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Finanzprodukte - 500 Euro monatlich für Altersvorsorge

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A. Henneberg
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.08.2002
Beiträge: 4940
Wohnort: Osten

BeitragVerfasst am: 21.Aug 2005 10:27    Titel: Finanzprodukte - 500 Euro monatlich für Altersvorsorge Antworten mit Zitat

Die Kunst, fürs Alter vorzusorgen

Einen Königsweg für einen finanziell sicheren Ruhestand gibt es nicht. Wie Sie die passenden Finanzprodukte für Ihre individuellen Bedürfnisse finden können

An eindringlichen Appellen mangelt es nicht. Langfristig muß jeder Bundesbürger bis zu 500 Euro im Monat für seine Altersvorsorge investieren - sonst drohe Armut im Alter, meint Michael Westkamp, Vorstandschef der AachenMünchener Lebensversicherung. Franz-Josef Liesenfeld, Geschäftsführer der Bonner Beratungsgesellschaft Eurenta Holding, geht mit seiner Forderung noch erheblich weiter: "20 bis 30 Prozent eines Bruttoeinkommens sind die Meßlatte, um später keine drastischen Abstriche am Lebensstandard vornehmen zu müssen."

Bei den Bundesbürgern verhallen solche Warnungen weitgehend ungehört. Kaum einen Hunderter ist es ihnen im Durchschnitt monatlich wert, die bereits absehbare Katastrophe abzuwenden.

Statt dessen verlassen viele Versicherte sich auf staatliche Renteninformationen, in denen ihnen eine finanzielle Idylle vorgespielt wird. So ganz nach dem rheinischen Motto, nach dem am Ende noch immer alles gut gegangen ist.

Allzulange ist den Bundesbürgern von der Politik ein Bild vorgegaukelt worden, das zum Vertrauen gegenüber der staatlichen Altersversorgung geführt hat. Bis zuletzt blieb der damalige Sozialminister Norbert Blüm seinem Standardmotto treu: "Die Renten sind sicher." In der Tat sind sie jedoch derart marode, daß selbst den Topverdienern im Anschluß an ihr Berufsleben das Abrutschen auf Sozialhilfeniveau droht. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat dies akribisch vorgerechnet.

Als Beispiel diente ein heute 35jähriger mit einem Bruttoeinkommen beim Erreichen der Altersgrenze von über 10 000 Euro. Ohne zusätzliche private Vorsorge wird er - inflationsbereinigt und nach Steuern - monatlich nicht einmal 1100 Euro Rente erhalten. Schuld daran waren seine zeitweiligen Ausflüge in eine Selbständigkeit. Doch gerade Freiberufler wurden schon in der Vergangenheit von Politikern sträflich vernachlässigt. Zur für Arbeitnehmer so wertvollen, weil steuerlich geförderten betrieblichen Altersversorgung bleibt ihnen bis heute der Zutritt verwehrt. Liesenfeld, mit seiner Firma auf Vorsorgeprobleme von Selbständigen fokussiert: "Erst seit Jahresbeginn bietet die neue Basisrente vergleichbare steuerliche Möglichkeiten."

Altersvorsorge ist aber nach wie vor ein Verkäufermarkt. Interessierte Kunden mit hohem Beratungsbedarf haben es schwer. Sie werden zwischen einem Überangebot unterschiedlichster Produkte förmlich zerrieben. Beworben werden Riester- und Basisrenten, Kapitallebenspolicen und private Rentenversicherungen nach konventioneller Art oder gekoppelt mit Fondsanlagen. Dringend empfohlen wird zudem eine betriebliche Altersversorgung. Dafür stehen aber ebenfalls wieder fünf unterschiedliche Durchführungswege zur Wahl. Es gibt mit abweichender steuerlicher Behandlung eine erste, eine zweite und eine dritte Schicht bei der Altersvorsorge. Und als Modell der Zukunft geraten neuerdings Zeitwertkonten in den Blickpunkt. Darüber lassen sich Überstunden in eine spätere Rente verwandeln.

Kaum ein ungeschulter Verbraucher behält da noch den rechten Überblick. Zumal Versicherer immer wieder andere Produkte als einzig gültigen Königsweg bezeichnen. Nicht selten steckt dahinter wirtschaftliches Eigeninteresse. Oder aber es entscheiden unterschiedlich hohe Provisionen für Vermittler über Erfolg und Mißerfolg eines Angebots.


Quelle: WamS - Hans-Werner Thieltges
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Wolfrum
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 26.04.2003
Beiträge: 371
Wohnort: Oberkirch

BeitragVerfasst am: 21.Aug 2005 11:10    Titel: Re: Finanzprodukte - 500 Euro monatlich für Altersvorsorge Antworten mit Zitat

A. Henneberg hat folgendes geschrieben::
"20 bis 30 Prozent eines Bruttoeinkommens sind die Meßlatte, um später keine drastischen Abstriche am Lebensstandard vornehmen zu müssen."
Quelle: WamS - Hans-Werner Thieltges


Bei dieser Forderung stellt sich nur e i n e Frage:
Wer von der Masse der Bundesbürger kann dies von seinem Einkommen
ermöglichen ?
Das möge einmal einer von den Schlaubergern erklären.
Leben die alle nur noch einer Traumwelt.
Die Fordeungen in den 70 Jahren mancher Verbands träumer waren damals
8 % des BEK für die Altervorsorge zusäzlich zu der Sozialversicherungsleistung aufzubringen enund wurden bei weit besseren Rahmenbedingungen seitens der Bürger auch nicht erfüllt
Viel ehrlich wäre zu sagen, schaut im Alter wenn Ihr für die gesellschaft nichts mehr leisten könnt wo ihr bleibt.
Wolfrum
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Roderich Hopp
* Ehrenmitglied *


Anmeldungsdatum: 17.05.2004
Beiträge: 947
Wohnort: Dorum-Mulsum

BeitragVerfasst am: 21.Aug 2005 15:51    Titel: 500 Euro für Altersvorsorge Antworten mit Zitat

Man muß ja auch mal betrachten aus welcher Ecke derartige Zahlen wie 500 Euro p.M. oder 20 –30 % des Bruotteinkommens für zukünftige Altersvorsorge herrühren ?
Es ist doch klar das den Versicherern bei der derzeitigen Entwicklung des Lebensalters, und bei der immer stärker werdenden Kritik an deren Produkten ,der Arxxh auf Grundeis geht.
Die Bevölkerung , durch die immer massivere Aufklärung über die Produkte der Versicherer kritischer geworden, ist nicht mehr so ohne weiteres bereit in Kapitalvernichtungsprodukten wie Lebensversicherungen u.a. das Non- Plus- Ultra der privaten Altersvorsorge zu sehen.
Zumal auch in immer breiteren Kreisen dieser so stark umworbenen Klientel bekannt ist, welche Kosten die Gesellschaften vom Geld der Kunden produzieren um ihren Verwaltungsapparat aufrecht zu erhalten und ihre Pfründe abzusichern.
Wenn 40 % und mehr der Beiträge als Weichkosten in den Taschen der Versicherungsmultis verschwinden sind dann schon zukünftig 500 Euro oder 20 –30 % des Bruttoeinkommens erforderlich, um Kostenschmarotzer weiterhin standesgemäß zu versorgen.
Aus derlei Aussagen ist auch ersichtlich in welchem Wolkenkuckkucksheim derartige Kostenverursacher leben und wie weit sie sich von der Realität entfernt haben.
70 % der arbeitenden Bevölkerung ist aufgrund der stetig steigenden Lebenshaltungskosten und der steigenden Staatsquote die sich, trotz aller gegenteiligen Beteuerungen der Politiker auf die Lohnerträge auswirkt, derzeit nicht mal in der Lage , 100 Euro im Monat für eine Altersvorsorge auszugeben.
Gerade bei Familien mit Kindern sind aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten so gut wie keine Rücklagen möglich, man lebt mehr oder weniger von der Hand in den Mund.
Jeder Erschütterung der eigenen Volkswirtschaft durch Fremdeinflüsse wie z.B. die derzeit drastisch steigenden Energiepreise trifft diese Menschen mit voller Härte.
Alternativen zu den herkömmlichen Vorsorgemodellen werden bewusst verkompliziert oder durch gesetzlichen Schutz bestimmter Lobbygruppen nahezu unmöglich gemacht.
Bei den von uns erarbeiteten Möglichkeiten ergebe sich z.B. bei einer Anlage von 4 % des Bruttolohnes für eine private Altersvorsorge nachstehende , bereinigt gerechnete Entwicklung.
Bei einem Beitragssatz von 4 % vom Lohn/Gehalt ergibt sich unter Berücksichtigung von Kaufkraftverlust folgendes Bild:

15 Jahre 24,15%
20 Jahre 52,09%
25 Jahre 100,00%
30 Jahre 150,00%
35 Jahre 200,00%
40 Jahre 250,00%

Jahre: Dauer der Beitragszahlung =
%: Prozent des letzten Gehaltes, lebenslang !!!

Mit freundlichen Grüßen
Roderich Hopp
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Wolfrum
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 26.04.2003
Beiträge: 371
Wohnort: Oberkirch

BeitragVerfasst am: 21.Aug 2005 18:54    Titel: Re: 500 Euro für Altersvorsorge Antworten mit Zitat

Roderich Hopp hat folgendes geschrieben::

Bei den von uns erarbeiteten Möglichkeiten ergebe sich z.B. bei einer Anlage von 4 % des Bruttolohnes für eine private Altersvorsorge nachstehende , bereinigt gerechnete Entwicklung.
Bei einem Beitragssatz von 4 % vom Lohn/Gehalt ergibt sich unter Berücksichtigung von Kaufkraftverlust folgendes Bild:

15 Jahre 24,15%
20 Jahre 52,09%
25 Jahre 100,00%
30 Jahre 150,00%
35 Jahre 200,00%
40 Jahre 250,00%

Jahre: Dauer der Beitragszahlung =
%: Prozent des letzten Gehaltes, lebenslang !!!

Mit freundlichen Grüßen
Roderich Hopp


Herr Hopp
stellen Sie Ihr Konzept mal den Bundestaglobbyisten (steuerberatende Berufe, Versicherungshenkel) vor.
Ich werde Ihnen behilflich sein, die verabreichte Zwangsjacke wieder zu entfernen, welche Ihnen dann kraft Gesetzes verordnet wird.
Solange diese Geschwa---l einen Großteil der Budestagsabgeordneten stellt wird sich in unserem Land nichts ändern.
Übrigens auch grüne Berufspolitker aus diesem Beruf, wie Frau Scheel, welche angtreten war, eine Veränderung in der Altersversorgung der Bundesbürger herbei zuführen, hat Ihr Mäntelchen hetue in den richtigen Wind gehangen.
Frdl. Gruß
Wolfrum
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soulface
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Anmeldungsdatum: 19.07.2005
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 22.Aug 2005 8:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo..sollten die 500 Euro in verschiederne Aktienfonds investiert werden oder dochlieber besser in eine Private Rentenversicherung? Was meint ihr dazu? Gruss...
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Anmeldungsdatum: 25.01.2002
Beiträge: 2413

BeitragVerfasst am: 8.Okt 2005 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

Handelsblatt Nr. 192 vom 05.10.05 Seite 28

Viele Sparer sparen am guten Rat

Das Geldvermögen der Deutschen steckt überwiegend in niedrig verzinsten Versicherungen und Sparbriefen. Im Sparen sind die Deutschen gut. Gut zehn Prozent des Bruttoeinkommens legen sie auf die hohe Kante, mehr als die meisten Europäer.

Doch ob das Geld dann auch angemessen investiert wird, scheint viele wenig zu kümmern. Banken, Versicherungsvertretern und Fondsvermittlern vertrauen sie ihr Geld an. Weil sie glauben, dass es da fachkundigen Rat umsonst gibt. Doch damit wandert ein Teil des Gesparten häufig wieder zum Fenster hinaus. Denn wer kostenfrei berät, hat Interesse, eine hohe Provision über den Verkauf von Spar- und Vorsorgeprodukten zu verdienen. Schwache Leistungen fallen dabei weniger auf als noch vor drei Jahren. Bei steigenden Aktien sind die Kunden leichter zufrieden zu stellen, weil das Vermögen zumindest nicht schrumpft.

Die Summen, um welche die Branche der Finanzdiensleister und Vermögensverwalter buhlen, sind enorm. 155 Mrd. Euro haben die Deutschen 2005 gespart, die höchste Summe seit der Wiedervereinigung. Das Geldvermögen der privaten Haushalte hat im vergangenen Jahr erstmals mehr als vier Billionen Euro betragen. Vor allem das Bemühen um mehr private Altersvorsorge dürfte ausschlaggebend für die jüngste Zunahme des Sparens gewesen sein, schreibt die Bundesbank. Das Gesparte liegt dabei allerdings eher niedrig verzinst in Spareinlagen (36 Prozent), bei Versicherungen (26 Prozent), in festverzinslichen Papieren (zwölf Prozent) oder Investmentfonds (elf Prozent). Beteiligungen und Pensionsansprüche summieren sich auf neun Prozent. In Aktien - langfristig die rentabelste Anlage - stecken nach dem Schock des Neuen Marktes nur noch sechs Prozent der Vermögen.

So sparen die Deutschen viel, aber nicht unbedingt richtig. An schwach verzinsten Spareinlagen verdienen vor allem die Banken, an vermittelten Fonds auch die Fondsgesellschaften. Bei Lebensversicherungen zahlt man etwa drei Jahresbeiträge für Provision und Verwaltung. Jeder zweite lang laufende Vertrag wird vorzeitig gekündigt.

"Uns ist aufgefallen, dass sogar Kunden mit einem Vermögen von einer Million mit Produkten zugepflastert werden", sagt Marc Overwien vom Family Office WSH, das wohlhabende Kunden berät und gleichzeitig die Leistung ihrer Vermögensverwalter prüft (siehe Tabelle). Auch der Sachverständige für Finanzdienstleistungen, Peter Sachs von Vogelsang & Sachs, stößt regelmäßig auf Beratungsfehler. "Die Berater haben aus systematischen Gründen gar keine Zeit, sich ein umfassendes Bild über die Situation der Kunden zu machen", sagt er. Die Produktempfehlung sei dann meist dem Zufall überlassen. Jüngst kam ihm der Fall unter, dass das Vermögen einer 72-jährigen Dame fast vollständig in einem geschlossenen Immobilienfonds landete. "Jeder Friseur braucht einen Meisterbrief, doch Finanzberater kann sich jeder nennen", sagt Sachs. Nur unabhängige Portfolioverwalter brauchen eine Zulassung der Aufsichtsbehörde BaFin. Angestellte haben die Erlaubnis schon über ihr Institut.

Schlechter Rat ist damit oft teurer als guter. Doch mehrere tausend Euro für einen fachkundigen Vermögensplan auszugeben, ist den meisten Bürgern zu viel. Da greifen manche doch lieber zu Tchibo. Die "lebenslang garantierte Rente mit steuerlichen Vorteilen im Alter" bietet die Kaffee-Kette. Im Verkaufsprospekt ganz hinten, nach Schmuck und Trainingsanzügen für den Herrn. Hussla, Gertrud A.

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Anmeldungsdatum: 25.01.2002
Beiträge: 2413

BeitragVerfasst am: 8.Okt 2005 10:37    Titel: Antworten mit Zitat

Handelsblatt Nr. 192 vom 05.10.05 Seite 28

Risikoscheu der Deutschen liegt an mangelndem Finanzwissen

Investoren laufen Trends hinterher - Rentenlücke wird häufig unterschätzt. Die wenigsten Arbeitnehmer haben ein klares Bild davon, was der Rückzug der gesetzlichen Rente bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung für ihre persönliche Planung tatsächlich bedeutet.

So hat es sich zwar mittlerweile herumgesprochen, dass die Umlagerente künftig nicht mehr reichen wird, dennoch unterschätzen viele die Folgen dieser Entwicklung.

Das Rentenniveau geht in den nächsten Jahrzehnten schrittweise zurück. Vor der Riester-Reform von 2001 kam ein Eckrentner - also ein durchschnittlicher Bezieher - auf etwa 70 Prozent seines letzen Nettogehalts. Dieser Wert ist spätestens seit der Einführung des Nachhaltigkeitsfaktors im Jahr 2004 nicht mehr zu halten. Bis zum Jahr 2030 wird das durchschnittliche Rentenniveau um etwa 11 Prozentpunkte auf rund 59 Prozent fallen. Gutverdiener müssen mit weit höheren Einbußen rechnen. Anders als beim fiktiven Eckrentner, der stets den durchschnittlichen Lohn aller Versicherten verdient, übersteigt deren Einkommen die Beitragsbemessungsgrenze. Dieser Teil wird bei der Rente jedoch nicht berücksichtigt.

Der Abstand zwischen letztem Nettolohn und erster Rente ist daher bei den höheren Einkommen besonders groß. Nicht nur Besserverdiener, auch die jüngeren Arbeitnehmer werden von der Umlagerente künftig nur noch einen Bruchteil des gewohnten Einkommens erhalten. Den heute 40- bis 49-jährigen werden, wenn sie in Renten gehen, im Durchschnitt 250 Euro im Monat gegenüber dem Status vor den Reformen fehlen. Bei den 50- bis 59-jährigen wird die Rentenlücke 112 Euro und bei den älteren Haushalten (60 Jahre und älter) 61 Euro betragen. Die anfängliche Rentenlücke steigt bei den Älteren in der Mitte ihrer Bezugszeit mit 125 Euro auf mehr als das Doppelte, da sich der Nachhaltigkeitsfaktor bei ihnen - anders als bei den Jüngeren schon beim Renteneintritt - erst später auswirkt.

Diese Rentenlücke muss nun aufgrund der höheren Lebenserwartung außerdem über einen längeren Zeitraum kompensiert werden. Die fernere Lebenserwartung nimmt in Deutschland im Trend um 1,5 Monate pro Jahr zu. Männer und Frauen im Alter von 60 Jahren können heute damit rechnen, noch weitere 19,8 bzw. 23,9 Jahre zu leben, das sind bis zu fünf Jahre mehr als 1970. Bis zur Jahrhundertmitte könnte die Lebenserwartung für dann 60-jährige Männer im Durchschnitt noch fast 24 und für Frauen noch 28 Jahre betragen. Umfragen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) zeigen, dass die Deutschen die Dynamik beim Anstieg der Lebenserwartung noch gar nicht in vollem Umfang erfasst haben. Männer unterschätzen ihre tatsächliche Lebenserwartung im Durchschnitt um fünf Jahre. Frauen leben durchschnittlich sogar sieben Jahre länger als sie vermuten.

Für die Planung der finanziellen Altersvorsorge entstehen damit neue Risiken. Das Mannheimer Forschungsinstitut Ökonomie und demographischer Wandel rechnet in einer Untersuchung für das DIA damit, dass mehr als die Hälfte (59 Prozent) der Haushalte die Einkommensverluste, die sich aus dem sinkenden Rentenniveau ergeben, nicht ausgleichen können. Weder ihr derzeitiges Finanzvermögen noch die zukünftigen Ersparnisse aus dem laufenden Einkommen reichen dazu aus.

In vielen Haushalten fehlt es zudem an finanziellem Allgemeinwissen. Die Deutschen sind konservative Sparer. Bei der Altersvorsorge setzen sie vor allem auf die eigene Immobilie, auf Lebens- und Rentenversicherungen, Festgelder und festverzinsliche Wertpapiere. Anlagen mit höherem Risiko und dafür größeren Renditechancen folgen mit weitem Abstand. Viele Investoren laufen zudem kurzfristigen Markttrends hinterher, statt auf die langfristige Wertentwicklung zu setzen. So verpassten die Anleger, die sich nach dem Absturz der Börse im Frühjahr 2003 übereilt von ihren Aktien und Investmentfondsanteile getrennt hatten, die Erholung des Dax um immerhin 50 Prozent in den vergangenen zwei Jahren. Die ausgeprägte Risikoscheu der Deutschen liegt auch an mangelnden Kenntnissen über die Funktionsweise der Kapitalmärkte. Hier müssen Finanzdienstleister weiterhin viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit leisten. Bernd Katzenstein ist Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge.

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Anmeldungsdatum: 25.01.2002
Beiträge: 2413

BeitragVerfasst am: 15.Nov 2005 6:58    Titel: Antworten mit Zitat

Deutsche sparen vermehrt für die Altersvorsorge

80% aller Bundesbürger sparen jeden Monat einen festen Betrag für die private Altersvorsorge, etwa 50% hingegen sparen für eine größere Anschaffung wie z.B. ein neues Auto, so eine aktuelle Untersuchung der Steria Mummert Consulting!

Trotz dieses Bewusstseinswandels zu Gunsten der Altersvorsorge ist die Nachfrage nach staatlich geförderten Anlagen weiterhin verhalten. Riester- oder Rürup-Angebote sind die Ladenhüter der Finanzdienstleister. Lediglich etwa 6 Mio. von 33 Mio. Anspruchsberechtigten nutzen bisher die Förderung vom Staat. Grund hierfür ist offenbar, dass die Kunden von ihrem Versicherungsberater nicht genügend auf diese Möglichkeiten angesprochen werden: 15% bzw. 34%, die die Riester- bzw. Rürup-Rente ablehnen, gaben an, dass ihnen diese Form der Altersvorsorge bisher noch gar nicht angeboten wurde. Als weitere Gründe für die Zurückhaltung bemängelten 18%, dass sie ? ist die Rente erst einmal abgeschlossen ? auf ewig auf das Produkt festgelegt seien, für 21% der Befragten sind die Konditionen nicht transparent genug.

Die Versicherungsunternehmen hielten sich in der Tat beim Abschluss dieser Produkte zurück, da die Abschlusskosten per Gesetz auf 10 Jahre verteilt werden mussten. Das neue Alterseinkünftegesetz erlaubt nun die Verteilung der Kosten auf 5 Jahre. Die, die sich in der Vergangenheit bereits für ein solches Produkt entschlossen haben, bereuen ihren Entschluss meist nicht, nur 9% haben ihren Vertrag bereits wieder gekündigt, knapp 7% spielen mit dem Gedanken.
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Bakzenta
Newbie


Anmeldungsdatum: 26.10.2004
Beiträge: 3
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 16.Nov 2005 11:10    Titel: Altersvorsorge Antworten mit Zitat

Hallo,
zu diesem Thema kann ich nur sagen:
Seit über zwanzig Jahren habe ich nach einer Geldschule gesucht, jetzt bin ich fündig geworden. In mehreren Städten gibt es diese nun endlich.
Wer am Monatsende mehr Geld zur Verfügung haben will, der sollte einmal die erste Geldschule Europas besuchen. (Eintritt 20 Euro)
Es werden keine Produkte angeboten nur das Wissen über diese Produkte wird vermittelt.
Wer mehr darüber erfahren will, sollte sich bei mir melden mit Telefonnummer unter folgender E-Mail:
[E-Mail anzeigen]

mfg
Bakzenta
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m-finanz
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Anmeldungsdatum: 15.11.2004
Beiträge: 21
Wohnort: 35687 Dillenburg

BeitragVerfasst am: 16.Nov 2005 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bakzenta ))

ich hoffe nur, dass es sich nicht um "AKZENTA" handelt.

Gruß
M-Finanz
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sunny.sk24
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Anmeldungsdatum: 16.11.2005
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 17.Nov 2005 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

Also zum sparen kann ich soviel sagen:

Ein guter Vermögensberater rät einem Kunden:

1 x des Nettogehaltes anlegen - davon 2/3 kurzfristig und 1/3 längerfristig!

Grüße!

sunny.sk24
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Bakzenta
Newbie


Anmeldungsdatum: 26.10.2004
Beiträge: 3
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 19.Nov 2005 19:23    Titel: Altersvorsorge Antworten mit Zitat

Hallo m-finanz,

Ich möchte Dir einen Tipp geben:
Wenn Du mehr wissen willst, dann melde Dich, unterlasse aber bitte alle Vermutungen, halte Dich grundsätzlich nur an Tatsachen, wenn Du etwas schreibst, denken darfst du selbstverständlich alles.
Wenn ich von einer Geldschule schreibe, dann meine ich auch Geldschule und nicht irgend etwas anderes.
Ich verstehe nicht, wie Du bei meinem Text auf Akzenta kommst.

Du scheinst auch so ein Schlaumeier zu sein, der ohne Hintergrundwissen gleich alles nieder macht. Auf solche Negativdenker und Besserwisser können wir hier im Forum gut verzichten.


mfg:-)
Bakzenta
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Ronald
Insider


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 781

BeitragVerfasst am: 9.Dez 2005 13:47    Titel: Verrentet & verkauft Antworten mit Zitat

Die Lebensversicherer haben die Riester-Rente und andere Formen der Privatvorsorge bisher schlecht verkauft, wittern hier aber das Geschäft der Zukunft. Wenn das Vertrauen in die gesetzliche Rente schwindet, verschafft ihnen das beste Verkaufsargumente. Von der traditionellen Rente kann man nicht mehr leben, wirbt die Versicherungswirtschaft unablässig, während die Berliner Koalitionäre das Terrain bereiten, um dieser zerstörerischen Botschaft die rechte Glaubwürdigkeit zu verleihen. Sie gebärden sich wie bezahlte Werbeagenten der Lebensversicherer. Ohne zu zögern, setzen sie - trotz knapper Kassen - die staatliche Subvention der so genannten Förderrente fort. Obwohl die Koalition angeblich überall sparen muss - hier kommt es ihr nicht in den Sinn.

2006 kostet diese Subvention nach neuesten Schätzungen 870 Millionen - 2008 schon über zwei Milliarden Euro. Damit subventionieren wir alle die Versicherungskonzerne. Sind wir im Wahlkampf gefragt worden?

http://www.freitag.de/2005/49/05490101.php
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