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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 11.Apr 2005 16:48 Titel: EU: Rote Laterne geht an Deutschland |
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Handelsblatt; 04.04.2005
EU: Rote Laterne geht an Deutschland
Prognose der Europäischen Kommission. Die Europäische Kommission hat Deutschland bei Wachstum und Defizit ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Nach Einschätzung der EU-Behörde dürfte die Bundesregierung in diesem Jahr erneut den EU-Defizitgrenzwert von drei Prozent überschreiten. Zudem ist Deutschland nach EU-Einschätzung 2005 mit seinem Wachstum das Schlusslicht aller 25 EU-Staaten.
HB BRÜSSEL. Die Kommission senkte ihre Wachstumsprognose für Deutschland am Montag in Brüssel auf 0,8 % in diesem Jahr und halbierte damit in etwa ihre eigene Prognose aus dem Herbst und die Schätzung der Bundesregierung. Entgegen der Zusage von Bundesfinanzminister Hans Eichel erwartete die Kommission in ihrer Frühjahrsprognose zudem, dass Deutschland dieses Jahr zum vierten Mal in Folge die EU-Defizitgrenze überschreiten wird. Eichel ließ offen, ob die Defizitsenkung trotz schwacher Konjunktur gelingt. Auch für die übrigen EU-Länder schätzte die Kommission die Wachstumsaussichten pessimistischer ein als noch im Herbst. Allerdings komme es zu einer stärkeren Binnennachfrage.
Weniger als zwei Wochen nach den Beschlüssen des EU-Gipfels zur Lockerung des Stabilitätspaktes sagte die Kommission voraus, dass die deutsche Neuverschuldung in diesem Jahr bei 3,3 % und damit erneut über der Drei-Prozent-Marke liegen wird. Sie schränkte allerdings ein: "Diese zentrale Schätzung lässt die Möglichkeit offen, ein viertes Überschreiten der Grenze von drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Folge zu vermeiden." Währungskommissar Joaquin Almunia sagte, falls nötig werde die Kommission von Deutschland weitere Einsparungen verlangen. Zugleich äußerte er sich aber optimistisch über die künftige Entwicklung der Staatsfinanzen. Weil die Binnennachfrage und damit Steuereinnahmen stiegen, werde Deutschland ohne weitere Einschnitte sein Defizit 2006 knapp unter drei Prozent senken.
Eichel ließ offen, ob er sein Ziel eines Defizits von unter drei Prozent dieses Jahr erreicht. "Wir setzen alles daran", sagte er, fügte aber hinzu: "Wir werden einer unter Umständen deutlich schwächeren Konjunktur nicht hinterher sparen. Das wäre eine falsche Antwort." Die Bundesregierung werde ihre neue Prognose Ende April auf der Basis der Steuerschätzung machen.
Die Opposition nahm die Prognose zum Anlass für neue Kritik an der Regierung. "Sechs Jahre rot-grüne Koalition haben Deutschland vom Spitzenplatz auf einen Abstiegsplatz innerhalb der Europäischen Union gebracht", sagte der CDU-Haushaltsexperte Steffen Kampeter. "Wir sollten Stabilitätsmeister und Wachstumstreiber statt Schuldenkönig und Schlusslicht sein."
Besonders hohe Defizite erwartet die Kommission in Italien, Portugal und Griechenland. Italien als drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone dürfte sich in diesem Jahr mit einem Defizit von 3,6 % unter die Defizitsünder einreihen und ohne Gegenmaßnahmen im kommenden Jahr sogar 4,6 % seines Inlandsproduktes an neuen Schulden aufnehmen.
Die Situation Italiens sei Besorgnis erregend, sagte Almunia. Die Kommission werde Entscheidungen treffen, wolle zunächst aber die Gespräche zwischen Italien und der Statistikbehörde Eurostat abwarten. Sie streiten über die bisherigen italienischen Haushalte.
Portugal könnte in diesem Jahr mit 4,9 % auf das höchste Defizit der Euro-Zone kommen. Griechenland, das den Grenzwert noch nie einhielt, dürfte sein Defizit langsam senken - auf 4,5 % in diesem Jahr. Im Falle Frankreichs hielt die Kommission an ihrer Erwartung einer Neuverschuldung von 3,0 % in diesem Jahr und 3,4 % 2006 fest. Pessimistischer als zuvor fiel auch die Wachstumsschätzung für alle 25 EU-Staaten und die Euro-Zone aus. Im Währungsraum sank sie auf 1,6 % in diesem Jahr. Im Herbst hatte sie noch 2,0 % betragen. Das Wachstum aller 25 EU-Staaten werde 2,0 % erreichen; im Herbst hatte die Kommission noch mit 2,3 % gerechnet. Risiken blieben Wechselkurse und Ölpreis.
Doch kommendes Jahr rechnet die Kommission mit einem Anziehen des Wachstums, das sich allerdings auf dem Arbeitsmarkt nur schwach bemerkbar mache. Die deutsche Wirtschaft werde um 1,6 % wachsen, die des Währungsraums um 2,1 % und damit an der Potenzialrate liegen.
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 14.Mai 2005 10:40 Titel: Steuerschätzung reißt Loch in die Kassen |
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Handelsblatt; 13.05.2005
Steuerschätzung reißt Loch in Eichels Kassen
Etat Ausfälle deutlich höher als vom Bund erwartet - Kommunen großer Gewinner. Bund und Länder müssen sich in den kommenden Jahren auf höhere Steuerausfälle einrichten als im Vorfeld vom Bundesfinanzministerium erwartet.
Dies ist das Ergebnis der 125. Sitzung des Arbeitskreises Steuerschätzung, das gestern in Berlin vorgelegt wurde. Damit revidierten die Experten zum neunten Mal in Folge ihre Erwartungen nach unten. Allein in diesem Jahr ist das Gesamtsteueraufkommen rund zwei Mrd. Euro geringer als vom Bundesfinanzministerium geschätzt. Die Einnahmen der Gemeinden werden sich dagegen in den nächsten Jahren im Rahmen der bisherigen Prognosen bewegen. Grund für die umfassende Revision ist, dass die Wirtschaft schwächer wachsen wird als bei der letzten Steuerschätzung angenommen. Der Einbruch der Steuereinnahmen im abgelaufenen April um rund sieben Prozent sei in der Schätzung berücksichtigt, sagte ein Steuerschätzer.
Dieses Jahr dürfte das Steueraufkommen 445 Mrd. Euro betragen - 5,1 Mrd. Euro weniger als im November geschätzt. Nächstes Jahr fehlen dem Gesamtstaat 17,1 Mrd., 2007 21,3 Mrd. und 2008 23,3 Mrd. Euro im Vergleich zur letzten Prognose.
Die größten Einbußen muss Bundesfinanzminister Hans Eichel verkraften. Dieses Jahr muss er Ausfälle von 3,5 Mrd. Euro hinnehmen. Seinen Länderkollegen fehlen 2,5 Mrd. Euro; die Stadtkämmerer können sich über 800 Mill. Euro Mehreinnahmen freuen. Dieser Trend setzt sich in den Folgejahren fort.
Eichel will die entstandenen Löcher durch Einmalmaßnahmen stopfen. Alles andere sei entweder "konjunkturschädlich oder nicht wirksam". In diesem Zusammenhang schloss er nicht aus, Forderungen gegenüber der staatseigenen KFW-Bankengruppe zu verbriefen. Zudem kündigte Eichel an, in den nächsten vier Wochen ein Gesetz zur Neuordnung des ERP-Sondervermögens auf den parlamentarischen Weg zu bringen. In diesem Zusammenhang könnten Milliardenbeträge für seinen Etat abfallen. Die Union forderte eine Haushaltssperre und einen Nachtragsetat.
Hohe Ausfälle muss der Bund vor allem bei seinen beiden großen Verbrauchsteuern, der Mineralöl- und der Tabaksteuer, verkraften. Infolge der hohen Benzin- und Zigarettenpreise dürften die Verbraucher ihren Konsum auch in den kommenden Jahren deutlich einschränken.
Für die Mineralölsteuer, einst eine sichere Steuerquelle für den Bund, gehen die Experten dieses Jahr erneut von einem Rückgang des Aufkommens aus. Auf diesem niedrigen Niveau dürften die Einnahmen in den Folgejahren verharren. Bei der Tabaksteuer erwarten die Schätzer eine ganz leichte Erholung. Nach dem Rückgang im Vorjahr wird für 2005 und 2006 mit Zuwächsen gerechnet, die aber deutlich geringer ausfallen dürften, als die Steuererhöhungen hätten erwarten lassen.
Dagegen sprudeln die Unternehmensteuern kräftig weiter. Bei der Gewerbesteuer wird nach einem Plus von 17,5 Prozent im Vorjahr in diesem Jahr mit einer Zunahme des Aufkommens von 3,1 Prozent gerechnet. In den folgenden Jahren dürfte sich das Wachstum moderat fortsetzen. Davon profitieren vor allem die Kommunen, denen die Gewerbesteuer überwiegend zusteht.
Auch die zweite große Unternehmensteuer, die Körperschaftsteuer, wird dem Fiskus in den kommenden Jahren steigende Einnahmen bescheren. Allein in diesem Jahr dürfte das Aufkommen rund ein Viertel höher sein als noch 2004. In den folgenden Jahren ist mit einer Normalisierung der Entwicklung zu rechen. Das zu erwartende Minus in 2007 ist auf eine Besonderheit im Körperschaftsteuerrecht zurückzuführen.
Grund für diese optimistische Entwicklung der Unternehmensteuern ist vor allem die mittelfristig recht freundliche Wirtschaftsentwicklung, auf der die Schätzung basiert: 2007 bis 2009 soll die Wirtschaft nominell um 2,9 Prozent pro Jahr wachsen, in den Jahren zuvor um 1,6 bzw. 2,4 Prozent.
50 Jahre Sachverstand.
Der Arbeitskreis: Seit 1955 wird in Deutschland das Steueraufkommen von Bund, Ländern und Gemeinden geschätzt. Der Arbeitskreis Steuerschätzung ist ein unabhängiger Beirat des Bundesfinanzministeriums, dem Experten von Bund, Ländern, kommunalen Spitzenverbänden sowie Wirtschaftsforscher und Statistiker angehören.
Die Prognose: Im Vorfeld jeder Steuerschätzung erstellen die sechs Wirtschaftsforschungsinstitute, die Bundesbank, der Sachverständigenrat und das Bundesfinanzministerium eigene Vorausschätzungen. Diese sind Diskussionsgrundlage für den Arbeitskreis. Zu wichtigen Steuern gibt es Erläuterungen vom Bundesfinanzministerium, etwa zu Steuerrechtsänderungen, geänderten Zahlungsterminen und dem Zusammenhang zwischen Bemessungsgrundlage und Aufkommen. Der Arbeitskreis diskutiert jede der rund 30 Steuern einzeln - von der Lohnsteuer bis zur Alcopopsteuer.
Die Sitzungen: Insgesamt tagte der Arbeitskreis 125-mal. Üblicherweise kommen die Steuerschätzer zweimal im Jahr zusammen: Im Mai werden die Einnahmen des laufenden Jahres und der vier Folgejahre geschätzt. Die Daten gehen in die Haushaltsaufstellungen des Bundes und der Länder ein, die üblicherweise vor der Sommerpause abgeschlossen werden. Im November schätzt der Arbeitskreis die Einnahmen des laufenden und des kommenden Jahres. Gerade in den vergangenen Jahren diente diese Schätzung als Basis für die Nachtragshaushalte. Außerdem brachte die Prognose die Bundesregierung stets in die Bredouille, da sie der Opposition Munition für ihre These lieferte, der neue Etat sei schon bei seiner Verabschiedung im Dezember Makulatur, da sich die Einnahmenprognose seit der Etataufstellung überholt hätte.
Besondere Anlässe: In der Vergangenheit gab es in unregelmäßigen Abständen "Methodensitzungen". Hier diskutierte der Arbeitskreis Änderungen des Schätzverfahrens. Ferner gab es Einzelfälle, in denen die Experten für außerplanmäßige Schätzungen zusammenkamen. Die bisher letzte gab es im Dezember 1990 nach der deutschen Einheit, als erstmals die gesamtdeutschen Einnahmen vorhergesagt werden mussten. Anfang 2003 lehnten die Experten das Begehren von Finanzminister Hans Eichel ab, eine Sondersitzung wegen geänderter Konjunkturerwartungen der Regierung einzuberufen. asr
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 16.Jul 2005 13:37 Titel: |
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Handelsblatt
Eichel warnt: Staat bald finanziell am Ende
Etat 2006 wird gegen Maastricht-Vertrag verstoßen. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) warnt, dass der Staat voraussichtlich ab 2007 finanziell handlungsunfähig wird. Das geht aus seiner Kabinettsvorlage zum Haushalt 2006 und zur mittelfristigen Finanzplanung hervor.
HB BERLIN. "Mit der derzeitigen Finanzausstattung ist eine adäquate öffentliche Infrastruktur, ein gutes Bildungswesen, mithin all das, was die Zukunftsfähigkeit Deutschlands ausmacht, nicht mehr zu gewährleisten", heißt es in den Erläuterungen zum Haushaltsgesetzentwurf, der dem Handelsblatt vorliegt und den am Mittwoch das Kabinett berät. Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) bezeichnete die Finanzlage am Dienstag als "Katastrophe" und forderte: "Der Staat muss wieder lernen, mit dem auszukommen, was er einnimmt."
Eichel deutet in der Kabinettsvorlage an, dass der Bund es künftig kaum vermeiden kann, Sozialleistungen zu kürzen. Sonst könne er die "desolate" Lage nicht verbessern: "Angesichts veränderter Rahmenbedingungen wird auch zu fragen sein, ob staatliche Leistungen in geeigneten Bereichen vermehrt durch eigenverantwortliches Handeln flankiert werden können", schreibt Eichel. Er verlangt, dass Bund und Länder sich gemeinsam anstrengen, um Subventionen abzubauen und die Ausgaben zu senken. Darin ist er sich einig mit der Union: Sie fordert in ihrem Wahlprogramm ebenfalls einen "föderalen Konsolidierungspakt".
Anders als in den Vorjahren soll laut Gesetzentwurf das Kabinett den Etat nicht verabschieden und damit dem Bundestag zuleiten, sondern lediglich "zur Kenntnis nehmen". Damit vermeidet die Bundesregierung, vor der Neuwahlentscheidung des Bundespräsidenten handlungsfähig zu erscheinen. Gleichzeitig verhindert sie so die im September übliche Haushaltsdebatte. Sie würde in diesem Jahr in die heiße Wahlkampfphase fallen. Als Ursache der Misere nennt Eichels Gesetzentwurf die seit 2002 schwache Binnenkonjunktur und die hohe Arbeitslosigkeit. Beides führt auf der Einnahmeseite zu Beitragsausfällen der Sozialkassen und stagnierendem Steueraufkommen. Zugleich brauchen in der Wirtschaftskrise mehr Menschen Unterstützung von Staat, vor allem Arbeitslosengeld. Außerdem hat die Bundesregierung seit dem Ende des Börsenbooms mit zu optimistischen Wachstumserwartungen und Steuereinnahmen gerechnet, die stets nach unten korrigiert werden mussten. Die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben wuchs jedes Jahr. Für 2005 wird sie auf 50 Mrd. Euro wachsen, wenn man die inzwischen notwendig gewordenen Mehrausgaben von zwölf Mrd. Euro einrechnet.
Im Etat 2006 sieht Eichel jetzt zum letzten Mal die Möglichkeit, die Neuverschuldung innerhalb der Grenze des Grundgesetzes zu halten. Die Verfassung schreibt ihm vor, die Kreditaufnahme - Eichel setzt dafür 21,5 Mrd. Euro an - niedriger zu halten als die Investitionsausgaben, für die er 22,4 Mrd. Euro plant. Ein verbleibendes Loch von 23 Mrd. Euro will er mit Privatisierungserlösen und Forderungsverkäufen stopfen. 2007 wird das Bundesvermögen verkauft sein - darunter Telekom- und Post-Aktien sowie Forderungen des Marshallplan-Fonds aus Krediten an Mittelständler. Auch bei einer Neuverschuldung von jährlich etwa 20 Mrd. Euro fehlen dann in jedem Jahr laut Finanzplan bis 2009 im Etat 25 Mrd. Euro. Eichel weist sie als "globale Mehreinnahme" aus. Wenn der Finanzminister diese Summe nicht hereinbekommt, wird Deutschland ab 2007 weiter gegen den Europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt verstoßen - wie in jedem Jahr seit 2002. Der Pakt schreibt vor, dass das Staatsdefizit unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen muss.
Die Union befürchtet, dass es 2006 nicht bei der jetzt kalkulierten Lücke von 45 Mrd. Euro (Neuverschuldung plus Vermögensverkäufe) bleiben wird. "Ich vermute, dass die Sozialausgaben zu niedrig angesetzt sind und die Steuereinnahmen zu optimistisch kalkuliert wurden", sagte der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Steffen Kampeter (CDU), dem Handelsblatt. Eichel rechnet mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,5 bis 2 Prozent, einer Belebung der Konjunktur und sinkender Arbeitslosigkeit. Kampeter erwartet, dass die EU-Kommission im Herbst das Defizitverfahren gegen Deutschland wieder aufnehmen wird. "Das könnte bedeuten, dass 2006 eine Strafeinlage auf Deutschland zukommt", sagte er. Die Strafzahlung könnte zehn Mrd. Euro betragen.
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 16.Jul 2005 13:42 Titel: na so was... ;-) |
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Guten Tag...
| Klaus Maurischat hat folgendes geschrieben:: |
Handelsblatt
Eichel warnt: Staat bald finanziell am Ende
Etat 2006 wird gegen Maastricht-Vertrag verstoßen. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) warnt, dass der Staat voraussichtlich ab 2007 finanziell handlungsunfähig wird. Das geht aus seiner Kabinettsvorlage zum Haushalt 2006 und zur mittelfristigen Finanzplanung hervor.
[.....]
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Das nennt man dann Staatsbankrott!
Freundliche Grüße
Peter Wilhelm |
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mhmoeller * Consulter *
Anmeldungsdatum: 20.12.2003 Beiträge: 1263 Wohnort: Bochum
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Verfasst am: 16.Jul 2005 13:49 Titel: |
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| Und wenn es nicht der Staat (Wer ist eigentlich der Staat?) bzw. seine Organe wären - dann wäre schon lange der Staatsanwalt aufgetaucht. Einmal alle Straftaten rund ums Insolvenzrecht rauf und runter und wieder zurück. Und wg. Verdunkelungsgefahr würde es Haftbefehle gleich zu Dutzenden geben. |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 16.Jul 2005 13:51 Titel: |
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Nachsatz noch dazu:
Wäre der Staat eine Kapitalgesellschaft, wäre augenblicklich Insolvenz anzumelden, weil eines von drei Kriterien zuträfe:
Drohende Zahlungsunfähigkeit... hier ja mit einer gehörigen Vorlaufzeit angekündigt...
Freundliche Grüße
Peter Wilhelm |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 16.Jul 2005 13:53 Titel: |
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Herr Möller,
unsere Beiträge haben sich überschnitten...
Gruß Peter Wilhelm |
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Roderich Hopp * Ehrenmitglied *

Anmeldungsdatum: 17.05.2004 Beiträge: 947 Wohnort: Dorum-Mulsum
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Verfasst am: 16.Jul 2005 17:38 Titel: |
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Werte Herren Möller und Wilhelm
Stimme Ihnen uneingeschränkt zu und habe mich dazu auch in einem anderem Thread dazu geäußert.
Mein damaliger Dozent in Steuerrecht definierte bereits ende der 70 iger Jahre gegenbüber uns Altstudenten
G = Gehste m = mit b = bleibste H = hängen.
Trifft das nicht auf uns alle im Falle der Detuschland GmbH zu ?
Haben wir Bürger den ernsthaft hinterfragt ob genügend Geld in den Staatskassen ist um die vollmundgen Wahlversprechen alle zu bezahlen ? Egal von wem und welcher Partei sie kamen ? Wir haben sie doch alle genommen, oder hat einer mal gesagt, nee.... kann ich nicht annehmen ? ..
Hat nicht jeder sein Nachtgebetchen gesprochen und damit sein Gewissen beruhigt mit den Gedanken..
Ich bin klein mein Herz ist rein, meine Gedanken sind schmutzig( nehm es aber trotzdem ) ist das nicht putzig !!
Mit freundlichen Grüßen
Roderich Hopp
[/b] |
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miboe Newbie
Anmeldungsdatum: 29.04.2005 Beiträge: 6 Wohnort: Düsseldorf
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Verfasst am: 18.Jul 2005 21:53 Titel: Re: EU: Rote Laterne geht an Deutschland |
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Auch die Schwarzen machen es nicht besser! Auf der einen Seite will man die Subventionen kürzen und auf der anderen Seite durch Mehrwertsteuererhöhung die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung kürzen! So ein riesengrosser Blödsinn!
In Deutschland hat sich die unsoziale Manier eingeschlichen, dass keiner einen gerechten Preis für eine Leistung bezahlen will!
Ein Eurojobs, Minijobs und Ich - AGs sind die Wegbereiter in immer grössere Staatsverschuldung!
Jedermann der in Deutschland arbeitet egal am Schreibtisch oder an der Schaufel sollte zu mindest den Anspruch auf einen gerechten Lohn haben mit dem er sich seinen Lebensunterhalt zu mindest in einem bescheidenem Wohlstand alleine verdient! Deshalb ist die Einführung von Mindestlöhnen höchste Zeit!
Auch marktwirtschaftliche Regelungen gegen den unfairen zerstörerischen Wettbewerb wären dringend von Nöten! Das verlangt eine sozial-marktwirtschaftliche Werteordnung!
Wenn die Exportgeschäfte in Deutschland jährlich wachsen, Großunternehmer immer mehr Gewinne einfahren und die Binnenwirtschaft nachlässt dann ist das ein Resultat vom falschen Sparkurs der nur den Managern dient und dem Bürgern Armut bringt! Zumal jetzt Hartz auch noch mitverantworten muss, dass er Betriebsratsmitglieder bestochen hat!
Hier sollten doch endlich einmal alle Lampen bei den politischen Birnen auf rot gehen!
Globalisierung wird hier zweckentfremdet und dient zur Heuchelei dem Bürger immer noch mehr weg zu nehmen! Auch die Industrie kann nur dann existieren wenn Sie einen gesunden Absatz hat!
So gehts wirklich nicht weiter!
M.Böck Wirtschaftsberaterin |
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vander Specialist
Anmeldungsdatum: 18.08.2004 Beiträge: 169 Wohnort: Deutschland
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Verfasst am: 19.Jul 2005 8:39 Titel: |
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Hallo
Irgenwann sterben wir alle an Kreislaufversagen. Die Politik macht es uns allen vor und wir folgen einfach willenlos, wenn´s denn sein muss, bis hin ins Verderben.
Solange wir die Masse, nicht unsere wirkliche Stärke erkennen, werden wir geführt, und geführt und geführt...
Tja, wohin eigentlich?
Die gegenseitigen Schuldzuweisungen unserer "Führer", vor laufenden Kameras, sind lediglich wie wir inzwischen wissen sollten, reine Inszenierungen, mit wechselnden Köpfen. Mehr nicht aber auch nicht weniger.
vander |
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Roderich Hopp * Ehrenmitglied *

Anmeldungsdatum: 17.05.2004 Beiträge: 947 Wohnort: Dorum-Mulsum
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Verfasst am: 19.Jul 2005 16:59 Titel: |
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Nicht nur geführt ..
auch verführt und manipuliert..
Dies endet dann in Massenverblödung und Verweichlichung und hat u.a. auch Weltreiche wie das römische in de geschichtlichen Abgrund gefegt.
Mit freundlichen Grüßen
Roderich Hopp |
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Trader Insider
Anmeldungsdatum: 28.10.2003 Beiträge: 931 Wohnort: Weesen
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Verfasst am: 19.Jul 2005 17:25 Titel: |
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Auch marktwirtschaftliche Regelungen gegen den unfairen zerstörerischen Wettbewerb wären dringend von Nöten! Das verlangt eine sozial-marktwirtschaftliche Werteordnung! (zit. miboe)
Da stehen mir, man möge dem Liberalen verzeihen, die Haare zu Berge. Die eher unglückliche "sozial-marktwirtschaftliche Werteordnung" lasse ich hier gerne mal beiseite da man darüber durchaus geteilter Meinung sein kann. Unfairer zerstörerischer Wettbewerb? Sowas gibt es nicht, Wettbewerb ist zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit unabdingbar. Das Problem liegt wohl eher in den verkrusteten Strukturen und Vorschriften die einen wirklichen Wettbewerb verhindern.
Das behaupte nicht nur ich sondern mit mir viele andere. Nicht der Wettbewerb ist die Gefahr sondern das Modell der sog. sozialen Marktwirtschaft! Viele haben es schon gemerkt aber noch lange nicht alle haben es verstanden.
Wettbewerb lässt sich nicht durch falsch verstandene Schutzmechanismen per Gesetz verhindern. Es funktioniert nicht, niemals. Es produziert lediglich noch mehr Arbeitslosigkeit.
Deutschland ist für den Wettbewerb bestens gerüstet - weshalb also verhindern? Ich sehe keinen Grund, und Ihr...?
Grüsse
Trader |
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Gast Pathfinder
Anmeldungsdatum: 22.12.2004 Beiträge: 316
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Verfasst am: 21.Jul 2005 13:12 Titel: |
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Zeus – Hüter des klassischen Wettbewerbes
In der Antike begann der Wettkampf nach derzeitiger Erkenntnis ca. 776 v. Null, zu allen Ehren des großen Gottvaters Zeus, vor eben dessen verehrungswürdigen Tempel in Olympia.
Die Gründer und ersten Wettstreiter kamen aus der Adelskaste. ( Lobby )
Ein Relief an einer Giebelseite des Tempels erzählte von der Mythe des Brautkampfes, der Wettfahrt Pelops mit König Oinomaos. ( sinnbildliches Leitmotiv „Stets sich als Bester zu bewähren und trefflicher zu sein als die andern“ Homer )
Den Frauen war natürlich der Zugang zu den Spielen untersagt. ( Wie teilweise auch heute immer noch, in unserer Ach so schönen Wirtschaftspolitik. – Wer will den diese überhaupt dabei haben, wenn es um deren Zuneigung geht? ) Wem verwundert es dann überhaupt noch, das Platon ( verm. Erster antiker Gleichstellungsbeauftragter ) mit seinem Vorschlag, Frauen nun auch noch den Wettbewerbszugang zu ermöglichen, auf wenig Verständnis bei den alten Griechen und Ihrer Ihnen zu Eigenen Männerhierarchie ( Hackordnung )stieß.
Natürlich nutzten die Frauen trotzdem alle Möglichkeiten, Ihren Favoriten zu unterstützen. ( Wettbewerbsbeeinflussung, -verzerrung, aber auch Unterstützung von Chancengleichheit. Zitat aus der wbl. Antike: „Männer müsst Ihr denn immer Ringen?“) Dagegen konnten auch die Hellanodikes ( Schiedsrichter = Staatsaufgabe, Kartellamt, etc.) wenig ausrichten.
Ob die "Helden“ ( Teilnehmer ) zu Lebzeiten immer ganz glücklich geworden sind, sei dahingestellt. In der berüchtigten Disziplin des Pankration ( freie Marktwirtschaft ) war nämlich alles und jedes erlaubt.
Die Spiele wurden auch nicht immer fair geführt, das Leistungsprinzip wich mitunter dem Kapitalprinzip. Somit konnten Teilnehmer mit Macht und Geld ( u.a. Alexander, etc., Das heutige Kapital ) wesentlich die Politik der anderen Teilnehmer beeinflussen.
Die suggestivvierte Freiheit ("Höher als alle Kraft der Männer und der Rosse steht Weisheit. Was nützt einer Stadt ein Wettsieg ihrer Söhne?“ ( 500 vor Null Xenophanes – erster Kritiker der „freien“ Marktwirtschaft ) Vielleicht wusste er schon von der Unfreiheit der Freiheit?) der damaligen Teilnehmer, war somit nicht mehr gegeben. Da die Religionshuldigung ( Beschwörung der männlich dominierten Marktwirtschaft. ) in allen einzelnen Stadtstaaten irgend wann durchgesetzt wurde ( Verbreitung der Marktwirtschaft mit all Ihren demokratischen Spielregeln, ( Wirklich demokratisch?) ) hatte diese Form der Politik Oberhand über die Gesamtgesellschaftspolitik ( einschließlich Frauen und Kindern, Alten und Schwachen, etc. ) gewonnen. Gewinner wurden fast abgöttisch verehrt. ( Rockefeller, Stinnes, etc., Ein Hoch auf die Börse! ) Auch die Römer huldigten nach der Unterwerfung Griechenlandes den Spielen. Die dann noch etwas später aufkommenden und ausgerechnet von den Römern etablierten Christen, verboten dann diese. ( Eigeninteresse! )
Die Mentalität der Teilnehmer galt dem Huldigen des „Ringens“, dem Lebensunterhalt mit seiner eigenen Hände Arbeit zu verdienen, galt hingegen als entwürdigend. ( "Das ist grad mein Ruin! Von nichts als Rossen spricht er selbst im Traum!“ jammert in einer Komödie des Aristophanes, ein Vater, über die Zukunftsträume seines hoffnungsvollen Sprösslings. )
Nun, mit diesen Sorgen ist und bleibt Aristophanes gedanklich nicht allein. |
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Trader Insider
Anmeldungsdatum: 28.10.2003 Beiträge: 931 Wohnort: Weesen
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Verfasst am: 21.Jul 2005 16:31 Titel: |
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Danke Gast, ich habe die Lektüre mit einem vergnügten Lächeln gelesen. Zum Glück hat man auch mir was über die alten Griechen beigebracht (bin allerdings nicht mehr so fit in der Materie); so weit zurück allerdings hätte ich kaum gedacht. (but granted and taken into consideration)
Trotzdem: Erkläre mir mal doch einer wie es kommt dass eines der wettbewerbsstärksten Länder der Welt (ja ich meine D!!!) sich mit Verve andauernd selbst behindert?
Grüsse
Trader |
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Gast Pathfinder
Anmeldungsdatum: 22.12.2004 Beiträge: 316
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Verfasst am: 21.Jul 2005 18:05 Titel: |
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Immer unsere Nachbarn! Immer ein kleines Stück voraus!
| Zitat: |
Österreich im September 2002 - Ein sehr interessanter Artikel!
Schwindende Integrationskraft...
"Die etablierten Parteien und Regierungskonstellationen waren bisher wie gelähmt, was die Innovationsfähigkeit der Gesellschaft betrifft."
Peter Fleissner
Das eigentliche Kernfeld der Sozialdemokraten - die Sozialpolitik - wurde immer mehr von Wirtschaftspolitik und Budgetkonsolidierungen überschattet.
Der vollständige Artikel ist hier zu finden:
http://www.diezuk.at/online/page.php?P=10445
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Nun, bei uns kommen diesmal Gysi und Lafontaine!
"Alles Werdende aber hat notwendig irgendeine Ursache zur Voraussetzung,
denn ohne Ursache kann unmöglich etwas entstehen." Platon, Axiom der Kausalität
Einige der vielen, vielen ( Dämlichen – Verzeihung! ) Auswirkungen:
http://www.welt.de/data/2005/07/16/746449.html
http://www.welt.de/data/2005/07/21/748480.html
Die besten Grüße,
Gast |
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Hasardeur Specialist
Anmeldungsdatum: 14.03.2003 Beiträge: 88 Wohnort: Weil am Rhein
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Gast Pathfinder
Anmeldungsdatum: 22.12.2004 Beiträge: 316
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Verfasst am: 21.Jul 2005 22:53 Titel: |
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Bien mon cher Hasardeur,
wenn die Menstruationszyklen überwunden, und der Genitiv mit dem Dativ im Konsens ist, ( Eigene Texterei wohlbemerkt! – Schande! ) werden Sie bemerken, das alles im Werden ist. Bisweilen kann vieles untergehen, bevor wirklich Neues entsteht.
Idioten ( Verzeihung! ) sind in allen Gesellschaftsschichten vertreten.
Adieu Hasardeur,
Gast |
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Gast Pathfinder
Anmeldungsdatum: 22.12.2004 Beiträge: 316
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Verfasst am: 22.Jul 2005 10:13 Titel: Kinder, wie die Zeit vergeht. |
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| Zitat: |
PRAXAGORA: ... Um euretwillen will ich selbst jetzt reden! Gebt mir den Kranz! -
Ich flehe zu den Göttern, Dass den Beschlüssen sie Gelingen geben.
Mir liegt des Landes Wohl so sehr am Herzen Wie euch! Mit Kummer sehe ich und Verdruss, Die gegenwärtige Lage unsrer Stadt.
Von schlechten Führern, sehe ich, lässt das Volk Sich leiten, und wenn jemand einen Tag
Rechtschaffen, ist er zehn dafür dann schlecht! - Ein andrer kommt! Der macht es schlechter noch.
Schwer ist es, missgelaunten Herrn zu raten, Euch, die ihr meidet, die euch lieben möchten,
Und dies nicht wollen, bittet und bestürmt! Es war die Zeit, wo in der Volksversammlung
Man noch Gewinn nicht sucht': Agyrrhios galt Da noch als schlecht: doch jetzt - wer sie ums Geld
Besucht, der freilich lobt den Brauch: wer nichts Bekommt, der hält für todeswürdig jeden,
Der nur für Lohn in die Versammlung geht.
ERSTE FRAU: Bei Aphrodite, das war gut gesprochen!
PRAXAGORA: Unsel'ge! Aphrodite nennst du? - Schön, Wenn das in der Versammlung dir passierte!
ERSTE FRAU: Da sagt ich's nicht!
PRAXAGORA: Gewöhn es dir jetzt ab. - Als jüngst das Bündnis hier zur Sprache kam,
Hieß es: Schlagt ein, sonst ist die Stadt verloren! Kaum war's geschlossen, murrte man, der Redner,
Der es angeraten, ging dann plötzlich durch. - Die Flotte muss man rüsten, meint der Arme,
Die Reichen und die Bauern sagen: Nein! - Ihr zürnet den Korinthern, diese euch!
Jetzt sind sie gut, so seid auch ihr es wieder! Argos ist unbelehrbar, Hieronymos
Gescheit. Die Rettung winkt, doch Thrasybul
Ist zornig, weil man seiner nicht bedarf.
ERSTE FRAU: Welch kluger Redner!
PRAXAGORA: So hör ich dich gern! - Du aber, Volk, du bist an allem schuld!
Denn aus dem Staatsschatz zieht der Bürger Sold, Doch jeder sucht allein Gewinn für sich!
Hin schleppt der Staat sich lahm wie Aisimos. Folgt meinem Rat, dann blüht euch wieder Glück!
Den Weibern, rat ich, müssen wir den Staat Ganz überlassen! Führen sie zu Hause
Doch auch die Wirtschaft als Verwalterinnen!
ALLE: Vortrefflich! Bravo! Sprich nur weiter! Sprich!
PRAXAGORA: Dass sie in allem besser sind als wir, Will ich beweisen: Heut noch waschen sie
Nach altem Brauch die Wolle in warmem Wasser, Und eine wie die andre! Keine siehst
Du Neues je probieren! - O Athen, Wie wärst du wohlgeborgen, hieltest du's
Wie sie, und fragtest nicht nach Neuerung! Noch sitzen sie beim Kochen, grad wie sonst,
Sie tragen auf den Köpfen, grad wie sonst,
Sie feiern Thesmophoria, grad wie sonst,
Sie backen ihre Kuchen, grad wie sonst,
Sie quälen ihre Männer, grad wie sonst,
Sie lassen Buhler ein noch, grad wie sonst,
Sie naschen gern was Leckres, grad wie sonst,
Und trinken gerne Puren, grad wie sonst,
Und lassen gern sich nehmen, grad wie sonst! -
Ihr Männer, ihnen übergebt die Stadt, Macht nur nicht viel Gerede, fragt nicht lang:
Was werden sie wohl tun? - Ohne alle Klauseln Lasst sie regieren! Fasst nur dies ins Auge:
Zum Besten unsrer Krieger tun sie alles, Als ihre Mütter; wer versorgte besser
Mit Nachschub sie als die, die sie gebar Geld schafft die Frau, erfindungsreich, am besten,
Und wenn sie herrscht, wird sie doch nie betrogen; Denn wer versteht sich auf Betrug wie sie?
Viel andres wüßt ich noch! - Genug! - Wenn ihr Mir folgt, so werdet ihr gar glücklich leben!
ERSTE FRAU: Schön, Herzchen! Exzellent, Praxagora!
Wo hast du, Schelmin, das so schön gelernt?
PRAXAGORA: Zur Zeit des Schreckens wohnt ich auf der Pnyx Mit meinem Mann, dort lernt ich's von den Rednern.
ERSTE FRAU: Kein Wunder, bist du so beredt und klug!
Wir wählen auf der Stelle dich zum Feldherrn,
Wenn du das ausführst, was du klug erdacht! .....
aus:Aristophanes, Die Ekklesiazusen
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Was soll uns das jetzt sagen?
Die 2338 Jahre alte Tagespolitik war von einer Atmosphäre innen- und außenpolitischer Unbeständigkeit und Unkalkulierbarkeit der Entscheidungsbildung innerhalb der jeweils politisch tonangebenden Gruppierungen gekennzeichnet. Von der fehlgeleiteten Finanzpolitik der damaligen Zeit ganz zu schweigen. Wupps.
Höhepunkt war der Prozess gegen Sokrates. ( ...ist erst 2404 Jahre her)
Der Wunsch des Volkes wurde nicht erkannt.
Wem wundert da noch unsere heutige Politik?
Platons Aversion gegen die damalige demokratische Staatsform...
...kann ich gut nachvollziehen! |
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Hasardeur Specialist
Anmeldungsdatum: 14.03.2003 Beiträge: 88 Wohnort: Weil am Rhein
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Verfasst am: 22.Jul 2005 14:13 Titel: |
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Ich meinte eigentlich "gefunden", nicht "gelesen", obwohl ich das auch getan haben.
Wat solls, alles wird jut...
| Gast hat folgendes geschrieben:: |
Bien mon cher Hasardeur,
wenn die Menstruationszyklen überwunden, und der Genitiv mit dem Dativ im Konsens ist, ( Eigene Texterei wohlbemerkt! – Schande! ) werden Sie bemerken, das alles im Werden ist. Bisweilen kann vieles untergehen, bevor wirklich Neues entsteht.
Idioten ( Verzeihung! ) sind in allen Gesellschaftsschichten vertreten.
Adieu Hasardeur,
Gast |
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Gast Pathfinder
Anmeldungsdatum: 22.12.2004 Beiträge: 316
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Verfasst am: 22.Jul 2005 14:26 Titel: |
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@ Hasardeur,
>> Gefunden! - >> Schnell wieder wegwerfen!
Freundliche Grüße
Gast |
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