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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7229
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Verfasst am: 20.Mai 2007 17:25 Titel: Kapital für Mittelständler - Patentfonds |
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Patentfonds sind auch in Deutschland keine Zukunftsmusik mehr. Sie bündeln privates Anlegerkapital für die Nutzung von Patenten, ihre Veredelung, den Handel und die Verwertung von Patenten.
Derzeit werden sie noch nicht in großem Umfang angeboten – die Tendenz ist aber steigend, nachdem jetzt die Publicly Available Specifications (PAS) als Vorstufen einer DIN-Norm verabschiedet worden sind. Diese ermöglichen eine stärkere Vereinheitlichung der bisherigen Patentbewertungspraxis als Grundlage strukturierter und anderer Patentfinanzierungen.
Mit privatem Anlegerkapital, gebündelt in Private Placements, wurden bereits erfolgreich Patentfonds aufgelegt, die mittelständischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 25 Millionen Euro und Patentwerten in Höhe von etwa zwei Millionen Euro Eigenkapital für die Umsetzung dieser Patente zuführen konnten. Hierfür steht beispielsweise das PET (Private Equity Technology )- Programm der KfM Mittelstandskapital zur Verfügung. Es richtet sich an Unternehmen mit "überzeugender, werthaltiger und zukunftsträchtiger Technologie, etwa aus der Zulieferindustrie, dem Maschinen-und medizinischen Gerätebau, sowie der Kunststoffindustrie", sagt Ulrich W. Knorr, Geschäftsführer der KfM Mittelstandskapital.
Dabei investieren private Kapitalgeber pro Engagement zwischen zwei und fünf Millionen Euro bei einer Laufzeit von fünf bis sechs Jahren. Sie gründen gemeinsam eine Special Purpose Company (SPV), die die Patente erwirbt. Das Unternehmen kann die Patente über einen Lizenzvertrag nutzen und erhält sie am Ende der Laufzeit von der SPV zurückübertragen.
Ein Publikumsfonds, der Rendite aus dem Vertrieb, Handel, Lizensierung und Verwertung von Patenten erzielen will, wurde 2005 von der Credit Suisse Deutschland vertrieben und in kürzester Zeit verkauft. Nach Aussage des Fondsinitiators Andreas Fritsch, Geschäftsführer der Finance System GmbH & Co. KG, soll Ende dieses Jahres ein neuer Fonds mit einem Volumen von rund 50 Millionen Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren auf den Markt kommen. Anleger müssen mindestens 50 000 Euro investieren.
Der Fonds ist als "blind pool" konzipiert, bei dem die Rechte auf Nutzung eines Patentes erst erworben werden, wenn das Kapital eingesammelt ist. Partner für die Patentauswahl und Verwertung sind das Fraunhofer Institut sowie die Patev, einer der führenden Patentbewerter. Ausschüttungen aus dem ersten Fonds sind bis dato noch nicht an die Anleger erfolgt. "Die Patentverwertung verläuft jedoch plangemäß", sagt Fritsch.
An dem Patent Select II- Fonds (PSII), der über die Deutsche Bank ab Mai platziert wird, können sich Anleger ab 50 000 Euro für rund sechs Jahre beteiligen. Das Beteiligungskapital insgesamt beträgt 32,70 Millionen Euro. Der PS II entspricht in der Struktur im Wesentlichen dem Patent Select I des gleichen Initiators vom vergangenen Jahr.
Der Fonds hat im Unterschied zu einem "blind pool" bereits Patente gekauft. Wenn das Kapital vollständig eingesammelt ist, werden sie veredelt und verwertet, lizensiert und zum Teil verkauft, um so eine Wertsteigerung für jedes einzelne Patent zu erzielen. Dies erfolgt über die IP Bewertungs AG (IPB) Hamburg, die als namhafter Patentbewerter auch für die Selektion der Patente zuständig ist. Der Veredelungszeitraum im Portfolio der Fondsgesellschaft ist mit 24 und 30 Monate angesetzt. Erst danach erfolgen Ausschüttungen, die somit aus dem ersten Fonds noch nicht erfolgen konnten. Die Patentveredelung bewege sich jedoch erwartungsgemäß, teilt die IFB mit.
Quelle: HB |
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