Verfasst am: 6.Jun 2006 16:51 Titel: Skepsis gegenüber Terrorpolicen
Zwar hat sich der Terrorversicherer Extremus im Markt etabliert, doch gerade die großen Unternehmen stehen dem deutschen Spezialangebot nach wie vor zurückhaltend gegenüber.
Die Vorbereitungen auf die Fußball-WM haben die Gefahr eines Terroranschlags in Deutschland wieder ins Blickfeld rücken lassen. "Bei etlichen Spezialrisiken spüren wir aus Anlass der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft ein verstärktes Interesse am Abschluss einer Terrorversicherung", berichtet Bruno Gas, Vorstandsvorsitzender des Spezialversicherers Extremus. Fünf deutsche WM-Stadien haben sich bei der Kölner Gesellschaft versichert.
(...) Die Zahl der abgeschlossenen Verträge stieg im vergangenen Jahr von 1070 auf 1109, die Versicherungssumme blieb mit 402 Mrd. Euro nahezu stabil.
Der größte Teil der Kunden stammt aus der Immobilienbranche mit 561 Verträgen. Die höchsten Prämieneinnahmen erzielt Extremus in der Industrie. Allerdings haben weniger als die Hälfte der Dax-Unternehmen eine Terrordeckung bei dem deutschen Spezialisten gekauft.
(...) Es sei zwar nachvollziehbar, dass eine Versicherung unter Beteiligung des deutschen Staates sich nur auf Schäden in Deutschland erstrecke, sagt der Manager. Das werde aber international agierenden Unternehmen nicht gerecht. "Lokale Lösungen sind untauglich, weil der Terrorismus global ist."
(...) Zu den Kunden von Extremus gehören auch Flughäfen, unter ihnen der Flughafen Köln/Bonn. Man habe damit auf das gestiegene Terrorrisiko reagieren wollen, sagt Sprecher Walter Römer. "Insbesondere der Luftverkehr ist immer wieder Gegenstand von Terroranschlägen."
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