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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5916
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Verfasst am: 25.Jul 2007 20:25 Titel: Auto-Rabatte erreichen US-Niveau |
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Ob VW, Renault, Mazda oder Citroën - deutsche Kunden haben zurzeit die freie Auswahl unter zahllosen Rabattaktionen der Autohersteller und -händler. Durchschnittlich 17,5 Prozent betrugen nach Berechnungen des Centers of Automotive Research die Nachlässe im Juli. Sie liegen damit auf US-Niveau. In den Vereinigten Staaten haben vor allem einheimische Hersteller in den vergangenen Jahren eine regelrechte Rabattschlacht entfacht - zu schlecht liefen die großvolumigen US-Produkte, zu gut vor allem die japanische Konkurrenz, die die Kunden mit wartungsarmen und sparsamen Modellen überzeugen konnte.
Spitzenwerte erreichen die Rabatte der Studie zufolge beim Citroen Berlingo (36,1 Prozent oder 5400 Euro Nachlass), beim Renault Laguna (27 Prozent / 8510 Euro), Hyundai Getz (26,6 Prozent / 3000 Euro) und beim Opel Corsa (26,9 Prozent / 3960 Euro). Mazda bietet für sein Modell Mazda 2 sogar einen Leasing-Vertrag mit 0 Euro monatlicher Leasingrate an.
Ferdinand Dudenhöffer, Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule Gelsenkirchen, sieht in dem Kampf um den Kunden vor allem ein veritables Problem des deutschen Marktes: So seien die Zahl der Handels- und Herstellerzulassungen - entweder als Tageszulassungen, gebrauchte Vorführwagen oder Dienstwagen - in den vergangenen sechs Monaten dramatisch gestiegen, während die privaten Zulassungen stark nachließen. Händler- und Herstellerzulassungen würden meist nach kurzer Zeit als Aktionszulassungen mit hohen Rabatten auf den Markt geschmissen - ein Geschäft nahezu ohne Rendite für Händler und Hersteller. Dudenhöffer erwartet deshalb eine Insolvenzwelle im Handel, die trotz der guten konjunkturellen Lage im kommenden Jahr anrollen wird.
Mitverantwortlich ist Dudenhöffer zufolge die Politik: Sie würde mit unausgegorenen Vorschlägen zum Klimaschutz potenzielle Autokäufer zusätzlich verunsichern. "Es handelt sich hier um Gedankenspiele, die kein einziges Gramm CO2 reduzieren, allerdings die instabile Verfassung des deutschen Automarktes verstärken", schreibt Dudenhöffer. Zusätzliche Unsicherheit gebe es durch das "Plaketten-Wirrwarr" der deutschen Behörden: Transparenz über heutige und künftige Auflagen sei für den Käufer nicht mehr vorhanden.
Was schlecht ist für die Branche, ist gut für den Kunden: Der darf sich Dudenhöffer zufolge auch in den nächsten Monaten über den Preisdruck freuen. Zwar erwartet der Experte eine leichte Belebung des Marktes, der große Bestand an Tages- und Aktionszulassungen würde aber weiter für niedrige Preise sorgen.
Quelle: FTD |
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