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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7230
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Verfasst am: 9.Aug 2007 21:23 Titel: Durchbruch für Indexfonds |
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Börsengehandelte Indexfonds sind bisher ein Renner bei institutionellen Investoren, unter anderem weil sie preisgünstig sind. Nun wittern Experten auch deren Durchbruch bei Privatanlegern – dank des Gesetzgebers.
„Die anstehenden EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid und die Abgeltungsteuer fordern eine Offenlegung der Gebühren“, sagt Thomas Meyer zu Drewer, Deutschland-Leiter von Lyxor Asset Management.
Immer mehr Finanzhäuser gründen Vermögensverwaltungen, die ausschließlich sogenannte Exchange Traded Funds (ETFs), also börsennotierte Indexfonds, als Bausteine verwenden. Zu den Vorreitern zählen die NordLB, Veritas, der Verbund Deutscher Honorarberater und Trigonus. „Da ist in Zukunft mächtig Musik drin“, glaubt Dieter Rauch, Geschäftsführer beim Verbund Deutscher Honorarberater.
Vor sieben Jahren startete das ETF-Geschäft in Europa. Bis heute lancierten führende Anbieter wie Barclays Global Investors, die zugehörige Indexchange sowie Lyxor 333 Produkte für Indizes auf Aktien wie den Dax, Anleihen und andere Vermögensformen. Sie sammelten laut Indexchange 78,5 Mrd. Euro ein. Getragen war das rasante Wachstum von institutionellen Investoren. Die Großanleger sind teilweise von den Anlageergebnissen der aktiv arbeitenden Asset-Manager enttäuscht. Darüber hinaus gefallen ihnen an den Indexprodukten deren Transparenz, die niedrigen Gebühren und die stetige Handelbarkeit zum aktuellen Wert.
Das sind auch gute Argumente, um Privatanleger von diesen Produkten zu überzeugen. Doch Banken und Berater hielten sich bisher zurück. „Viele Banken haben wegen der geringen Margen kein Interesse an einem offensiven ETF-Angebot“, sagt Jürgen Kühn, Leiter Privatkundengeschäft der NordLB in Luxemburg. Preisgünstige Produkte bedeuten für die Institute geringere Einnahmen. Außerdem scheuen die meisten Banken eine Kannibalisierung des Geschäfts ihrer Fondstöchter, da diese mit aktivem Management ebenfalls deutlich höhere Erträge erzielen.
„Aber Mifid und das anstehende Versicherungsvertragsgesetz fordern von den Beratern einen Ausweis der Provisionen“, erläutert Rauch. Dann werde der Endanleger „in Euro und Cent sehen, was er bezahlt“. Deshalb setze ein Umdenken ein. „Es ist ein besserer Weg, schon vor den Offenlegungspflichten auf ETFs umzusteigen“, glaubt Dieter Kern, Geschäftsführer der vor wenigen Wochen gegründeten unabhängigen Finanzberatung Trigonus ETF Management.
Bei den neuen Angeboten gehen die Pioniere ganz unterschiedliche Wege. Kern und sein Kollege Peter Binz wollen in ihrer kleinen Vermögensverwaltung künftig bis zu 80 Prozent der Anlagen über Indexfonds abdecken. Kühns Luxemburger Initiative steckt ebenfalls noch in den Anfängen. Er arbeitet unabhängig von der NordLB-Zentrale in Hannover. Das Stammhaus offeriert weiterhin seine klassische Vermögenverwaltung in Kooperation mit der Berenberg Bank.
Das Nebeneinander von aktiver und passiver Verwaltung scheut auch die Société Générale nicht. Der französische Konzern verfügt über eine große traditionell arbeitende Fondstochter. Doch die ebenfalls zum Haus gehörige deutsche Veritas SG Investment Trust lancierte im Frühjahr einen ausschließlich in ETFs investierenden Dachfonds. „Wir planen jetzt einen zweiten Teilfonds extra für institutionelle Investoren“, sagt Fondsmanager Markus Kaiser.
Einen ganz anderen Weg geht Rauch. „Wir sind die ersten Anbieter einer ETF-Fondspolice“, sagt er. Das Finanzhaus Fortis legte exklusiv für die Mitglieder des Verbundes eine Lebensversicherung auf. Rauch hat gerechnet: „Bei klassischen Policen hat der Kunde bis zu fünf Mal höhere laufende Kosten – und bald wird er die auch sehen.“
Quelle: HB
Das neue Geschäftsmodell:
Kaufgebühr:
Für börsengehandelte Indexfonds werden keine Ausgabeaufschläge verlangt. Bei aktiv gemanagten Aktienportfolios beträgt diese Kaufgebühr dagegen häufig bis zu fünf Prozent. Die laufenden Jahresgebühren erreichen in diesen Fällen oft 1,5 Prozent, während die Jahresgebühr für Indexfonds deutlich unter 0,5 Prozent liegen.
Interessenlage:
Anleger kaufen Fonds meist bei der Bank. Der Berater bzw. seine Bank erhält bei Geschäftsabschluss meist den Aufschlag. Dazu kommen in der Regel Anteile an der Jahres- bzw. Managementgebühr. Deshalb hat der Berater große Anreize zum Verkauf von teuren Produkten.
Honorarberater:
Honorarberater verdienen nicht am Umsatz mit dem Anleger und werben mit unabhängiger Produktauswahl. Sie verlangen keine Aufschläge, nur niedrige Transaktionsgebühren, geben versteckte Provisionsanteile an den Kunden. |
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