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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6291
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Verfasst am: 8.Jul 2006 4:26 Titel: Fondsgesellschaften erheben immer häufiger.... |
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....eine zusätzliche Erfolgsgebühr.
Kerstin Beul, Vorstand von IFA Privates Institut für Fondsanalyse, gibt Tipps, wie Anleger faire und unfaire Erfolgsgebühren unterscheiden können.
FTD Frau Beul, die Performance-Fee wird immer beliebter?
Kerstin Beul Ja, immer mehr Anbieter erheben für ihre Fonds eine erfolgsabhängige Gebühr. Nach unseren Berechnungen sind das von den etwa 7500 in Deutschland zugelassenen Fonds immerhin 740. Und die Tendenz ist steigend. Es sind vor allem Aktienfonds, die sich Erfolge bezahlen lassen, doch selbst bei offenen Immobilienfonds ist die Performance-Fee zu finden. Durchschnittlich liegt die Gebühr zwischen 15 bis 20 Prozent.
FTD Ist das alles nur eine zusätzliche Gebührenbelastung?
Beul Von den Fondsgesellschaften wird kommuniziert, dass die Erfolgsgebühr einen wichtigen Anreiz für den Fondsmanager darstellt, eine noch bessere Performance zu erzielen. Allerdings ist bislang noch nicht empirisch nachgewiesen, dass die Fonds tatsächlich besser abschneiden. Ansonsten ist gegen eine Performance-Fee aus meiner Sicht nichts einzuwenden - vorausgesetzt, die Wertentwicklung ist in Ordnung.
FTD Sehen Anleger, ob für einen Fonds die Performance-Fee gilt?
Beul Statt auf klare Berechnungsformeln stößt man nicht selten auf missverständliche Formulierungen. Dies trifft besonders für die Verkaufsprospekte mancher ausländischer Fonds zu. Anleger sollten prüfen, ob ein geeigneter Vergleichsindex zur Gebührenberechnung verwendet wird. Dieser sollte nicht zu leicht zu schlagen sein.
FTD Was müssen Anleger beachten?
Beul Es gibt Anbieter, die erheben selbst bei negativer Performance eine Gebühr, nur weil sie ihre Benchmark schlagen. Nur rund ein Drittel der Fonds mit Erfolgsgebühr wendet den so genannten Verlustvortrag oder High Water Mark an. Dabei werden mögliche negative Performance-Ergebnisse der Vorjahre auf die Wertentwicklung des aktuellen Geschäftsjahres angerechnet. Eine Erfolgsgebühr wird erst dann fällig, wenn alle Vorjahresverluste kompensiert worden sind.
FTD Wird die Gebühr in der Gesamtkostenquote (TER) aufgeführt?
Beul Nein, nach der vom Branchenverband BVI für alle Mitglieder gültigen Vereinbarung muss in der TER nicht unbedingt die Erfolgsgebühr ausgewiesen werden, im Übrigen auch nicht die Transaktionskosten. Wir sprechen daher von der TER light, die nicht so aussagekräftig ist.
Interview: Heino Reents |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6291
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Verfasst am: 3.Jan 2008 21:26 Titel: |
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Der Mix aus fixer Jahresgebühr und erfolgsabhängiger Gebühr ist bei Hedge-Fonds gängiger Teil des Geschäftsmodells. Dieses Konzept beginnt sich nun auch bei den klassischen Investmentfonds durchzusetzen.
Den Schätzungen zufolge waren vor fünf Jahren erst acht Prozent aller in Deutschland angebotenen und aktiv verwalteten Aktienfonds mit einer sogenannten „Performance Fee“ versehen. Der Prozentsatz stieg in den Folgejahren stetig an und erreichte im vergangenen Jahr 17 Prozent. Bei den ausschließlich hierzulande aufgelegten Aktienfonds liegt der Anteil aktuell sogar bei 20 Prozent.
Ähnlich sehen die Zahlen für jene Produkte aus, die Erfolgsgebühren nicht nur vorsehen, sondern sie auch tatsächlich zahlen. Laut Lipper Fitzrovia stieg diese Quote bei den aktiv verwalteten Aktienfonds in fünf Jahren von zwei auf zwölf Prozent. Die Anbieter belasten die Gebühr meist dann, wenn der Fonds besser rentiert als eine festgelegte Vergleichsmesslatte. In diesen Fällen behalten sie einen Teil der Mehrrendite ein.
Erfolgsgebühren erheben die Fondshäuser zusätzlich zur regulären laufenden Gebühr, der als Entlohnung für die Managementleistung vorgesehenen Verwaltungsgebühr.
Für die in Deutschland angebotenen Produkte werden derzeit im Schnitt und inklusive von Zusatzkosten – wie etwa des Aufwands für Wirtschaftsprüfer oder für den Druck von Rechenschaftsberichten – knapp 1,9 Prozent einbehalten.
Diesen Betrag ziehen die Anbieter vom Fondsvermögen ab.
Das macht sich in der Gesamtbelastung durchaus bemerkbar, wie beispielsweise an den grenzüberschreitend angebotenen Aktienfonds britischer und US-amerikanischer Anbieter abzulesen ist. Aktienprodukte ohne vorgesehene Erfolgsgebühr behalten durchschnittlich 1,9 Prozent pro Jahr ein, die mit Zusatzgebühr 2,3 Prozent.
Quelle: HB |
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