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Generelles Verbot gezillmerter Tarife gefordert

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A. Henneberg
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Anmeldungsdatum: 28.08.2002
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BeitragVerfasst am: 8.Jun 2005 5:43    Titel: Generelles Verbot gezillmerter Tarife gefordert Antworten mit Zitat

Zitat:
Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. ist mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen der betrieblichen Altersversorgung unzufrieden und fordert radikale Änderungen.

Generelles Verbot gezillmerter Tarife gefordert

Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. ist mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen der betrieblichen Altersversorgung unzufrieden und fordert radikale Änderungen.

Aufhänger für den Forderungskatalog der Verbraucherzentrale ist die Vorlage des Schlussberichtes „Vorsorgender Verbraucherschutz in der betrieblichen und privaten Altersvorsorge” am 1. Juni in Berlin.

Diese Arbeit der Verbraucherzentrale wurde vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft gefördert.

Vergleich von Kosten und Preis-/Leistung
Die Autoren des Berichts vergleichen die verschiedene Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge, gehen aber auch auf die private Altersvorsorge ein.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Abschluss- und Verwaltungskosten der Vorsorgeprodukte, den Auswirkungen von Arbeitgeberwechsel und Arbeitslosigkeit auf die betriebliche Vorsorge sowie auf Preis-Leistungs-Unterschieden.

Keine ganz aktuellen Zahlen
Die Zahlen im Bericht sind zwar nicht mehr ganz aktuell. Sie beruhen im Wesentlichen auf Erhebungen der Infratest Sozialforschung, die mit dem Jahr 2003 enden.

Bessere und aktuellere statistische Angaben zur betrieblichen Altersversorgung sind derzeit jedoch nicht auf dem Markt.

Mangelnde Attraktivität und Akzeptanz
Doch auch nach anderen Quellen, auf die sich der Verband beruft, spielt die betriebliche Altersversorgung im Drei-Schichten-Konzept der Alters- und Hinterbliebenenvorsorge immer noch keine dominierende Rolle.

„Unter den jetzigen Bedingungen werden sich Attraktivität, Akzeptanz und somit auch die Abschlusszahlen nicht erhöhen”, betonte Professor Edda Müller, Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband.

Kritikpunkte und Forderungen
Finanzielle Verluste bei einem Wechsel oder Verlust des Arbeitsplatzes, eine nicht ausreichende Insolvenzsicherung und unzureichende Information sind dabei die Hauptkritikpunkte des Verbraucherzentrale Bundesverbandes.

Um die Attraktivität der betrieblichen Altersvorsorge zu erhöhen, hat der Verband fünf Forderungen aufgestellt, die vor allem die Lebensversicherung betreffen.

· Ein generelles Verbot von gezillmerten Tarifen bei betrieblicher Altersversorgung, die auf Entgeltumwandlung beruht.

· Eine Begrenzung des Rabattverlustes bei einem Wechsel von Kollektiv- auf Einzelversicherungen, um die private Fortsetzung der Verträge zu erleichtern. Um mehr als drei Prozent sollte der Beitragsrabatt in solchen Fällen nicht gekürzt werden.

· Ein Verbot von Stornoabzügen bei Beitragsfreistellung.

· Die Einbeziehung der Pensionskasse in die Insolvenzsicherung. Das soll auch für Lebens- und Krankenversicherer gelten.

· Verständliche und standardisierte Informationen vor Vertragsabschluss, um Kosten und Leistungen vergleichbar zu machen.

Noch dominiert die Direktzusage
Der Infratest-Erhebung zufolge hat rund die Hälfte der etwa 10,3 Millionen Beschäftigten in der Privatwirtschaft mit einem Betriebsrentenanspruch eine Direktzusage des Arbeitgebers. Das gilt insbesondere für Großbetriebe.

Weitere 25 Prozent – vor allem in kleineren und mittleren Unternehmen – haben eine Direktversicherung zur betrieblichen Altersvorsorge.

Unterstützungskasse als Schlusslicht
Etwa zwanzig Prozent verfügen über eine Pensionskassen- oder Pensionsfondsversorgung. Und lediglich elf Prozent erhalten künftig Leistungen aus einer Unterstützungskasse.

Info - klick hier >>>>

Trend zu Pensionskassen und -fonds
Diese Untersuchung zeige aber auch, schreibt die Verbraucherzentrale, dass sich seit der Einführung des Altersmögensgesetzes ein deutlicher Trendwechsel bei der Verbreitung der verschiedenen Durchführungswege abzeichnet.

So ging die Zahl der Beschäftigten mit Anspruch auf eine vom Arbeitgeber finanzierte Direktzusage seit 2001 spürbar zurück.

Den größten Zuwachs konnten in den Jahren 2002 und 2003 dagegen die Pensionskassen und Pensionsfonds verzeichnen, die als arbeitgeber-, als arbeitnehmer- oder mischfinanzierte Form angeboten werden.

Weitere Informationen zur betrieblichen Altersvorsorge finden sich auf der besonderen Website des Verbraucherzentrale Bundesverband.
http://www.vorsorgedurchblick.de/projekt01/
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