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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6456
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Verfasst am: 2.Feb 2008 11:32 Titel: UBS Expresszertifikate |
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Mit einer Fondskonstruktion will die UBS Expresszertifikate vor der Abgeltungsteuer retten. Die beliebten Expresspapiere haben sich in der Vergangenheit häufig gerechnet.
Die meisten Titel wurden nach etwas mehr als einem Jahr mit einem für Privatanleger steuerfreien Ertrag zurückgezahlt. Oft lagen die Renditen bei attraktiven sieben bis neun Prozent.
Mit der Steuerfreiheit ist ab Juli 2009 aber Schluss. Alle Expresspapiere, die danach fällig werden, unterliegen der Abgeltungsteuer. UBS bietet mit dem LSAM Rolling Step Down Express Fonds nun einen Ausweg. Der Fonds investiert immer wieder in Step-Down-Expresszertifikate auf den EuroStoxx 50. Gewinne aus den Zertifikaten werden im Fonds reinvestiert. Die Wertzuwächse des Fonds sind steuerfrei, wenn dieser noch 2008 gekauft wird und mindestens zwölf Monate im Depot bleibt.
Die Systematik des LSAM Rolling Step Down Express Fonds gleicht der eines Rollingzertifikats. Nach 13 Monaten kommt es zu einer ersten Betrachtung: Liegt der EuroStoxx 50 am 31. März 2009 über seinem Stand vom 29. Februar 2008, erfolgt die Rückzahlung samt Expressertrag - und die Reinvestition in ein neues Zertifikat. Indikativ beträgt dieser Ertrag vor Kosten 8,7 Prozent im Jahr. Die genaue Festlegung für die erste Investitionsperiode erfolgt bei Emission.
Verfehlt der EuroStoxx 50 am 31. März 2009 sein Ziel, erfolgt bereits drei Monate später, am 30. Juni 2009, erneut eine Betrachtung. Diesmal reichen bereits 97 Prozent des Startwertes für eine vorzeitige Rückzahlung. Schafft der Index seine Hürde wieder nicht, kommt drei Monate später die nächste Betrachtung mit einem drei Prozentpunkte niedrigeren Rückzahlungslevel. Die Prozedur wiederholt sich maximal bis zum 1. April 2013. Das entspricht einem Zeitraum von 61 Monaten. Sobald der Indexstand ein Mal für eine vorzeitige Rückzahlung ausreicht, wird der Betrag wieder in ein neues Step-Down-Expresszertifikat investiert. Wie hoch der mögliche Expressertrag pro Jahr ausfällt, wird aufgrund der dann gegebenen Marktbedingungen neu festgelegt.
Bitter wird es, falls nach 61 Monaten der Index bei weniger als 52 Prozent seines Startwertes steht. Dann nimmt der Anleger eins zu eins am Minus des Index teil. Eine hypothetische Rückrechnung für den Zeitraum von Ende 1990 bis Ende 2007 zeigt, dass dieses Szenario in keinem einzigen Fall eingetreten wäre. Aber: In 4,1 Prozent der Fälle wäre die Rückzahlung erst nach 58 Monaten erfolgt, in 0,3 Prozent sogar erst am Laufzeitende. Hätte eine Baisse nur etwas länger gedauert, wäre ein dickes Minus angefallen. Um dieses wieder aufzuholen, sind alleine schon sieben gute Jahre notwendig. Diese Schwäche haben alle Expresspapiere, in einem Depot lässt sich das Risiko aber durch Streuung auf verschiedene Laufzeiten und Expressmechanismen reduzieren.
Interessierte Anleger müssen wissen, dass pro Jahr eine Verwaltungsvergütung von 1,5 Prozent anfällt. Dazu kommt der Ausgabeaufschlag von bis zu fünf Prozent. Die Steuerfreiheit ist also im Vergleich zu Zertifikaten relativ teuer erkauft.
Quelle: FTD |
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