Sixt will als erster großer Autovermieter in Deutschland in das Carsharing-Geschäft einsteigen. Dabei können im Unterschied zur Autovermietung die Fahrzeuge in Selbstbedienung rund um die Uhr genutzt werden - auch nur für ein paar Stunden.
Der Münchner Konzern wickelt das Carsharing-Modell über seine 2003 gestartete Billigpreis-Tochter Sixti ab. Dies geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Handelsregisterauszug hervor. Sixt lehnte einen Kommentar ab und verwies auf eine Präsentation am Mittwoch.
Nach Angaben aus Branchenkreisen werden zunächst in Berlin 100 Kleinwagen wie Smart, Mini bis zur Mercedes Benz B-Klasse angeboten. Über das Internet oder Handy können die Fahrzeuge gebucht werden und lassen sich dann über eine Kennung am Führerschein öffnen.
Nach ersten Stützpunkten in Berlin sollen weitere deutsche Städte folgen. Sixt will auch dem Bundesverband Carsharing beitreten, dem bisher gut 80 Mitglieder mit über 3000 Fahrzeugen angehören.
Das Carsharing-Modell mit dezentralen Abstellplätzen wendet sich vor allem an Privatkunden, während die übliche Autovermietung vor allem von Geschäftskunden genutzt wird.
Sixt erzielt derzeit 56 Prozent seines Autovermietumsatzes mit Geschäftskunden. Die Sixt-Billigpreismarke Sixti hat bisher 92 Stationen in neun Ländern. Branchenexperten gehen davon aus, dass der Münchner Konzern das Carsharing-Modell auch auf Europa erweitern könnte.
Quelle: G.Hegmann
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