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Roderich Hopp * Ehrenmitglied *

Anmeldungsdatum: 17.05.2004 Beiträge: 947 Wohnort: Dorum-Mulsum
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Verfasst am: 19.Dez 2004 16:27 Titel: Falk AG |
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Und wieder einer der Erben, die ob des leicht erworbenen Geldes der Hafer gestochen hat, bzw. auf diesem Weg, hinter einem bekannten Namen versteckt, noch reicher werden wollten ...
Hätte sich mal mehr um sein Kerngeschäft ( Stadpläne u.a.) bemühen sollen ,das letztendlich sein Erbe erwirtschaftet hat.
Ein Name sagt noch lange nichts über die Fähigkeiten derer aus die dahinter stecken.
Herrn Falk, gegen den gerade in HH wegen verschiedener Vermögensdelikte u.a. verhandelt wird, drohen bei Verurteilung ein paar Jährchen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Beschuldigungen Kavaliersdelikte sind denn er ist wie sein berühmter Anwalt ja auch gleich am ersten Verhandlungstag feststelle, schon übermäßig lange ( über 18 Monate in U-Haft ) Wenn der es nicht geschafft hat, Haftverschonung für seinen Mandanten zu erwirken, wer dann ? Die lange Zeit sagt aber auch etwas über die Gewichtung der erhobenen Anschuldigungen aus.
In Anbetracht dessen wird Herr Falk mit Sicherheit von all denen die ihn bisher beraten, ermutigt und geholfen haben in diesem Metier mit dem ererbten Geld tätig zu werden ( die Namen lesen sich wie das who is who bekannter Beraterunternehmen und Banken ), fallen gelassen werden wie eine heiße Kartoffel.
Was das für die Fondsanleger letztendlich bedeuten wird kann sich jeder selbst ausmalen der fähig ist darüber nachzudenken.
Mit freundliche Grüßen
Roderich Hopp
PS. Ein lächelndes Gesicht ist die trügerischte aller Hoffnungen. Denn es sind nur Muskelkontraktionen und dahinter kann man alles verstecken. R.H. |
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roadrunner Newbie
Anmeldungsdatum: 03.03.2005 Beiträge: 17 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 8.März 2005 1:39 Titel: Für Interessierte ergänzende Informatinen..... |
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....zum oben erwähnten "Falk-Erben" und der F.M.R. Grundbesitz AG in Hamburg
Falk-Geschäfte erneut im Visier
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen weitere vier Beschuldigte wegen Untreue
von Ira von Mellenthin und Matthias Iken
Im direkten Umfeld von Alexander Falk ist ein weiteres Geschäft des Millionenerben ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Wie die Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft, Marion Zippel, auf Anfrage der WELT bestätigte, wird zusätzlich zu dem Betrugsverfahren gegen Falk und sechs Mitbeschuldigte in einem anderen Fall gegen vier weitere Personen ermittelt - wegen des Verdachts auf Untreue im Zusammenhang mit Immobiliengeschäften, in die auch der Verlagserbe tief involviert war.
Nach Angaben von Rechtsanwalt Alexander Buchheit, der die Verfahren durch eine Strafanzeige auslöste, richten sich die Ermittlungen unter anderen gegen den Anwalt Falks in Hamburg, Christian von L., sowie gegen Falks Stiefvater, Rolf Meyer-Riedt. Wie Buchheit gegenüber der WELT erklärte, bestehe der Verdacht erheblicher Unstimmigkeiten bei der Falk-Meyer-Riedt Grundbesitz AG (FMR).
Der Vorwurf: Am 2. Januar 2001 kaufte die niederländische Gesellschaft Christoffel Vastgoed 75 Prozent der Aktien der FMR von Alexander Falk, seiner Mutter Evelin Falk-Meyer-Riedt und deren Mann Rolf Meyer-Riedt. Der Kaufpreis lag bei knapp 3,3 Millionen Euro. Zudem gewährte der Investor der FMR ein Darlehen von 5,1 Millionen Euro. Nach Meinung der Investoren stellte sich aber rasch heraus, dass die Bilanzen und Wertgutachten ein verzerrtes Bild über die tatsächliche Situation der FMR wiedergaben.
Der Streit zwischen den Neubesitzer und den noch von Falk-Vertrauten besetzten Aufsichtsrat eskalierte, als dieser den neuen Vorstand der Niederländer absetzte und durch den Rechtsanwalt Martin H. ersetzte, einen Anwalt Falks in Wuppertal. Dieser verkaufte in der Zeit danach viele Immobilien (Wohnanlagen, bei denen vorwiegend nur Pinselstrichsanierungen durchgeführt wurden), darunter auch an Falk - angeblich zu Schleuderpreisen. Unter anderem, so Christoffel-Vastgoed-Vertreter Buchheit, seien auch Objekte veräußert worden, die der FMR überhaupt nicht gehörten. So sei etwa ein Objekt in Wuppertal mit 15 Millionen Euro in der Bilanz ausgewiesen gewesen und als Eigentum verkauft worden, ohne im Eigentum zu sein. Vielmehr habe die FMR das Objekt nur treuhänderisch verwaltet.
Als die Holländer den Vorstand zurückeroberten, war es indessen schon zu spät: Wie das britische Unternehmen Energis, das die Ision AG von Falk für die überhöhte Summe von 812 Millionen Euro gekauft hatte, musste auch die ausgeblutete FMR am 31. März Insolvenz anmelden.
Dass Falk nichts von den Vorgängen gewusst habe, schließt Buchheit aus. Da Falk jedoch weder dem Vorstand noch dem Aufsichtsrat angehört habe, könne nicht gegen ihn vorgegangen werden. Die Vorwürfe richteten sich daher vielmehr gegen die FMR-Aufsichtsräte Christian von L. und Rolf Meyer-Riedt. Von L., Mitglied des Vorstandes der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer, ist in dem Betrugsverfahren gegen Falk ebenfalls Beschuldigter.
Anders als gegen die anderen sechs Beschuldigten, also auch Alexander Falk, besteht jedoch kein Haftbefehl.
Wie Staatsanwaltschaftensprecher Rüdiger Bagger am Dienstag gegenüber der WELT erklärte, sei das Verfahren im FMR-Komplex zwischenzeitlich einmal eingestellt worden. Nachdem jedoch weitere Unterlagen des holländischen Unternehmens vorgelegt worden seien, habe die Wirtschaftsstrafabteilung die Ermittlungen wieder aufgenommen.
Der Verteidiger des Verlagserben, Gerhard Strate, hat unterdessen am Dienstag gegen drei Richter am Hamburger Landgericht Befangenheitsantrag gestellt. Der Grund: Die Richter hätten auf der Grundlage eines "anonym erscheinenden Klatschblattes von Insidern der ,New Economy", das unter dem Namen "insider666" veröffentlicht wurde, einen dinglichen Arrest für das Vermögen von Falk in Höhe von 532 Millionen Euro angeordnet, bestätigte Strate gegenüber der WELT.
Nach Strates Angaben seien auf der Grundlage des Arrestbeschlusses weitere Pfändungsbeschlüsse erlassen worden, durch die das Haushaltskonto als auch sämtliche Geschäftsverbindungen Falks mit sofortiger Wirkung stillgelegt wurden. Die Fortdauer dieser Maßnahmen werde in wenigen Tagen "wegen akuter Zahlungsunfähigkeit zum Zusammenbruch einer Vielzahl von Unternehmen", dem "Verlust von mehr als 100 Arbeitsplätzen" sowie dem "persönlichen finanziellen Ruin des Beschuldigten" führen, warnt Strate. Durch den Beschluss werde sein Mandant "regelrecht stranguliert".
Artikel erschienen am 25. Jun 2003
Mitternächtliche Grüße
roady |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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A. Henneberg ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.08.2002 Beiträge: 4926 Wohnort: Osten
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Verfasst am: 1.Jul 2005 9:57 Titel: |
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Der Prozess geht weiter, teilweise ein wenig turbulent:
FALK-PROZESS
"Du segnest das ab - und gut"
Die E-Mail von Ralph S. an Alexander Falk hat es in sich.
klick >>>>...mehr |
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frank neidzel Insider
Anmeldungsdatum: 17.07.2002 Beiträge: 600 Wohnort: bremerhaven
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Verfasst am: 21.Jul 2005 7:49 Titel: |
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Alexander Falk: Der arme Millionenerbe
Der angeklagte ehemalige Internetunternehmer Alexander Falk verfügt laut eidesstattlicher Versicherung, die manager magazin exklusiv vorliegt, über kein eigenes Vermögen mehr. Besitz hin oder her: Gegen Falk liegt ein dritter Haftbefehl vor.
Der Millionenerbe und ehemalige Internetunternehmer Alexander Falk verfügt nach eigenen Angaben über kein eigenes Vermögen mehr. Dies geht aus einer eidesstattlichen Versicherung hervor, berichtet das manager magazin in seiner neuen, am Freitag (22. Juli) erscheinenden Ausgabe. Die eidesstattliche Versicherung musste Falk bei einem Hamburger Gerichtsvollzieher abgeben, um einer erneuten Inhaftierung zu entgehen.
Falk steht seit Dezember 2004 wegen des Verdachts auf schweren Betrug, Kursmanipulation und Steuerhinterziehung vor Gericht. Im April wurde er gegen eine Kaution von 1,5 Millionen Euro aus der Untersuchungshaft entlassen. Seit Mitte Juni liegt ein dritter Haftbefehl gegen Falk vor, weil er sich bei einem früheren Termin beim Gerichtsvollzieher geweigert hatte, Angaben zu seinem Vermögen zu machen.
Zur Preisgabe seiner Vermögensverhältnisse zwangen ihn die Anwälte der Kanzlei Clifford Chance, die Falk im Auftrag der englischen Firma Energis auf 763 Millionen Euro Schadenersatz verklagen. Diesen Preis hatte Energis für Falks Internetfirma Ision gezahlt.
"10 Euro Taschengeld, wenn's anfällt"
Mit den Angaben in der eidesstattlichen Versicherung signalisiert Falk, dass bei ihm nichts mehr zu holen sei - und erweckt mit gewissen Formulierungen den Eindruck, dass er die Bemühungen seiner Gläubiger und Strafverfolger nicht allzu ernst nimmt. "Ich lebe zur Zeit von Geldern meiner Familie", gibt Falk zu Protokoll, "Kost und Logis erhalte ich hauptsächlich von meiner Ehefrau", und: "10 Euro Taschengeld, wenn's anfällt."
Von seinen Besitztümern ist Falk laut eigener Darstellung wenig geblieben. Sein Haus im feinen Hamburger Stadtteil Harvestehude verschenkte er schon 2002 an seine Frau Nadia. Über weitere Häuser und Grundstücke in Hamburg, Krefeld und Südafrika kann er angeblich nicht verfügen.
Hinsichtlich diverser Firmenbeteiligungen räumt er zwar ein, Gesellschafter der Alexander Falk Holding zu sein, der KIV Beteiligungs GmbH, der nConfidence sowie der Falk Real Estate. Welchen Wert die Beteiligungen jeweils haben, weiß Falk aber angeblich nicht. Von zwei Stiftungen in Liechtenstein, deren Begünstigter Falk ist, seien "derzeit" keine Barmittel zu erwarten.
Quelle: manager magazin / Martin Scheele und Claus G. Schmalholz |
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GM&P Mod. Team Insider

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 654
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Verfasst am: 22.Apr 2006 7:50 Titel: |
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| Zitat: |
Falk-Prozess wird zur Justizposse
Zwei Hamburger Gerichte streiten sich, ob der angeklagte Ex-Internetunternehmer Alexander Falk des versuchten oder vollendeten Betrugs verdächtig ist. Derzeit triumphiert das Landgericht - das kann sich allerdings ändern.
Hamburg - Im Betrugsprozess gegen den früheren Internetunternehmer Alexander Falk hat das Hamburger Landgericht den Haftbefehl für den 36-Jährigen erneut aufgehoben und sich damit gegen einen Beschluss des Hanseatischen Oberlandesgerichts (OLG) vom Januar gestellt.
Die Erwägungen des OLG "überzeugen die Kammer nicht", heißt es in dem Beschluss des Landgerichts, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Die beiden Hamburger Gerichte sind uneins darüber, ob Falk nur des versuchten oder doch des vollendeten Betrugs verdächtig ist und ob eine Fluchtgefahr besteht.
Das Landgericht hält Falk nur des versuchten Betrugs für verdächtig und hat daher wegen fehlender Fluchtgefahr den Haftbefehl nach einem Antrag der Verteidigung bereits vor Ostern aufgehoben.
weiterlesen im Manager Magazin ---- klick |
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 1.Sep 2006 7:22 Titel: |
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Ohne Schaden kein Betrug
Bei einem Freispruch für Alexander Falk droht Hamburg ein teurer Justizskandal
Im Plenarsaal 300 im Hamburger Strafjustizgebäude herrscht um 9 Uhr 30 eine Stimmung wie in einem Klassenzimmer, kurz bevor der Lehrer kommt: Sechs Angeklagte mit heute acht Anwälten, fünf sind heute absent, zwei Staatsanwälte. In der dritten Reihe wird ein Mann mit viel Gel im Haar zum Spaß von einem jüngeren Mitangeklagten gewürgt. Der jüngere mit der blondierten Tolle ist Alexander Falk, der Primus. Der Mann, den er gleich wieder loslässt, war früher sein Finanzberater. Beide sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Alexander Falk hatte 22 Monate in Untersuchungshaft gesessen, angeklagt wegen Betrugs.
Der 36-Jährige ist Erbe des gleichnamigen Stadtplanverlages. Den hatte er 1995 verkauft und das Geld in ein Geflecht aus Internetanbietern, die Ision AG, investiert. Deren Aktienkurs soll er als Vorstandsvorsitzender mit Scheinumsätzen künstlich in die Höhe getrieben haben, um sie im Januar 2001 für 812 Millionen D-Mark an den britischen Telekomkonzern Energis zu verkaufen.
Plötzlich kommt das Klassenzimmer in Bewegung: Am Ende des vor Prozessbeginn im Dezember 2004 renovierten Vorzeigeplenarsaals öffnet sich eine Holztür. Durch den Spalt blickt der Vorsitzende Richter Nikolaus Berger, ehemaliger Sprecher der aus Berlin nach Hamburg abgewanderten Justizsenatorin Lore-Marie Peschel-Gutzeit (SPD). Falk huscht auf seinen Platz vorne rechts in der ersten Reihe. Doch nach kurzem, prüfendem Blick verschwindet Berger wieder hinter der Tür. Die Angeklagten tuscheln mit ihren Anwälten. Vorne rechts, ganz außen und weit von Falk entfernt, sitzt Dirk W., im Karohemd. Er hatte das Protokoll eines internen Meetings lanciert, in dem die angeblichen Scheingeschäfte verabredet worden sein sollen. Auf diesem Papier fußt die Anklage wegen schweren Betrugs. Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte damals bei Falk 532 Millionen D-Mark. Dirk W. war früher Mitarbeiter von Falk. Als die Geschäfte nicht mehr so gut liefen, bot ihm Falk eine Abfindung von 500 000 Euro. Im Juni 2005 gestand Dirk W., dass das Protokoll erfunden war.
Anfänglich saß Alexander Falk sogar in Isolationshaft: In einer neun Quadratmeter großen Zelle ohne Fernsehen und Zeitung, den Hofgang absolvierte er allein – um sich nicht mit seinen ehemaligen Geschäftspartnern absprechen zu können. In den folgenden Monaten bekam er Gesellschaft, spielte Schach mit Hamburgs berüchtigstem Auftragsmörder Zantopp und diskutierte mit dem damals ebenfalls inhaftierten Al-Qaida-Sympathisanten Mzoudi über den Koran. Sein tägliches Liegestützprogramm sah man ihm bei Prozessbeginn deutlich an. Seine Taekwondo-Kenntnisse halfen ihm, die Haftzeit körperlich unversehrt zu überstehen. Seine Tage im Knast plante er wie ein Manager – um durchzuhalten von sechs bis elf Uhr abends. Er las 300 Klassiker und die Akten für seine Verteidigung.
Um 9 Uhr 45 erheben sich die Angeklagten: Die Große Strafkammer betritt den Plenarsaal. Das akademische Viertel Verspätung hat sich an nunmehr 82 Verhandlungstagen so eingespielt.
Der Vorsitzende Richter Berger wirkt sich seiner Sache nicht mehr so sicher wie am ersten Verhandlungstag. Er ist fast so blass wie der Untersuchungshäftling bei Prozessbeginn. Der letzte Sonnentag in Hamburg liegt Wochen zurück, Berger dürfte auch den Sommer am Schreibtisch verbracht haben. Akribisch bereitet er sich vor, um den 13 Anwälten gegenübertreten zu können. Allein Falk beschäftigt drei. 700 Ordner mit 12 000 Seiten sind im Plenarsaal inzwischen bearbeitet worden.
Berger wies darauf hin, Falk könnte statt wegen vollendeten Betrugs auch nur wegen versuchten Betrugs verurteilt werden – ein Versuch, den ausufernden Prozess abzukürzen. Was nämlich fehlt, ist ein Geschädigter. Und ohne Schaden kein Betrug. Energis hat nie Strafanzeige erstattet und die Führung des Konzerns hat sich nicht gerade darum gerissen, vor Gericht zu erscheinen. Mitte September sollen sie nach zwei Jahren Prozess endlich aussagen.
Auch die übrigen Angeklagten wünschen sich ein schnelles Prozessende. Einige haben angeboten, „zu einer Lösung zu kommen“. Falk hat im Büro seines Rechtsanwaltes ein eigenes Zimmer zum Aktenstudium angemietet. Er kämpft, weil er nicht diesen Satz aus Managementseminaren zu glauben scheint: Dass man den Sieger am Start erkennt. Eher schon an ein deutsches Sprichwort: „Wer aufgibt, wird nie Sieger und ein Sieger gibt nie auf.“ Falk will einen Freispruch.
Und dann will er eine Entschädigung – Beobachter schätzten sie auf 50 Millionen Euro, der Angeklagte selbst hält sich noch bedeckt. Falks Anwalt Thomas Bliwier spricht von dramatischen Konsequenzen für den Haushalt der Hansestadt, wenn es dazu kommen sollte. Die Hamburger Justiz verweist nur auf einen Beschluss des Oberlandesgerichts: Ihm zufolge wird der Haftbefehl gegen Falk aufrechterhalten, wegen Fluchtgefahr. Dennoch wird er gegen 1,5 Millionen Euro Kaution von der Haft verschont.
Am 82. Prozesstag verliest der Vorsitzende Richter Urkunden. Falks ehemaliger Finanzberater, der Mann, den er eingangs freundschaftlich würgte, legt am Laptop Patiencen. Falk verbirgt hinter seinem Computer die „Financial Times“. Er liest die neuesten Wirtschaftsnachrichten.
Quelle: www.tagesspiegel.de/weltspiegel/archiv/01.09.2006/2748570.asp
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GM&P Info .

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 2942
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Verfasst am: 11.März 2008 7:28 Titel: |
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| Zitat: |
| Der Ex-Webunternehmer Alexander Falk soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für fünf Jahre und neun Monate in Haft. Bei der Strafzumessung müsse das "hohe Maß an krimineller Energie und der hohe entstandene Schaden berücksichtigt werden", sagte Staatsanwältin Nana Frombach. |
* Auszug - Manager Magazin |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5872
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Verfasst am: 9.Mai 2008 15:09 Titel: |
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Vier Jahre Haft. So lautet das Urteil gegen Alexander Falk.
Das Verfahren gegen den Millionenerben ist auch ein Stück juristische Aufarbeitung der Gier am Neuen Markt. Falk will trotz Niederlage weiterkämpfen. [mehr] |
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