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GM&P Info .

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 2940
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Verfasst am: 5.Nov 2006 9:22 Titel: Victory Media AG stellt Insolvenzantrag |
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Finanzamt München lässt Medienfonds zittern
Die Victory Media AG hat nach Berichten von Brancheninsidern Insolvenzantrag gestellt. Nach zahlreichen Fondspleiten in diesem Jahr hat es erneut einen großen Initiator getroffen. Zugleich laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Augsburg gegen Franz Landerer und 10 weitere Beschuldigte auf Hochtouren.
In einem Informationsschreiben des Vertrauensgremiums vom 07.07.2006 wurde im Zusammenhang mit den kuriosen außerordentlichen Gesellschafterversammlungen der Victory Fonds 11-22 angekündigt, Strafanzeige gegen die gegenwärtigen und ehemaligen Verantwortlichen der Victory-Gruppe zu stellen. Mit Schreiben vom 03.08.2006 forderte der juristische Berater des Vertrauensgremiums den verantwortlichen Staatsanwalt in Augsburg auf, Ermittlungen gegen die verantwortlichen Personen wegen des dringenden Verdachts von strafbaren Untreuehandlungen einzuleiten. Zum derzeitigen Stand der Ermittlungen haben wir uns mit der Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Augsburg in Verbindung gesetzt.
Die Fahnder interessieren sich insbesondere für das internationale Firmengeflecht der Victory-Gruppe.
Bei der Victory Unternehmensgruppe gab es bereits vor Stellung des Insolvenzantrages personelle Veränderungen. Mit Wirkung zum 22.09.2006 haben die Aufsichtsräte Rechtsanwalt Ralf Plück und Rechtsanwalt Dirk Wolf ihre Mandate niedergelegt; sie wurden durch Carmen Landerer, die Tochter von Franz Landerer, als Vorsitzende und Sebastian Hermann ersetzt. Zugleich ist Franz Landerer als Vorstand der AG ausgeschieden. Sein Nachfolger ist Schwiegersohn Mehmet Landerer, der auch Geschäftsführer der Konzerntöchter WAL und Multikapital war. Dort wurde er allerdings unter seinem ursprünglichen Namen Mehmet Bajrami geführt. Im Übrigen fungiert Franz Landerer auch nicht mehr als Geschäftsführer der Victory Film Production & Distribution GmbH. Als neuer Geschäftsführer wurde sein Neffe Christian Landerer bestellt.
Bei einem Treffen von Vertretern des Vertrauensgremiums mit den ehemaligen Aufsichtsräten Plück und Wolf am 26.10.2006 in Nürnberg hat Herr Plück mitgeteilt, er habe von Franz Landerer erfahren, dass der Vorstand der Victory Media AG am 23.10.2006 einen Insolvenzantrag gestellt hat. Dieses wurde vom Geschäftsführer der geschäftsbesorgenden Treumedia GmbH, Herrn Platteter, ebenso bestätigt, wie durch das zuständige Insolvenzgericht. Die Victory Media AG musste nun offenbar selbst feststellen, dass Einnahmeprognosen bei Filmfonds reine Spekulation sind. Bei der Victory-Gruppe gab es zwar einige Fonds, die im Laufe von mehr als zehn Jahren das Kunststück fertigbrachten, an die Anleger Ausschüttungen zu leisten. Das Finanzamt München hat die steuerlichen Verluste der Fonds 2 bis 6 nach einer Betriebsprüfung jedoch zum größten Teil aberkannt. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und das unerklärliche Verhalten bei den außerordentlichen Gesellschafterversammlungen lassen jedoch auf hausgemachte Probleme schließen. Anleger sollten daher prüfen lassen, ob und gegen welche Parteien Schadensersatzforderungen zu richten sind. Zu denken sind insbesondere an Prospekthaftungsansprüche und Regressansprüche gegen Verkäufer und Vertreiber der Beteiligungen.
Pressemitteilung von: Thieler Rechtsanwaltsgesellschaft mbH |
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 2940
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Verfasst am: 28.Nov 2006 20:31 Titel: |
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Anwälte zeigen sich besorgt, in verschd. Pressemeldungen ist zu lesen
"die Anwälte befürchten, dass alle 22 Fonds gefährdet sein könnten"
Durch die Insolvenz der Victory Media AG könnte die gesamte Victory Medien Gruppe in Mitleidenschaft geraten.
Die Staatsanwaltschaft Augsburg ermittelt seit September 2005 wegen des Verdachts auf Untreue und Steuerhinterziehung. |
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GM&P Info .

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 2940
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Verfasst am: 5.Mai 2008 13:15 Titel: |
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'Victory Medienfonds'-Gründer wegen Betrugs angeklagt
Nach dem VIP-Medienfonds ist jetzt offenbar ein weiterer deutscher Medienfonds stärker ins Visier der Staatsanwaltschaft gerückt. Nach Angaben der Münchener Rechtsanwaltskanzlei Mattil & Kollegen hat die Staatsanwaltschaft Augsburg Anklage gegen den Initiator der Victory Medienfonds, Franz Landerer, erhoben. Der Vorwurf laute auf Betrug, Untreue und Steuerhinterziehung. So hätten Landerer und seine Victory Media Gruppe seit Anfang der 90er Jahre bei Anlegern Millionen für seine Projekte eingeworben, allerdings ohne dass die Beträge auch immer in die richtigen Quelle flossen. Vielmehr werfe die Staatsanwaltschaft Landerer vor, Versicherungsprämien, die für prospektierte Mindesteinnahmen von Filmproduktionen vorgesehen waren, in die eigene Tasche gesteckt zu haben – wobei sich die Summe in Millionenhöhe bewege. Zudem soll der Fonds-Initiator für mehrere Victory-Fonds falsche Steuererklärungen eingereicht haben, sowie Lizenzeinnahmen an nicht berechtigte Anleger anderer Fonds ausgeschüttet haben.
Diese Erkenntnis ist das Ergebnis einer zweijährigen Untersuchungsarbeit, in der die Ermittler das international verzweigte Firmengeflecht untersuchten und durchleuchteten. Im Zentrum stand dabei ein Konglomerat von rund 30 Firmen, die unter anderem in den Niederlanden, Italien und der Karibikinsel Curacao ansässig waren, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Im Rahmen ihrer Untersuchungen fanden die Vermittler unter anderem, dass zwischen der Produktionsfirma und einer Erlösausfall-Versicherungsgesellschaft, die offenbar rund drei Millionen Euro Versicherungsprämien an den Initiator ausschüttete, enge personelle Verflechtungen bestünden. Zudem hätte der Einzelhandelskaufmann Landerer die Anleger nicht über die erfolgten Rückflüsse informiert.
Im Fokus des Steuerhinterziehungs-Vorwurfs stehen vor allem die Victory Media Fonds 20 und 22, bei denen die Augsburger Staatsanwaltschaft die Herstellereigenschaft anzweifele. Zudem habe Victory offenbar falsche Angaben zu den Betriebsausgaben der gemacht, nachdem ein Filmprojekt ausgetauscht wurde, wie das Magazin „Cash“ online berichtet. Anleger, die auf den Erfolg der Zeichentrickfilme und Fernsehserien vertrauten und in die entsprechenden Victory Medienfonds investierten, könnten gleich doppelt verlieren. Denn abgesehen vom Verlust ihrer Gelder – insgesamt sammelten die 23 Victory Medienfonds rund 350 Millionen Euro ein, bevor das Unternehmen Ende 2006 Insolvenz an meldete – könnte Anlegern zudem ein weiteres böses Erwachen in Form von erheblichen Steuernachzahlungen und Rückzahlungen erhaltener Ausschüttungen bevorstehen. (ir)
Quelle: FONDS professionell |
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