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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6710
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Verfasst am: 14.Dez 2006 7:59 Titel: Grundbesitz-Invest kehrt Deutschland den Rücken |
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Die Deutsche Bank verkauft aus ihrem problembehafteten, offenen Immobilienfonds Grundbesitz-Invest 61 Bürogebäude im Wert von 2,1 Mrd. Euro an einen britischen Investor.
Es handelt sich dabei um fast alle deutschen Immobilien des Fonds. Dieser wird komplett neu ausgerichtet und auch umbenannt.
Das Geschäft teilte Eurocastle am Donnerstag in Guernsey mit. Die vom US-Finanzinvestor Fortress gemanagte, börsennotierte Immobilienanlagegesellschaft hat sich eigenen Angaben zufolge auf deutsche Gewerbeimmobilien spezialisiert.
Der bislang primär in Deutschland anlegende Grundbesitz Invest war am 13. Dezember 2005 nach Ankündigung der Neubewertung aller Immobilien geschlossen und erst am 3. März 2006 wieder geöffnet worden.
Anleger hatten hohe Abwertungen auf Fondsimmobilien und daraus resultierende spürbare Verluste erwartet und waren aus dem Fonds geflüchtet. Insgesamt flossen 2,7 Mrd. Euro ab. Letztendlich wurde das Immobilienvermögen jedoch nur um 2,4 Prozent abgewertet. Die Schließung des Grundbesitz-Invest hatte eine Krise der offenen Immobilienfonds verursacht; massive Mittelabflüsse setzten allen offenen Immobilienfonds zu.
Parallel zum Verkauf der Immobilien hat die Deutsche Bank den Vertrieb von Grundbesitz-Invest vorübergehend eingestellt. Um zu verhindern, dass bis zum Abschluss der Transaktion gegen Endes des ersten Quartals 2007 spekulative Anleger in den Fonds kommen, habe man sich zu dem Vertriebsstopp entschlossen, erläuterte Holger Naumann, Chef der Deutsche-Bank-Tochter DB Real Estate. Die Rückgabe von Anteilen bleibe aber möglich. Naumann erklärte, durch den Verkauf flössen dem Fonds 200 Mill. Euro als Buchgewinn zu. Dieser Gewinn soll ausschließlich den derzeitigen Anlegern zu Gute kommen.
Durch den Verkauf des Immobilienpakets erhält der offene Immobilienfonds nunmehr eine europäische Ausrichtung. Dieser Repositionierung will DB Real Estate durch eine Umbenennung des in Grundbesitz-Europa zum zweiten Quarta 2007 Rechnung tragen.
Immobilienkäufer Eurocastle erklärte, es handele sich bei dem milliardenschweren Paket vorwiegend um „erstklassige Büroimmobilien“ mit einer anfänglichen Mietrendite von etwa 5,6 Prozent. Die Mietfläche beträgt 840 000 Quadratmeter; mehr als vier Fünftel seien auf 5 Jahre vermietet. Der Großteil der Gebäude liege in den Ballungszentren Frankfurt, München, Berlin, Hamburg und Düsseldorf.
Eurocastle hatte bereits vor einigen Monaten der Grundbesitz-Invest ein Immobilienpaket von 500 Mill. Euro abgekauft. Es handelte sich dabei um 6 Gebäude. Der Fonds hatte zuvor bereits im März und im Mai Objekte im Wert von fast 1,1 Mrd. Euro veräußert.
Quelle: Handelsblatt |
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