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Zweitmarktfonds für Windparkbeteiligungen

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A. Henneberg
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.08.2002
Beiträge: 4948
Wohnort: Osten

BeitragVerfasst am: 9.Aug 2005 6:37    Titel: Zweitmarktfonds für Windparkbeteiligungen Antworten mit Zitat

Erster Zweitmarktfonds für Windparks

Die Ökorenta AG, Hilden, hat den ersten Zweitmarktfonds für Windparkbeteiligungen auf den Markt gebracht. Das Produkt wurde am 21. Juli von der BaFin zum Vertrieb freigegeben. „Das Prüfsiegel der BaFin bescheinigt dem Fonds die Einhaltung strenger gesetzlicher Richtlinien; sie sind die Grundlage für die Transparenz, mit der wir unseren Fonds den Anlegern präsentieren“, so Unternehmensvorstand Tjark Goldenstein.

Der ÖkoRenta Wind-Renditefonds I ist nach Auffassung des Anbieters die Antwort auf die aktuellen Bedürfnisse des Marktes. Zum einen schaffe er die gewünschte Fungibilität im Markt der Windenergiebeteiligungen und zum anderen sei er als reiner Eigenkapitalfonds ein ausgewiesenes Renditemodell.

Der Fonds hat ein Gesamtvolumen von 8,5 Millionen Euro. Anleger können sich ab mindestens 10.000 Euro plus fünf Prozent Agio beteiligen.

Die ÖkoRenta AG ist spezialisiert auf ethisch-ökologische Kapitalanlagen und nach eigenen Angaben europaweit die einzige Vertriebsgesellschaft, die ausschließlich nachhaltige Finanzprodukte anbietet. Sie verfügt über ein Netzwerk von rund 500 festen Vertriebskooperationen aus international tätigen Banken sowie namhaften Finanzinstituten, Vermögensverwaltungen und Pensionskassen.

Quelle: cash-online
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Anmeldungsdatum: 25.01.2002
Beiträge: 2458

BeitragVerfasst am: 25.Sep 2005 9:33    Titel: Antworten mit Zitat

ftd.de; 20.09.2005

Bau von Offshore-Parks auf See kommt nur schleppend voran

Zwar war die deutsche Windindustrie 2004 Weltmeister - ihr Marktanteil lag bei Produktion von Anlagen und Komponenten über 50 Prozent. Aber Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes Windenergie, beurteilt den Inlandsmarkt kritisch: "Es gibt immer weniger verfügbare Flächen für Windräder."

Der seit langem propagierte Ausweg: Offshore-Parks auf dem offenen Meer. Dort weht der Wind stetiger und stärker als über Land. Offshore-Befürworter gehen davon aus, dass dort 40 Prozent mehr Energie erzeugt werden können. Bis August 2005 hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie neun Windparks in der Nord- und einen in der Ostsee genehmigt, für weitere 32 Projekte laufen die Verfahren. Erste deutsche Offshore-Anlagen stehen an Land. Dort werden sie getestet. So baute Enercon vor knapp einem Jahr ein Windrad auf, das eine Leistung von 4,5 Megawatt (MW) erreichen soll. Das ist die Leistung, die auf offenem Meer erforderlich ist.

Auch Repower Systems und Multibrid, eine Tochter der Prokon Nord Energiesysteme, haben Anlagen dieser Klasse im Test. Prokon Nord stellte vor sechs Jahren den ersten deutschen Offshore-Antrag. Das Unternehmen darf im Windpark "Borkum West" zunächst zwölf Testanlagen bauen, am Ende sollen 208 Windkraftanlagen Strom liefern. Der Offshore-Park hat als einziger eine Genehmigung für eine Kabeltrasse. Die ist notwendig, um den Strom vom Meer an Land zu transportieren. Bis zum 1. Juni 2004 hätte laut Genehmigung mit dem Bau begonnen werden müssen. Doch das Projekt hatte mit Klagen von Naturschutzverbänden zu kämpfen, die aber gerichtlich abgewiesen wurden.

Bei dem Windpark "Amrumbank West", an dem Eon mit 50 Prozent beteiligt ist, wurde schon auf offener See gebaut. Allerdings steht bislang nur eine Messplattform im Seegebiet zwischen Amrum und Helgoland, der Bau der 80 Anlagen muss bis zum 1. Juli 2007 beginnen. Eon bemüht sich derzeit um die Genehmigungen für die Kabeltrasse.

Klagen sind nicht die einzigen Schwierigkeiten, mit denen Offshore-Projekte konfrontiert sind. Banken und Versicherungen kennen sich mit solchen Anlagen nicht aus und schrecken zurück. Eine Stiftung soll helfen, das Problem zu lösen. Unter anderen dabei: die drei Windmühlenhersteller Prokon Nord, Enercon und Repower, die großen Energiekonzerne Eon, EWE und Vattenfall sowie Banken, Versicherungen, das Bundesumweltministerium und die Küstenländer. Die Stiftung kauft von Prokon die Rechte an den zwölf Testanlagen in Borkum West. Dann vergibt sie an jeden der drei Hersteller die Rechte, je vier Anlagen zu errichten. Entscheidender Vorzug dieses Arrangements ist laut Prokon-Nord-Chef Ingo de Buhr "die Einbeziehung von Banken und Versicherungen. Es soll gezeigt werden, dass die zusätzlichen Anforderungen von Offshore-Windenergieanlagen beherrschbar sind."

Weiterer Vorteil: Umweltminister Jürgen Trittin von den Grünen sagte zu, Technik und Forschung mit mehr als 5 Mio. Euro zu fördern. Außerdem wird "die Wirtschaft rund 150 Mio. Euro in dieses Testfeld investieren", sagt Trittin.

Auch der Windpark "Butendiek" westlich von Sylt hat Probleme. Nach fünf Jahren Planungsphase ist das Risikokapital aufgebraucht, eine Kapitalerhöhung ist nötig. Hier hätte bis zum 1. Juni Baubeginn sein müssen, die Frist wurde aber verlängert. Butendiek hat lange mit der Kommune Sylt um eine Kabeltrasse zur Anbindung an das Stromnetz gerungen, derzeit sind zwei mögliche Routen zur Genehmigung beantragt. Weitere Probleme sind die stark gestiegenen Stahlpreise, der fehlende Generalunternehmer für den Bau - und auch hier: die hohen Anforderungen der Banken an die Finanzierung. Wie die Betreibergesellschaft OSB Offshore-Bürger-Windpark Butendiek jetzt mitteilte, werde mit Gesamtinvestitionskosten von 500 Mio. EuroEuro gerechnet. Zuvor seien es 420 Mio. Euro gewesen, die Rendite sinke daher auf höchstens fünf Prozent. Die Folge: "Ein Bau des Windparks ist mit diesen hohen Kosten auf Basis der aktuellen Einspeisevergütung schwer möglich." Diese Vergütung erhalten kleine Erzeuger für den Strom, den sie ins öffentliche Netz einspeisen. Das soll die regenerativen Energien fördern.

Windparkinitiator Hans Feddersen fordert Investitionskostenzuschüsse, eine höhere Einspeisevergütung oder sonst eine Unterstützung. Im Gegensatz zu anderen Nordseeanrainern habe Deutschland aus Naturschutzgründen beschlossen, die Windparks weit draußen im offenen Meer mit entsprechend höheren Kosten zu errichten. Feddersen: "Mit den aktuellen Rahmenbedingungen wird man Offshore nicht bekommen."

"Mit den aktuellen Rahmenbedingungen wird man Offshore nicht bekommen" - Hans Feddersen, Offshore-Bürger-Windpark Butendiek

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