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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 16.Jul 2005 13:46 Titel: Allianz prüft Einstieg bei Bank in China |
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Handelsblatt
Allianz prüft Einstieg bei Bank in China
Der deutsche Allianz-Konzern erwägt, gemeinsam mit dem US-Investmenthaus Goldman Sachs bei der größten chinesischen Geschäftsbank einzusteigen. Angeblich wollen beide Partner mehr als 1 Mrd. Dollar in die Industrial & Commercial Bank (ICBC) investieren, heißt es in Unternehmenskreisen.
Mit Allianz-Vorstand Werner Zedelius wurde das "brisante" Thema am Rande einer Konferenz in Peking besprochen, wie aus unternehmensnahen Kreisen zu erfahren war. Der Plan befinde sich aber noch in einem sehr frühen Stadium. Der Zeitpunkt der Entscheidung sei noch offen. Allianz und Goldman Sachs wollten sich gestern auf Anfrage nicht äußern.
Die Allianz arbeitet mit der ICBC bereits über ein kleineres Joint Venture in China eng zusammen. Die chinesische Bank ist dadurch bereits wichtiger Vertriebspartner für die Investmentfonds der Allianz in China. Allerdings hat ICBC gerade eine ähnliche Partnerschaft mit Credit Suisse bekannt gegeben. Insider meinen, ein Einstieg der Allianz bei ICBC könnte nun dazu dienen, einen drohenden Bruch zu verhindern. Wie viel Prozent Allianz und Goldman an der größten Staatsbank Chinas übernehmen möchten, blieb unklar. ICBC hatte vor einigen Monaten erklärt, man spreche mit mehreren ausländischen Investoren, um bis Jahresende ein Aktienpaket von zehn Prozent zu verkaufen. Dies wird auf 3,6 Mrd. US-Dollar geschätzt. Als weitere Bieter für die ICBC, die in den kommenden zwei Jahren an die Börse will, werden American Express, Fortis und Credit Suisse First Boston gesehen.
Momentan drängen viele ausländische Finanzhäuser nach China, um dort bei Banken einzusteigen. Zum einen werden sie von der Regierung in Peking dazu gedrängt, die so ihre Staatsbanken fit für die anstehenden Börsengänge machen möchte. Zum anderen versprechen sich aber große ausländische Institute von einer Beteiligung den Einstieg in einen lukrativen Zukunftsmarkt.
Im vergangenen Monat hat die Bank of America bekannt gegeben, man wolle für drei Mrd. Dollar neun Prozent an der China Construction Bank - Nummer drei im Land - übernehmen. UBS plant eine Investition von 500 Mill. Dollar in die Bank of China, bei der angeblich auch die Deutsche Bank einsteigen möchte. Das britische Finanzhaus HSBC hält seit vergangenem Jahr knapp 20 Prozent an der Bank of Communications. Darüber hinaus gibt es einige kleinere Anteile ausländischer Investoren an lokalen Banken.
"Alle wollen ein Stück von dem Kuchen", sagt ein Experte. Allerdings birgt der Einkauf in chinesische Banken Risiken. "Meiner Ansicht nach sind alle Banken in China bankrott", sagt Ivo Naumann, Bankenexperte bei Roland Berger in Schanghai. Kein Investor wisse wirklich, was er bekomme. Ob sich für Private-Equity-Firmen das Engagement lohne, bleibe abzuwarten.
Auch Chinas Riese ICBC - mit mehr als 400 000 Beschäftigten und einem angegebenen Vermögen von rund 500 Mrd. Dollar - gehört eher zu den Sorgenkindern der chinesichen Finanzaufsicht. Vergangenes Jahr wurden mehr als 350 Angestellte bestraft, nachdem eine Prüfung irreguläre Finanzaktionen im Wert von 800 Mill. Dollar aufdeckte. Außerdem hat die ICBC als größter Geldgeber im Land einen hohen Berg an "faulen" Krediten. Im April pumpte die Regierung darum 15 Mrd. Dollar in die Bank, um die Kreditbilanz zu verschönern.
Aber selbst Skeptiker wie Naumann sehen eine Investition in eine chinesische Bank als sinnvoll an, da nur so der Einstieg in dem von der Politik kontrollierten Markt möglich ist. Zudem biete sich die Möglichkeit für weitere Joint Ventures. Die Strategie hat HSBC bei der Bank of Communications verfolgt und ein Kreditkartengeschäft aufgebaut. Naumann: "Da können recht gute Profite anfallen." Für solche Zusatzgeschäfte ist die ICBC besonders interessant, da sie mehr als 100 Millionen Kunden hat. Bei der Kooperation mit der Allianz dürften auch die Aussichten beim Aufbau eines Versicherungsmarktes eine Rolle spielen.
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6863
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Verfasst am: 24.Okt 2006 5:43 Titel: |
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Der größte Börsengang der Geschichte ist perfekt. Die Industrial and Commercial Bank (ICBC) platziert ihre Aktien sowohl in Hongkong als auch in Schanghai am oberen Ende der anvisierten Spanne und übt zudem die Mehrzuteilungsoption aus.
Dies teilte die Bank am Montag mit. Damit liegt der Erlös bei knapp 22 Mrd. Dollar. Bisher war die Platzierung der japanischen Telekomgesellschaft NTT Mobile Communications Network mit 18,4 Mrd. Dollar der größte Börsengang. Die Icbc-Aktie soll am Freitag (27. Oktober) erstmals gehandelt werden.
Der Börsengang der Icbc, an der neben Goldman Sachs (7 Prozent) und American Express (0,5 Prozent) auch die Allianz (2,5 Prozent) bereits beteiligt ist, stieß sowohl bei institutionellen als auch privaten Anlegern auf großes Interesse und war mehrfach überzeichnet. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 129 Mrd. Dollar gehört die Icbc zu den am höchsten bewertesten Banken der Welt. |
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