GoMoPa
 
 
 
 
GoMoPa    SuchenSuchen RegistrierenRegistrieren ProfilProfil LoginLogin
FAQFAQ MitgliederlisteMitgliederliste Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen



Altersvorsorge: Ungewohnte Freiheiten werden ignoriert

Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten GOMOPA® : Startseite ->  Foren-Übersicht -> Versicherungen, Aktien, Fonds
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen 
Autor Nachricht
Goodman
*** Consulter ***


Anmeldungsdatum: 16.01.2002
Beiträge: 5416

BeitragVerfasst am: 20.März 2005 8:18    Titel: Altersvorsorge: Ungewohnte Freiheiten werden ignoriert Antworten mit Zitat

ftd.de; 14.03.2005

Altersvorsorge: Ungewohnte Freiheiten werden ignoriert

Trotz vieler Einschnitte in die gesetzliche Rente zögern die Deutschen bei der privaten Vorsorge. Dabei ist allzu langes Warten riskant.

Fast jeder Politiker sagt im Laufe seiner Karriere einen Satz, den er später bereut. Helmut Kohls Bemerkung über die "blühenden Landschaften" im Osten zum Beispiel oder Gerhard Schröders Versprechen, die Arbeitslosigkeit zu senken. Norbert Blüm hat auch so einen Satz gesagt, den gefährlichsten vielleicht überhaupt: "Die Rente ist sicher." Dieser Satz steht fest zementiert in den Ruhestandsvisionen der Deutschen - und er macht die dramatischen Veränderungen in der Altersvorsorge für viele noch immer unbegreiflich.

Nachhaltigkeitsfaktor, Rentenniveau, nachgelagerte Besteuerung, Riester- und Rürup-Rente: Für die meisten Menschen sind dies Fremdworte geblieben - trotz vieler Reformen, Umbauten und Innovationen in der gesetzlichen und privaten Altersvorsorge. Umfragen im Auftrag der Postbank haben jüngst dramatische Wissenslücken aufgedeckt.

Lediglich 19 Prozent wissen etwa, dass die gesetzlichen Renten Schritt für Schritt stärker besteuert werden und 2040 komplett der Steuerpflicht unterliegen. Immerhin 47 Prozent der unter 30-Jährigen wünschen sich mehr Informationen, und 41 Prozent der "Noch-Nicht-Rentner" glauben, die eigene Vorsorge reiche nicht aus. Getrost darf man annehmen, dass das tatsächliche Vorsorgedefizit weit größer ausfällt. Allerdings gibt es darüber nur wenige Umfragen: Nach einer aktuellen Untersuchung des von der Deutschen Bank finanzierten Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) betreiben von den 30- bis 49-jährigen Bundesbürgern nur 25 Prozent eine private oder betriebliche Altersvorsorge. Nur weitere acht Prozent haben vor, in nächster Zeit systematisch etwas für das Alter zurückzulegen.

Gewaltige Lücken zeichnen sich ab

Zwar spart jeder Deutsche im Schnitt etwa zehn Prozent seines Einkommens. Aber wofür das Geld zurückgelegt wird, ist unklar. Vier bis sechs Prozentpunkte müssten für das Alter zurückgelegt werden, um die Einschnitte in die gesetzliche Rente auszugleichen, haben Experten errechnet.

Denn die Lücken sind gewaltig. Allein die aktuelle rot-grüne Regierungskoalition hat in den vergangenen vier Jahren drei große Reformpakete beschlossen, die das deutsche Altersvorsorgesystem komplett umkrempeln und auf die alternde Gesellschaft einstellen: die Riester-Rentenreform, die Nachhaltigkeitsreform und den Einstieg in die nachgelagerte Besteuerung. In der Summe führen die drei Reformen dazu, dass die gesetzliche Rente an Bedeutung verliert und die private Vorsorge wichtiger wird.

Dies gilt insbesondere für Frauen. Nur 24 Prozent der erwerbstätigen Frauen haben eine zusätzliche private oder betriebliche Altersvorsorge. Unter Hausfrauen haben 34 Prozent eigene Ansprüche gegenüber den gesetzlichen Rentenkassen, nur 32 Prozent sorgen privat vor. Diese Zahlen sind auch deshalb brisant, weil mit den jüngsten Reformen auch die Witwen- und Hinterbliebenenrenten reduziert worden sind.

Renten steigen langsamer als bisher

Allein die jüngsten Eingriffe in die Rentenformel sorgen dafür, dass die Renten in den nächsten 20 bis 30 Jahren deutlich langsamer steigen werden als in der Vergangenheit. Die so genannten Riester- und Nachhaltigkeitsfaktoren entkoppeln die Entwicklung der gesetzlichen Renten langfristig von der Entwicklung der Löhne und Gehälter. Die Folge: Das Versorgungsniveau sinkt.

Kommt ein idealtypischer Rentner hier zu Lande heute auf etwa 70 Prozent des durchschnittlichen Nettogehalts (wenn er 45 Jahre stets Beiträge in Höhe des Durchschnittsverdienstes gezahlt hat), so wird dieses Rentenniveau bis 2030 auf etwa 58 Prozent sinken. Zusätzlich wurden die Möglichkeiten für den Frühruhestand eingeschränkt, die Altersgrenzen für den frühestmöglichen Rentenbeginn sollen weiter steigen.

Hinzu kommt die nachgelagerte Besteuerung - eine Steuerreform, die auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zurückgeht. Danach werden die Renten ab diesem Jahr schrittweise stärker besteuert und die Beiträge zur Altersvorsorge von der Steuer befreit.

Ein Hoffnungsschimmer bleibt

Wer etwa 2005 in den Ruhestand geht oder schon im Ruhestand lebt, der muss künftig einen Anteil von 50 Prozent seiner Rente versteuern. Bisher lag dieser Anteil bei 27 Prozent. Zwar bleibt der Anteil für jeden "Rentnerjahrgang" konstant, aber für spätere Rentnerjahrgänge fällt der Steueranteil jeweils höher aus. 2006 liegt der Anteil bei 52 Prozent, 2007 bei 54 Prozent. 2040 müssen 100 Prozent der Rente versteuert werden.

Weil so die Nettorenten weiter sinken werden, fällt auch die Lücke zum heutigen Versorgungsniveau größer aus. Das DIA hat errechnet, dass ein Durchschnittsverdiener, der heute auf 30.000 Euro Jahreseinkommen kommt und 2015 in Rente geht, noch mit etwa 15.000 Euro Bruttorente rechnen kann. 70 Prozent dieser Rente unterliegen dann aber bereits der Steuerpflicht, weshalb netto beim Rentner 2015 kaum mehr ankommt als beim heutigen Durchschnittsrentner.

Doch die Lage ist nicht hoffnungslos. Denn im Gegenzug werden die Beiträge zur Altersvorsorge schrittweise von der Steuer befreit. Das hat zur Folge, dass die Arbeitnehmer netto mehr mehr Geld in der Tasche haben. 2005 sind bereits 60 Prozent der Rentenbeiträge steuerfrei, 2006 sind es 62 Prozent. Bis zum Jahr 2025 sind 100 Prozent aller Beiträge für die Altersvorsorge von der Steuer befreit: Spielräume für die private Vorsorge - und ein wenig mehr Sicherheit im Alter.

provided by GENIOS...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden www.finanzkatalog24.net www.finanzblog24.net Werben mit GoMoPa® Beschwerde erheben

Beiträge vom vorherigen Thema anzeigen:   

Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten     Foren-Übersicht -> Versicherungen, Aktien, Fonds Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Ähnliche Beiträge
Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge KEIN MLM: Der Geheimreport: so werden... network24 MLM Firmen A - Z 5 8.Sep 2008 9:30 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Bitte werden Sie ganz einfach zum Mil... GM&P Info Wer kennt, was meint Ihr dazu? 1 31.Aug 2008 9:29 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Autos werden abgeschafft? Das Jahr 20... GM&P Info Kommentare & Meinungen 0 28.Aug 2008 15:24 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Ausländische Investitionen sollen ver... GM&P Info Wirtschaft 0 20.Aug 2008 18:42 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge werden Sie ihr eigenenr Chef Luet Satire & Blödeleien 0 18.Jul 2008 17:46 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Hartz-IV - Raten für Eigenheim werden... GM&P Info Urteile & Recht 2 18.Jun 2008 21:21 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Geschäftsauto kann teurer werden - sy... GM&P Info Steuerberatung & Steueroptimierung 1 12.Jun 2008 17:57 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Kriminell werden Personen - nicht Unt... Moderator GM&P Kommentare & Meinungen 5 1.Jun 2008 8:12 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Um Profi zu werden - benötige ich 45.... vitte Geschäftlich: Kredite & Finanzierungen 5 25.Mai 2008 14:34 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Private Altersvorsorge von Selbständi... GM&P Info Urteile & Recht 10 16.Mai 2008 7:44 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Kampf gegen Doping - Stiere werden ge... Moderator GM&P Nachrichten & Meldungen 0 22.Apr 2008 7:17 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Liechtensteiner Sumpf muss trockengel... slapek Satire & Blödeleien 8 20.Feb 2008 11:55 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Werden Sie "Freier Bankberater&q... LV-Bestatter Stellenangebote 1 14.Feb 2008 13:32 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Betriebliche Altersvorsorge: Arbeitge... Verbraucheranwalt Urteile & Recht 6 3.Dez 2007 20:08 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Künftig sollen die Abgeordneten nach ... Luet Satire & Blödeleien 1 23.Nov 2007 9:20 Letzten Beitrag anzeigen


 
 

Copyright 2000-2008 - GoMoPa® - Goldman Morgenstern & Partners Consulting LLC
Impressum | Presse | Kooperation | Forenwerbung | Downloads | Newsletterwerbung | Sitemap | Partnerprogramm | Bannergenerator | Polizei-STA-Behoerden | Premiumaccounts | Werbung | Finanzlinks | Beschwerde

Katalog für Finanzen | Suche für Finanzen | Blog für Finanzen