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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6456
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Verfasst am: 19.Sep 2007 13:12 Titel: EU will Energiekonzerne zerschlagen |
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Die Europäische Kommission will den Energiekonzernen die Kontrolle über ihre Netze entreißen. Dazu sollen die Unternehmen zerschlagen werden oder die Verwaltung ihrer Leitungen einem unabhängigen Treuhänder überlassen.
Die Kommssion verabschiedete den mit Spannung erwarteten Plan am Mittwoch in Brüssel. Sie will mit diesem Schritt den Wettbewerb auf den Märkten für Strom und Gas stärken. Die Kunden sollten "eine echte Wahl" ihres Anbieters bekommen. Der Vorschlag sieht auch vor, dass die Verbraucher monatlich über ihren Energieverbrauch und die Kosten informiert werden, erläuterte die Brüsseler Behörde.
Die geforderte Aufspaltung der Konzerne in getrennte Firmen zur Erzeugung und zum Transport von Strom oder Gas war vorab auf die Kritik der betroffenen Unternehmen und mehrerer EU-Staaten gestoßen - darunter Deutschland und Frankreich. Die EU-Kommission reagierte darauf mit ihrer zweiten Option, die ein externes Management für die Leitungen vorsieht. Mit Rücksicht auf die vielen Stadtwerke in Deutschland müssen Leitungsbesitz und Vertrieb an Endkunden laut Kommission jedoch nicht getrennt werden.
Probleme dürfte zudem der Umgang mit Staatskonzernen aufwerfen. Nach dem Vorschlag der Kommission sollen die Regierungen in diesem Fall zwei unterschiedliche Unternehmen für die Energie-Erzeugung einerseits und die Netzverwaltung andererseits einrichten. "Diese beiden Einheiten müssen dann in ihren Entscheidungen vollkommen unabhängig voneinander sein", sagte ein Kommissionsexperte.
Um zu verhindern, dass künftig Investoren aus Drittländern die europäischen Energienetze kontrollieren, schlägt die Kommission zwei Hürden vor: Ein Unternehmen aus einem Drittstaat, das eine kontrollierende Mehrheit an einem Netz erwerben will, darf demnach nicht gleichzeitig Energie erzeugen. Zudem müsste ein Abkommen mit ebendiesen Bedingungen zwischen seinem Heimatland und der EU bestehen. Dies würde nach derzeitigem Stand etwa den russischen Energiekonzern Gazprom ausschließen.
Quelle: FTD |
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