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Afrika - mehr Chancen als Risiken

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 7645

BeitragVerfasst am: 1.Jun 2008 15:02    Titel: Afrika - mehr Chancen als Risiken Antworten mit Zitat

Hunger, Aids, Bürgerkriege und Diktaturen. Beim Gedanken an Afrika fallen vielen Menschen nur die Negativschlagzeilen ein.

Doch so wie einst der legendäre Urwaldforscher David Livingstone wagen sich inzwischen mutige Investoren auf den Kontinent - und entdecken hinter dem vermeintlich allgegenwärtigen Chaos die Chance auf hohe Renditen.

"In Afrika gibt es nicht nur Krisen", sagt Michael Haddock, Researchexperte bei CB Richard Ellis (CBRE).

In Ländern wie Tansania und Uganda seien die politischen Strukturen stabil. Nigeria, der zwölftgrößte Erdölproduzent der Welt, hat 2006 als erster afrikanischer Staat seine Schulden beim Pariser Club getilgt.

Bei der informellen Geberrunde der 19 reichsten Staaten der Welt hatte das Land zuvor mit 22 Mrd. Euro in der Kreide gestanden. "In Ghana wächst die Wirtschaft seit 2000 um fünf Prozent pro Jahr und stärkt die Kaufkraft der wachsenden Mittelschicht", nennt Jonathan Broll, Geschäftsführer der gleichnamigen südafrikanischen Beratungsgesellschaft, ein weiteres Positivbeispiel.

Hellhörige Investoren haben bereits die Aufbruchsignale registriert, die von dem als verloren geltenden Kontinent kommen.

Der auf aufstrebende Märkte spezialisierte britische Investor Actis hat in Ghanas Hauptstadt Accra für 21,7 Mio. Euro mit der 20.000 Quadratmeter großen Accra Mall das erste moderne Einkaufszentrum Westafrikas geschaffen. "In Nairobi und in Kampala in Uganda fließt erhebliches Kapital in die Entwicklung neuer Bürotürme", sagt Haddock. Das wachsende Interesse schlage sich in der Preisentwicklung nieder, so der CBRE-Experte. "In Kampala sind die Anfangsrenditen der Büroimmobilien in Toplagen seit 2006 von 13 auf 10 Prozent gefallen."

Damit hat der Markt in der ugandischen Hauptstadt etwa südafrikanisches Niveau erreicht. Nach einer Studie von Colliers International werden Büroimmobilien in Durban derzeit zu Preisen gehandelt, die dem Käufer aus den Mieteinnahmen eine Anfangsrendite von 10,7 Prozent pro Jahr bescheren. In Kapstadt sind es 8,7 Prozent.

Zu den Vorreitern unter den Investoren zählen südafrikanische Gesellschaften wie JHI, die auf dem Kontinent bereits ein Immobilienportfolio im Wert von umgerechnet 2,6 Mrd. Euro gekauft hat. Inzwischen wächst die Zahl der Mitbewerber. "Immer mehr angelsächsische und asiatische Beteiligungsgesellschaften, die bislang nur in Aktien afrikanischer Unternehmen investierten, legen einen Teil ihres Kapitals nun direkt in Immobilien an", sagt JHI-Direktor Wayne Wright. Gesucht würden moderne Objekte in Toplagen in den Hauptstädten Angolas, Ghanas, Nigerias und Sambias.

Auch Staatsfonds sehen in Afrika mehr Chancen als Risiken.

Allen voran Gigant Dubai World, dessen Jahresumsatz auf als 19 Mrd. Euro geschätzt wird. Die Investmentgesellschaft des gleichnamigen Scheichtums hat über ihre Tochter Dubai World Africa inzwischen für Hunderte Millionen Euro Luxushotels und Safari-Camps von Mosambik bis Marokko gekauft und plant weitere Investitionen in Benin, Gabun und Senegal. Vorstandschef Sultan Ahmed Bin Sulayem stellt den Staatsfonds als Entwicklungshelfer dar: "Wir wollen den Wert unseres Investmentportfolios steigern, indem wir das Wachstum auf dem afrikanischen Kontinent stärken und Tausende neuer Arbeitsplätze schaffen."

Ähnlich präsentiert sich Emaar. Der mit 63,8 Mrd. Euro größte börsennotierte Projektentwickler des Nahen Ostens will in Ägypten und Marokko Apartments bauen, darunter Sozialwohnungen. Letztere würden vielleicht nur drei Prozent Rendite pro Jahr abwerfen, sagt Generaldirektor Mohammed Ali Alabbar. "Aber wir können nicht nur an den Profit denken, sondern müssen auch vor den Augen unserer Kinder bestehen können."

Unter deutschen Investoren ist das Interesse an Afrika noch gering. Kein offener oder geschlossener Fonds ist bislang in der Region investiert. Daran werde sich mittelfristig nichts ändern, sagt Thomas Gütle, Deutschlandchef der Londoner Immobiliengesellschaft Cordea Savills: "Die überwiegende Masse des Kapitals wird weiterhin in die großen Märkte Europas, Nordamerikas und Asiens fließen."


Kaum Angebot
Es gibt keinen Fonds, der nur in afrikanische Immobilien investiert. Der Deka-Fonds Middle East & Africa (ISIN LU0271177593) hält immerhin auch Aktien von Rohstoff- und Finanzunternehmen aus Ägypten und Marokko, die von wachsenden Immobilienmärkten profitieren.

Alternative
DWS bietet mit dem Zertifikat 3rd Wave Emerging Africa (ISIN DE000DWS0H98) die Möglichkeit, von der Kursentwicklung eines Spezialfonds zu profitieren, der auf Aktien afrikanischer Konzerne setzt. Der Projektentwickler Emaar (ISIN AE0005802576) ist an der Börse Dubai gelistet. Aktien können über jede Bank erworben werden.
Quelle: R.Haimann
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NOMOCON
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Anmeldungsdatum: 20.12.2006
Beiträge: 156
Wohnort: Kiel

BeitragVerfasst am: 2.Jun 2008 10:06    Titel: Afrika Antworten mit Zitat

Sicher nimmt Afrika an der weltwirtschaftssituation partizipierend Anteil, doch zeigen Sie mir bitte einen Fond, der über die Dauer von 10 Jahren mehr als 10% abgeworfen hat und dies in den nächsten 10 Jahren abwerfen wird.
In Marokko und Ägypten sind die Immobilien gänzlich überbewertet.
Für gute Geschäfte ist es längst zu spät.
Ein Investment in Afrika ist etwas für Abenteurer.
Auch Kenia galt neulich noch als überaus stabil, oder?
_________________
NOMOCON Ltd&CoKG

Hopfenstr. 1d
24114 Kiel

Tel.: 0431-97 99 544
E-Mail:nomocon@email.de
WebSite: http://www.nomocon.com
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 7645

BeitragVerfasst am: 11.Jun 2008 5:30    Titel: Antworten mit Zitat

Zahlreiche Emittenten haben seit Anfang des Jahres Afrika als bislang noch weißen Fleck in der Zertifikate-Landschaft entdeckt.

Die Société Générale hat nun ein Indexzertifikat auf einen neu geschaffenen Index herausgebracht. Das Open-End-Papier ist allerdings nicht währungsgsichert. Für risikobewusste Anleger, die ihre Anlagen weit streuen wollen, kann dieses Papier eine gute Depot- Beimischung sein.

Vom wirtschaftlichen Aufschwung Afrikas sollen Anleger mit dem neuen Indexzertifikat » (WKN SG0Q3N) der Société Générale profitieren. Das Papier ist nicht währungsgesichert und verfügt über eine unbefristete Laufzeit. Der zugrunde liegende neue Pan Africa Index spiegelt die Entwicklung von 30 Aktien afrikanischer Unternehmen und internationaler Firmen wider, die im Bereich Rohstoffgewinnung und am Ausbau der Infrastruktur tätig sind. Es sind also nicht nur reine afrikanische Gesellschaften im Index. So sind beispielsweise die britischen Unternehmen Tullow Oil Plc, Orascom Telecom und Orascom Construction Industries gelistet. Auch ein Unternehmen aus den USA, Golden Star Resources Ltd, und mehrere Minenunternehmen aus Kanada sind neben der Telecom Egypt im Pan Afrika enthalten.

Der Index konzentriert sich zu jeweils einem Drittel auf die Regionen Südafrika, Nordafrika inklusive Marokko und Ägypten sowie das Subsahara-Gebiet.

Entscheidend für die Aufnahme in den Index sei die jeweilige Marktkapitalisierung der Unternehmen, heißt es in der Produktbeschreibung. Die Zusammensetzung des Index wird alle sechs Monate überprüft. Der Bereich Grundstoffe ist im Index mit 39 Prozent am größten gewichtet und auch die Öl- und Gasindustrie hat mit 20 Prozent einen großen Anteil.

Zwölf Prozent der weltweiten Ölförderung entfallen auf Afrika, das über etwa zehn Prozent der globalen Erdölvorkommen verfügt. In einigen Ländern Afrikas wächst die Wirtschaft seit Jahren beachtlich.

Nach UN-Schätzungen wird sich dieser Trend auch in diesem Jahr fortsetzen. Ein UN-Bericht, der in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba vorgestellt wurde, geht für 2008 von einem Wachstum von 6,2 Prozent für den Kontinent aus.Schon 2006 und 2007 hatte das Wachstum der afrikanischen Länder bei 5,7 und 5,8 Prozent gelegen.

Das afrikanische Wachstum werde vor allem durch eine höhere Inlandsnachfrage in vielen Ländern des Kontinents sowie durch steigende Rohstoffpreise getrieben. Besonders die Produzenten von Baumwolle, Kupfer und anderen Mineralien hätten von den höheren Preisen profitiert, so die UN-Analyse. Die Vorkommen des Kontinents an Gold, Öl, Uran, Platin und anderen wichtigen Ressourcen sind gewaltig.

Berechnet wird der Index von Standard & Poor's Indexservices. Konzipiert ist der SGI Pan Africa Index als Total-Return-Index. Das bedeutet, dass der Anleger nicht nur an der reinen Wertentwicklung der enthaltenen Aktien, sondern auch an den Gewinnausschüttungen der Unternehmen partizipiert. Denn: Netto-Dividenden werden reinvestiert.

Das Zertifikat ist bereits seit dem 3. Juni 2008 handelbar. Die jährliche Managementgebühr beträgt 1,25 Prozent, die damit im Rahmen von vergleichbaren Produkten liegt.
Quelle: E.Neukirchen
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 7645

BeitragVerfasst am: 19.Aug 2008 19:52    Titel: Antworten mit Zitat

Der Deutsche-Bank-Anbieter DWS hat einen neuen Investmentfonds im Programm, der ausschließlich in Aktien afrikanischer Unternehmen investiert.

In Ländern südlich der Sahara ist die Wirtschaft im letzten Jahrzehnt um fünf Prozent pro Jahr gewachsen. Die steigende Nachfrage nach Rohstoffen macht afrikanische Unternehmen zu einem interessanten Investment.

Tatsächlich ist Afrika reich an Bodenschätzen wie Öl, Diamanten und Industriemetallen. Zwölf Prozent der globalen Ölproduktion stammen aus Afrika. Das gilt auch für rund die Hälfte des Kobalts sowie jeden zweiten weltweit geschürften Diamanten. Die Direktinvestitionen in vielen Ländern Afrikas steigen. Und viele Regierungen investierten massiv in Infrastruktur.

Anleger können an der Erfolgsgeschichte eines noch unerschlossenen Aktienmarkts partizipieren.

Der Schwerpunkt liegt auf Ägypten, Tunesien, Marokko, Nigeria, Ghana, Kenia, Sambia und Südafrika. In den kommenden Jahren sollen auch Aktien aus weiteren afrikanischen Ländern ins Visier genommen werden. Zudem soll der Fonds in Börsenneulinge investieren. Afrika steht vor einer Flut von Neuemissionen.

In den vergangenen Wochen war der Fonds für die ersten Anleger allerdings eine Enttäuschung. Während die Preise vieler Rohstoffe nachgaben, gerieten auch Aktien afrikanischer Unternehmen unter Druck. Der DWS-Fonds hat seit Anfang Juli daher mehr als zehn Prozent verloren.

Der österreichische Anbieter Wallberg Kapital hatte schon einige Wochen zuvor mit dem Wallberg African All Stars einen reinen Afrika-Aktienfonds auf den Markt gebracht. Im laufenden Jahr wird das Wachstum in Afrika deutlich höher ausfallen als im Durchschnitt der Schwellenländer. Der Wallberg African All Stars soll von verschiedenen Trends profitieren: Neben der Steigerung der Agrarproduktion und der Rohstoffförderung könnte auch der Anstieg des privaten Konsums den Märkten Afrikas Auftrieb verleihen.

Andere Anbieter haben schon seit einiger Zeit Fonds im Programm, mit denen Anleger in afrikanische Aktien investieren können.

So bietet Pictet den Targeted Fund Middle East and North Africa an, Charlemagne Capital den Magna Africa Fund und ING den ING Invest Africa and Middle East.

Anders als die Fonds von Wallberg und DWS konzentrieren sich diese älteren Produkte aber oft auf Südafrika und nördliche Länder des Kontinents wie Ägypten, Tunesien und Algerien, wo die Aktienmärkte bereits vergleichsweise etabliert sind. Zudem investieren sie auch in Papiere aus dem Nahen Osten.

Wer in einen der neuen Afrikafonds investiert, muss eine ganze Reihe von Risiken in Kauf nehmen.

So sind die Aktienmärkte in den meisten Ländern des Kontinents kaum entwickelt, und der Handel ist äußerst illiquide. Daher fallen die Transaktionskosten beim Aktienhandel in Afrika oft deutlich höher aus als auf anderen Märkten.

Hinzu kommt die Gefahr von Verlusten durch Wechselkursschwankungen, politische Unruhen oder Kriege. Auch können die Erfolgsmeldungen aus einigen Ländern nicht darüber hinwegtäuschen, dass in Afrika, vor allem südlich der Sahara, extreme Armut und Hungersnöte noch immer weitverbreitet sind.

Insgesamt sind die Risiken bei Afrika-Engagements für Investoren derzeit immer noch wesentlich höher als in Schwellenländern Asiens und Südamerikas.
Quelle: C.Hus
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