GoMoPa
 
 
 
 
GoMoPa    SuchenSuchen RegistrierenRegistrieren ProfilProfil LoginLogin
FAQFAQ MitgliederlisteMitgliederliste Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen



Clearstream

Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten GOMOPA® : Startseite ->  Foren-Übersicht -> Versicherungen, Aktien, Fonds
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen 
Autor Nachricht
loooser
User gebannt


Anmeldungsdatum: 07.10.2003
Beiträge: 2774

BeitragVerfasst am: 10.Jul 2004 10:40    Titel: Clearstream Antworten mit Zitat

Zitat:
Chodorkowski soll Milliarden-Betrag beiseite geschafft haben
»Der größte Betrug, über den jemals berichtet wurde«

Schon seit drei Jahren läuft der Pariser Enthüllungsjournalist Denis Robert Sturm gegen Geschäftspraktiken der Deutsche-Börse-Tochter Clearstream in Luxemburg, aber jetzt ist ein neues Stadium erreicht.

Im Clearstream-Imperium sitzt offenbar jemand, der alte Rechnungen begleichen will und nun auspackt. Drei Mal hat der anonyme Briefeschreiber dem Pariser Ermittlungsrichter Renaud Van Ruymbeke seit Mai Unterlagen zugespielt, durch die Roberts schlimmste Visionen neue Nahrung erhalten.

Über die Clearstream-Konten sollen in verschiedenen Affären hunderte von Millionen Dollar auf dubiose Weise verschoben worden sein. Der Gründer des russischen Ölkonzerns Jukos, Michail Chodorkowski, hat angeblich im Oktober 2003, eine Woche vor seiner Festnahme, 1,15 Milliarden Dollar (930 Millionen Euro) über Clearstream auf Konten transferiert, die Franzosen gehören.

Was er aufzuklären suche, sei »der größte Betrug, über den jemals berichtet wurde«, erklärt Robert. Die meisten französischen Medien haben die Geschichte bislang mit spitzen Fingern angefasst. Doch in dieser Woche brachte das Nachrichtenmagazin »Le Point« die Clearstream-Geschichte ganz groß heraus. »Die Staatsaffäre, die die ganze politische Klasse zum Zittern bringt«, heißt die Geldwäsche-Titelgeschichte. Dem Magazin liegen Dokumente des anonymen Briefeschreibers vor.

Nun könnten in manchen Fällen Ross und Reiter genannt werden. So sollen der ehemalige Chef des französischen Konzerns Thomson-CSF, Alain Gomez, und der frühere Thomson-Sicherheitschef Pierre Martinez zu den Begünstigten der Transfers gehört haben. Auf Gesuch von Richter Van Ruymbekes setzten sich im Mai auch Luxemburger Ermittler in Bewegung. Am Sitz von Clearstream fand eine Durchsuchung statt, über deren Ergebnis bislang nichts an die Öffentlichkeit drang. Die Deutsche Börse gab dazu nur dürre Erklärungen ab. »In Zusammenhang mit Untersuchungen der französischen Behörden gegen dritte Personen wurde Clearstream um Mithilfe gebeten«, heißt es da. »Zu Art und Umfang der Untersuchungen können wir keine Angaben machen.«

Zu einer Liste von Konten, die der anonyme Schreiber nannte, erklärte die Deutsche Börse am Freitag, »die meisten Konten« würden nicht bei Clearstream, sondern bei anderen Finanzdienstleistern geführt. Die Geschäftstätigkeit von Clearstream werde in den Berichten über Geldwäsche-Vorwürfe »falsch dargestellt«, die Vorwürfe selbst würden »alle als unzutreffend angesehen«. Die »Mithilfe«, um die Clearstream aus Paris gebeten wurde, bezieht sich auf die Uralt-Affäre um die Lieferung von sechs französischen Fregatten an Taiwan vor 13 Jahren.

Am Rande des Rüstungsgeschäfts für umgerechnet rund 2,4 Milliarden Euro sollen bis zu 500 Millionen Dollar Kommissionszahlungen geleistet worden sein, die seither um den Globus wandern. Die heutige Regierung Taiwans besteht darauf, dass die Kommissionen von jeher illegal in Umlauf kamen und verlangt daher von Frankreich die Rückzahlung.

Das Internationale Handelsgericht in Paris soll demnächst darüber entscheiden. Der anonyme Briefeschreiber bezichtigt neben den Thomson-Mitarbeitern zwei ehemalige französische Minister und einen früheren Chef des französischen Geheimdienstes DST, sich bereichert zu haben. Noch sind die Namen nicht publik, aber das dürfte sich im Zuge der Ermittlungen ändern.

Nach der Durchsuchung habe Clearstream »überstürzt« 895 Konten geschlossen, teilte der anonyme Schreiber dem Ermittlungsrichter mit. Robert sieht sich in den Vorwürfen bestätigt, die er in seinen 2001 und 2002 erschienenen Büchern »Révélation$« und »La boîte noire« erhoben hat. Damit brachte er ein Ermittlungsverfahren in Luxemburg in Gang, das noch immer nicht abgeschlossen ist.

Drei Monate nach dem Erscheinen des ersten Buches konnte Robert einen ersten Erfolg verbuchen: Der damalige Clearstream-Chef André Lussi wurde kurzfristig abberufen.


Quelle: NetEcho Belgien
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen www.finanzkatalog24.net www.finanzblog24.net Werben mit GoMoPa® Beschwerde erheben

Beiträge vom vorherigen Thema anzeigen:   

Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten     Foren-Übersicht -> Versicherungen, Aktien, Fonds Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Ähnliche Beiträge
Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Clearstream-Affäre Caprice Wer kennt, was meint Ihr dazu? 0 13.Dez 2004 15:31 Letzten Beitrag anzeigen


 
 

Copyright 2000-2008 - GoMoPa® - Goldman Morgenstern & Partners Consulting LLC
Impressum | Presse | Kooperation | Forenwerbung | Downloads | Newsletterwerbung | Sitemap | Partnerprogramm | Bannergenerator | Polizei-STA-Behoerden | Premiumaccounts | Werbung | Finanzlinks | Beschwerde

Katalog für Finanzen | Suche für Finanzen | Blog für Finanzen