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GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2367
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Verfasst am: 11.Sep 2005 6:35 Titel: Asien spürt die Folgen der hohen Energiepreise |
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Handelsblatt
Asien spürt die Folgen der hohen Energiepreise
Subventionspolitik auf dem Prüfstand - China und Indien trotzen Ölkosten. Trotz der drastisch gestiegenen Ölpreise legt das Wirtschaftswachstum in Asien noch zu. Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) erhöhte gestern ihre Prognose für die Region (außer Japan) für das laufende Jahr 2005 um 0,1 Punkte auf 6,6 Prozent.
Wesentlicher Grund ist die rasante Entwicklung von Chinas boomender Wirtschaft. Allerdings warnt der Chefökonom der ADB, Ifzal Ali, vor heraufziehenden Risiken durch die Energiekosten. Er rechnet ebenso wenig wie der Internationale Währungsfonds (IWF) damit, dass die Ölpreise wieder auf das Niveau von 2004 sinken werden. "Wer darauf nicht reagiert, setzt sich hohen Gefahren aus", sagte Ali in Manila. Der geschäftsführende Direktor des IWF, Rodrigo Rato, geht davon aus, dass asiatische Regierungen nun Treibstoff-Subventionen abbauen werden.
Neben den Energiepreisen belasten vor allem die von der US-Wirtschaft ausgehenden Unsicherheiten. "Die USA müssen ihr Haushaltsdefizit in Ordnung bringen", forderte Ali. Die Euro-Zone und Japan mahnte er, das Wachstum stärker anzukurbeln.
Einige Regierungen in Asien stellen angesichts der hohen Ölpreise ihre Energiepolitik bereits auf den Prüfstand. Indien, dem von der ADB ein konstant hohes Wachstum von 6,9 Prozent attestiert wird, hat angekündigt, Subventionen zu kürzen. Die staatlichen Ölgesellschaften erhielten die Genehmigung, Benzin- und Gaspreise um sieben Prozent anzuheben. Thailand, das die hohen Energiekosten besonders deutlich zu spüren bekommt - und daher von 5,6 Prozent Wachstum auf vier Prozent zurückgestuft wurde -, will ein umfassendes Programm zu Energieeinsparung auflegen. Die Zentralbank hat als Reaktion auf die durch die Ölimporte auf 5,6 Prozent angefachte Inflation bereits die Leitzinsen um 50 Basispunkte auf 3,25 Prozent erhöht.
Den gleichen Schritt hat auch Indonesien vollzogen. Hier liegen die Zinsen nun bei zehn Prozent. Entgegen dem Trend in Südostasien kann Indonesien aber mit einem stärkeren Wachstum (5,7 Prozent) rechnen, hauptsächlich weil sich die Investitionsbedingungen verbessert haben. Auch Jakarta hat die Benzinpreise um 20 Prozent angehoben. In dem bevölkerungsreichsten Staat Südostasiens werden die Energiekosten ebenso subventioniert wie in den meisten anderen Ländern der Region. Die Folge ist eine zunehmende Ineffizienz in der Wirtschaft.
Lediglich Singapur, Südkorea, Japan und Hongkong bilden in puncto Spritsubventionen eine Ausnahme.
Die ADB fordert nun auch von anderen Ländern einschneidende Maßnahmen. Sie hat errechnet, dass China und Indien in der verarbeitenden Wirtschaft fünfmal mehr Energie aufwenden müssen als Japan.
Trotz der gewaltig gestiegenen Energiekosten bleibt die Volksrepublik konjunkturelles Zugpferd in Asien. Die ADB setzte die Wachstumserwartung von 8,5 auf 9,2 Prozent herauf, gab Peking aber einen deutlichen Ratschlag auf den Weg: "Die Volksrepublik könnte in Zukunft zunehmend Engpässe erleben, wenn die Benzinpreise sich nicht stärker an Marktkriterien orientieren und Energiesparsamkeit und -effizienz nicht gefördert werden", schrieb die Bank. China muss 40 Prozent seines Bedarfs einführen und ist nach den USA der weltweit zweitgrößte Importeur von Öl.
Während Chinas Wirtschaft allen Bremsmanövern zum Trotz weiter boomt, spüren die übrigen Schwellenländer Ostasiens den Energiepreisdruck deutlich. Das Wachstum in Hongkong, Taiwan und Korea fällt 2005 zurück. Hier macht sich auch die fallende Nachfrage nach Elektronikprodukten bemerkbar.
Darunter leiden auch südostasiatische Produzentenländer wie Singapur, Malaysia und die Philippinen. Die einzigen Profiteure der hohen Ölpreise sind die zentralasiatischen Staaten, allen voran Aserbaidschan (17 Prozent Wachstum), Turkmenistan (zehn) und Kasachstan (neun). Dort dürfte das Wachstum sogar noch zulegen.
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GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2367
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Verfasst am: 11.Sep 2005 6:37 Titel: |
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Handelsblatt
Dorado in Asien
Wachsende Einkommen locken deutsche Finanzdienstleister Hypothekenmarkt wächst rasant - BHW-Tochter profitiert vom Bauboom. Indien verliert seinen Ruf als Geheimtipp: Nach China macht sich auf dem asiatischen Kontinent ein zweites Riesenreich auf, den Rückstand zu den etablierten Industrienationen aufzuholen. Bürokratie und schlechte Infrastruktur behindern zwar noch den Aufstieg, können ihn aber nicht mehr aufhalten.
Indiens schnell wachsende Mittel- und Oberschicht schafft einen interessanten Markt für westliche Firmen. Der Wirtschaftsboom treibt die Einkommen hoch, und immer mehr Inder leisten sich ihr erstes Handy, ihr erstes Auto, oder gar ein Eigenheim. Zu spüren ist der Aufbruch in Gurgaon, einer aus dem Staub gestampften, gesichtslosen Trabantenstadt Neu Delhis. Entlang monotoner Achsen, die am Horizont in der Steppe versanden, schießen reihenweise Büroblocks aus dem Boden. Darin verrichten junge Inder gut bezahlte Dienstleistungen. Sie geben ihre Gehälter auf nagelneuen Einkaufsmeilen aus, in denen sich Marken breit machen wie Adidas und Benetton, vergnügen sich in Multiplexkinos und essen bei McDonalds.
Außerdem wuchern in Gurgaon endlose Apartmentblocks in den staubgelben Himmel. Das freut Ralph Haerke, der von dem Immobilienboom profitiert. "Die Mittelschicht wächst sichtlich, Einkommen steigen zweistellig, und die Leute haben ein Bedürfnis nach besserem Wohnraum", sagt der Chef der BHW Indien-Tochter. Während Konkurrenten wie Schwäbisch Hall den chinesischen Markt bearbeiten, expandiert der Hamelner Baufinanzierer seit fünf Jahren in Indien und hat dort 30 Mill. Euro investiert.
In diesem Jahr soll die Tochter die operative Gewinnschwelle erreichen, in zwei bis drei Jahren will Haerke die Zielrendite von 15 Prozent auf das Eigenkapital nach Steuern erreichen. Indiens Finanzbranche gilt unter Auslandsinvestoren als besonders gewinnträchtig. Deshalb will auch die Deutsche Bank dort in diesem Herbst ins Privatkundengeschäft einsteigen.
Für die Allianz AG hat sich das Land bereits zum dankbarsten Wachstumsmarkt in Asien entwickelt. "Bei Finanzdienstleistungen ist Indiens Potential vergleichbar mit dem Chinas und Russlands", meint Heinz Dollberg, bei der Allianz AG für das Asiengeschäft zuständig. Die Allianz will in diesem Jahr ihre Prämieneinnahmen in Indien auf rund 500 Mill. Euro steigern. "Wir sind von der positiven Entwicklung überrascht", sagte Dollberg gestern auf der vom Handelsblatt veranstalteten Indien-Konferenz. Die Gewinnschwelle sei bereits nach zwei Jahren erreicht worden, in Europa seien 15 Jahre normal.
"Das Zukunftspotential hat hier kaum Grenzen", schwärmt Haerke. Das war ein Grund, warum BHW im Vorjahr ihren Joint-Venture-Partner aufkaufte, die in Indien bestens bekannte Birla-Gruppe. Dass die Deutschen nun auf sich allein gestellt sind, hat dem Wachstum nicht geschadet, im Gegenteil. Seit die finanzstarke Mutter aus Hameln 100 Prozent hält, hat sich das Kreditrating ihrer Indien-Tochter erhöht. Dies senkt die Refinanzierungskosten deutlich. Das ist wichtig, weil Hypothekenbanken in Indien ihre Passivseite nicht mit dem normalen Geschäft aus Girokonten und Sparbüchern stärken dürfen. Das begünstigt gewöhnliche Geschäftsbanken ("Retail"), auf die drei Viertel der Immobilienfinanzierung entfallen.
Insgesamt hat BHW in Indien bislang Darlehen von umgerechnet 160 Mill. Euro vergeben, in einem Hypotheken-Markt, der mit 13 Mrd. Euro nur ein Siebtel der deutschen Größe erreicht. Doch seit fünf Jahren wächst der Markt mit durchschnittlich 40 Prozent, und Haerke hat aggressive Pläne. "50 bis 60 Prozent Wachstum pro Jahr sind in den kommenden Jahren für uns realistisch", meint er. In drei bis vier Jahren will er das Kreditportfolio auf eine Mrd. Euro ausbauen, mit Darlehen, die im Schnitt 30 000 Euro betragen. Das ist rund die Hälfte dessen, was ein Apartment in Gurgaon kostet.
Haerke blickt nun über die 15 Großstädte hinaus, in denen BHW bereits vertreten ist, und will Filialen in zehn mittelgroßen Städten eröffnen. "Die werden inzwischen vom gleichen Boom erfasst", sagt er. Mittelfristig hält er sogar einen Gang der BHW-Indien-Tochter an eine indische Börse für möglich. Und obwohl sein Fokus auf organischem Wachstum liegt, will er Übernahmen anderer Hypothekenbanken mittelfristig nicht ausschließen. Nur eines hat sich der Manager mittlerweile aus dem Kopf geschlagen: Indern Bausparen nach deutschem Vorbild beizubringen. "Es ist den Leuten kaum klarzumachen, dass sie erst Jahre vorsparen müssen, bevor sie ein Darlehen bekommen", sagt er.
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GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2367
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Verfasst am: 11.Sep 2005 6:43 Titel: |
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Japanische Stahlkonzerne legen zu
Nippon Steel und Rivale JFE setzen Preiserhöhung durch Der japanische Stahlkonzern Nippon Steel hat gestern seine auf Rekordniveau liegende Gewinnerwartung für das Gesamtjahr weiter erhöht.
Trotz eines starken Anstiegs der Rohstoffpreise profitiert das Unternehmen von seiner Preismacht bei hochwertigen Stahlprodukten.
Nippon Steel erwartet für das Gesamtjahr einen 17-prozentigen Anstieg des Reingewinns auf 310 Mrd. Yuan (30,8 Mrd. Euro). Zuvor lag das Ziel bei 265 Mrd. Yuan. Nippon Steel und sein inländischer Wettbewerber JFE konnten bei hochwertigem Stahl, der in der Automobil- und in der Unterhaltungselektronikindustrie verwendet wird, eine Reihe von Preiserhöhungen durchsetzen. Im ersten Halbjahr lag der Durchschnittspreis für Stahlprodukte von Nippon Steel bei 72 000 Yuan pro Tonne. Dies ist eine 24-prozentige Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Beide japanische Unternehmen wollten auch bei weniger hochwertigem Stahl, der in der Bauindustrie zum Einsatz kommt, ihre Preise nicht senken - trotz des immer größer werdenden Angebots aus China. Stattdessen haben sie ihre Produktion im Quartal von Juli bis September um 500 000 Tonnen zurückgefahren. JFE hat gestern seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr unverändert bei 390 Mrd. Yuan belassen.
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