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Anbietern von gebrauchten US-Policen wird vorgeworfen, ihre

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volare
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 07.11.2003
Beiträge: 406
Wohnort: Melk/ Niederösterreich

BeitragVerfasst am: 29.März 2004 4:28    Titel: Anbietern von gebrauchten US-Policen wird vorgeworfen, ihre Antworten mit Zitat

Anbietern von gebrauchten US-Policen wird vorgeworfen, ihre Renditeprognosen mittels strittiger Berechnungsmethoden zu ermitteln.

Aktueller Artikel aus dem Fonds-professionell 01/04


Zitat:
Das ist Anlegerverarsche“, tönt es aus dem Munde des deutschen Anlegerschützers Heinz Gerlach. Er bezieht sich damit auf die jüngst ins Gerede gekommenen Renditeberechnungsmethoden der seit vorigem Jahr immer größer werdenden Gemeinde an Anbietern von Produkten, die in gebrauchte US-Risikolebensversicherungen investieren. Der Markt wird größer und somit auch zunehmend unüberschaubar, was es für Vertrieb wie Anleger schwierig macht, die seriösen und renditestarken Produkte und deren Anbieter herauszufiltern. Bis vor kurzem glaubte man noch daran, dass man ein derartiges Produkt anhand der vorgegebenen Renditeprognose bewerten könne. Dieser Gedanke hat sich nun allerdings als nur wenig zielführend erwiesen. So hat Gerlach vom „Anlegerschutzreport“ überprüft, bei welchen Emissionen mit rechtswidrigen, weil irreführenden und täuschenden Renditeangaben nach der Interner-Zinsfuß-Methode (IRR) geworben wird, und gelangte zu dem Schluss, dass kaum ein Anbieter auf diese schwer nachvollziehbare Berechnungsmethode verzichtet hat. Die hohen Renditeprognosen haben das Produkt, so Gerlach, über alles andere hinweggehoben.
Dabei dürfte es diese Problematik der „falschen“ Berechnungsmethode eigentlich gar nicht geben, das ganze Thema ist bereits ein alter Hut: Schon in den Jahren 1996 bis 1998 waren etliche Anbieter von Anlagemodellen durch rechtliche Schritte daran gehindert worden, mit solchen Berechnungen zu arbeiten. Die Interner-Zinsfuß-Methode unterstellt bei den aktuellen US-Lebensversicherungsinvestments, dass Ausschüttungen und Teilrückzahlungen bis zum Ende der vorgesehenen Fondslaufzeit mit Renditen von zwölf und mehr Prozent pro Jahr wieder angelegt würden. Gerlach: „Der Normalverbraucher denkt nicht in Zinseszins und Wiederveranlagung, in der Praxis gibt es das nicht, die Annahme ist unrealistisch, und die Gerichte haben das bereits damals festgestellt.“ Stein des Anstoßes war für Gerlach ein Produkt des deutschen Anbieters BVT. Für den in Österreich nicht zugelassenen geschlossenen Fonds mit der etwas sperrigen Bezeichnung „BVT Life Bond Fund II Dynamic“ prognostiziert der Anbieter vertriebswirksame jährliche Renditen zwischen zwölf und 14 Prozent – berechnet nach der IRR-Methode. Gerlach hat zwei Analysten nachrechnen lassen, und die kommen zu einem etwas anderen Ergebnis. Ohne Wiederanlage der Ausschüttungen und unter der Annahme, dass diese in weiterer Folge mit null Prozent verzinst werden, kommt der Fonds auf 6,22 bis 6,74 Prozent Rendite pro Jahr. Bei einem etwas realistischeren Wiederveranlagungszinssatz von zwei bis fünf Prozent pro Jahr sehe die Sache zwar besser aus, die Rendite bleibe aber auch dann weit unter den in der BVT-Werbung angegebenen Werten. In der Szene ist das Problem inzwischen bekannt, die Rating-Gesellschaft Scope hat beispielsweise auch schon reagiert, in dem sie in ihren Kalkulationen für die US-Policen-Produkte mit einem Wiederveranlagungszins von drei Prozent rechnet. Gerlach ist aber sogar das zu viel. Für ihn muss eine Renditeprognose allgemein verständlich sein, das ist sie seiner Einschätzung nach bei dieser Methode nicht. Er steht auf dem Standpunkt, dass die theoretische Wiederveranlagung von Ausschüttungen in den Berechnungen der Anbieter überhaupt nichts verloren hat.

Sachverhalt wird geprüft
Dass solche Kommentare bei den Produktanbietern, die sich momentan eigentlich lieber über das enorme Interesse an ihrem neuartigen Investment freuen würden, auf wenig Begeisterung stoßen, liegt auf der Hand. „Der Bericht von Herrn Gerlach ist sehr polemisch“, meint Life-Bond-Management-Geschäftsführer Michael G. Hoesch und fügt hinzu: „Gerlach disqualifiziert sich selbst, da er nur den BVT so stark angreift, obwohl das eine in der Branche übliche Berechnungsmethode ist, auch im Schiffsbeteiligungsbereich wird so gerechnet.“ Trotzdem habe man reagiert, Hoesch: „Wir haben nun ein mathematisches Institut beauftragt, den Sachverhalt zu prüfen und objektiv darzustellen.“ Und er beeilt sich hinzuzufügen, dass es sich dabei nicht um das der BVT nahe stehende IFA-Institut handelt. Warum Gerlach sich ausgerechnet auf die BVT eingeschossen hat, erklärt er so: Die BVT war bereits am Markt aktiv, als die IRR-Methode 1998 verboten wurde, sie wusste somit, was sie tat, die anderen Anbieter sind einfach auf den Zug mit aufgesprungen. Die 1998 ebenfalls bereits aktive Dr. Peters GmbH & Co. KG habe das Problem der IRR-Methode in ihrem Prospekt geschickter gelöst, sie schreibt: „Ab Erreichen einer Mindestverzinsung von 12,0 % p. a. (gemäß IRR = Internal Rate of Return) für die Kommanditisten wird der Überschuss per 31. Dezember 2015 zu 50 % an die Kommanditisten und zu 50 % an StoneStreet verteilt.“ Somit werde in keiner Weise erwähnt, ob es ich dabei um die Rendite für den Anleger handelt.
Für Hoesch, so sagt er selbst, wäre es kein Problem, die Berechnung auch anders zu machen: „Es müsste einfach nur ein einheitliches System geben, das für alle Anbieter gilt. Wenn man Erfolg hat, gibt es immer Neider. Wir versuchen allerdings, bewusst transparent zu sein, und werden daher bald einen Vergleich aller Anbieter auch auf unserer Webseite zur Verfügung stellen.“ Dass Heinz Gerlach mit seiner Kritik nicht grundsätzlich daneben liegt, bestätigen die Anbieter durchaus selbst. So findet auch Hermann Klughardt von der Promont GmbH die in der Branche übliche Berechnung der Renditeprognose mittels IRR-Methode bedenklich, weil bei den Berechnungen der Anbieter vollkommen unterschiedliche Renditeerwartungen entstehen. „Für sehr problematisch halte ich die Tatsache, dass Investoren, aber auch Finanzdienstleister diese Zahlen ernst nehmen“, so Klughardt. Das Problem liegt aber tiefer – Andreas Tschikof von der Neue Vermögen: „Es gibt gar keine wirklich gute Methode, um die Renditeprognose zu erstellen.“ Eine gute Methode setze voraus, dass sie dem Anleger einfach und anschaulich erklärt werden könne. Die Rendite von Kapitalanlagen im Bereich von geschlossenen Fonds wird nach unterschiedlichen Berechnungsmethoden ermittelt. Im Steuersparbereich gibt es drei gängige Renditeberechnungen, die IRR (Internal Rate of Return, Rendite nach internem Zinsfuß – siehe Kasten), MISF (Multiple Investment Sinking Fund) sowie die VoFi (Vollständige Finanzplanung), keine dieser Methoden sei allerdings einem Anleger in wenigen Sätzen so zu erklären, dass er sie auch versteht.

So manche Klage
In der Praxis ist aber eine ganz andere Frage entscheidend: Können die Renditeprognosen nun eingehalten werden oder nicht? Gerlach, der zurzeit prüft, ob möglicherweise Kapitalertragsbetrug vorliegt, erklärt: „Es wird da kein Problem geben, wo die Renditeprognosen realistisch berechnet wurden und eingehalten werden können, wenn sie jedoch nicht eingehalten werden, wird man sich auf so manche Klage einstellen müssen.“ Hier glauben Insider zwar, dass es allfällige Kläger vor Gericht schwer haben dürften, weil die Prospekte durchaus Zusätze enthalten, die die Problematik für die Anbieter entschärfen, vor einem konsumentenfreundlichen Richter könnten sich solche Verträge aber rasch in Makulatur verwandeln.
Bernhard Huber von der Portfolio Brokerage ist der Meinung, dass die Renditeprognosen der meisten seiner Konkurrenten total überzogen sind. „Ich glaube nicht, dass deren Einkaufskonditionen so gut sind, dass sie die prognostizierten Renditen erreichen werden.“ Deutlich zuversichtlicher ist er dafür, was seine eigenen Produkte betrifft: „Wir können die Prognosen halten, da wir sie von Anfang an realistisch angesetzt haben.“ Den Österreicher wundert grundsätzlich, dass überhaupt derart hohe Prognosen abgegeben werden: „Der Anleger ist doch zufrieden, wenn er acht bis zehn Prozent bekommt, man muss ihm nicht mehr versprechen – wenn es dann doch einmal zwölf Prozent werden, ist es auch gut.“ An unterschiedliche Einkaufskonditionen glaubt der Neue-Vermögen-Vertriebsmann Tschikof nicht: „Zu den am Markt auftretenden Renditeschätzungen kann ich nur sagen, dass die statistischen Werte für alle Einkäufer gleich sind. Die unterschiedlichen Darstellungen ergeben sich daraus, wie marktschreierisch man auftritt. Wir haben den Weg des Worst-Case-Szenarios gewählt und bieten unseren Kunden damit die Sicherheit, mindestens die prognostizierte Rendite zu erreichen.“ Für ihn hat die Tiefstapelei System: „Wir wissen auch heute schon, dass die Rendite aller Wahrscheinlichkeit nach deutlich besser sein wird, aber lieber so als andersrum. Wir sind hier nicht kurzfristig auf einen Trend aufgesprungen, sondern wollen auch in den kommenden Jahren am Markt bleiben. Wir freuen uns schon auf die nächsten Jahre, wenn es dafür vergleichbare Leistungsbilanzen gibt. Dies können wir derzeit nur über die Kostenstruktur zeigen, und die spricht Bände.“
Auch Walter Schadenfroh, der seit kurzem einen offenen SICAV nach Liechtensteiner Recht anbietet, ist sicher: „Die Renditen wurden zu positiv geschätzt, wobei das Problem nicht nur in der Schätzung der Restlebenszeit des Policeninhabers liegt, sondern bereits bei den mathematischen Barwertberechnungen der zuständigen Provider entsprechende Kalkulationsfehler vorliegen.“ Ein guter Berater, also heimische wie auch amerikanische Versicherungsexperten, könne da zwar hilfreich sein, aber schlussendlich auch nur eine Vorauswahl treffen. Über die allzu optimistischen Renditedarstellungen anderer Anbieter zeigt sich Schadenfroh verärgert: „Ich habe nichts davon, wenn ich ein gutes Produkt habe, aber der Kunde aufgrund der überzogenen Renditeprognosen anderer Anbieter ein Weltwunder erwartet.“
Der große Erfolg der bereits am Markt befindlichen Produkte hat in den vergangenen Monaten eine regelrechte Flut an neuen Fondsprodukten hervorgebracht. So wurden etwa in Deutschland im Jahr 2003 bereits 450 Millionen Euro in geschlossene Fonds für gebrauchte Lebensversicherungen investiert. Wobei auf solche, die ausschließlich in US-Risikolebensversicherungen investieren, immerhin 56,7 Prozent des Volumens entfielen. Parallel dazu wächst auch der Markt für Einzelpolicen weiter kräftig. So erklärt etwa Hermann Klughardt von der Promont GmbH: „Der Markt hat sich innerhalb der vergangenen zwölf Monate enorm stark entwickelt.“ Das Schwergewicht bei Neuprodukten liege aber dennoch klar im Bereich der Fonds- und Genussscheinkonstruktionen. Neben ILSP, dem neuen offenen SICAV-Fonds von Schadenfroh, ist bereits der neue Genussschein der M&A Privat Bank und Portfolio Brokerage im Gespräch. „Der aktuelle Genussschein ist bereits vollständig platziert, und im Direktpolicengeschäft können wir uns auch nicht beschweren, so konnten wir in den letzten Monaten rund zehn Millionen Euro einsammeln“, erklärt Huber.
Auch als Tilgungsträger werden die Policen bereits dankbar angenommen, laut Huber setzt die Volksbank bereits zu 50 Prozent auf Risikolebensversicherungen. Schließlich werden auch deutsche Anbieter früher oder später auf den Markt drängen. So erklärt Christian Angermayer, der in Deutschalnd erst kürzlich mit großem Erfolg den geschlossenen Fonds VCH-Expert US-Life aufgelegt hat: „Für Österreich ist ein Genussschein im Gespräch.“ Der VCH-Fonds setzt auf die Hilfe des Wiener Universitätsprofessors Jörg Finsinger. „Wir konnten Professor Finsinger exklusiv für uns verpflichten. Wir können nun mittels seiner Daten die Lebenserwartung genau prognostizieren und müssen nicht mehr blind der Settlement Company vertrauen, was die Auswahl der Policen betrifft“, erklärt VCH-Vorstand Christian Angermayer. Finsinger entwickelt sich immer mehr zur Schlüsselfigur in diesem Geschäft, mehrere Unternehmen bauen auf seine Expertise – auf die eine oder andere Weise. Andere Mitbewerber haben Herrn Prof. Finsinger bereits auf seine vielseitigen Beratungsverpflichtungen und den damit einhergehenden Interessenkonflikt hingewiesen.
Trotz aller Diskussionen im Hintergrund wächst die Nachfrage nach Produkten auf Basis der gebrauchten US-Risikolebensversicherungen weiter ungebremst. Andreas Tschikof: „Gerade der Boom in Deutschland verleiht der neuen Assetklasse auch hierzulande Höhenflüge.“ Auch die Universal Settlements Vermögensberatung GmbH, eine Österreich-Tochter der kanadischen Settlement Company USI, kann sich nicht beschweren, hat man doch bereits mit der Promont, dem Maklerpool sowie der Dialog & Konzept und der ÖCS vier große Vertriebspartner, die das Prdoukt der USI verkaufen. Genaue Absatzzahlen der wohl stärksten am österreichischen Markt vertretenen Settlement-Gesellschaft will Geschäftsführer Hermann Darr zwar nicht nennen, aber wenn man sich die Verkaufszahlen der Partner ansieht, weiß man, dass das Geschäft sehr gut läuft. Und wenn es nach Darr geht, wird sich das auch in Zukunft nicht ändern, so gibt es bereits viele Anfragen aus Deutschland. „Nun muss man sich überlegen, mit wem man zusammenarbeiten will“, erklärt Darr. Auch Alexander Kral von der VermögensConsulting zeigt sich zuversichtlich: „Wir sind sehr gut unterwegs. Dieses Jahr konnten bereits zehn Millionen Euro eingesammelt werden.“ Eine solch starke Nachfrage wird dabei nicht nur mit Freude aufgenommen, Hermann Klughardt etwa sieht angesichts der Begeisterung auch Risiken: „Die große Nachfrage birgt die Gefahr, dass verstärkt Anbieter auf den Markt kommen, die keine Ahnung vom Geschäft haben. Das wiederum kann zu Lasten der Qualität gehen, wenn diese Anbieter mit höheren Kosten und Provisionen kommen.“
Eine Schwäche dieses Marktes ist das bislang sehr dünn gesäte Research-Material. FONDS professionell hat den interessantesten Teil des bisher vorliegenden Zahlenmaterials auf den folgenden Seiten zusammengefasst – wir werden das Thema für unsere Leser weiter beobachten.


Der entsprechende Polizzenvergleich unter folgendem Link:
http://www.fondsprofessionell.at/upload/attach/543604.pdf

Dazu ein Artikel vom Anlegerschützer Heinz Gerlach als download:
http://www.fondsprofessionell.at/upload/attach/246878.pdf
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Jaga
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Anmeldungsdatum: 25.03.2004
Beiträge: 27
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 29.März 2004 16:09    Titel: Re: Anbietern von gebrauchten US-Policen wird vorgeworfen, i Antworten mit Zitat

volare hat folgendes geschrieben::
Anbietern von gebrauchten US-Policen wird vorgeworfen, ihre Renditeprognosen mittels strittiger Berechnungsmethoden zu ermitteln.


Servus,

die gebrauchten US-Lebensversicherungs-Turbo-Express Renditen sind ja ein interessantes Thema vor allem, wenn man die bereits in DE, CH und AT investierten Volumina berücksichtigt ( die können dieses durchaus die € 1.000.000.000.- Schallmauer durchbrechen.

Wie wird die Sache ausgehen?

Nun gut, dazu muss man sich einmal das Grundgeschäft anschauen.

Den Handel mit Begünstigtenrechten aus Risikolebensversicherungen hat es in seltenen Einzelfällen wahrscheinlich schon immer gegeben. Als Marktplatz ist die Sache auch in den USA ziemlich neu und zwar so neu, dass man heute noch kaum sagen kann, ob die Renditen ein + oder ein - als Vorzeichen haben werden.

Das Geschäft ist in der Theorie recht einfach: Die versicherte Person A hat eine Risikolebensversicherung, die sie nicht mehr braucht und verkauft das Recht der Begünstigung aus diesem Vertrag an den Investor B gegen die Summe x.

In praxi ist das ein hochkomplexer Vorgang mit einer höheren Anzahl an involvierten Parteien, der vor allem eines ist: Nämlich weit weg im grossen Land Amerika.

Wenn man sich an den guten alten Warren Buffet hält, der angeblich schon in diese Produkte investiert hat und nur in das investiert, das man auch versteht, dann müsste man auch hinterfragen wie diese Geschäfte ausschauen.

Dann wird man rasch zum Schluss kommen, dass es relativ müssig ist sich über die IRR-Berechnungen in den Graumarkt-Vehikeln Sorgen zu machen, wenn das Grundprodukt auf mehr als wackeligen Beinen steht.

Ich behaupte nun folgendes:

1. Viaticals und Life Settlements ( wie diese Dinger in den USA heissen ) sind eines der Top Ten investment scams in den USA.

2. Mir sind keine historischen Performance-Daten dieser Produkte bekannt

3. Das Aufsichtsrecht für diese Produkte ist in den USA noch immer nicht heterogen und noch in Entwicklung.

4. Die in Europa vertriebenen Produkte werden zum Teil von providern bezogen, die in den USA und Kanada Gegenstand verschiedener Aktivitäten von Behörden und Gerichten sind.

5. Die in Europa vorliegenden Verkaufsprospekte würden in den USA zumindest grossteils gegen die dort vorliegenden disclosure- Bestimmungen verstossen.

6. Das Geschäft baut auf der Annahme des Todes eines Menschen oder eine Gruppe von Menschen auf. Diesen Zeitpunkt nun mehr oder weniger genau berechnen zu wollen ist eine mehr oder weniger genaue Wissenschaft, es sei denn man wäre die Inkarnation des Propheten Jesaias. Selten trifft der terminus blind pool so umfassend.


Ein Investment sollte man verstehen. Dazu reicht es in der heutigen Zeit nicht nur die Hochglanzprospekte zu lesen. Wenn man etwas in die Tiefe geht sieht man ja bald klarer. Ich seh schon klar, auch wenn ich vielleicht der erste bin. Daher empfehle ich persönlich niemandem dieses Produkt im Gegenteil ich rate jedem davon ab und führe zu diesem Behufe auch die Gründe samt Belegen dafür an.

J.
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Anmeldungsdatum: 28.02.2003
Beiträge: 460
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BeitragVerfasst am: 29.März 2004 19:07    Titel: Top-Renditechancen mit Laufzeitgarantie Antworten mit Zitat

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Jaga
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Anmeldungsdatum: 25.03.2004
Beiträge: 27
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BeitragVerfasst am: 30.März 2004 11:50    Titel: Re: Top-Renditechancen mit Laufzeitgarantie Antworten mit Zitat

Et hat folgendes geschrieben::
Top-Rating von Scope für den VCH Expert US-Life

1.Das auf geschlossene Fonds spezialisierte Berliner Analysehaus Scope – ehemals FondScope – hat dem VCH Expert US-Life mit dem besten Rating ausgezeichnet, das bisher an einen geschlossenen Fonds aus dem Bereich US-LV-Sekundärmarkt-Policen vergeben wurde.

2.Fragen?


Ad1. Na sowas!

Ich fresse einen Besenstiel, wenn sich Scope das Grundgeschäft Viatical und Life Settlement in den USA näher angeschaut hat. Prospektangaben sind geduldig!

Ad2. Ja!

Es ist ja kein Geheimnis, dass VCH Expert US Life das Grundgeschäft über Universal Settlement International Inc. (USI), Waterloo, Ontario, Kanada aufbringt.

1. Welche Geschäftszulassungen hat USI in Kanada?

2. Welche Geschäftszulassungen hat USI in den USA?

4. Welche Geschäftszulassungen hat USI in Europa?

5. Mit wem wurde das "separate Finanzinstitut" sogenante "Contingency Insurance" oder "Bonding" abgeschlossen und was ist der Inhalt derselben?

4. Wie ist die Kostenstruktur dieses Produkts? Wer verdient was dran?

5. Wie wurde die Position Prämienzahlung berechnet?

6. Wie verträgt sich der Risikohinweis auf Seit 1 des Prospektes " Die Beteiligung an der VCH...............ist mit erheblichen wirtschaftlichen Risiken verbunden und kann - im Extremfall - zu einem Totalverlust der von dem Anleger eingesetzten Geldbeträge führen." mit dem obigen Rating von SCOPE?

7. Ist es richtig, dass nur in Florida die geschätzten Verluste der Investoren dieser Produkte US $ 498.000.000.- betragen?

Ihren Antworten mit Spannung entgegensehend

J.
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Anmeldungsdatum: 28.02.2003
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BeitragVerfasst am: 30.März 2004 13:00    Titel: VCH Expert US-Life Antworten mit Zitat

Die Fragen wurden soeben an VCH weitergeleitet. nach Eingang der Antworten wird umgehend berichtet.
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Jaga
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Beiträge: 27
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BeitragVerfasst am: 30.März 2004 13:45    Titel: Re: VCH Expert US-Life Antworten mit Zitat

Et hat folgendes geschrieben::
Die Fragen wurden soeben an VCH weitergeleitet. nach .


Diese Vorgangsweise halte ich für richtig.

Besten Gruss

J.
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Anmeldungsdatum: 28.02.2003
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Wohnort: Bad Homburg

BeitragVerfasst am: 31.März 2004 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

Die Antwort auf die Fragen ist wie nachstehend bei mir eingetroffen:

"Es ist grundsätzlich nicht unsere Art, zu solchen unsinnigen Aussagen und Fragen in Internetchats Stellung zu nehmen.

Ausnahmsweise sei hier kurz zu den Fragen folgendes kommentiert: USI macht das Geschäft seit 1995, und zwar weltweit und sehr erfolgreich.

Die unabhängigen Finanzinstitute versichern die Policen, die über USI bezogen werden. Da es mehrere sind, ist im vornherein nicht klar, von welchem Institut die Police bezogen wird.

Die Frage nach den Kostenstrukturen ist überflüssig, sie sind ausführlich im Prospekt erläutert.

Der Totalverlusthinweis ist Standard. *

Uns liegen keine Gerüchte oder Informationen zu Ihrer "Florida-Frage" vor."

Anmerkung von Et: einen entsprechenden Hinweis finden sie heutzutage fast in jedem Anlageprospekt.
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Jaga
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Anmeldungsdatum: 25.03.2004
Beiträge: 27
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 2.Apr 2004 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Et hat folgendes geschrieben::
Die Antwort auf die Fragen ist wie nachstehend bei mir eingetroffen:

1."Es ist grundsätzlich nicht unsere Art, zu solchen unsinnigen Aussagen und Fragen in Internetchats Stellung zu nehmen.

2.Ausnahmsweise sei hier kurz zu den Fragen folgendes kommentiert: USI macht das Geschäft seit 1995, und zwar weltweit und sehr erfolgreich.

3.Die unabhängigen Finanzinstitute versichern die Policen, die über USI bezogen werden. Da es mehrere sind, ist im vornherein nicht klar, von welchem Institut die Police bezogen wird.

4.Die Frage nach den Kostenstrukturen ist überflüssig, sie sind ausführlich im Prospekt erläutert.

5.Der Totalverlusthinweis ist Standard. *

6.Uns liegen keine Gerüchte oder Informationen zu Ihrer "Florida-Frage" vor."

Anmerkung von Et: einen entsprechenden Hinweis finden sie heutzutage fast in jedem Anlageprospekt.


Ad1. Eine interessante Aussage. Fragen zu dem Produkt sind also a prori unsinnig!

Ad2. Dass USI versucht die Produkte weltweit zu verkaufen mag schon sein, dass das für USI auch sehr erfolgreich ist mag auch sein. Die Frage nach den Zulassungen ist damit aber noch nicht beantwortet.

Ad3. Was ist jetzt ein Finanzinstitut? Ein Finanzinstrument oder eine Gesellschaft über die Finanzinstrumente abgewickelt werden. Der VCH Prospekt widerspricht sich hier auf der Seite 3 mit der Seite 8. Aber is ja egal, ob Apfel oder Birne - Obst ist Obst und wer liest schon einen Verkaufsprospekt?

Ad4. Es geht nicht um die VCH-Kosten ( die stehen ja in voller Blüte im Prospekt), es geht um die Kosten der Origination der Produkte in Übersee, wie klar ersichtlich!

Ad5. Na hoffentlich, der is ja auch ziemlich wichtig!

Ad6. "Mein Name ist Hase und ich weiss von nix!" Mir und jedem der drei Tasten am PC drücken kann liegen diese offiziellen Informationen des Gesetzgebers in Florida vor.

Manchem wird jetzt was dämmern, manchem ( noch) nicht.

O.
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Anmeldungsdatum: 28.02.2003
Beiträge: 460
Wohnort: Bad Homburg

BeitragVerfasst am: 3.Apr 2004 10:10    Titel: Grundsätzliches und spezielles Antworten mit Zitat

Hallo Jaga,

nach ihren Beiträgen in dieser Rubrik und in der Rubrik „Vorsicht“ US-Markt Zweitpolicen frage ich sie: sind sie Insider oder Quälgeist. Vom ausgeschiedenen Mitarbeiter über Konkurrenz bis hin zum Hobbyfrager ist ja alles denkbar.

Grundsätzlich bin ich an allen Informationen über diesen recht jungen Markt interessiert Stehen mir und den meisten Lesern bisher nur die jeweiligen Anbieterunterlagen und einigen Zeitungsartikeln aus Fondsprofessionell, Stoks, der Welt und im aktuellen Cash-Heft (Leseprobe des Artikels unter http://www.cash-online.de/cash-online/magazin/heft/heft-2004_04_leseprobe.php) zur Verfügung.

Zusätzlich kenne ich das G.U.B. Rating vom 27.02.04 bei VCH (Urteil gut ++), Scope Analysen, die Analyse „Transparenz in einer neuen Anlageklasse“ vom 05.02.04 des Instituts für Finanz- und Aktuarwissenschaft sowie den Artikel im „der Versicherungsmakler“ vom 30.05.2003.

Für den interessierten Leser eine Zusammenfassung der Anlage:

Was steht hinter der Anlageform gebrauchte US-Policen?
Antwort: ein Kauf einer Risiko-Lebensversicherungspolice von einer (gewöhnlich älteren) und vielfach unheilbar kranken Person. Soweit mir Anbieter bekannt ist, handelt es sich um Policen aus den USA.

Der Versicherte hat in der Regel kein Interesse an einer weiteren Beitragszahlung – z.B. weil das ursprünglich zugrunde liegende Geschäft anderweitig versorgt ist (z.B. die Hypothek ist bezahlt, die Firma hat sich gute entwickelt usw.), oder er kann die Beiträge auf Sicht nicht mehr aufbringen, z.B. weil er krank ist und sein Vermögen in die Behandlungen einfließt, usw.

Der Versicherte hat bei den in Frage kommenden Policen eine hohe Versicherungssumme und damit hohe Beiträge eingezahlt, die nunmehr bei einer Kündigung ohne Gegenwert verfallen würden (dies freut die Versicherer, die das Risiko loswerden und die eingezahlten Beiträge als Einnahme hatten. Der Verkauf von Risikopolicen wird von den Versicherungen daher auch nicht gerne gesehen.). Die geschätzte am Markt befindliche Versicherungssumme belief sich in 2001 auf 467 Mrd., wobei rd. 167. Mrd. für den Markt zur Verfügung stehen (Quelle Carpe Diem).

Der Verkauf der Risikopolicen hat sich erst in den letzten 10 Jahren zu einem Markt von einigen wenigen Millionen Dollar auf nunmehr nahezu zwei Milliarden Dollar (Jahr 2001) entwickelt.

In Deutschland sind in 2003 im Bereich Ankauf von Risiko-LV´s eine Anzahl von Anbietern auf den Markt getreten. Cash Life listet im aktuellen Heft 9 Anbieter mit dem Investitionsland USA und 4 mit Investitionsland Deutschland (nur Kapitallebens- und Rentenversicherungen) auf.

Angenommen Sie hätten eine Risiko-Lebenspolice über 1 Mio Ablaufsumme und wären krank. Daher weniger (oder keine) Einkünfte. Wäre es da für Sie nicht von Vorteil, statt die Police kündigen zu müssen (Leistung 0,-) diese z.B. für 40 oder 60 % der Versicherungssumme verkaufen zu können?

Nun ist der Käufer ein vorsichtiger Investor und verlangt zwei unabhängige Gutachten über die Lebenserwartung von speziellen Fachklinken (die z.B. bei Loyds anerkannt sind). Das niedrigste, voraussichtliche Leistungsdatum für den Versicherungsfall wird dem Ankauf zugrunde gelegt.
Nun kann es jedoch sein (und ist für den Versicherten zu hoffen), daß auf Grund des nunmehr zur Verfügung stehenden Kapitals und der damit möglichen medizinischen Versorgung und/oder neuer Therapien die Lebenserwartung erheblich steigt.

Daher schließen einige Anbieter eine Rückversicherung für zwei Jahre an. Dies kostet zwar ein wenig Rendite, stellt jedoch sicher, daß spätestens nach zwei Jahren eine Zahlung in Höhe der Versicherungssumme fließt.

Bekannt sind somit: Kaufpreis und Endpreis. Lediglich der Zeitpunkt des Zuflusses kann, um bis zu 2 Jahre nach hinten und nach vorne Kauf plus 1 Tag, differieren. Daher sind die Renditeangaben auch auf den durchschnittlichen Verlauf der Investition ausgelegt.

Dies bietet ihnen keine Kapital-LV, keine Aktie und kein Fonds, keine Immobilienbeteiligung und auch keine der anderen mir bekannten Beteiligungssegmente.

Aus meiner Sicht beantworte ich ihre Fragen wie nachstehend.

„Ad1. Eine interessante Aussage. Fragen zu dem Produkt sind also a prori unsinnig! „

Sehr ich differenzierter. Die schnelle Antwort von VCH ist ja ein Pluspunkt. Meine Erfahrung aus über 6 Jahren Diskussionsforen: raubt einem viel Zeit und verwertbares Geschäft entsteht nicht.
Ich habe mich daher von dem einen oder anderen „Zirkus“ verabschiedet und merke das sich auch hier nur wenige Fachleute an den Diskussionen beteiligen, jedoch sehr viele Schwätzer. So hat halt jeder seine Hobbys ...

“Ad2. Dass USI versucht die Produkte weltweit zu verkaufen mag schon sein, dass das für USI auch sehr erfolgreich ist mag auch sein. Die Frage nach den Zulassungen ist damit aber noch nicht beantwortet. „

Nun ich hoffe sie können diese Frage beantworten. Damit ich mich nicht nur auf Prof. Jörg Finsinger, Wien, (müsste ihnen ein Begriff sein) und die beteiligten Bankhäuser, die Ratingagenturen und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stützen muß.

“Ad3. Was ist jetzt ein Finanzinstitut? Ein Finanzinstrument oder eine Gesellschaft über die Finanzinstrumente abgewickelt werden. Der VCH Prospekt widerspricht sich hier auf der Seite 3 mit der Seite 8. Aber ist ja egal, ob Apfel oder Birne - Obst ist Obst und wer liest schon einen Verkaufsprospekt?“

Da sogar das Bankhaus Wölpern eine 50% Beteiligungsfinanzierung anbietet, ist diese Frage zumindest dieser Bank ausreichend beantwortet worden. Das interne Details nicht in der Öffentlichkeit breitgetreten werden, ist branchenüblich.

“Ad4. Es geht nicht um die VCH-Kosten ( die stehen ja in voller Blüte im Prospekt), es geht um die Kosten der Origination der Produkte in Übersee, wie klar ersichtlich! „

Siehe dazu vorstehendes. Ich glaube nicht das irgendein Anbieter diese Kosten offen legt. Dies wäre auch unsinnig, da gute Risken andere Preise haben wie schlechte Risiken. Und für den Anleger ist letztendlich wichtig, gute Risiken für einen günstigen Preis zu erwerben. Dazu dient u.a. die Datenbank des Prof. Finsinger.

“Ad5. Na hoffentlich, der is ja auch ziemlich wichtig!“
siehe vorstehendes.

“Ad6. "Mein Name ist Hase und ich weiss von nix!" Mir und jedem der drei Tasten am PC drücken kann liegen diese offiziellen Informationen des Gesetzgebers in Florida vor.“

Statt in allgemeinen Aussagen zu verbleiben, nennen Sie bitte die entsprechenden Quellen.

In ihrem Willkommensgruß in Gomopa schreiben Sie: Mein Interesse gilt derzeit den den gebrauchten USA-Secondhand Lebensversicherungs-Express-Turbo-GTI-Renditen, aber keine Angst ich will sie nicht verkaufen - im Gegentum! Kurz gesagt - mich beschäftige mich mit potentiellen investment scams bei viaticals und life settlements.

Meine Frage dazu: machen Sie dies beruflich oder privat. Welche Qualifikation haben Sie? Und können Sie ihre Fragen mit ihrem Fachwissen bitte bei den jeweiligen Anbietern anfragen und hier im Forum über die Antworten und Erkenntnisse berichten?
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Jaga
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Anmeldungsdatum: 25.03.2004
Beiträge: 27
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 5.Apr 2004 13:50    Titel: Re: Grundsätzliches und spezielles Antworten mit Zitat

Et hat folgendes geschrieben::
Hallo Jaga,

nach ihren Beiträgen in dieser Rubrik und in der Rubrik „Vorsicht“ US-Markt Zweitpolicen frage ich sie: sind sie Insider oder Quälgeist. Vom ausgeschiedenen Mitarbeiter über Konkurrenz bis hin zum Hobbyfrager ist ja alles denkbar.

Grundsätzlich bin ich an allen Informationen über diesen recht jungen Markt interessiert Stehen mir und den meisten Lesern bisher nur die jeweiligen Anbieterunterlagen und einigen Zeitungsartikeln aus Fondsprofessionell, Stoks, der Welt und im aktuellen Cash-Heft (Leseprobe des Artikels unter http://www.cash-online.de/cash-online/magazin/heft/heft-2004_04_leseprobe.php) zur Verfügung.

Zusätzlich kenne ich das G.U.B. Rating vom 27.02.04 bei VCH (Urteil gut ++), Scope Analysen, die Analyse „Transparenz in einer neuen Anlageklasse“ vom 05.02.04 des Instituts für Finanz- und Aktuarwissenschaft sowie den Artikel im „der Versicherungsmakler“ vom 30.05.2003.

Für den interessierten Leser eine Zusammenfassung der Anlage:

Was steht hinter der Anlageform gebrauchte US-Policen?
Antwort: ein Kauf einer Risiko-Lebensversicherungspolice von einer (gewöhnlich älteren) und vielfach unheilbar kranken Person. Soweit mir Anbieter bekannt ist, handelt es sich um Policen aus den USA.

Der Versicherte hat in der Regel kein Interesse an einer weiteren Beitragszahlung – z.B. weil das ursprünglich zugrunde liegende Geschäft anderweitig versorgt ist (z.B. die Hypothek ist bezahlt, die Firma hat sich gute entwickelt usw.), oder er kann die Beiträge auf Sicht nicht mehr aufbringen, z.B. weil er krank ist und sein Vermögen in die Behandlungen einfließt, usw.

Der Versicherte hat bei den in Frage kommenden Policen eine hohe Versicherungssumme und damit hohe Beiträge eingezahlt, die nunmehr bei einer Kündigung ohne Gegenwert verfallen würden (dies freut die Versicherer, die das Risiko loswerden und die eingezahlten Beiträge als Einnahme hatten. Der Verkauf von Risikopolicen wird von den Versicherungen daher auch nicht gerne gesehen.). Die geschätzte am Markt befindliche Versicherungssumme belief sich in 2001 auf 467 Mrd., wobei rd. 167. Mrd. für den Markt zur Verfügung stehen (Quelle Carpe Diem).

Der Verkauf der Risikopolicen hat sich erst in den letzten 10 Jahren zu einem Markt von einigen wenigen Millionen Dollar auf nunmehr nahezu zwei Milliarden Dollar (Jahr 2001) entwickelt.

In Deutschland sind in 2003 im Bereich Ankauf von Risiko-LV´s eine Anzahl von Anbietern auf den Markt getreten. Cash Life listet im aktuellen Heft 9 Anbieter mit dem Investitionsland USA und 4 mit Investitionsland Deutschland (nur Kapitallebens- und Rentenversicherungen) auf.

Angenommen Sie hätten eine Risiko-Lebenspolice über 1 Mio Ablaufsumme und wären krank. Daher weniger (oder keine) Einkünfte. Wäre es da für Sie nicht von Vorteil, statt die Police kündigen zu müssen (Leistung 0,-) diese z.B. für 40 oder 60 % der Versicherungssumme verkaufen zu können?

Nun ist der Käufer ein vorsichtiger Investor und verlangt zwei unabhängige Gutachten über die Lebenserwartung von speziellen Fachklinken (die z.B. bei Loyds anerkannt sind). Das niedrigste, voraussichtliche Leistungsdatum für den Versicherungsfall wird dem Ankauf zugrunde gelegt.
Nun kann es jedoch sein (und ist für den Versicherten zu hoffen), daß auf Grund des nunmehr zur Verfügung stehenden Kapitals und der damit möglichen medizinischen Versorgung und/oder neuer Therapien die Lebenserwartung erheblich steigt.

Daher schließen einige Anbieter eine Rückversicherung für zwei Jahre an. Dies kostet zwar ein wenig Rendite, stellt jedoch sicher, daß spätestens nach zwei Jahren eine Zahlung in Höhe der Versicherungssumme fließt.

Bekannt sind somit: Kaufpreis und Endpreis. Lediglich der Zeitpunkt des Zuflusses kann, um bis zu 2 Jahre nach hinten und nach vorne Kauf plus 1 Tag, differieren. Daher sind die Renditeangaben auch auf den durchschnittlichen Verlauf der Investition ausgelegt.

Dies bietet ihnen keine Kapital-LV, keine Aktie und kein Fonds, keine Immobilienbeteiligung und auch keine der anderen mir bekannten Beteiligungssegmente.

Aus meiner Sicht beantworte ich ihre Fragen wie nachstehend.

„Ad1. Eine interessante Aussage. Fragen zu dem Produkt sind also a prori unsinnig! „

Sehr ich differenzierter. Die schnelle Antwort von VCH ist ja ein Pluspunkt. Meine Erfahrung aus über 6 Jahren Diskussionsforen: raubt einem viel Zeit und verwertbares Geschäft entsteht nicht.
Ich habe mich daher von dem einen oder anderen „Zirkus“ verabschiedet und merke das sich auch hier nur wenige Fachleute an den Diskussionen beteiligen, jedoch sehr viele Schwätzer. So hat halt jeder seine Hobbys ...

“Ad2. Dass USI versucht die Produkte weltweit zu verkaufen mag schon sein, dass das für USI auch sehr erfolgreich ist mag auch sein. Die Frage nach den Zulassungen ist damit aber noch nicht beantwortet. „

Nun ich hoffe sie können diese Frage beantworten. Damit ich mich nicht nur auf Prof. Jörg Finsinger, Wien, (müsste ihnen ein Begriff sein) und die beteiligten Bankhäuser, die Ratingagenturen und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stützen muß.

“Ad3. Was ist jetzt ein Finanzinstitut? Ein Finanzinstrument oder eine Gesellschaft über die Finanzinstrumente abgewickelt werden. Der VCH Prospekt widerspricht sich hier auf der Seite 3 mit der Seite 8. Aber ist ja egal, ob Apfel oder Birne - Obst ist Obst und wer liest schon einen Verkaufsprospekt?“

Da sogar das Bankhaus Wölpern eine 50% Beteiligungsfinanzierung anbietet, ist diese Frage zumindest dieser Bank ausreichend beantwortet worden. Das interne Details nicht in der Öffentlichkeit breitgetreten werden, ist branchenüblich.

“Ad4. Es geht nicht um die VCH-Kosten ( die stehen ja in voller Blüte im Prospekt), es geht um die Kosten der Origination der Produkte in Übersee, wie klar ersichtlich! „

Siehe dazu vorstehendes. Ich glaube nicht das irgendein Anbieter diese Kosten offen legt. Dies wäre auch unsinnig, da gute Risken andere Preise haben wie schlechte Risiken. Und für den Anleger ist letztendlich wichtig, gute Risiken für einen günstigen Preis zu erwerben. Dazu dient u.a. die Datenbank des Prof. Finsinger.

“Ad5. Na hoffentlich, der is ja auch ziemlich wichtig!“
siehe vorstehendes.

“Ad6. "Mein Name ist Hase und ich weiss von nix!" Mir und jedem der drei Tasten am PC drücken kann liegen diese offiziellen Informationen des Gesetzgebers in Florida vor.“

Statt in allgemeinen Aussagen zu verbleiben, nennen Sie bitte die entsprechenden Quellen.

In ihrem Willkommensgruß in Gomopa schreiben Sie: Mein Interesse gilt derzeit den den gebrauchten USA-Secondhand Lebensversicherungs-Express-Turbo-GTI-Renditen, aber keine Angst ich will sie nicht verkaufen - im Gegentum! Kurz gesagt - mich beschäftige mich mit potentiellen investment scams bei viaticals und life settlements.

Meine Frage dazu: machen Sie dies beruflich oder privat. Welche Qualifikation haben Sie? Und können Sie ihre Fragen mit ihrem Fachwissen bitte bei den jeweiligen Anbietern anfragen und hier im Forum über die Antworten und Erkenntnisse berichten?


Hallo Et,

da haben sie ja eine ganze Menge geschrieben und gefragt, was ich natürlich nicht alles auf einmal benatworten kann.

Zu meiner Person: Ich bin weder ausgeschiedener Mitarbeiter eines Anbieters, noch selbst Anbieter, auch kein Insider. Am besten kann ich mich mit Hobbyfrager anfreunden, das trifft es ziemlich. Ich habe ausser dem allgemeinen Interesse an Finanzdienstleistungen kein Interesse für oder gegen diese Produkte zu sein, bin aber bereit meine Erkenntnisse anderen mitzuteilen.

Das Produkt haben sie im Grossen und Ganzen richtig skizziert, der Teufel liegt aber wie überall im Detail. Darauf werde mit der Zeit Schritt für Schritt eingehen.

Einen weit verbreiteten Irrtum möchte ich aber vorweg ausräumen: Die philantropische Komponente ist grundsätzlich nur ein mögliches Thema bei einem viatical. Aber auch hier ist ein viatical nur eine von vielen Möglichkeiten, dass die versicherte Person noch zu Lebzeiten zu Kapital kommt. Diese anderen Möglichkeiten sind in den Konsumentenbroschüren der Aufsichtsbehörden vielfach beschrieben. Viatical als letzter Ausweg trifft also nur auf sehr wenige Fälle zu.

Bei einem life settlement ist naturgemäss die Komponente noch weiter verwässert.

Adad2. Bei dieser Frage möchte ich nun im Detail antworten, indem ich das Urteil des Ontario Superior Court of Justice, divisional Court at Toronto , between Universal Settlements International, Inc ( Applicant) and Ontario Securities Commission, (Respondent) vom 27.10. 2003 verweise, aus dem hervorgeht, dass USI in Ontario weder eine Zulassung als Versicherer, noch als Versicherungsagent noch als security dealer hat und die Kompetenz der Ontario Securities Commission, den Geschäftsbetrieb von USI zu untersuchen, festgestellt wird.

Adad3. Ich glaube nicht, dass VCH mit "Finanzinstitut"
eine Bank meint.

Adad4.: Bei der Fülle der beteiligten Parteien bereits beim Grundgeschäft ( viator, broker, provider, trustee, escrow agent, medical examiners, weitere intermediaries ) ist die Kostenstruktur selbstverständlich ein wesentlicher Faktor für die mögliche Rendite, die Kosten zu wissen, kann für den Investor nicht unsinnend sein.


Adad6:"The Florida Senate - Commitee of Banking and Insurance _ Interim Project Report 2004- 111 - November 2003"

Kurz zur letzten Frage: Ich beschäftige mich mit diesem Thema wie gesagt privat, eine besondere Qualifikation für diese Produkte kann ich wie gesagt nicht aufweisen, aber das geht ja allen anderen nicht viel anders, aber es reicht um in den diversen Unterlagen ( auch in denen von US-Behörden und Gerichten ) zu stöbern.

Das Einlesen in dieses Thema empfehle auch allen anderen, ist sehr spannend.

J.
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Et
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BeitragVerfasst am: 21.Apr 2004 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Nachdem rd. 2 Wochen ohne weitere Infos an dieser Stelle vergangen sind hier ein Tipp: im aktuellen Capital Heft 9/2004 wird auf 4 Seiten zu dieser relativ neuen Anlageform berichtet.

Zusammenfassen gesehen ein ordentlicher Bericht, der sich vor allem mit der ungeklärten Frage der steuerlichen Behandlung der Erträge befasst.
Auch zu den Kosten wird geschrieben, wobei ich mich mehr für die möglichen Vorteile aus der jeweiligen Konzeption und dem möglichen Ertrag interessiere.

Unschön ist die Bevorzugung des HVB Fonds der meiner Meinung weder vom Konzept noch von der prognostizierten Rendite zu den Top Five gehört. Auf Grund der Werbeseiten der HVB könnte man auf den Gedanken kommen, daß zumindest die Infoquelle Banknahe ist.

Unschön ist auch das nur 5 Anbieter im Vergleich sind. Laut Cash Heft 4/20004 gibt es jedoch mindestens 9 Anbieter im US Bereich und 4 Anbieter mit deutschen Policen.

Ein Hinweis auf frühere Unregelmäßigkeiten in den USA ist in keinem der Berichte vorhanden. Es soll in den letzten Jahren, nach den mir erteilten Informationen, in vielen US-Bundesstaaten auch ein gesetzlich vorgeschriebenen Mindestpreise und weitere Sicherungsregularien für Verkäufer und Käufer eingeführt sein.

8 - 10 % Rendite sind immer noch drin, meint Capital zu wissen. Angesichts der hohen Nachfrage sind jedoch die Kaufpreis für die Policen am steigen, was für Anleger die zu lange warten zu niedrigeren Renditen führen wird.

Wer zu spät kommt, wird mit kleineren Renditen (im Vergleich zu vielen anderen Anlagen immer noch sehr hohen Erträgen) zufrieden sein müssen.
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BeitragVerfasst am: 21.Apr 2004 14:07    Titel: Antworten mit Zitat

Et hat folgendes geschrieben::
1. Unschön ist die Bevorzugung des HVB Fonds der meiner Meinung weder vom Konzept noch von der prognostizierten Rendite zu den Top Five gehört. Auf Grund der Werbeseiten der HVB könnte man auf den Gedanken kommen, daß zumindest die Infoquelle Banknahe ist.

2. Unschön ist auch das nur 5 Anbieter im Vergleich sind. Laut Cash Heft 4/20004 gibt es jedoch mindestens 9 Anbieter im US Bereich und 4 Anbieter mit deutschen Policen.

3. Ein Hinweis auf frühere Unregelmäßigkeiten in den USA ist in keinem der Berichte vorhanden. Es soll in den letzten Jahren, nach den mir erteilten Informationen, in vielen US-Bundesstaaten auch ein gesetzlich vorgeschriebenen Mindestpreise und weitere Sicherungsregularien für Verkäufer und Käufer eingeführt sein.

4. 8 - 10 % Rendite sind immer noch drin, meint Capital zu wissen. Angesichts der hohen Nachfrage sind jedoch die Kaufpreis für die Policen am steigen, was für Anleger die zu lange warten zu niedrigeren Renditen führen wird.

5. Wer zu spät kommt, wird mit kleineren Renditen (im Vergleich zu vielen anderen Anlagen immer noch sehr hohen Erträgen) zufrieden sein müssen.


Et,

ich verstehe schon, dass als Vermittler dieser Produkte eine andere sicht dieser Dinge haben, aber ich bleibe lieber bei den Fakten.

Ad1. Ob schön oder unschön ist wohl subjektiv. Faktum ist, dass das HVB-Produkt bzgl Transparenz ( vor allem bzgl Treuhandkonstruktion und Kosten ) eher nachvollziehbar ist als andere, aber das kann ja jeder selbst vergleichen, wenn er sich die Prospekte durchliest.

Ad2. Möglicherweise hatte hier Capital Gründe die anderen 4 Anbieter nicht zu werten.

Ad3. Schönfärben hilft nicht: Viatical und Life Settlement Betrug ist nach wie vor unter den top ten der Ami-Investment scams. Selbstverständlich guibt es nicht nur Unregelmässigkeiten in der Vergangenheit, sondern auch auch solche in der Gegenwart.

Man wird kaum eine andere Finanzdienstleistungssparte in den USA finden, die von einem so hohen Anteil unseriöser Marktteilnehmer durchgeschüttelt ist. Die konkreten Verluste der Investoren sind enorm, wobei erst die Spitze des Eisbergs aus dem Wasser ragt.

Die Aufsichtsbehörden und Gesetzgeber sind in den USA aktiv, was andererseits viele Marktteilnehmer erheblich unter Druck setzt, was aber durch den Export dieser Produkte nach Deutschland abgefangen wird, der selbstverständlich nicht dem gesetzlichen Investorenschutz in den USA unterliegt. Der Wertpapieraufsicht z.B. in Florida ist der Schutz des deutschen Investors selbstverständlich völlig egal und in Deutschland rutschen diese Produkte elegant durch die Aufsichtsgesetze des BaFin.

Ad5. Renditesätze hin oder her: Dies Produkte sind hochspekulativ und hochriskant und ausserdem während der laufzeit völlig illiquid. Selbstverständlich ist auch ein Totalverlust möglich.


Ad5. Zu spät kommen muss nicht immer ein Nachteil sein, manchmal kann es auch ein Vorteil sein. Mit der Zeit werden ja die "Geheimnisse" dieser Produkte gelüftet werden.

Wenn sie selbst recherchieren wird sich ihr Horizont mit Sicherheit erweitern.

J
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BeitragVerfasst am: 4.Mai 2004 14:52    Titel: neue Infos - Dachverband gegründet Antworten mit Zitat

Nachdem wieder 14 Tage ins Land gegangen sind ohne das für div. kritische Infos Beweise vorgelegt wurden, hier eine neue Nachricht.

US-Lebensversicherungs-Zweitmarkt: Deutsche Fondsanbieter gründen Interessenverband
Führende auf dem US-Lebensversicherungs-Zweit-markt tätige Fondsanbieter haben in München den „Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen“ (BVZL) gegründet. Zum ersten Vorstand wurde der Münchner Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Axel Bader gewählt. Zweck des Verbands, zu dessen Gründungsmit-gliedern unter anderen die Fondsinitiatoren BVT, HVB FondsFinance, Dr. Peters, HPC, HSC, Lifebond und VCH gehören, ist die einheitliche Interessenvertretung in wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Fragen.
Seit der Einführung dieser neuen Anlageform im Jahr 2002 wurden von deutschen Emissionshäusern bereits über 1 Mrd. US-Dollar Eigenkapital eingesammelt. 40.000 Investoren sind nach Ansicht der Verbandsgründer ein deutlicher Beleg dafür, dass es sich bei einem Investment in US-Lebensversicherungspolicen nicht mehr um ein Nischenprodukt handelt.
In jüngster Zeit hatten aus dem Bundesfinanzministerium bekannt gewordene Überlegungen, in US-Lebensversicherungspolicen investierende Fondsgesellschaften als gewerblich einzustufen, in der Branche für Unruhe gesorgt. In dieser Diskussion wolle (BVZL) im Interesse der Anlegersicherheit mit einer Stimme sprechen, sagte Bader im Anschluss an die Gründungssitzung. Auch gelte es, bewussten Falschinformationen (IRR-Diskussion) und „undifferenzierten Studien selbst ernannter Zweitmarkt-experten“ entschieden mit Sachargumenten zu begegnen sowie einheitliche Kriterien für Anbieter-Ratings durchzusetzen: „Wir wollen in dieser noch relativ neuen Assetklasse Branchenstandards im Hinblick auf Transparenz und Vergleichbarkeit der Fondsmodelle installieren und damit letztlich den Anlegerschutz entscheidend verbessern.“
Quelle: http://www.fondsprofessionell.de/redsys/newsText.php?sid=151992
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BeitragVerfasst am: 5.Mai 2004 11:45    Titel: Re: neue Infos - Dachverband gegründet Antworten mit Zitat

Et hat folgendes geschrieben::
Nachdem wieder 14 Tage ins Land gegangen sind ohne das für div. kritische Infos Beweise vorgelegt wurden, hier eine neue Nachricht.

[b]Auch gelte es, bewussten Falschinformationen (IRR-Diskussion) und „undifferenzierten Studien selbst ernannter Zweitmarkt-experten“ entschieden mit Sachargumenten zu begegnen sowie einheitliche Kriterien für Anbieter-Ratings durchzusetzen: „Wir wollen in dieser noch relativ neuen Assetklasse Branchenstandards im Hinblick auf Transparenz und Vergleichbarkeit der Fondsmodelle installieren und damit letztlich den Anlegerschutz entscheidend verbessern.“
Quelle: http://www.fondsprofessionell.de/redsys/newsText.php?sid=151992


Nachdem sie die von mir als Beispiel vorgelegten Beweise, nämlich das Urteil des " Ontario Superior Court of Justice - Divisional Court of Toronto"
(veröffentlicht am 27. Okt. 2003 ) gegen " Universal Settlements International Inc." und den "Interim Project Report 2004-111 des Committee on Banking and Insurance des Senates von Florida" offensichtlich nicht nachrecherchieren wollen, um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen, kann ich diese Realitätsverweigerung nur achselzuckend zur Kenntnis nehmen.

Um ihnen hier aber noch einmal einigermassen klar zu machen um was es geht zwei Zitate aus dem Florida-Report ( Seite 3, rechte Spalte, Abs2) :

" In February 2000, the Fifteenth Statewide Grand Jury released its report on fraud within the viatical industry in Florida. The grand Jury found that " fraud in the viatical settlement industry is rampant; as much as 40 to 50 percent of the life insurance policies viaticated by viatical settlement providers may have been procured by fraud".

Soviel zur angeblichen blütenweisse Weste dieser Industrie in den USA.

Solange die Anbieter in Deutschland diese negativen Fakten schamhaft verschweigen bin ich gespannt wie sie dem als "undifferenzierte Studien selbsterannter Zweitmarktexperten" mit Sachargumenten begegnen wollen.

Den Anlegerschutz würden die Anbieter schon entscheidend dadurch verbessern, indem sie die Risiken dieser Produkte dem Investor einfach ungeschminkt aufzeigen und sich ihre Partner in den USA mit höchster Sorgfalt aussuchen.

Aber das würde sich auf die Umsätze der Anbieter leider negativ auswirken, wie wir so schön im Florida-Report auf Seite 8, linke Spalte, Abs 1 nachlesen können: "These industry officials ( viatical industry representatives ) state that if Florida were to amend securities law to include viatical investments of viaticated policies, that the results would effectiveley foreclose the providers from doing business in the state........

Was da einfach heisst: Vernünftiger Anlegerschutz lässt den Markt für die Anbieter absaufen - und was somit in einem ziemlichen Widerspruch mit den Aussagen der deutschen Anbieter steht, die den "Anlegerschutz entscheidend verbessern wollen". Dies entbehrt nach der Kollekte von
€ 1,000.000.000.- durch die deutschen Anbieter nicht einer gewissen Zynik, die mich noch mehr nachdenklich stimmt.

O.
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BeitragVerfasst am: 5.Mai 2004 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

Et hat folgendes geschrieben::
Es soll in den letzten Jahren, nach den mir erteilten Informationen, in vielen US-Bundesstaaten auch ein gesetzlich vorgeschriebenen Mindestpreise und weitere Sicherungsregularien für Verkäufer und Käufer eingeführt sein.



Et, das stimmt mehr oder weniger ( die USA mit 50 Bundesstaaten und 3 Territorien sind aber rechtlich eine heterogene Sache, da diese Regelungen in die Kompetenz des Einzelstaats fallen und einheitliche bundesstaatliche Regeln mehr als mühsam durchzusetzen sind).

Aber seien sie nicht so naiv zu glauben, dass sich der Anlegerschutz in den USA auch den deutschen Investor einschliesst. Der Anlegerschutz in den USA bezieht sich selbstverständlich nur auf den Individualanleger als "resident" des jeweiligen Bundesstaates, der deutsche Investor ist den Gesetzgebern von Alaska bis Florida logischerweise schnurzpiepegal.

O.

O.
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BeitragVerfasst am: 6.Mai 2004 16:14    Titel: Re: neue Infos - Dachverband gegründet Antworten mit Zitat

Et hat folgendes geschrieben::
Nachdem wieder 14 Tage ins Land gegangen sind ohne das für div. kritische Infos Beweise vorgelegt wurden, hier eine neue Nachricht.

[sid=151992


Gut, dann auch von mir eine brandheisse Nachricht, da diese Dinge ja leider weiter ihren unschönen Verlauf nehmen:

Gestern ist in Florida die Mutual Benefits Corp. hochgegangen. Bundesbehörden wie SEC und FBI sowie verschiedene Florida - Staatsbehörden haben den Laden dicht gemacht.

Mutual Benefits wurde unter gerichtliche Verwaltung ( receivership ) gestellt, alle Aktiva wurden gerichtlich beschlagnahmt und eingefroren ein receiver ( Masseverwalter ) wurde vom Richter bereits bestellt.

Ein Strafverfahren wegen Betrug und Erpressung wurde eingeleitet.

Da Mutual Benefits einen relativ hohen Marktanteil in Florida und USI d.h. damit auch indirekt VCH das Geschäft offensichtlich von providern in Florida bezieht, bleibt abzuwarten, ob es hier Querverbindungen gibt.

J
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BeitragVerfasst am: 8.Mai 2004 10:13    Titel: HSC Infos zu Mutal Benefits Corp., Florida Antworten mit Zitat

Dank für die schnelle Information übert die Vorgänge in Florida.
Nicht nur wegen meiner überschaubaren Englischkennntise wäre ich erst heute mit der nachstehenden Meldung informiert gewesen.

HSC schreibt dazu: Möglicherweise haben Sie bereits schon Meldungen über die Settlementgesellschaft Mutual Benefits Corp. gehört. Wir möchten Sie Nachfolgend über den uns bekannten Sachstand wie folgt informieren:

Die Geschäfte der Settlementgesellschaft Mutual Benefits Corp. (MBC), Fort Lauderdale, Florida, sind nach uns vorliegenden Presseinformationen am Mittwoch, den 5. Mai 2004, unter vorläufige Zwangsverwaltung gestellt worden. Anlass hierfür sind Ermittlungen US-amerikanischer Staats- und Bundesbehörden. MBC war ursprünglich für die US-Policenfonds der HSC als Settlementgesellschaft vorgesehen. Die seitens des Fondsmanagements im Vorfeld durchgeführte Überprüfung der MBC hatte keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Angesichts des nun gegen MBC eingeleiteten Verfahren und der erhobenen Vorwürfe hat das Fondsmanagement in konsequenter Verfolgung seiner Strategie, sich nicht ausschließlich an ein einziges Settlementhaus zu binden, entschieden, die Vertragsbeziehung zu MBC zu beenden.

Im Einzelnen:

MBC wird unter anderem vorgeworfen, Investoren nicht darüber aufgeklärt zu haben, dass ein Großteil der Policen die prognostizierten Laufzeiten bereits überschritten haben sollen und dass infolgedessen das MBC Prämienkonto ein beträchtliches Defizit ausgewiesen haben soll. Zur Deckung desselben soll MBC die Gelder neuer Investoren verwendet haben. Ferner soll MBC Policen unter Verwendung falsch prognostizierter Lebenserwartungen veräußert haben. Soweit ersichtlich, betreffen die Vorfälle ausschließlich Direktinvestments im Massengeschäft mit Kleinanlegern der MBC, die Teile von Policen erworben haben.

Die Anleger des HSC US-Leben Select I und des HSC Optivita USA II sind von diesen Vorfällen nicht betroffen. Diese Fonds haben keine Investitionen über oder mit MBC vorgenommen noch sind an oder über MBC Zahlungen aus den Fondsmitteln erfolgt. Es bestehen auch keinerlei Verpflichtungen, solche Zahlungen vorzunehmen, sofern MBC den Geschäftsbetrieb wieder aufnehmen sollte.

HSC Investitionssystem sichert Anleger umfassend ab

Grundsätzlich gilt es festzuhalten, dass sich das HSC Investitionssystem signifikant von dem mit Standardverträgen durchgeführten Massengeschäft von MBC unterscheidet. Das HSC-Fondsmanagement und deren amerikanischen und deutschen Anwälten konnten in dem mit MBC geschlossenen Rahmenkaufvertrag eine besondere Abwicklungsweise des Policenankaufes und eine Vielzahl von Sicherheitsvorkehrungen durchsetzen, so dass das Fondsmanagement stets den Policenerwerb hätte kontrollieren können.

Nach dem vertraglich vorgesehenen Prozess hätte MBC lediglich als Ankaufsvermittler für Policen fungiert, die einem strengen rund zwanzig Auswahlkriterien umfassenden Katalog hätten entsprechen müssen. Es wären keine aufgeteilten Policen wie im Direktgeschäft, sondern nur gesamte Versicherungspolicen für ein umfangreiches Portfolio eines Fonds erworben worden.

Zu den Auswahlkriterien zählen insbesondere zwei medizinische Gutachten von ehemals Lloyd`s of London zertifizierten Instituten. Diese Institute sind unabhängig von Settlementgesellschaften und verfügen über umfassende Erfahrung in der Erstellung von medizinischen Gutachten, die die Grundlage für die Ermittlung der Ankaufspreise und der Prämienkalkulation bilden. Die ehemals Lloyd’s of London zertifizierten Institute sind bekannt für eine besonders konservative Begutachtung. Aus Qualitätsgründen nutzen andere große und renommierte deutsche Anbieter von US-Lebensversicherungszweitmarktfonds ebenfalls die Expertise dieser Institute für die Prognose der Lebenserwartungen. Ohne Vorlage solcher Gutachten hätte das HSC-Fondsmanagement gemäß den Anlagerichtlinien keinen Ankauf der betreffenden Police vornehmen dürfen. Dies stellt einen signifikanten Unterschied zu den von MBC direkt an Anleger veräußerten Policen dar, für die offenbar durch nicht Lloyd´s of London zertifizierte Mediziner Lebenserwartungen erstellt worden sind.



Die Prämien für die Policen wären auch nicht über das MBC Prämienkonto bedient und abgesichert worden. Für die Abwicklung der Prämienzahlung von einem gesonderten HSC Konto - auf das MBC keinen Zugriff gehabt hätte - wäre ein weiterer US-amerikanischer Anwalt verantwortlich gewesen. Den HSC Anleger steht mit dem Prämienrücklagenkonto der HCI Holding GmbH sogar noch ein zusätzliches eigenes Liquiditätssicherungsinstrument zur Verfügung.

Auch die Auszahlung der Kaufpreise wäre nur dann erfolgt, wenn die Prüfung der Einhaltung der Investitionskriterien durch das Fondsmanagement, Treuhandbank und Closing Agent (Rechtsanwalt) positiv verlaufen und die unwiderrufliche Übertragung der Police und Begünstigung auf die Fondsgesellschaft erfolgt wäre. Insgesamt gilt für die Policenfonds der HSC damit ein umfangreiches Sicherungssystem, das sich signifikant von dem MBC Direktgeschäft mit Kleinanlegern unterscheidet und bei dem im Gegensatz zu dem HSC System nicht der Käufer „Herr des Verfahrens“ ist.

Investitionsprozess nur geringfügig verzögert

Durch den Wegfall von MBC als Policenvermittler und des großen Fondsvolumens wird sich der Investitionsprozess der HSC Lebensversicherungszweitmarktfonds voraussichtlich nur geringfügig verzögern. HSC steht kurz vor erfolgreichem Abschluss weiterer Verhandlungen mit anderen namhaften und äußerst leistungsstarken Settlementgesellschaften, die diesen Wegfall auffangen können.
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