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GoMo&Pa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2182
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Verfasst am: 27.Aug 2005 13:37 Titel: China weitet seinen Einfluss aus! |
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ftd.de; 24.08.2005
China weitet seinen Einfluss in Zentralasien aus
Geplanter Kauf eines Ölförderunternehmens in Kasachstan dient der regionalen Expansion - Peking und Moskau wollen USA zurückdrängen.
China würde am meisten von dem geplanten Kauf des kanadischen Erdölunternehmens Petro Kazakhstan profitieren. Obwohl der indische Mitbewerber Oil and Natural Gas Corporation (ONGC) gestern ankündigte, ein neues Kaufangebot vorzulegen, hielten Beobachter es für unwahrscheinlich, dass Chinas Einstieg noch scheitern könnte.
Die bereits existierende Kooperation zwischen China und Kasachstan und die gemeinsame Grenze machten die beiden Länder zu natürlichen Partnern, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg den Analysten Doug Hohertz von der Mitchell Group im texanischen Houston. "Sie werden lieber mit den Chinesen tanzen als mit den Indern."
China verfolgt in Zentralasien jedoch nicht nur energiepolitische Interessen. Ebenso wie der einstigen Großmacht Russland ist der gewachsene Einfluss der USA in der Region den Chinesen ein Dorn im Auge. Als die usbekische Regierung mit den Amerikanern im Mai wegen ihres brutalen Vorgehens gegen Aufständische aneinander geriet, witterten Peking und Moskau eine Chance. "Heute haben sich die Beziehungen Usbekistans nicht nur zu den USA, sondern auch zu den Ländern des Westens drastisch verkompliziert", frohlockte Alexej Makarkin, stellvertretender Generaldirektor des Kreml-nahen Zentrums für politische Technologien, danach.
Im Juli erreichten Moskau und Peking, dass die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), die neben China und Russland auch die zentralasiatischen Staaten umfasst, die USA aufforderte, einen Abzugstermin für ihre Militärbasen in der Region zu nennen. Ursprüngliches Ziel der SOZ war der Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Doch verbünden sie sich zunehmend auch gegen westlichen Einfluss in der Region. Für Länder wie Kasachstan oder Usbekistan ist die Zusammenarbeit mit China und Russland wesentlich unkomplizierter als mit den USA. Seit den von Washington unterstützten Revolutionen in der Ukraine und Georgien fürchten Staatschefs wie Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew, dass es auch bei ihnen zu Umstürzen kommen könnte. Aus Peking oder Moskau haben sie keine Kritik zu erwarten - egal, wie hart sie gegen Oppositionelle vorgehen. Ungewiss ist allerdings, ob sich Russland und China nicht langfristig gegenseitig in die Quere kommen. Moskau beobachtet misstrauisch die chinesische Einwanderung ins bisher schwach bevölkerte Sibirien. Zudem betrachtet Russland Zentralasien als ureigenes Einflussgebiet.
In Kasachstans Ölsektor ist China eine feste Größe. Mit der kasachischen Regierung schloss Peking 1997 eine "strategische Partnerschaft" zur Erschließung von drei Erdölfeldern und vereinbarte den Bau einer 2800 Kilometer langen Pipeline vom westkasachischen Ölfeld Atyrau bis in die chinesische Provinz Xinjiang. Bis Ende dieses Jahres soll die zweite Phase des Projektes abgeschlossen sein, die 988 Kilometer lange Verbindung von Atasu in Zentralkasachstan bis nach China. Die Ölfelder von Kumkol, das Fördergebiet von Petro Kazakhstan, liegen südlich von Atasu. Die miteinander verbundenen Projekte werden von einem chinesisch-kasachischen Joint Venture vorangetrieben.
Die politische Kooperation Chinas mit Kasachstan begann 1996. Beide Länder gehören seitdem der SOZ an, in der China eine führende Rolle übernommen hat.
Nach Medienberichten hat Petro Kazakhstan mit Petro China, der börsennotierten Tochter der staatlichen China National Petroleum Corporation, eine Gebühr von 125 Mio. $ vereinbart, falls der Vertrag scheitert.
Dennoch warnten andere Beobachter vor voreiligen Schlüssen. "Ich würde noch nicht davon ausgehen, dass der Deal beschlossen ist", sagte ein Mitarbeiter des US-Energieministeriums der FTD. Er erinnerte an die kürzliche Aufregung um das chinesische Gebot für Unocal, das kurz vor Abschluss an politischem Widerstand in den USA gescheitert war.
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GoMo&Pa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2182
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Verfasst am: 27.Aug 2005 13:46 Titel: |
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ftd.de; 23.08.2005
Indien unterliegt im Wettstreit um weltweite Energiereserven
Für Indiens Energiepolitiker dürften die Nachrichten des gestrigen Tages eine Enttäuschung gewesen sein. Petro China sicherte sich den Zugriff auf die kanadische Petro Kazakhstan. Der indische Mitbewerber, ein Konsortium aus der staatlichen Oil and Natural Gas Corporation (ONGC) und dem Stahlhersteller Mittal, ging leer aus.
China und Indien suchen weltweit nach Energiequellen zur Deckung des steigenden Bedarfs ihrer Milliardenbevölkerungen. Beide Regierungen haben ihren Kooperationswillen in der Energiepolitik bekundet, um der Dominanz der westlich bestimmten Kartelle entgegenzutreten. Allerdings zeigt der Wettbewerb in Kasachstan, dass sich die asiatischen Riesen bei der Jagd nach knappen Ressourcen in die Quere kommen. "Seit auch Indien der Energiepolitik höchste Priorität beimisst, hat es sich ergeben, dass beide Länder auf denselben Feldern fischen", sagte Frank Umbach von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin. Rivalität werde sich dabei künftig kaum verhindern lassen.
Während China schon seit Ende der 90er Jahre strategisch Energiequellen erschließt, hat die indische Politik das Thema erst im vergangenen Jahr für sich entdeckt. Ministerpräsident Manmohan Singh warnte bereits, dass Chinas Vorsprung kaum noch aufzuholen sei. Der indische Ölminister Mani Shankar Aiyar bläst seither zur Aufholjagd. Die beiden neuen Großverbraucher setzen dabei oft auf Staaten, die der westlichen Welt ein Dorn im Auge sind. So hält China 40 Prozent der Anteile am "Greater Nile Oil Project" im Sudan, Indien hat sich 25 Prozent gesichert. Auch mit Iran sind beide Länder gut im Geschäft. China sicherte sich schon im letzten Jahr langfristige Rechte für Erdgasimporte im Wert von 70 Mrd. $, Indien zog in diesem Jahr mit einem 40-Mrd.-$-Kontrakt nach. Indien will das verflüssigte Gas über eine Pipeline durch Pakistan ins Land transportieren.
Die US-Regierung versucht, das Pipelineprojekt zu verhindern. Washington hofft, zumindest auf die indische Regierung Einfluss nehmen zu können, die sie zu ihrem strategischen Partner in der Region erkoren hat. Als Gegenleistung bietet sie Indien Unterstützung beim Ausbau der zivilen Nuklearenergiean.
Auch aus Zentralasien würde die US-Regierung die neuen Weltmächte China und Indien am liebsten heraushalten. Doch seit gestern ist klar, dass zumindest China sich fest in der Region etabliert hat.
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GoMo&Pa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2182
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Verfasst am: 4.Sep 2005 9:32 Titel: |
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Handelsblatt
Petro China plant Milliarden-Platzierung
Konzern will mit Erlös Ölfelder im Ausland kaufen. Chinas größter Ölproduzent Petro China gibt weitere Aktien im Wert von bis zu 19 Mrd. Hongkong-Dollar (zwei Mrd. Euro) aus. Mit dem Erlös will das Unternehmen den Kauf von Ölfeldern finanzieren, um den steigenden Bedarf in der wachstumsstärksten Volkswirtschaft zu decken.
Zusammen mit der Muttergesellschaft China National Petroleum wird Petro China 3,16 Mrd. Aktien platzieren, deren Preis zwischen 5,85 und sechs Hongkong-Dollar je Aktie festgesetzt werden soll, wie aus einer E-Mail an Investoren hervorgeht. Die Spanne entspricht einem Abschlag von bis zu sieben Prozent auf den Schlusskurs vom Dienstag mit 6,30 HK-Dollar. Seit der Börseneinführung im April 2000 hat sich der Kurs von Petro China fast verfünffacht, angetrieben vom Ölpreis- und Nachfrageanstieg.
"Der Ölpreis steigt weiter", sagt Stella Lau, Fondsmanagerin bei East Asia Asset Management in Hongkong. "Der Markt hat Appetit auf neue PetroChina-Aktien und kann sie auch verdauen." Die chinesischen Ölproduzenten expandieren im Ausland, da die heimischen Ölfelder den inländischen Bedarf nicht mehr abdecken. Dieser hat sich in zehn Jahren auf rund 6,75 Mill. Barrel pro Tag mehr als verdoppelt, zeigen Schätzungen der Internationalen Energieagentur. Auch Cheng Geng, der Vorsitzende von Petro China, kauft Ölfelder im Ausland zu. In der letzten Woche wanderte PetroKazakhstan Inc. für 4,18 Mrd. Dollar (3,42 Mrd. Euro) in den Einkaufskorb der Muttergesellschaft China National Petroleum.
"Die Frage ist, was Petro China mit dem Emissionserlös macht", gibt Chris Wong, Vermögensverwalter bei Aberdeen International Asset Management in Singapur, zu bedenken. "Sie verwässern den Gewinn pro Aktie, es sei denn, sie haben eine ganz bestimmte Verwendung für das Geld." Wong zufolge wurden Aberdeen neue Petro-China-Aktien angeboten. Über den Kauf müsse schnell entschieden werden. "Wenn wir die Gesamtsituation nicht klar abschätzen können, rühren wir diese Aktien nicht an", sagt Wong.
Petro China wird 2,877 Mrd. neue Aktien ausgeben, China National Petroleum gibt 287,7 Mill. Aktien ab. Die Muttergesellschaft hält 90 Prozent des Kapitals. Petro China könnte weitere 351,6 Millionen Aktien platzieren, davon 319,68 Mill. neue Aktien, teilte der Ölproduzent per E-Mail mit. Die Zahl der Aktien werde maximal 20 Prozent des bestehenden Aktienkapitals entsprechen, hieß es. Goldman Sachs, Citigroup und Deutsche Bank begleiten die Platzierung.
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