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trader55 Gast
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Verfasst am: 12.Aug 2006 14:53 Titel: Zukunft der Deutschen Telekom |
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Telekom gibt Hochpreisstrategie auf
von Thomas Hillenbrand (Bonn)
Mit weiteren Kostensenkungen und einer Preisoffensive will Vorstandschef Kai-Uwe Ricke die angeschlagene Deutsche Telekom wieder auf Kurs bringen. Vor allem im Mobilfunk werde das Unternehmen seine Tarife deutlich senken.
Ernste Mienen: Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke (M.), Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick (r.) und Kommunikationschef Ulrich Lissek (l.) "Wir machen ernst", sagte Ricke am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. Von Herbst an werde die Mobilfunktochter T-Mobile in Deutschland Minutenpreise von weniger als 10 Cent für Gespräche in alle Netze einführen, sagte der Telekom-Chef. Die Festnetzsparte werde die Kombination von Telefon- und Internetanschluss für "deutlich unter 40 Euro" anbieten.
Mit der Ankündigung vollzieht Ricke einen Strategieschwenk. Bisher fuhr der Konzern im deutschen Privatkundengeschäft eine Hochpreisstrategie und setzte darauf, dass flächendeckender Vertrieb und umfassender Service die Kunden bei der Stange halten würden. Nachdem das Nettoergebnis im zweiten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres jedoch um 14 Prozent eingebrochen ist, startet die Telekom nun ein Wendemanöver. "Im Mobilfunk wird die Telekom mit diesem Schritt fast zum Discounter", sagte Analyst Dan Bieler vom Marktforscher Ovum. "Allerdings kommen diese Schritte sehr spät."
Festnetz schon lange unter Druck
Bislang verlor die Telekom vor allem im Festnetz Kunden und Umsatz an Wettbewerber wie Arcor oder Hansenet. Inzwischen gerät jedoch auch T-Mobile auf dem Heimatmarkt unter Druck. "Deutschland ist eher beunruhigend", kommentierte Bieler. Dort gewann die Handy-Tochter im zweiten Quartal nicht einmal 170.000 Neukunden - der schwächste Zuwachs unter den vier Netzbetreibern. Die Probleme im deutschen Geschäft verhagelten T-Mobile auch insgesamt die Zahlen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um 3,3 Prozent auf 2,24 Mrd. Euro.
Die Preisoffensive wird bestenfalls mittelfristig positive Folgen zeitigen. "Im dritten Quartal verspreche ich mir noch keine Veränderung des Trends", sagte Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick. "Ich hoffe auf ein gutes Weihnachtsgeschäft und Effekte im vierten Quartal." Frank Rothauge vom Bankhaus Sal. Oppenheim erwartet, dass die Maßnahmen zunächst weiteren Umsatz kosten. "Die gesenkte Erlösprognose lässt das vermuten", sagte der Analyst. Die Telekom hatte am Donnerstag ihre Finanzziele für die Jahre 2006 und 2007 deutlich korrigiert.
Weiteres Sparpaket
Um Ergebnis und Cashflow stabil zu halten, plant Finanzchef Eick ein weiteres Sparprogramm. Details will er im November bekannt geben. Ricke kündigte zudem an, man werde die gesamte Netzinfrastruktur des Konzerns in einer Einheit bündeln und auf Internettechnik (IP) umstellen. Das Projekt "T-Factory", an dem die Telekom schon länger arbeitet, solle schneller realisiert werden als geplant. Experten verweisen darauf, dass eine so genannte Netzfabrik eine enorme Kostenersparnis darstellt, da kaum Außendiensttechniker für die Wartung nötig sind.
Vorbild sind die USA, wo auf Grund standardisierter Netze bereits viele Prozesse automatisiert ablaufen. In der Folge müssen laut Berechnungen des Unternehmensberatung Mercer westeuropäische Anbieter pro Anschlussinstallation etwa 180 Euro aufwenden, ihre amerikanischen Pendants dagegen nur 42 Euro. "Wenn die Telekom eine IP-Fabrik hätte, würden weitere 50.000 Leute überflüssig", sagte ein Unternehmenskenner. Ricke machte am Donnerstag keine Aussagen zu möglichen Kosten- und Personaleinsparungen durch "T-Factory".
Eine weitere große Netzinvestition ist die laufende Versteigerung von Mobilfunklizenzen in den USA, an der sich T-Mobile beteiligt. Am Donnerstag hat das Unternehmen in der Internetauktion weitere 23 Frequenzblöcke für 121,7 Mio. $ erworben. Damit stiegen die Kosten auf bislang 564 Mio. $. T-Mobile will in den USA ein schnelles UMTS-Handynetz aufbauen - was den Konzern nach Einschätzung der Investmentbank Morgan Stanley 4 bis 6 Mrd. $ an Lizenzgebühren kosten wird. In der Folge könnte der Cashflow des Gesamtkonzerns im laufenden Jahr negativ ausfallen. Eick wollte am Donnerstag zu den Kosten keine Stellung nehmen: Es bestünde während der Auktion eine Schweigepflicht.
Quelle: Financila Times Deutschland, 11.08.2006 www.ftd.de |
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trader55 Gast
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Verfasst am: 5.Sep 2006 14:37 Titel: Die Konkurrenz |
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schläft nicht.
Bei 1&1 gibts jetzt DSL mit 16facher Geschwindigkeit, das ganze als Flatrate für Internet und Telefon, zusätzlich noch 100 Filme ansehen sooft man will. Für 30€ im Monat.
Ob die Telekom da mithalten will? Wenn ja, dann wird sich das wohl drastisch auf die Margen auswirken. Kein guter Ausblick.
Mit freundlichen Grüßen,
Trader55 |
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