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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5916
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Verfasst am: 28.Feb 2007 15:36 Titel: Wie Anleger von Kursverlusten profitieren |
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Der gestrige Kurssturz an den Aktienmärkten hat Erinnerungen an die Verluste im Mai 2006 geweckt. Damals verlor der Dax innerhalb weniger Wochen mehr als 15 Prozent seines Wertes.
Für Anleger, die nun an ein Ende der Börsenparty glauben, gibt es mittlerweile mit so genannten Reverse-Bonus-Zertifikaten Anlageprodukte, mit denen sie auch an fallenden Kursen verdienen können – auch ohne das Risiko von Hebelprodukten eingehen zu müssen.
Bonuszertifikate sind beliebt, weil Anleger trotz Teilschutz nicht auf hohe Gewinne verzichten müssen. Mit „Reverse“-Bonus wird das einfache Prinzip schlicht umgedreht. Das erste Reverse-Bonus-Zertifikat brachte die Deutsche Bank im Mai 2006 auf den Markt – passender hätte der Zeitpunkt nicht sein können. Danach krachte der Markt ein; wer beim Reverse dabei war, hatte Glück.
Bei einem Reverse Bonus wird der Bonusbetrag dann ausgezahlt, wenn der Basiswert eine bestimmte Kursschwelle nicht überschreitet. Anleger erzielen also immer dann eine positive Rendite, wenn die Aktie nicht drastisch steigt. Mittlerweile gibt es viele „umgekehrte“ Bonus-Produkte auf dem Markt – neben Dax und Euro Stoxx auch auf auch viele Einzelwerte als Underlying. Neben der Société Générale haben beispielsweise auch BNP Paribas und die HSH Nordbank entsprechende Produkte auf den Markt gebracht.
Die spekulativsten Produkte auf den Dax gibt es aktuell bei der Société Générale und der Deutschen Bank – jeweils mit einer Laufzeit von knapp zehn Monaten. So lange der deutsche Leitindex sich bis zum 12. Dezember 2007 nicht mehr erholt und während dieser Zeit niemals über der Sicherheitsschwelle von 7 125 Punkten notiert, gibt es bei der französischen Großbank eine jährliche Rendite von mehr als 35 Prozent (WKN SG0HZ1). Ähnlich ausgestattet ist das Produkt der Deutschen Bank (WKN DB8FLK) mit einer identischen Laufzeit. Die Sicherheitsschwelle liegt bei 7 208,57 Punkten.
Ein Engagement ist aber nur „eingeschworenen Bären“ zu empfehlen: Der Dax muss lediglich um mehr als sechs Prozent steigen – und schon entfällt der komplette Bonus-Mechanismus und die Anleger haben ein „umgekehrtes Index-Zertifikat“, das bei Kursgewinnen weiter in die Verlustzone rutscht. Falls der deutsche Leitindex unter die Bonusschwelle (jeweils 6 819 Punkten) rutscht, profitieren Anleger durch weitere Kurssteigerungen.
Investoren können es aber bei Reverse-Bonus-Produkten auch ruhiger angehen: BNP Paribas und Deutsche Bank bieten auch entsprechende Zertifikate mit einer Sicherheitsschwelle von jeweils 10 000 Punkten bei einer Laufzeit von weniger als drei Jahren an. (WKN: DB0PQT und BN608M). Zur Erinnerung: Das Dax-Allzeithoch liegt bei 8 136 Punkten – erreicht Anfang des Jahres 2000.
Diese defensiveren Reverse-Produkte haben einen Sicherheitspuffer von mehr als 45 Prozent. Der Dax könnte als noch deutlich steigen, ohne dass die jährliche Bonus-Rendite von mehr als sechs Prozent gefährdet ist. Allerdings sollten Anlager bedenken: Der Kursrutsch im Mai 2006 war die Basis für die Fortsetzung der Rally, die von 5 200 Zählern im Juni 2006 auf nun über 7 000 Punkten führte.
Kurioserweise hat am Dienstag die Deutsche Börse den neuen Index ShortDax ins Leben gerufen. Der ShortDax entwickelt sich gegenläufig zum Dax, steigt also der deutsche Leitindex zum Beispiel um fünf Prozent, fällt der ShortDax um fünf Prozent und umgekehrt. Allerdings gibt es noch keine Zertifikate auf den ShortDax – was angesichts der Emissionsfreude der Banken allerdings nur eine Frage der Zeit sein dürfte.
Quelle: HB |
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