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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5916
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Verfasst am: 24.Dez 2006 11:18 Titel: Immobilienfonds - Zutritt für Deutsche verboten |
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Angelsächsische und arabische Immobilieninvestoren decken sich auf den Märkten Asiens ein. Hierzulande verhindert das Investmentgesetz, dass Anleger von den Wachstumschancen im Fernen Osten profitieren.
Asiens Immobilienmärkte boomen - doch deutsche offene Immobilienfonds können für ihre Anleger kaum die Chancen im Fernen Osten nutzen. "Auflagen aus dem Investmentgesetz erschweren den Einstieg in die Märkte Südostasiens", sagt Sebastian Lohmer, Geschäftsführer des TMW Weltfonds.
Vor allem Indien und Südkorea locken mit attraktiven Fundamentaldaten: Auf dem Subkontinent verzeichneten Büroimmobilien im ersten Halbjahr nach Berechnungen von CB Richard Ellis (CBRE) Wertsteigerungen von elf Prozent und bieten dennoch Nettoanfangsrenditen von bis zu zehn Prozent. Am südkoreanischen Markt sind es aktuell sechs bis sieben Prozent.
Fast das gesamte nicht aus der Region stammende Kapital stellen derzeit angelsächsische und arabische Investoren. In Südkoreas Hauptstadt Seoul haben Investoren aus den USA und Großbritannien nach einer CBRE-Studie in diesem Jahr Objekte im Wert von mehr als 500 Mio. Euro erworben.
Morgan Stanley will in diesem Jahr Immobilien im Gesamtwert von 3 Mrd. Dollar (2,37 Mrd. Euro) in China kaufen. GE Real Estate trug seit Januar 5 Mrd. Dollar (3,16 Mrd. Euro) nach Japan. Und der Geldstrom reißt nicht ab: Die britische Beteiligungsgesellschaft Trinity Capital hat jüngst 439 Mio. Dollar (347 Mio. Euro) bei Pensionskassen und Versicherungen für Immobilieninvestments im Fernen Osten eingesammelt.
Tishman Speyer hat gerade einen weiteren 4,75 Mio. Euro schweren Fonds für institutionelle Investoren aufgelegt. Die Emaar-Gruppe aus Dubai will 395 Mio. Euro Eigenkapital investieren und damit Immobilienvorhaben im Wert von 3,16 Mrd. Euro allein in Indien anschieben.
Von den deutschen Anbietern offener Immobilienfonds meldete zuletzt lediglich die Difa aus dem Lager der Volks- und Raiffeisenbanken einen Ankauf: Im September wurde für 62,8 Mio. Euro das Seoul Mobile Telecom Building erworben. Allerdings nicht für den allein Privatanlegern zugänglichen Globalfonds der Gesellschaft. Vielmehr wurde das 17-geschossige Gebäude in den nur institutionellen Investoren vorbehaltenen Fonds Difa Immo-Invest eingebracht.
Dabei schien es noch vor ein paar Jahren, als würden deutsche Investoren eine Vorreiterrolle an den fernöstlichen Märkten spielen: Die Deutsche Bank Real Estate und die Deka aus der Sparkassen-Finanzgruppe stiegen nach der Jahrtausendwende mit ihren neuen Globalfonds schnell in Japan und Südkorea ein. Mehr als 8,5 Prozent der Objekte des Deutsche-Bank-Fonds liegen in beiden Ländern. Der Deka-Global hat einen Asienanteil von über zwölf Prozent.
Dass die offenen Fonds nicht stärker in Fernost engagiert sind, liegt am deutschen Investmentgesetz. Danach dürfen offene Fonds nur maximal 49 Prozent des Anlegerkapitals in Objektgesellschaft investieren - und müssen in 59 Prozent dieser Fälle über die Mehrheitsbeteiligung verfügen. "Diese Auflagen erschweren Investments in Asien in erheblichem Umfang", sagt TMW-Weltfonds-Geschäftsführer Lohmer.
Wegen steuerrechtlicher Vorgaben werden Immobilien in Asien nicht direkt vom Eigentümer, sondern von vorgeschalteten Objektgesellschaften gehalten.
Quelle:FTD |
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