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GM&P Mod. Team Insider

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 653
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Verfasst am: 13.Feb 2006 8:05 Titel: Geldwäscher Modell "5+7"? |
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SCHWARZGELD - Versicherte erneut im Visier des Fiskus
Steuerfahnder haben auf der Suche nach Betrügern erneut tausende Kunden eines Lebensversicherers ins Visier genommen. Ihr Verdacht: Unversteuertes Geld aus dem Ausland sollte über die Policen gewaschen werden.
Das Finanzamt für Fahndung und Strafsachen Hannover habe Vertragsdaten der Jahre 1995 bis 2005 einiger tausend Kunden der Hannoversche Lebensversicherung AG beschlagnahmt, berichtet die "FAZ" (Sonnabendausgabe). Der Versicherer habe seine Kunden inzwischen darauf hingewiesen, dass die Daten voraussichtlich binnen sechs Wochen an die zuständigen Finanzämter weitergeleitet würden.
Dabei geht es um die Suche nach Schwarzgeldern, die aus dem Ausland zurückgeholt und bei Versicherern eingezahlt worden sind und auch um die Versteuerung von Auszahlungen.
Gemäß dem Schreiben der Versicherung seien von den Ermittlungen alle Kapital- und Rentenversicherungen betroffen, bei denen laufende Beitragszahlungen von 10.000 Euro, Einmalzahlungen von mehr als 50.000 Euro und Bareinzahlungen oder Überweisungen aus dem Ausland von mehr als 10.000 Euro getätigt wurden.
Der Fall der Hannoversche Leben sei möglicherweise nur die Spitze eines Eisberges. "Uns ist bekannt, dass auch bei anderen Unternehmen solche Verfahren laufen", sagte ein Sprecher des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) der Zeitung. "Aber wir wissen nicht, ob das eine konzertierte Aktion der Finanzbehörden ist."
Missbrauchten Geldwäscher das Modell "5+7"?
Die Ermittlungen gegen Versicherte der Hannoversche Leben sind kein Einzelfall. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Düsseldorfer Oberfinanzdirektion Rheinland gegen tausende Kunden der Allianz Leben und anderer Versicherer ermittelt. Nach früheren Presseberichten wurden seinerzeit 25.000 Datensätze und Policen beschlagnahmt. In mehr als 2000 Fällen seien seinerzeit Steuerstrafverfahren eingeleitet worden. Die Ermittlungen der Finanzbehörden dauern noch an.
Die Hannoversche Leben hatte wie andere Versicherer auch das Modell "5+7" vertrieben, das in der gesamten Finanzbranche zu einem wahren Verkaufsschlager avancierte. Die Kunden zahlten dabei auf einen Schlag eine gößere Summe in ein festverzinsliches Depot. Aus diesem Depot flossen fünf Jahre lang gleich hohe Beträge in eine Kapitallebensversicherung. Nach weiteren sieben beitragsfreien Jahren kassierte der Kunde das Ersparte steuerfrei einschließlich der Zinsen.
Was wussten die Versicherer?
Der Verdacht der Steuerfahnder: Das Modell war nicht nur bei Erben und vermögenden Kunden beliebt, sondern auch bei Steuersündern. Sie stopften im Ausland unversteuertes Geld massenhaft in Lebensversicherungen, um es auf diese Weise zu "waschen". Nach Ablauf von zwölf Jahren wäre die widerrechtliche Steuerhinterziehung verjährt gewesen. Die Behörden hätten keine Möglichkeit mehr der strafrechtlichen Verfolgung gehabt.
Ob die Versicherer selbst und/oder eine ihr angeschlossene Bank den Kunden das Produkt "5+7" bewusst als Steuerschlupfloch empfohlen haben, ist bis heute nicht bewiesen. Die Unternehmen haben diesen Verdacht in der Vergangenheit auch stets entschieden zurückgewiesen.
Keine Ermittlungen gegen Hannoversche Leben
Bei der Hannoversche Leben wird betont, dass es "weder gegen das Unternehmen noch seine Mitarbeiter noch gegen die Kunden konkrete Verdachtsmomente" gebe. "Wir gehen davon aus, dass wir als großer Lebensversicherer eher zufällig ausgewählt wurden", sagte eine Sprecherin des zur VHV-Gruppe gehörenden Direktversicherers.
Das Finanzamt für Fahndung und Strafsachen in Hannover und die Oberfinanzdirektion Hannover wollten unter Hinweis auf das Steuergeheimnis keine Angaben zu den Ermittlungen machen.
Quelle: manager-magazin.de mit Material von dpa
http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,400449,00.html |
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GM&P Info .

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 3335
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Verfasst am: 15.Feb 2006 8:13 Titel: |
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Herr K. und die Steuerfahnder
Steuerfahnder durchleuchten derzeit die Daten tausender Lebensversicherter. Sie haben den Verdacht, dass über Versicherungspolicen viel Geld gewaschen worden ist. Dabei agieren die Fahnder in einer rechtlichen Grauzone. Insider vermuten einen branchenweiten, milliardenschweren Missbrauch.
Hamburg - Herr K.* aus Hannover zählt zu den langjährigen und sicherlich auch guten Kunden der Hannoverschen Lebensversicherung. Diverse Verträge hat der Mann dort abgeschlossen. Doch was ihm sein Versicherer jetzt per Post zustellte, verschlug dem Ingenieur* die Sprache.
Der Mann hat hart gearbeitet in seinem Leben und es zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht. Die Kinder haben studiert, sie sind versorgt. Das Haus ist abbezahlt. Bereits seit Jahren steckt K.* einen Teil des sauer verdienten Geldes unter anderem in eine Lebensversicherung - zur Altersvorsorge, versteht sich. Wenn die Police in ein paar Jahren abläuft, darf er die Auszahlung behalten - steuerfrei. Darauf legte der Mann Wert, denn Steuern zahlt er genug, und immer pünktlich.
Doch jetzt fühlt er sich schlagartig in die Ecke der Schwarzgeldschieber und Steuerbetrüger gedrängt. Denn die Hannoversche Leben wird die Daten sämtlicher (!) Verträge, die er mit dem Unternehmen abgeschlossen hat, an die Steuerfahnder seines Finanzamtes weiterreichen. Und die von "einigen tausend" anderen Kunden gleich mit, wie der Versicherer auf Anfrage bestätigt.
Viel mehr will man bei der Hannoverschen Leben dazu nicht sagen. Außer: "Wir waren laut Beschluss des Amtsgerichts Hannover gezwungen, die vom Finanzamt angeforderten Daten herauszugeben." Und: "Es gibt keine Verdachtsmomente gegen Mitarbeiter, Kunden oder die Hannoversche Leben selbst."
Wie bitte? Es gibt keinen Verdacht und dennoch prüft der Fiskus private Vermögensdaten vermutlich tausender unbescholtener Bürger?
Selbstverständlich handele es sich nicht um eine steuerstrafrechtliche Ermittlung "ins Blaue" hinein, heißt es aus dem Kreis der Finanzbehörden in Hannover. Flächendeckende Ermittlungen oder Rasterfahndungen ohne konkreten Grund lasse das Gesetz nicht zu. Für so eine Anfrage bei einem Versicherer müssten schon "konkrete Anhaltspunkte gegeben sein, dass hier Steuerhinterziehung womöglich stattfindet, dass Geld eventuell über eine Lebensversicherung oder eine Bank wieder legalisiert werden soll", sagt eine mit dem Vorgang vertraute Person im Gespräch mit manager-magazin.de.
Welche konkreten Anhaltspunkte die Steuerfahnder haben, will man nicht sagen. Womöglich tut sich hier eine rechtliche Grauzone auf, heißt es in Kreisen der Versicherungswirtschaft.
* Der vollständige Name sowie der Beruf sind der Redaktion bekannt
Weiter zu Teil 2: "Keine Ermittlungen im rechtsfreien Raum"
http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,400820-2,00.html
Quelle: Manager-Magazin / Von Lutz Reiche
http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,400820,00.html |
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