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Unfallversicherung im Visier

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 7242

BeitragVerfasst am: 14.Jun 2006 6:43    Titel: Unfallversicherung im Visier Antworten mit Zitat

Die Unternehmer wollen weniger für die Unfallversicherung zahlen. Es passe nicht zusammen, daß sich die Arbeitsunfälle seit 1991 fast halbiert hätten, die Beitragsbelastung der Betriebe aber nur um knapp sechs Prozent gesunken sei, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt, am Dienstag in Berlin.
Die Versicherung müsse sich ausschließlich auf Risiken konzentrieren, die im Betrieb anfielen. Die Überversorgung müsse abgebaut werden.

Die BDA spricht sich außerdem seit Jahren dafür aus, Unfälle auf dem Arbeitsweg aus dem Leistungskatalog zu streichen. Nach dem Willen der Unternehmer soll eine Leistung aus der Unfallversicherung erst gezahlt werden, wenn die Erwerbsfähigkeit um 30 Prozent gemindert ist. Bislang liegt die Grenze bei 20 Prozent.

(ddp/jW)
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 7242

BeitragVerfasst am: 27.Jun 2008 7:33    Titel: Antworten mit Zitat

Fast drei Viertel aller Unfälle in Österreich - jedes Jahr rund 830.000 - passieren in der Freizeit.

Vieles spricht daher dafür, sich privat gegen Unfälle zu versichern. Denn für die Unkosten, die infolge von bleibenden Schäden nach Freizeitunfällen entstehen, reichen die Leistungen aus der sozialen Unfallversicherung meist nicht aus.

Wie gut man im Fall des Falles mit seiner Unfallversicherung versorgt ist, hat das Testmagazin "Konsument" untersucht. Im Test: 15 Unfallversicherungen, bewertet in den Leistungsbereichen Mann, Frau, Kind und Familie.

"Unfallversicherungen zählen zu jenen Versicherungsprodukten, die wir Konsumenten empfehlen", betont Franz Floss, Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). "Allerdings gilt auch hier: Vergleichen lohnt sich.

In unserem Test betragen die Unterschiede zwischen günstigster und teuerster Jahresprämie bis zu 270 Prozent." Wer sich privat gegen Unfälle versichern möchte, sollte auf jeden Fall zu einer "echten" Unfallversicherung greifen. "Produkte, die als Bestandteil eines Mitgliedsvertrages bei einem Sportverein oder bei Autofahrerclubs angeboten werden, bieten meist nur einen trügerischen Schutz", warnt "Konsument"-Versicherungsexperte Walter Hager.

Klarer Testsieger: Merkur. Die Versicherung schneidet bei Tarifen für Männer, Frauen, Kinder und Familien als einzige mit "sehr gut" ab. Die restlichen getesteten Versicherungen können maximal in einem oder zwei Testszenarien punkten, der Großteil enttäuscht hier mit "durchschnittlichen" oder "weniger zufriedenstellenden" Leistungen.

15 Versicherer im Test
Alle Versicherer, die Unfallversicherungsprodukte anbieten, nahmen an der Untersuchung teil. Die Tester schickten einen Fragebogen zu einem konkreten Modell sowie allgemeine Fragen zum Produkt. Das Modell: "30 jährige/r Angestellte/r, Bürotätigkeit, Hobbysportler/in, keine Vorerkrankungen oder besondere Risiken". Versicherungsleistungen: 150.000 Euro für Dauerinvalidität, 15.000 Euro für Unfalltod, 3.000 Euro für Unfallkosten. Progression: 200 Prozent bzw. wenn nicht angeboten die nächstmögliche Progressionsstufe. Abgefragt wurden auch die Gliedertaxenleistungen, die Höhe der Progressionsleistungen sowie die Zusatzleistungen.

Die Bewertungen der Teilbereiche "Mann", "Frau", "Kind" bzw. "Familie" setzen sich aus Prämie, Gliedertaxenfaktor und Progressionsfaktor zusammen.

Erhebliche Prämienunterschiede
"Wer eine Unfallversicherung abschließen möchte, sollte sich genau informieren und mehrere Angebote einholen. Denn die Prämien klaffen auch bei weitgehend vergleichbaren Leistungen enorm auseinander", weiß Hager. Bei Männern reicht die Bandbreite der Prämien von 188,08 Euro (Merkur) bis 340,79 Euro (Allianz), wobei letztere sogar noch in einer geringeren Progressionsstufe liegt. Ebenso deutliche Prämienunterschiede fanden die Tester bei Frauen. Prozentuell den höchsten Unterschied gibt es bei Kindern: Während eine Jahresprämie (400 Prozent Progression) bei Merkur auf 60,47 Euro kommt, zahlen Eltern für ihr Kind bei der OÖ-Versicherung fast das Vierfache, nämlich 226,61 Euro. Beim Familientarif mit 300 Prozent Progression reicht die Spannbreite der Jahresprämien von 257,04 Euro (VAV) bis zu 747,55 Euro (Kärntner Landesversicherung).

Familienpakete sind günstiger als einzelne Verträge für jedes Familienmitglied. Dabei ist jedoch wichtig, dass für jedes Familienmitglied eine Leistung von 100 Prozent vorgesehen ist. Denn manche Anbieter zahlen nur für den Erstversicherten die vereinbarte Leistung.

Entscheidungskriterien Gliedertaxen und Progression
Beachtliche Unterschiede gibt es auch bei den inkludierten Leistungen. Während etwa die Funktionsunfähigkeit beider Arme, Beine oder Augen von allen Versicherern als 100-prozentige Invalidität eingestuft wird, werden andere Beeinträchtigungen sehr unterschiedlich gehandhabt. "Vor allem Personen, die bei der Ausübung ihres Berufes auf ein besonderes Körperteil angewiesen sind, sollten die sogenannten Gliedertaxen als Entscheidungskriterium heranziehen", empfiehlt Hager. Im Test punkten Merkur und Wiener Städtische mit den besten Leistungen. Bezüglich Progressionsleistung - hier beginnt die Versicherungsleistung ab einem bestimmten Invaliditätsgrad überproportional zu steigen - haben Merkur, Allianz und die Oberösterreichische Versicherung die Nase vorn.

Extras meist Standard
Für Zusatzleistungen wie den Versicherungsschutz bei Schlaganfall oder Herzinfarkt als Ursache für einen Unfall mussten Konsumenten früher extra zahlen. Bis auf die "Grazer Wechselseitige" haben heute alle Anbieter diese Leistungen bereits inkludiert. Auch das Angebot etwa bei Bewusstseinsstörungen und bei kosmetischen Operationen ist heute oft schon Teil der Standardprämie. Hager: "Bei der Auswahl der Unfallversicherung sollte dennoch immer die Absicherung der Folgekosten bei schweren Unfällen im Vordergrund stehen. Einzige Ausnahme: Wer in seiner Freizeit risikoreiche Sportarten betreibt, sollte sein jeweiliges Risiko speziell absichern lassen.

Billig-Policen: Unzureichend
Keinen ausreichenden Schutz bieten Unfallversicherungen als Zusatz zu einer Mitgliedschaft bei einem Freizeitverein oder Autofahrerclub bzw. im Rahmen einer Schülerversicherung. Die Leistungen dieser Billig-Policen sind einerseits zu gering, um gravierende finanzielle Unfallfolgen aufzufangen. Andererseits sind sie auch oft an bestimmte Voraussetzungen, unter denen sich der Unfall ereignet haben muss, gebunden. Preiswerte Unfallversicherungen für Kinder sind etwa durch eine über den Elternverein organisierte Gruppenversicherung möglich.

Die richtige Wahl: Darauf kommt es an Wer sich für eine Unfallversicherung interessiert, sollte folgende Punkte beachten:
    - Hoher Progressionsfaktor. Je höher der Progressionsfaktor, desto besser. Auch bei den Gliedertaxen gibt es Unterschiede, ab wann wie viel gezahlt wird. Daher auf den individuellen Bedarf achten.

    - Ausreichend hohe Versicherungssumme festlegen. Faustregel für einen Erwachsenen: mindestens das Dreifache eines Brutto-Jahreseinkommens.

    - Versicherer informieren: Die Höhe der Unfallversicherung richtet sich auch nach der Tätigkeit des Versicherten. Bei einer bereits laufenden Police das Versicherungsunternehmen informieren, wenn sich die Tätigkeit verändert.
SERVICE: Der "Konsument"-Test zeigt: Vergleichen lohnt sich. Mit dem neuen "Konsument"-Unfallversicherungs-Vergleich ist der Prämienvergleich jetzt noch einfacher geworden. Verbraucher geben im Internet unter go.konsument.at/unfall ihre persönlichen Daten ein und innerhalb weniger Minuten erhalten sie eine Liste mit den besten Angeboten. Im Preis von zehn Euro (fünf Euro für "Konsument"-Abonnenten) ist eine zweite Berechnung mit unterschiedlichen Daten inbegriffen. Dieser Vergleich dient zur Orientierung und kann ein umfassendes Beratungsgespräch beim unabhängigen Berater nicht ersetzen.
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