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Ebay-Erfolg schwindet

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 3.Jul 2007 8:08    Titel: Ebay-Erfolg schwindet Antworten mit Zitat

Zu viele professionelle Verkäufer, zu hohe Gebühren: Der Erfolg von Ebay nimmt rapide ab, denn für Hobbyverkäufer wird das Auktionsportal immer unattraktiver.

Zwölf Jahre nach dem Start des Internetportals Ebay scheint die Begeisterung am virtuellen Flohmarkt stark abzuflauen. Zwar hat Ebay heute deutschlandweit angeblich mehr als 20 Millionen Mitglieder, doch mehr als die Hälfte von ihnen gelten als Karteileichen. Hohe Gebühren und Großverkäufer, die das Geschäft dominieren - gerade für Hobbyhändler wird Ebay immer unattraktiver.

Analysen der Citigroup haben ergeben, dass es mit Ebay vor allem in Deutschland rapide abwärts geht, obwohl das Unternehmen insgesamt als stabil eingeschätzt wird. In den ,,Schlüsselmärkten‘‘ USA und Deutschland haben die Analysten Mark Mahaney und Metthew Reichek eine ,,deutliche Verlangsamung‘‘ der profitablen Entwicklung festgestellt.

Angesichts neuester Zahlen klingt das noch euphemistisch. Die Ergebnisse der Analysten vom 26. Juni belegen, dass die Angebote auf der deutschen Homepage im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres um 15 Prozent zurückgegangen sind. In den USA wurden laut Citigroup bei Ebay sechs Prozent weniger Waren als im Vorjahr angeboten.

Zu Jahresbeginn hat Ebay die Gebühren erhöht. Das führte kurzfristig zu einer Konsolidierung. Doch für die Kunden sind die Gebühren das größte Ärgernis. Nicht nur für die Einstellung von Waren, auch für den Verkauf behält der US-Konzern Geld ein. Für viele Hobby-Verkäufer lohnt sich eine Versteigerung daher kaum noch. Vor allem Bücher und Musik verkaufen sich der Citigroup-Analyse zufolge schlecht.

Die sogenannten Powerseller, erfahrene, teilweise als GmbHs registrierte Großverkäufer, bestimmen inzwischen weitgehend das Geschäft und treiben die Preise nach oben. Skurrile Sonderposten wie der ,,Papst-Golf‘‘ oder die Weimarer Kirchendielen, auf denen Goethe und Christiane Vulpius heirateten, bringen zwar noch Aufmerksamkeit. Doch viele Nutzer stellen fest, dass sie manche Produkte im Laden billiger bekommen als über das Auktionsportal. Es scheint, als habe Ebay den Zenit seines Erfolgs überschritten.

In Zahlen ist diese These längst belegbar: Seit seinem Höchststand Ende 2004 hat sich der Kurs der Ebay-Aktie etwa halbiert. ,,High Risks‘‘ - hohe Risiken erkennen die Analysten für Käufer . Allein mit der Gebührenerhöhung konnte der weltweite Firmenumsatz Anfang 2007 wesentlich gesteigert und die Illusion vom stetigen Wachstum weiter aufrechterhalten werden. Doch bei Ebay in Deutschland ist vorerst die Luft raus.

Die Unternehmensführung hat dafür einen simplen Grund ausgemacht: ,,Wir haben schon alle Deutschen‘‘, sagt die Vorstandsvorsitzende Meg Whitman. Tatsächlich gibt es in Deutschland nicht genügend potentielle Neukunden, die das Auktionsportal entdecken könnten. Ebay kennen schon alle, der Markt ist satt. Jetzt soll der Fokus auf andere Bereiche gerichtet werden. Whitman will die Deutschen stärker für die Benutzung des zu Ebay gehörenden Internet-Telefonprogramms Skype oder den Bezahldienst Paypal gewinnen.

Die größten Perspektiven sieht die Chefin allerdings in China. Auf dem boomenden Markt will die Firma mit ,,Tom Online‘‘ an den Start gehen. Mit dem bisherigen Auktions-Partner kollabierte das Geschäft Ende 2006, weil die einheimische, gebührenfreie Konkurrenz zu stark war. Auch aus Japan zog sich Ebay erst vor gut zwei Jahren zurück. Die Billiganbieter sind in Asien einfach zu mächtig. Trotzdem sagt Konzernchefin Whitman: ,,Wir müssen mehr in China machen.‘‘
Quelle: SZ
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selen
Specialist


Anmeldungsdatum: 24.02.2005
Beiträge: 80
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 3.Jul 2007 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube, dass ebay hier auf einen " etwas zu hohem Ross " sitzt.


Mittlerweilen reduzieren sich Angebote beim Marktführer laufend.

Meine persönliche Einschätzung :

Da die derzeitigen Gebühren deutlich zu hoch sind, wandern viele Kollegen ab, wir auch.

Artikel währen ausreichend vorhanden, aber man muss sich bei jedem Artikel überlegen, ob es sich überhaupt lohnt, diesen anzubieten.
10 Tage sind gleich um.

Es bilden sich derzeit ausreichend gute Alternativen, so dass ich dem Bericht von GM&P zustimme.

Ich würde es begrüßen, wenn noch deutlich mehr Teilnehmer keine oder weniger Umsätze über eb... generieren.

Dann gibts vielleicht auch mal ein Angebot, dass für Händler und Anbieter von wiederkehrenden Artikeln Verwendung findet.

Meiner Erfahrung nach liegen die Gebühren für gewerbliche Anbieter bei etwa 20 % des Umsatztes.

Also müssen zwangsläufig alle Artikel, die über diesen Anbieter verkauft werden, teuerer sein, als bei alternativen Plattformen.
Die Kosten für diese Art Werbung muss auf den Verkaufspreis umgesetzt werden.
Und solange Kunden bereit sind, für den gleichen Artikel beim Marktführer 10 % bis 30 % mehr zu zahlen, läufts hat.
Aber irgendwann kommen auch die Verbraucher drauf, und fragen sich

Warum kostet dieser Artikel .... Euro, und vom gleichen Händler, nur auf einer anderen Plattform gibts den gleichen Artikel für deutlich weniger Geld.

Grüße und gute Geschäfte.

O.B.

Ps.

Dies ist meine persönliche Meinung, und muss nicht unbedingt richtig sein.
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 3335

BeitragVerfasst am: 16.Jul 2007 6:37    Titel: Antworten mit Zitat

Diskussionsanregung:
Auszug: Quelle: manager-magazin

Zitat:
Einst galt das weltgrößte Internet-Auktionshaus als leuchtendes Beispiel für sagenhaften Erfolg im World Wide Web mit Millionen zufriedener Kunden. Doch inzwischen hat das makellose Image des Konzerns erheblich an Strahlkraft eingebüßt. Zwölf Jahre nach dem Marktstart lässt die Leidenschaft von Händlern und Käufern für den virtuellen Flohmarkt nach. Gleichzeitig häufen sich die Beschwerden entnervter Nutzer.

Das Internet-Auktionshaus hat zudem ein Imageproblem: Nutzer beschweren sich über schlechten Kundenservice, die Preistreiberei anderer Mitglieder und Betrugsfälle, etwa weil Verkäufer ihre Warenbeschreibungen beschönigen oder den Artikel überhaupt nicht versenden. Erst im Juni hatte Ebay bei zwei betrügerischen Verkäufern Dutzende von Negativ-Bewertungen gelöscht.

Hinzu kommt, dass sich mit den Gebührenerhöhungen vom Januar 2007 die Verdienstmöglichkeiten der Kleinhändler noch einmal vermindert haben
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