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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 16.Apr 2005 12:40 Titel: Die Rente stirbt - nicht die letzte Nullrunde |
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ftd.de; 15.04.2005
Die dynamische Rente ist tot
Die diesjährige Nullrunde für die Rentner wird nicht die letzte sein. Wenn die realen Altersbezüge nicht deutlich sinken sollen, dann ist ein Bündel weiterer Reformen notwendig.
von Eckart Bomsdorf - Zunächst die gute Nachricht dieser Woche: Die Renten werden 2005 nicht gekürzt. Nun die schlechte: Die dynamische Rente ist tot. Die Entwicklung der Renten hält nicht mehr mit der ohnehin schon schwachen Lohn- und Gehaltsentwicklung Schritt. Viele Rentnerinnen und Rentner in Deutschland haben die Konsequenzen aber noch nicht realisiert. 2004 hat es keine Rentenerhöhung gegeben, in diesem Jahr gibt es keine, und auch 2006 ? im Jahr der Bundestagswahl ? wird es wohl keine Rentenerhöhung geben. Im Gegenteil ist eine Kürzung der Renten ? oder eine Beitragssatzerhöhung ? 2006 nicht ausgeschlossen.
Selbst wenn ab 2007 wieder Rentenerhöhungen möglich sind, werden diese auf absehbare Zeit keinesfalls ausreichen, um vergangene und künftige Preissteigerungen auszugleichen. Real wird es also keine Einkommenszuwächse geben, die Dynamik früherer Jahre ist dahin. Vor diesem Hintergrund sind die jährlich an die Versicherten versandten Renteninformationen der Versicherungsträger mit großer Skepsis zu sehen. Um die Rente der heutigen Beitragszahler vorauszuberechnen, wird mit aus heutiger Sicht immer noch zu hohen Steigerungsraten gerechnet.
Die Rentenreform reicht in ihrer bisherigen Form nicht aus, um die Finanzierung der Renten mit einem Beitragssatz von nicht mehr als 20 Prozent bis 2020 und maximal 22 Prozent im Jahr 2030 langfristig zu sichern. Dies liegt vor allem daran, dass das sich ändernde Zahlenverhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenempfängern nicht genügend berücksichtigt wird. Zwar soll der viel gelobte Nachhaltigkeitsfaktor die Rentenerhöhungen dämpfen, wenn immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentner finanzieren müssen.
Doch mittlerweile wäre es nötig, die Renten zu senken, um diese Nachhaltigkeit zu bewirken. Das aber darf laut einer Sicherungsklausel im Rentenreformgesetz nicht geschehen. Bei den Beamtenpensionen dagegen kam es bereits 2004 bei einem großen Teil zur Senkung der Jahrespension. Hier hat der Staat unmittelbare Zugriffsmöglichkeiten, gegen die der Pensionär keine Handhabe hat.
Der angestrebte Rückgang des Rentenniveaus, der Einnahmen und Ausgaben der Rentenversicherung ausgleichen soll, wurde bisher nicht erreicht. Jetzt macht sich auch bemerkbar, dass die rot-grüne Regierung 1998 zunächst den alten Demografiefaktor der schwarz-gelben Regierung gekippt und dann einige Jahre Reform der Rentenfinanzen verschlafen hat.
Sollen die Renten real langfristig nicht deutlich sinken, reicht es nicht aus, dass sich nur die Zahlenrelation zwischen Beitragszahlern und Rentnern auf das Rentenniveau auswirkt. Vielmehr muss sich die längere Lebenserwartung ? ein Grund dieser Entwicklung ? auch in der Lebensarbeitszeit niederschlagen. Steigt die Lebenserwartung ständig, darf dies nicht dazu führen, dass nur die Zeit des Ruhestandes immer länger wird, während die Lebensarbeitszeit, in der die Beiträge gezahlt werden, konstant bleibt.
Bei Renten und Pensionen muss eingeführt werden, was in manchen Bundesländern bei Professoren schon möglich ist: ein Hinausschieben der Pensionsgrenze.
Eine Koppelung des gesetzlichen Renteneintrittsalters an die fernere Lebenserwartung etwa 60-Jähriger wäre eine direkte Möglichkeit, Renten- und Pensionskassen zu entlasten. Der vom Verband der Rentenversicherungsträger erneut in die Debatte gebrachte Vorschlag, das gesetzliche Renteneintrittsalter von 65 auf 67 Jahre zu erhöhen, geht in eine ähnliche Richtung. Wichtiger ist jedoch kurzfristig, das tatsächliche Rentenzugangsalter anzuheben; hier sind wir schon auf einem guten Weg.
Wer weiter früher in Rente gehen will, sollte dies tun können, wenn er bereit ist, größere Rentenabschläge in Kauf zu nehmen. Eine höhere kapitalgedeckte Eigenvorsorge könnte die Reduktionen für heute Jüngere ausgleichen. Für die rentennahen Jahrgänge ist es für entsprechende zusätzliche Vorsorge zu spät.
Um die letztlich vor allem durch die fehlenden Geburten und die höhere Lebenserwartung induzierten langfristigen Probleme der Rentenversicherung und anderer Zweige der Sozialversicherung zu lösen, ist ein ganzer Mix von Maßnahmen erforderlich. Ein zusätzliches Instrument wäre etwa ein Kapitalstock, der aufgebaut werden könnte, indem der Solidaritätszuschlag ? wie schon lange diskutiert ? langsam abgebaut wird. Stattdessen könnte dann ein ? in seiner Höhe eventuell kinderzahlabhängiger ? Demo(grafie)-Soli auf die Einkommensteuer eingeführt werden. So würde niemand zusätzlich belastet, es würde nur eine Art Sondersteuer durch eine andere ersetzt. In jedem Fall gilt weiter: Die Rente ist sicher ? ein Problem.
provided by GENIOS... |
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Torpedo Specialist
Anmeldungsdatum: 22.12.2003 Beiträge: 59 Wohnort: CH-Dietikon
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Verfasst am: 22.Apr 2005 11:21 Titel: Mit Dynamik auf die Rente zusteuern |
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Bei diesem Thema ist Innovation und Mut gefragt. Aber gerade diese Eigenschaften scheinen in unseren Breitengraden und nicht nur bei Politikern eingeschlafen zu sein.
Wenn es um Ruhestand geht, sind alle auf das Übertrittsdatum fokussiert, als ob dann auch mit persönlicher Vorsorgestrategie und -Investition alles vorbei wäre. Dabei ist die Lebenserwartung derart im Steigen begriffen, dass finanzielle Vorsorgeplanung und -Investition nicht schon um die 50-60 aufhört, sondern die Planung auf ein Alter von 80-90 Jahren angelegt sein sollte. Private Vorsorge hat den Vorteil, dass das einbezahlte Kapital in Privatbesitz bleibt, und nicht in nimmersatte staatliche Töpfe fliesst. So bleibt auch den Erben noch etwas vom Ersparten übrig!
Einen Paradigmenwechsel hat Torpedo Management mit seinem in den vergangenen Jahren entwickelten "High Risk-High Reward" Ausbildungs- und Vorsorgeprodukt GALAXY herbeigeführt: Galaxy arbeitet auf reiner Gewinnbeteiligungsbasis, ohne Belastung irgend welchen eigenen Spesen; ganz nach Dale Carnegie's Motto: "I'm O.K, you're O.K." oder zu Deutsch: "Wenn es Dir gut geht, geht es auch mir gut!"
Die ständig aktualisierte Investition eines knapp 61 jährigen Versicherungs-Generalagenten im Frühruhestand kann unter http://www.falger.com/about/GALAXY-Beispiel.pdf abgefragt und seine weitere Entwicklung verfolgt werden.
Happy Weekendgrüsse aus der Schweiz! |
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1951 Pathfinder
Anmeldungsdatum: 13.10.2003 Beiträge: 360
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Verfasst am: 22.Apr 2005 11:28 Titel: |
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Jo, passt doch!
Rentenkasse wird angezapft:
Begründung schlüssig, BND Neubaukosten statt prognostizierten 768 Mio jetzt bei 1,550 Mrd.
Sarkastisch das Anzapfen, traurig die Kostenentwicklung!
Und niemand war es in dieser Republik!
Unternehmer angreifen, selber aber betriebswirtschaftlich im Nirwana operierend! |
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