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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 26.Apr 2006 4:19 Titel: Mehr Schutz für private Schätze |
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Der Abschluss einer Kunstpolice ist für Privatsammler sinnvoll: Stolpert der Besitzer beispielsweise mit der teuren Vase unter dem Arm oder hält der Nagel das kostbare Bild nicht an der Wand, kommt eine gewöhnliche Hausratpolice nicht für den Schaden auf.
"Diese Police deckt nur die so genannten Sachgefahren", sagt Paul Bunten, Leiter des Geschäftsbereichs Funk Fine Arts bei der international tätigen Maklergruppe Funk.
Er meint damit Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Hagel und Sturm - oder den Verlust durch Einbruchdiebstahl. "Der Einbruch muss aber nachgewiesen werden", sagt Bunten.
Zudem seien die Kunstwerke mit einer Hausratpolice in der Regel nur pauschal bis zu einer Grenze von 20 oder 25 Prozent ihres Wertes versichert. Zwar gebe es auch Deckungszusagen von bis zu 50 Prozent, doch seien diese Fälle die Ausnahmen.
Viele Kunstwerke im privaten Besitz sind deshalb nur unzureichend gegen Beschädigung oder Diebstahl versichert - dennoch zögern die Kunstbesitzer. Nach Angaben des Spezialversicherers Axa Art verschmäht noch knapp jeder dritte Privatsammler die speziellen Angebote der Assekuranz.
"Hat die Sammlung einen Gesamtwert von mehr als 50.000 Euro, lohnt sich eine Kunstpolice zusätzlich zur Hausratpolice oder die so genannte Höherwertversicherung", sagt Michael Kuhn, Gründer des Spezialmaklerunternehmens Kuhn & Bülow.
Die Höherwertversicherung ist eine Kombination aus Hausrat- und Kunstpolice. Sie bietet für Kunstwerke und Schmuckgegenstände einen umfassenden Schutz in Höhe des Marktwerts. Von der Deckung ausgenommen sind lediglich Schäden durch Vorsatz, die schlechte Beschaffenheit des Kunstwerkes oder grobe Fahrlässigkeit.
(...) Für die Kombinationspolice sind durchschnittlich drei Promille der Versicherungssumme als Prämie fällig, ähnlich der Prämie für eine normale Hausratpolice mit einer Deckung von nur 20 Prozent des Vermögenswerts.
Die Prämien für eine reine Kunstpolice bewegen sich je nach Art der zu versichernden Gegenstände zwischen 1,5 und 4 Promille des zu versichernden Werts. Allerdings könnten bei Werten im Millionenbereich Prämien deutlich unter drei Promille ausgehandelt werden, so Kuhn.
(...)Wer die Versicherung allerdings nicht wahrheitsgetreu informiert, könne im Schadensfall - wie bei anderen Versicherungen auch - leer ausgehen, warnt Kuhn.
So muss der Kunstsammler seiner Versicherung alle wesentlichen Details nennen, zum Beispiel, ob die Villa neben einer Fabrik für Explosivstoffe oder einsam im Wald liegt. "Vielleicht haben sich auch die Gefahren erhöht, weil plötzlich eine Baustelle mit Kran neben dem Haus steht", nennt Kuhn ein weiteres Beispiel.
Zudem hat der Versicherte eine Schadenminderungspflicht: Steht das Haus unter Hochwasser, so muss er zumindest versuchen, auch das Kunstwerk aus den Fluten zu retten.
der ganze Artikel: von Bülent Erdogan / Financial Times Deutschland |
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