommen, alle Prüfberichte zeigen Missstände auf, die die FMA festgestellt hat?
1999: Erste Verwaltungsstrafverfahren gg. Böhmer u. Loidl wg. Halten von Geldern!
Die Jahresabschlüsse (Sonderberichte) von Deloitte 1999 haben damals schon erste Hinweise enthalten.
Nach der Spaltung im Oktober 2002 hat die FMA geduldet, dass die AMIS AG als Vermögensverwalter und Provisionsempfänger weiter "agiert", obwohl im Spaltung- und Übernahmevertrag dies nicht so geregelt war.
Im April 2005 fragwürdiger SIXT Bericht!
Im Juli 05 hat die FMA die AMIS genötigt (Böhmer war nicht mehr am Ruder), Auszahlungen (an Kunden, die Geld aus ihren Depots wollten) so schnell wie möglich zu tätigen, trotz der Nachricht, dass viel Geld fehlen würde...!!!
Die FMA hat den Vorstand der AMIS AG dazu genötigt (Insolvenztatbestand war im Sept. schon erfüllt!), Geschäfte mit Übernahmekandidat Klosterhalfen zu machen: Um die AMIS Financial Consulting AG (kostet was es wolle!) zu retten!!! Übrigens zu diesem Kandidat (Klosterhalfen) gibt es auch noch eine Geschichte, welche die Vermutung aufkommen lässt, dass er irgendwo auch nur von Hintermännern eingesetzt wurde.
Diese Tatbestände sind selbstverständlich alle belegbar.
Kann das sein, dass die kleinen Bürger und Vermittler, durch die Unfähigkeit einer „Prüfbehörde“, unterstellt der Leitung von Mag. Karl-Heinz Grasser, so geschädigt wurden? Und nun stellt er sich nicht einmal dazu??? Und unser lieber Herr Dr. Schüssel möchte von alledem auch nichts wissen??? Siehe auch die Schreiben vomAnw alt Baker McKenzie an die beiden Herren, wo beide darüber informiert wurden und gebeten wurden, sich dazu zu äussern!
Es muss ernsthaft die Frage gestellt werden: „Decken Schüssel und Grasser die Finanzmarktaufsicht?“ und die zweite Frage: „Warum?“
Das wäre doch eine Schlagzeile, die den Bürger vor den Wahlen interessieren müsste, oder?
„….aber in Österreich sind ja alle so glücklich“, war Grassers Aussage im Wahlkampfduell mit Van der Bellen von den Grünen im ORF gestern Abend! „Österreich ist spitze“ und andere salopp daher geredete Sprüche waren seine Kommentare. Ich glaube unser lieber Herr Grasser hat keine Ahnung, von was er spricht. Hunderte von Menschen haben ihre Existenz durch das Versagen einer Prüfbehörde verloren! Und nun sollen die, die nichts mehr haben, K L A G E N, obwohl alles offensichtlich „auf dem Tisch“ liegt.
Wirklich, tolles „Österreich“ und alle sind ja so „glücklich“!
BAWAG-Drama,
Hypo Alpe Adria-Drama,
AMIS-Drama,
und immer auf dem Rücken des kleinen Bürgers!
WANN wachen die Menschen endlich mal auf? |
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 3968
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Verfasst am: 30.Nov 2006 13:40 Titel: |
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Ex-Vorstand Böhmer legt Teilgeständnis ab
Ende Mai 2006 berichtete FONDS professionell, dass die Ex-Vorstände der AMIS, Dietmar Böhmer und Harald Loidl von ihrem damaligen Zufluchtsort Venezuela nach Österreich ausgeliefert wurden und in in Wiener Untersuchungshaft genommen wurden. Nun, knapp sechs Monate später hat Böhmer ein Teilgeständnis abgelegt, berichtet das "WirtschaftsBlatt" unter Berufung auf Böhmers Anwalt und dieses belastet seinen Ex-Kollegen Loidl. "Herr Böhmer hat begonnen, das System AMIS zu erklären und die Wahrheit zu sagen. Er legte ein Teilgeständnis ab, aber er bestreitet den Vorwurf des schweren gewerbsmäßigen Betrugs", sagt sein Verteidiger Ewald Scheucher.
Laut dem Bericht hat Böhmer bei der sieben stündigen Einvernahme durch die Beamte der Wirtschaftspolizei und dem Sachverständigen Gottwald Kranebitter (KPMG) die Hintergründe des Provisionssystems erläutert. AMIS hatte vorgegeben, die Provisionen durch Factoring mit Banken (Verkauf von Forderungen) vorzufinanzieren. Die Provisionen sollen aber tatsächlich durch Rücklösungen von Fondsanteilsscheinen (Redemptions) eingeholt worden sein. Das Factoring-System soll es laut Böhmer nie gegeben haben. "Es war angedacht, so etwas zu machen, es kam jedoch nie zu Stande." Die Gespräche mit den Banken seien gescheitert. Laut Böhmer sei die Bewerbung des Factorings beibehalten worden, weil man die Schulungen bereits begonnen hatte und das Factoring "für die Mitarbeiter eine plausible Erklärung für die hohen Provisionen war". Davon sollen laut Böhmer mehrere Personen in der AMIS-Führungsetage gewusst haben, darunter auch AMIS-Gründer Harald Loidl. "Das stimmt nicht. Meiner Meinung nach hat es dieses Factoring gegeben", konterte Loidl bei seiner Vernehmung laut Bericht. "Ich war der Meinung, dass die Verwendung der Kundengelder zur Deckung der Provisionen seine Richtigkeit hatte," so Loidl weiter.
Böhmers weitere Aussagen dürften seinen Ex-Kollegen Loidl schwer belasten, so erklärt Böhmer, dass Loidl nur auf dem Papier für Vertrieb, Marketing und Personal zuständig war, faktisch aber der Chef war, der gesagt hat, was zu tun war. Loidl hingegen zur Polizei: "Das stimmt nicht, ich war nicht der Chef."
Laut Gerichtsgutachten des Sachverständigen Kranebitter, aus denen Auszüge im Bericht zitiert werden, sei der Eintritt der Insolvenz bereits im Jahr 2000 anzunehmen. "Die Erkennbarkeit war für jene Leitungsorgane gegeben, die von der (den Kunden nicht bekannt gegebenen) Entnahme von Kundenvermögen in Form so genannter Redemptions zur Abdeckung von Aufwendungen der AMIS-Gesellschaften wussten." Die Bilanzen seien seit 2000 unrichtig, weil sie die Verbindlichkeiten aus den Rückführungsverpflichtungen von zu Unrecht entnommenen Kundengeldern nicht zeigten. Von 2000 bis 2005 ergeben sich 220,7 Millionen Euro Kundeneinzahlungen und ein Fonds-Anfangsstand von 18,5 Mio. Euro, davon wurden abgezogen: 19 Millionen Euro bekannt gegebene Gebühren, 56,7 Millionen Euro Kundenauszahlungen, 58,9 Millionen Euro nicht bekannt gegebene Zahlungen und 33 Millionen Euro "negative Performance".
Quelle: FONDS professionell |
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 3968
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Verfasst am: 21.Dez 2006 17:26 Titel: |
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Ex-Vorstand Harald Loidl packt aus
Dietmar Böhmer, Ex-Vorstand der AMIS, legte ein Teilgeständnis Ende November 2006 ab. Nun folgte sein ehemaliger Vorstandskollege, Harald Loidl, und gestand den Beamten der Wirtschaftspolizei: "Ich habe diese Provisionen zu Unrecht bezogen, weil es das Factoring nicht gegeben hat", sagte Loidl laut "Wirtschaftsblatt" bei einer Einvernahme vergangenen Mittwoch.
AMIS hatte vorgegeben, die Provisionen durch Factoring mit Banken (Verkauf von Forderungen) vorzufinanzieren. Die Provisionen sollen aber tatsächlich durch Rücklösungen von Fondsanteilsscheinen (Redemptions) eingeholt worden sein. Das Factoring-System soll es nie gegeben haben, wie Böhmer bereits Ende November aussagte.
Loidl, der bisher immer behauptet hatte, das ominöse Provisions-Factoring habe existiert und sei über eine Bank gelaufen, gestand nun: "Ich habe ab der ersten Jahreshälfte 2000 gewusst, dass die Banken das Factoring nicht mitmachen. Ich wurde von Böhmer in Kenntnis gesetzt. Es war ein gemeinsamer Beschluss von Böhmer und mir, dass wir das nicht existierende Factoring weiter so den Franchisepartnern mitteilen und so weiter schulen und darüber Stillschweigen halten", gab Loidl laut Wirtschaftsblatt zu Protokoll.
Loidl äußerte sich im Verhör auch zu den verschwundenen 58,9 Millionen Euro Kundengeldern, die der Gutachter Gottwald Kranebitter als Fehlbetrag errechnet hatte. "Mit diesen Kundengeldern wurde der Betrieb von AMIS finanziert", sagte Loidl.
Zudem sagte er, dass er nach seinem Ausscheiden 2003 aus dem Vorstand weiter der Ansprechpartner für den Vertrieb gewesen sei. "Ich war das Gesicht der AMIS nach außen. Ich war aber nicht der ‚Chef’ bis zum Schluss.“
Quelle: FONDS professionell |
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GM&P Info .

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 3968
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Verfasst am: 7.Jan 2007 20:22 Titel: |
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Anleger klagen Depotbank Sella
Geschädigte Anleger des Finanzdienstleisters AMIS haben Klage gegen die Depotbank Sella Bank Luxembourg eingebracht. Sie werfen der Bank Vernachlässigung der Kontrollpflicht vor, wie die österreichische Tageszeitung „Wirtschaftsblatt“ berichtet. Die 30-seitige Anklageschrift wurde von der Rechtsanwaltskanzlei Kraft & Winternitz im Auftrag des AMIS Sammelklagevereins eingebracht.
Der Kläger sei der Ansicht, dass Sella gegenüber den Anlegern für die Differenz zwischen dem eingezahlten Kapital abzüglich der künftigen Zahlungen aus der Liquidation der AMIS-Fonds haftet. Es gehe um knapp 60 Millionen Euro.
Die Sella Bank weist die Schuldvorwürfe zurück: "Der alleinige Umstand der Einzahlung von Geldbeträgen auf Konten der Depotbank der beiden Sicav AMIS Funds und Top Ten Multifonds rechtfertigt nicht die Annahme, dass dadurch auch eine Rechtsbeziehung zu unserer Mandantin entstanden ist", wie Christoph Petsch, Anwalt der Sella Bank, im Blatt zitiert wird.
Quelle: FONDS professionell |
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GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2414
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Verfasst am: 10.Jan 2007 7:41 Titel: |
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AMIS FONDS und die österreichische Bankenaufsicht - ein Thgema was uns wohl noch lange begleiten wird. Die Kronen Zeitung, Wien, schreibt dazu in Ihrer heutigen Internet Ausgabe u.a.:
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FMA sieht kein Versagen in Causa AMIS
Rund vier Stunden dauerte am Montag die nicht-öffentliche Befragung von Finanzmarktaufsichts-Vorstand Kurt Pribil im Banken-U-Ausschuss. Pribil musste sich einer Diskussion über die Rolle der Finanzmarktaufsicht in der Affäre um den pleite gegangenen Wiener Wertpapierdienstleister AMIS stellen. Den Vorwurf von SPÖ und Grünen, die ein mögliches Versagen der FMA in der Causa orteten, wies er zurück.
Auch nach der Befragung blieb bei der SPÖ Skepsis gegenüber der Effizienz der FMA in der Causa AMIS bestehen. "Offenbar hätte die FMA schärfer agieren müssen", sagte SP-Abgeordneter Schieder. So sei wertvolle Zeit verstrichen, bei einer früheren FMA-Reaktion hätten die AMIS-Anleger stärker geschützt werden können. Rund 70 Mio. Euro Kundengelder, die bei den von der AMIS vertriebenen Fonds angelegt waren, gelten als verschwunden.
Pribil wies die Vorwürfe zurück. Die österreichische Finanzmarktaufsicht habe nur das Vertriebsunternehmen AMIS beaufsichtigen können, welches gar nicht in die Nähe der Kundengelder hätte kommen dürfen. Nur das Wohlverhalten im Zusammenhang mit der Kundenberatung sei vom gesetzlichen Aufsichtsmandat über die AMIS erfasst gewesen.
Verbesserungsmöglichkeiten bei der Finanzmarktaufsicht ortet der FMA-Vorstand allerdings schon. So solle in Zukunft das Kundenregister bei der ausländischen Depotbank mit der Kundenliste abgeglichen werden. Bei der AMIS lautet der Vorwurf der Geschädigten, dass die Finanzmarktaufsicht nie überprüft habe, ob das bei der Depotbank in Luxemburg liegende Geld mit dem von der AMIS angegebenen Investorengeld übereinstimmt.
Die Finanzmarktaufsicht wolle auch weiter Personal aufstocken, und zwar von 211 Mitarbeitern zu Jahresende 2006 auf 235 Mitarbeiter zu Jahresende 2007, kündigte Pribil an. |
Quelle: www.krone.at/index.php?http://wcm.krone.at/krone/S25/object_id__60461/hxcms/ |
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GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2414
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Verfasst am: 10.Jan 2007 7:47 Titel: |
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Etwas ausführlicher mit dem Thema AMIS geht die heutige Ausgabe des österreichischen Standarts um, dieser schreibt auf seiner Internetseite heute:
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Graf warnt vor möglichem neuem AMIS-Skandal
Ausschussvorsitzender kritisiert "Arbeitsauffassung" der Finanzmarktaufsicht - FMA-Pribil sieht kein Versagen in Causa AMIS
Der Banken-Untersuchungsausschuss des Nationalrats zum Skandal um den insolventen Wiener Wertpapierdienstleister AMIS am Montag hat beim Ausschussvorsitzenden Martin Graf die Alarmglocken schrillen lassen. "Mit den derzeit zur Verfügung stehenden Kontrollmitteln der Finanzmarktaufsicht und deren derzeitiger Arbeitsauffassung ist 'AMIS neu' jederzeit auch heute möglich", zeigte sich der Abgeordnete über einen möglichen neuen Fall mutmaßlichen Anlegerbetrugs am Finanzplatz Österreich besorgt.
Die internationale Zusammenarbeit in der globalisierten Finanzwelt funktioniere nicht einmal in der EU, wie der Fall AMIS mit der Depotbank in Luxemburg gezeigt habe, so Graf Montagabend gegenüber der APA. Die Amtshilfe im Ausland habe nicht umgesetzt werden können, ist der Ausschussvorsitzende überzeugt. Bei der AMIS wurden die Kundengelder von einer Depotbank mit Sitz in Luxemburg verwaltet, die Produkte wurden in Österreich beworben und verkauft.
Die Finanzmarktaufsicht habe bereits mindestens drei Verdachtsmomente gehabt und hätte früher reagieren können, meinte Graf: Für die AMIS-Bilanz 2004 sei der Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers nur eingeschränkt erteilt worden. Bereits in den Jahren 2000 und 2001 habe die FMA selber gegen die AMIS Strafverfahren wegen verbotenen Haltens von Kundengeldern eingeleitet. Die Einhaltung der erteilten Auflagen sei viel zu spät erst überprüft worden. Laut Graf hätte die Aufsicht schon viel früher ein permanentes Monitoring einleiten müssen, kritisierte er nach der Befragung von FMA-Vorstand Kurt Pribil am Montagnachmittag im Ausschuss.
Strenger kontrollieren
Gerade weil Wertpapierdienstleister nur in geringem Ausmaß reglementiert seien, müsse beim Auftauchen erster Verdachtsmomente strenger kontrolliert werden, forderte Graf. Der Gesetzgeber sei hier gefordert, doch auch die "Arbeitsauffassung der FMA", die ihr Verhalten im AMIS-Skandal bis heute verteidige, lasse zu wünschen übrig. Der Finanzminister habe mit der Schaffung der FMA eine "moderne Finanzpolizei" einrichten wollen, tatsächlich handle es sich jedoch um eine "lahme Eingreiftruppe".
Die Staatsanwaltschaft habe den Fall im Ausschuss "sehr strukturiert" dargelegt, zeigte sich Graf von der nicht-öffentlichen Befragung des Staatsanwalts Georg Krakow Montagabend beeindruckt. Da in der Causa AMIS, wo eine gerichtliche Voruntersuchung läuft, bisher nicht wegen des Verdachts auf Geldwäsche ermittelt werde, wolle die FPÖ den Antrag stellen eine diesbezügliche Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft zu übermitteln.
Vom Schadensfall AMIS sind rund 10.000 österreichische und etwa 6.000 deutsche Anleger betroffen. Von ihren Anlegergeldern sind rund 70 Mio. Euro verschwunden. Gegen die Verantwortlichen wird wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung. AMIS-Gründer Harald Loidl und Ex-AMIS-Vorstand Dietmar Böhmer waren vor über einem Jahr in Venezuela festgenommen und in U-Haft genommen worden. Die geschädigten Anleger werfen der FMA angesichts von Warnhinweisen der Luxemburger Finanzmarktaufsicht "eklatantes Versagen" vor. Die FMA weist alle Vorwürfe zurück.
FMA-Pribil sieht kein Versagen in Causa AMIS
Rund vier Stunden dauerte die nicht-öffentliche Befragung von Finanzmarktaufsichts-Vorstand Kurt Pribil am Montag nachmittag und abend im Banken-Untersuchungsausschuss des Parlaments. Pribil musste sich einer nach seinen Angaben "harten" aber "fairen" Diskussion über die Rolle der Finanzmarktaufsicht (FMA) in der Affäre um den pleite gegangenen Wiener Wertpapierdienstleister AMIS stellen. Den Vorwurf von SPÖ und Grünen, die ein mögliches Versagen der FMA in der Causa orteten, wies Pribil zurück.
Auch nach der Befragung blieb bei der SPÖ Skepsis gegenüber der Effizienz der FMA in der Causa AMIS bestehen. "Offenbar hätte die FMA schärfer agieren müssen", sagte SP-Abgeordneter Andreas Schieder zur APA. So sei wertvolle Zeit verstrichen, bei einer früheren FMA-Reaktion hätten die AMIS-Anleger stärker geschützt werden können. Rund 70 Mio. Euro Kundengelder, die bei den von der AMIS vertriebenen Fonds angelegt waren, gelten als verschwunden.
FMA-Vorstand Pribil wies gegenüber der APA die Vorwürfe zurück. Die österreichische Finanzmarktaufsicht habe nur das Vertriebsunternehmen AMIS beaufsichtigen können, welches gar nicht in die Nähe der Kundengelder hätte kommen dürfen. Nur das Wohlverhalten im Zusammenhang mit der Kundenberatung sei vom gesetzlichen Aufsichtsmandat über die AMIS erfasst gewesen. "Wer in ausländische Wertpapiere investiert, muss sich auch des höheren Risikos bewusst sein", sagte Pribil.
Verbesserungsmöglichkeiten
Verbesserungsmöglichkeiten bei der Finanzmarktaufsicht ortet der FMA-Vorstand allerdings schon. So solle in Zukunft das Kundenregister bei der ausländischen Depotbank mit der Kundenliste abgeglichen werden. Bei der AMIS lautet der Vorwurf der Geschädigten, dass die Finanzmarktaufsicht nie überprüft habe, ob das bei der Depotbank in Luxemburg liegende Geld mit dem von der AMIS angegebenen Investorengeld übereinstimmt.
Die Finanzmarktaufsicht wolle auch weiter Personal aufstocken, und zwar von 211 Mitarbeitern zu Jahresende 2006 auf 235 Mitarbeiter zu Jahresende 2007, kündigte Pribil an.
Der Staatsanwalt des AMIS-Verfahrens, Georg Krakow, war die letzte Auskunftsperson am Montag. Seine Befragung durch die Abgeordneten im U-Ausschuss wurde ebenfalls nicht öffentlich durchgeführt, da die Oberstaatsanwaltschaft in einem Schreiben an den Ausschuss auf die Vertraulichkeit seiner Aussagen wegen des laufenden nicht-öffentlichen Verfahrens hingewiesen hatte. Die Causa AMIS befindet sich derzeit im Stadium der Voruntersuchung. "Im AMIS-Verfahren wird bereits an einer Enderledigung gearbeitet", sagte Krakow zur APA. |
Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=2720175 |
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