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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6461
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Verfasst am: 8.Sep 2006 13:12 Titel: Daimler will Bundesagentur anzapfen |
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Der Daimler-Chrysler-Konzern will laut einem Zeitungsbericht für den Wechsel von Mitarbeitern seiner defizitären Tochterfirma Smart in die Mercedes-Gruppe Zuschüsse in Millionenhöhe aus der Arbeitslosenversicherung in Anspruch nehmen. Den „Stuttgarter Nachrichten“ zufolge beruft sich der Konzern dabei auf gesetzliche Regelungen zur Altersteilzeit.
„Durch die Übernahme der Mitarbeiter in den Konzern nimmt das Unternehmen eine gesetzlich zulässige und geförderte Möglichkeit wahr“, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag auf Anfrage. Der Gesetzgeber habe gewollt, dass ältere Mitarbeiter, die auf dem Wege der Altersteilzeit ausscheiden, durch jüngere oder Arbeitslose ersetzt würden und dadurch der Arbeitsmarkt gezielt entlastet werde. Genau dies sei hier der Fall.
Zum Jahreswechsel wird der Konzern die Smart GmbH auflösen, in der gegenwärtig noch 450 Mitarbeiter beschäftigt sind. Diese Mitarbeiter, die nach dem jüngsten Stellenabbau noch an Bord sind, sollen neue Arbeitsverträge bei Daimler-Chrysler erhalten. Dort wiederum verabschieden sich regelmäßig ältere Mitarbeiter in die Altersteilzeit.
Dieses Zusammentreffen zwischen der Altersteilzeit und dem Wechsel jüngerer Mitarbeiter von der Tochtergesellschaft zum Mutterkonzern nimmt der Konzern nach Informationen der „Stuttgarter Nachrichten“ zum Anlass, Leistungen im Rahmen des Programms „Jung für Alt“ in Anspruch zu nehmen. Dieses Programm stellt Arbeitgebern hohe Zuschüsse in Aussicht, wenn sie Arbeitsplätze, die durch Altersteilzeit frei werden, wieder besetzen.
Voraussetzung ist nach dem Gesetz, dass ein Auszubildender übernommen oder ein Arbeitsloser eingestellt wird. Darüber hinaus gibt es auch Zuschüsse, wenn Mitarbeiter eingestellt werden, deren Arbeitsplatz bald wegfällt. Dies ist bei Smart der Fall, da das Unternehmen bald aufgelöst wird.
Allerdings gilt es als fraglich, ob die Stellen der 450 Smart-Beschäftigten tatsächlich in Gefahr waren. Smart-Chef Ulrich Walker hatte erst im Juli betont, dass sich durch die Auflösung der Smart GmbH für die Mitarbeiter unmittelbar nichts ändern werde.
Den Berechnungen der „Stuttgarter Nachrichten“ zufolge könnte der Automobilhersteller im Falle der 450 Smart-Mitarbeiter rund 11 Mill. Euro für Gehälter und Rentenbeiträge von den Sozialkassen bekommen. In der zugrunde liegenden Modellrechnung erhält das Unternehmen für einen Mitarbeiter mit einem Bruttoarbeitslohn von 3 000 Euro einen Zuschuss von 6 000 Euro pro Jahr. Da sich die Altersteilzeit im Konzern durchschnittlich über vier Jahre erstrecke, entstehe ein Volumen von rund 24 000 Euro pro Kopf, so die Zeitung weiter.
„Die gesetzlich geregelte Teilerstattung der Kosten, die wir für die Altersteilzeit aufwenden, vermeidet eine deutlich höhere Belastung der Sozialkassen durch Arbeitslosengeld,“ sagte der Daimler-Chrysler-Sprecher. |
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