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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5916
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Verfasst am: 24.Jan 2008 9:38 Titel: Aktien: Jetzt einsteigen? |
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Profi-Anleger wittern in den USA Einstiegsmöglichkeiten in Branchen, die einer Rezession weitestgehend widerstehen könnten.
Nach der Zinssenkung der US-Notenbank Fed am Dienstag kann es keinen Zweifel mehr geben. Die US-Wirtschaft ist angeschlagen nach Jahren des Überschwangs. Die schlechten Nachrichten rund um die Banken- und Subprime-Krise reißen nicht ab.
Ist das der richtige Zeitpunkt, in US-Aktien wieder einzusteigen, nachdem die Kurse jetzt deutlich gefallen sind? Nur für die Mutigsten und nur in ausgewählten Branchen, so warnen Experten.
Die Entwicklung am Immobilienmarkt ist weiter beunruhigend. Die Verschuldung der privaten Haushalte befindet sich auf einem Rekordhoch. Ende November lag die Zahl der Anträge auf Zwangsvollstreckung doppelt so hoch wie noch vor einem Jahr. Die Ausfallrate für versicherte Hypotheken stieg mittlerweile auf den höchsten Wert seit August 2001. Bricht der Konsum ein, droht die US-Wirtschaft in die Rezession abzugleiten.
Das klingt nicht gerade nach einem Umfeld, von dem Investoren träumen. "In der Subprime-Krise könnte erst die Spitze des Eisbergs sichtbar geworden sein", so Bernd Flossbach, Vorstand des unabhängigen Vermögensverwalters Flossbach & von Storch. Betroffen seien nicht nur Banken und Hedge-Fonds.
"Zusammenbrüche von Kreditversicherern sind nicht unwahrscheinlich", so Flossbach. Da neben Immobilienkrediten auch Auto- und Kreditkartenschulden in großem Umfang verbrieft wurden, könnte die Subprime-Krise sogar erst der Anfang einer globalen Finanzepidemie sein.
Besonders wichtig sei es deshalb, die richtige Auswahl zu treffen. Flossbach setzt auf Unternehmen, die von der stetig wachsenden Nachfrage nach Investitionsgütern profitieren sollten, etwa durch den weltweiten Ausbau der Infrastruktur oder Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. "Profiteure sind international ausgerichtete Technologiekonzerne, aber auch mittelständische Maschinenbauunternehmen.
Derzeit sieht Karabell die amerikanische Wirtschaft zumindest zweigeteilt: "Der eine Teil leidet unter der Subprime-Krise, der andere profitiert von der Euphorie rund um das iPhone und verwandte Produkte." Fragt sich nur, ob sich die Profiteure von vornherein von der negativen Gesamtmarktstimmung abkoppeln können. Derzeit sieht es nicht so aus: So hat etwa die Aktie von Apple, die nach Karabells Meinung profitieren sollte, seit Jahresanfang über 20 Prozent verloren.
Wenig Grund zum Optimismus verbreitete auch US-Notenbankchef Ben Bernanke in seiner Rede in der vergangenen Woche vor dem Haushaltsausschuss des US-Kongresses. Weitere Verluste in Höhe von Hunderten Milliarden Dollar könnten seiner Aussage nach auf die Finanzinstitute zukommen.
Und trotzdem: Wer mutig ist, kann sich an eine alte Börsenregel halten.
"In diesem Jahr ist man mit der alten Weisheit ,Kaufen, wenn die Kanonen donnern‘ gut beraten", so Flossbach.
Diese Börsenweisheit gründet sich auf der Beobachtung, dass die zittrigen Hände in dem Moment den Markt verlassen, in dem schlechte Nachrichten bekannt werden. In der Folge dürfte der Verkaufsdruck nachlassen, da nur noch diejenigen Anleger Aktien halten, die langfristig dabeibleiben wollen.
Zwar haben die Kanonen in der Tat bereits gedonnert. Derzeit sieht es aber eher so aus, als ob es sich dabei erst um eine Generalprobe gehandelt hat. Gegen einen Einstieg sprechen auch Untersuchungen der Ratingagentur Morningstar: Demnach hat es sich für Anleger in den vergangenen neun Rezessionen in den USA ausgezahlt, nicht zu Beginn einer Rezession zu kaufen, sondern erst einige Monate nach ihrem jeweiligen Ende.
Quelle: E.Atzler
Lesen Sie dazu auch: Krise am Aktienmarkt |
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