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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7236
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Verfasst am: 29.Dez 2006 17:41 Titel: Die Vereinigten Arabischen Emirate auf Werbetour |
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"Ich bin in Sachen Marketing für mein Land nicht so gut, da kann ich noch dazulernen", erklärt Abdullah Bin Ahmed Al Saleh, Sekretär im Wirtschaftsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu: "Bei Geschäftsverhandlungen bin ich vielleicht umso besser."
Gar nicht bescheiden sind die Bonbons, mit denen die Araber anlässlich einer Werbetour über die Wirtschaftskammer Österreich Investoren ins Land locken wollen.
Der Staatssekretär der aufstrebenden Golfemirate, zu denen sieben Fürstentümer zählen – darunter Abu Dhabi und Dubai – verspricht das reinste Wunderland: Steuerfreiheit (weder Unternehmenssteuern noch Mehrwertsteuer), freier Kapitaltransfer, damit auch freie Verfügung über Gewinne und Transfer über die Grenze, sowie attraktive Standortbedingungen mit modernster Infrastruktur sollen Österreicher an den Golf locken.
Bisher war in den Emiraten eine Unternehmensgründung nur möglich, wenn ein lokaler Partner 51 Prozent der Anteile hielt. In den zwölf "Freezones", das sind erschlossene, fast schlüsselfertige Business-Parks, können sich ausländische Investoren niederlassen.
Das besondere, nicht selbstverständlich in der globalen Wirtschaft: "Es gibt keine Korruption"“, versichert Al Saleh. "Wir führen das Land wie eine private Company."
Über die Dubai Holding, unter deren Dach 19 Konzerne aus elf verschiedenen Branchen nahezu zentralwirtschaftlich gesteuert werden, werden so ehrgeizige Projekte wie die Dubai Industrial City geschaffen. Das drittgrößte Projekt des Landes soll bis 2009 errichtet sein.
Ebenso im Bau befinden sich touristische Projekte wie Dubailand, die von der Jumerah Group künstlich im Meer errichteten Inseln in der Form einer Palme, die sogar mit bloßem Auge aus dem All zu erkennen sind, sowie das 321 Meter hohe Luxushotel "Burij Al Arab",
das neben Tausenden Lustern unter anderem über einen Theatersaal für 1100 Besucher verfügt.
Den Scheichs geht es nicht (nur) um Prestige, sondern um knallhartes Geschäft. Das Land mit seinen 5,3 Mio. Einwohnern soll weiterhin aus der Abhängigkeit des Ölgeschäfts befreit werden. Die Emirate erwirtschaften nur noch rund sechs Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 97,5 Mrd. US-Dollar (73,7 Mrd. Euro) mit der Petrochemie. Tourismus, Medizin, Gesundheit, Informationstechnologie und Mikro-elektronik sollen das Wachstum ankurbeln.
Und ein reger Handel soll Dubai zur Wirtschaftsmacht Nummer eins machen. Gleichzeitig wird das Scheichtum auf Hightech ausgerichtet. In einem 7,2 Quadratkilometer großen Mikrotechnologie-Park namens Silicon Oasis sollen in den nächsten 20 Jahren 7,8 Mrd. US-Dollar investiert werden. Dubai will so dem Hightech-Mekka Silicon Valley in Kalifornien künftig die Stirn bieten.
Ebenso will das Golfemirat mit seiner "Health Care City" zur Drehscheibe für Medizin, Wellness und Gesundheitsvorsorge werden. 350 Kliniken und Forschungszentren – so sieht der staatliche Master-Plan vor – sollen auf einer Fläche so groß wie 40 Fußballfelder entstehen.
Gefragt sind neben Medizinern auch Life-Science-Forscher. Damit will das Golfemirat auch im Gesundheitssektor zum Mittelpunkt im Mittleren Osten avancieren.
Für Arbeitskräfte aus dem Ausland, derzeit arbeiten Menschen aus 145 Nationen in den Emiraten, 80 Prozent der Bewohner sind aus dem Ausland, werden großzügige Aufenthaltsgenehmigungen erteilt, meint Al Saleh.
Unter Verwendung der Quelle:Thomas Jäkle, Economy-Printausgabe
Foto: derstandard.at |
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