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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5916
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Verfasst am: 25.Feb 2007 12:13 Titel: Riskantes Pokerspiel - Die "ZinsAss-Anleihe" der H |
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Die HypoVereinsbank (HVB) lockt derzeit damit, einen Trumpf anzubieten, das andere aussticht und nennt ihn die "HVB 6% ZinsAss Anleihe". Vielversprechend fragt die Bank in ihrer Werbung: "Wünschen Sie sich auch Zinsen wie vor 15 Jahren und eine Rückzahlung zu 100 % am Laufzeitende? Dann sollten Sie sich die HVB 6 % ZinsAss Anleihe auf 25 renommierte Blue-Chip-Aktien näher anschauen!"
Anlegern, die tatsächlich näher hinsehen, dürfte aber schnell auffallen, dass nicht alle Karten der HVB Asse sind.
Die Zeichnungsfrist für die zweite Tranche der strukturierten Anleihe läuft noch bis zum 23. März. Mit dem Zinssatz von sechs Prozent trumpft die sechsjährige Inhaberschuldverschreibung aber nur im ersten Jahr auf. Und auch nur vor Abzug der Kosten. Denn der Ausgabeaufschlag liegt bei zwei Prozent. In den fünf Folgejahren garantiert die HVB nur noch magere ein Prozent Zinsen.
Zwar hat der Anleger die Chance, mehr Zinsen zu kassieren, aber im Prinzip nur unter einer Bedingung: Keines der 25 Unternehmen darf sich einen größeren Ausschlag nach unten erlauben, wenn ein Zinsgewinn herausspringen soll, der über den vier Prozent für zehnjährige Bundesanleihen liegt. Das ist selbst für Standardwerte (Blue Chips) eine Herausforderung.
Basiswerte für die Zinsass-Anleihe sind Aktien von 25 international bekannten Unternehmen, wie Axa, Coca-Cola oder Toyota. Darunter sind aber auch an der Börse derzeit weniger überzeugende Titel wie Mitsubishi Financial. An ihrem Kursverlauf bemisst sich die Verzinsung ab dem zweiten Laufzeitjahr.
Folge: Das Ergebnis am Ende muss nicht über einem Prozent liegen. Ein Beispiel: Notieren die drei schlechtesten Aktien jeweils um 16 bis 30 Prozent unterhalb ihres Vorjahreswerts - wie es im Februar 2007 der Fall gewesen wäre -, geht ein Durchschnittskurs von minus 20 Prozent in die Berechnung ein.
Heraus käme so ein Zinssatz von minus zwei Prozent, den die HVB dann auf den Mindestzins von einem Prozent aufstockt.
Fazit: Das Produkt ist wie ein Pokerspiel. Die Gefahr, einige Jahre nur den Mindestzins ausgezahlt zu bekommen, ist angesichts des derzeit relativ hohen Niveaus der Aktienmärkte groß.
Selbst bei weiter steigenden Kursen können einzelne Unternehmen immer abfallen. Im schlimmsten Fall läge die Gesamtverzinsung nach Kosten dann bei 1,83 Prozent pro Jahr. Das gleicht gerade mal die Inflationsrate aus.
Quelle:SZ |
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