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Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
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Verfasst am: 22.Aug 2005 21:40 Titel: |
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Bei dem von Peter Wilhelm eingestellten Artikel wird deutlich, daß es nur um Geld geht, um die Bereicherung einiger, die ihr Geschäft zu einem Spiel gemacht haben, bei dem es nicht auf Kosten und Auswirkungen ankommt.
Andererseits: Gut, daß es nur um finanzielle Bereicherung geht; was wäre, wenn dahinter noch ein Plan versteckt wäre...?
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Wir haben nun mal nicht die Partei, bzw, die Parteien, welche die anstehenden Lösungen im Interesse Deutschlands auch vollziehen würden. Gerhard Schröder und seine Genossen, nicht zu vergessen die ihm angeschlossene grüne Rasselbande haben in den vergangenen Jahren gezeigt, daß sie Sozialisten bzw. Ökosozialisten mit privatem Hang zu Kapitalismus sind und darüber hinaus auch an der "Macht" Gefallen gefunden haben. Daß man dafür nichts tun muß, sondern nur rechtzeitig vor den Wahlen eine Überflutung kommen muß, wobei man sich besonders gut präsentiert, reicht für das deutsche Wahlvolk offensichtlich aus, den weiteren Machterhalt zu sichern.
Daß in den vergangenen Monaten überhaupt etwas getan worden ist, welches man zumindest in Ansätzen als richtig empfinden könnte, hat seinen Ursprung in der einfachen Tatsache, daß Rot/Grün die kommenden Wahlen bereits für verloren hielten und deshalb sich trauten, gegen den Wunsch ihrer Wähler und sicherlich auch ihrer eigenen Meinung entgegengesetzt, etwas zu tun, was sich zumindest als nicht ganz falsch herausstellte.
Daß die CDU/CSU nicht die wirklich geeigneten Personen, die sie ohne Zweifel in ihren Reihen besitzt, und auch nicht in aller Klarheit das verkündet, was nunmehr getan werden müßte (eigentlich aus wahltaktischen Gründen verständlich), dem rot/grünen Chaos entgegensetzt, ist zu traurig und läßt allerdings für die Zukunft nicht unbedingt Gutes oder zumindest eine Besserung erkennen.
Aber SPD und die Grünen gehören bestraft und deshalb abgewählt.
Mit den besten Grüßen, Browser |
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Gast Pathfinder
Anmeldungsdatum: 22.12.2004 Beiträge: 316
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Verfasst am: 22.Aug 2005 23:22 Titel: |
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Hallo Browser,
Ihre Meinung hat doch das gewisse Etwas.
Kühn überlegt, aber trotzdem zögerlich. ( So geht es mir bisweilen auch! - Leider!)
Haben die sieben Jahre ( Geklaut von Brendle!) nichts für`s Volk gebracht?
Sie haben es tatsächlich nicht geschafft ( Kanzler, aber auch Fischer, Schilly und Trittin sei Dank!), und Ihre Ideale die Sie einst besaßen anscheinend vergessen.
Trotzdem, mein Bundesland hat ebenso in diesem Zeitabschnitt nur verloren.
Auch mit neuer Landesregierung und das ist nicht die alleinige Bundesregierungsschuld!
Ich habe keine Lust als Unternehmer mir ständig Vorhaltungen anzuhören, keine Alternativen zu bekommen, und was der "Neue Markt" damals versaut hat, auszubaden. Ich habe vor vier Jahren öffentlich davor gewarnt New Economy ohne kreatives Fundament zu unterstützen. Damals wurde ich böse verlacht, heute lachen diese Leute nicht mehr.
Geholfen hat mir das natürlich auch nicht, im Gegenteil man wird sensibler, wenn wieder "irgendwelche Leuchten" ihr neues "besseres Wissen" zum besten geben.
Ich werde definitiv keine Großpartei wählen, weder die eine noch die andere. Den Rest entscheide ich für mich allein.
@ browser mir tut es richtig weh Ihnen einmal persönlich die Bestätigung zu geben, dass tatsächlich in der CDU Mitglieder und auch in ihrer Funktion Handelnde sitzen, aber nur leider ohne Erfolg.
Das weiterhin zu Unterstützen liegt mir fern!
MfG Gast |
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zimmerer Newbie
Anmeldungsdatum: 06.03.2005 Beiträge: 6
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Verfasst am: 24.Aug 2005 19:15 Titel: |
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Hi
@ Hopp
Bitte halten Sie den Ball flach, sehr flach. BITTE
@ Brendle
Den Punkt getroffen, weiter so
@ all
das wird ganz großes DAMENTENNIS, versprochen.
6 Jahre waren zuviel ja sehr viel, es reicht. |
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Dougi Newbie
Anmeldungsdatum: 13.06.2005 Beiträge: 25 Wohnort: München + Porto Alegre
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Verfasst am: 25.Aug 2005 1:17 Titel: |
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| Brendle hat folgendes geschrieben:: |
hallo,
2 hervorragende Artikel, die mich hoffen lassen, dass es in Deutschland wieder aufwärts geht!
Ich war schon immer überzeugt, dass der Standort Deutschland wesentlich unterbewertet ist. War auch vom Investitionsgedanken her vollkommen verständlich: wer lässt sich schon gerne als Heuschrecke, als Charakterschwein und was auch immer bezeichnen, nur deswegen weil er in D investiert? Weil er sein Geld, das er sauer verdient hat, so anlegen will, dass mehr daraus wird.
Ich hoffe, die roten (und grünen) Kampfgenossen werden die nächste Wahl haushoch verlieren.
Nicht, dass ich glaube, die CDU/CSU/FDP hätte das Ei des Kolumbus entdeckt. Nein, nur deswegen, weil die Vorraussetzungen für Investitionen in Deutschland verbessert werden. Denn ohne Investitionen, ohne Mut in die Zukunft ist noch kein Arbeitsplatz geschaffen worden.
Lasst uns hoffen auf einen neuen Aufschwung und dem Ende der 7-jährigen "ruhigen Hand".
Klassenkampf passt nicht in die Arbeitsplatzwelt.
Grüße
Brendle |
irgendwie widersprechen Sie sich hier doch Herr Brendle, oder?
Die Fortschritte die in der internationalen Szene so gelobt werden sind Resultate der Politik der letzten 7 Jahre oder besser der ca. letzten 4 und nicht der 16 Jahre davor.
Und der Kommentar vom Economist: "Die einzigen die es jetzt kaputt machen könnten sind die Politiker" richtete sich geradezu auf Frau Merkel.
Leider ist man in Deutschland - und allem voran die Medienlandschaft - immer sehr pessimistisch (außer wenn wir gerade mal Weltmeister oder Papst werden) und sieht die Dinge nicht mit der nötigen Distanz.
Vielleicht sollten Sie sich mal die Zahlen von 1998 in Erinnerung rufen?
Und ich erinnere mich sehr genau an Unkenrufe der CDU/CSU+FDP vor nicht allzu langer Zeit, die SPD wolle die MWST erhöhen und das sei total verkehrt.
Ich kann dieses ganze "Links"-Geschreie nicht mehr hören.
Es ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal wie links jemand steht, wenn endlich was in die richtige Richtung geht.
Ein sehr gutes Beispiel ist übrigens Berlin.
Das erste Mal seit ich weiß nicht wann, werden dort 2006 die Ausgaben (abgesehen von den Zinsen natürlich) nicht mehr die Einnahmen übersteigen. Hatte das die CDU dort geschafft? Ich könnte mich nicht erinnern.
Es gibt unbestritten sehr fähige Köpfe in den Reihen der CDU/CSU aber dazu gehört Frau Merkel ganz bestimmt nicht. |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 25.Aug 2005 7:46 Titel: Hedgefonds... |
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Guten Morgen...
| Zitat: |
Aus dem Wirtschaftsteil der Westfälischen Rundschau vom 24.08.05
Hedgefonds wollen hohe Renditen
Hedgefonds, erst seit gut einem Jahr in Deutschland zugelassen, sind ein Sammelbegriff für alternative Investmentfonds: Mit einem geringen Einsatz eigenen Geldes und unter Ausnutzung aller Finanzinstrumente wollen die Hedgefonds-Chefs eine möglichst hohe Verzinsung des Kapitals ihrer Anleger.
Ursprünglich sollten mit diesen Fonds andere Anlagen vor Verlusten geschützt werden. Der Begriff des Hedge-Fonds geht nämlich auf die Technik des "Hedging" - englisch für absichern - zurück. Doch mit klassischem Hedging haben die neuen Geschäfte nur noch am Rande zu tun. Hedge-Fonds sind heute eigenständige Anlageinstrumente. Allen gemeinsam ist der Anspruch, sowohl in steigenden als auch fallenden Märkten Gewinne zu erzielen. Hedgefonds-Manager setzen auf eine Reihe von dem Laien völlig fremden Techniken wie Finanz-Derivate, Leerverkauf von Wertpapieren oder Arbitrage-Techniken.
Die Mehrheit der Hedgefonds sind in der Rechtsform Kommanditgesellschaften nach US-amerikanischem Recht oder Offshore-Aktiengesellschaften. Diese Konstruktionen zeichnet aus, dass enttäuschte Anleger nur geringe Chancen haben, erfolgreich gegen die Fonds vorzugehen. Dazu trägt auch deren Firmensitz an exotischen Orten wie Kaimaninseln, den Bahamas, den britischen Kanalinseln oder Gibraltar bei.
Die Regierung Schröder hat 2004 mit dem Investment-Modernisierungsgesetz den Vetrieb von Hedge-Dachfonds zugelassen. SPD-Parteichef Franz Müntefering zählt Hedgefonds zu den "Heuschrecken". ro |
naja... wenn dem so ist, würden Hedgefonds im Grunde ja so agieren (Firmensitz!), wie es für den Anleger ungünstiger nicht sein kann...
Freundliche Grüße
Peter Wilhelm |
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GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2266
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Verfasst am: 18.Sep 2005 13:25 Titel: |
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Handelsblatt Nr. 176 vom 12.09.05 Seite b07
Bei uns gibt es keine unguten Gefühle
Carlyle-Gründer David Rubenstein über das Investitionsklima in Deutschland nach der Heuschrecken-Debatte.
Herr Rubenstein, wie sehen sie als ausländischer Investor das Klima in Deutschland? Rubenstein: Deutschland ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und hat allein daher schon eine Reihe von attraktiven Unternehmen, die für uns interessant sind. Außerdem wandelt sich die deutsche Wirtschaft gerade. Konzerne trennen sich von kleineren Tochtergesellschaften, viele Mittelstandsfirmen stehen zum Verkauf.
Aber es gab doch auch massive Kritik von deutschen Politikern an Private-Equity-Firmen (private Beteiligungsgesellschaften) wie Carlyle. Rubenstein: Es hat in bestimmten Zirkeln Kritik an unserer Branche gegeben. Aber die meisten Leute werden nach einer gründlichen Analyse zustimmen, dass Buyouts (private Übernahmen) die Wirtschaft verjüngen und die Firmen mit neuer Energie versorgen.
Gibt es Beispiele?
Rubenstein: Schauen sie sich an, was in den USA in den vergangenen 10 bis 15 Jahren geschehen ist. Die US-Wirtschaft ist auch deshalb so dynamisch gewachsen, weil Private-Equity-Firmen Unternehmergeist und neue Erfolgsanreize in die Ge-schäftswelt eingebracht haben. Hat der politische Protest in Deutschland bei ihnen Spuren hinterlassen?
Rubenstein: Bei uns gibt es keine unguten Gefühle. Die meisten Leute haben eingesehen, dass man dieses Thema ohne Emotionen betrachten muss. Und dann stellt man fest, dass Buyouts geholfen haben, deutsche Firmen auf der globalen Ebene wettbewerbsfähiger zu machen. Wie wichtig sind die Bundestagswahlen für ihre künftigen Investitionsentscheidungen?
Rubenstein: Wir Unternehmer möchten natürlich gern mehr Wachstum ohne Inflation sehen. Und in Deutschland zieht das Wachstum erst langsam an. Die Dinge, die notwendig sind, um die deutsche Wirtschaft noch weiter voranzubringen, werden wahrscheinlich geschehen, unabhängig davon, wer die Wahlen gewinnt.
Sie werden also weiter in Deutschland investieren?
Rubenstein: Private Unternehmensaufkäufe sind in Ländern mit großer Wirtschaftskraft meist erfolgreich. Wenn dann noch gute Arbeiter und Manager sowie solide Finanzinstitute dazu kommen, sind die Bedingungen vielversprechend. Deutschland erfüllt alle diese Bedingungen und wird daher ein sehr attraktiver Investitionsplatz bleiben.
Es gibt aber auch Probleme in Deutschland. Sie haben zum Beispiel Schwierigkeiten mit ihrem Engagement beim Autozulieferer Edscha. Kritiker sagen, sie hätten das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gestürzt.
Rubenstein: Ich glaube nicht, dass das richtig oder fair ist. Tatsächlich investieren wir schon seit mehr als 18 Jahren in Industriefirmen, darunter viele Autozulieferbetriebe. Wir kennen also die Branche ziemlich gut. Die Autoindustrie hat weltweit einige schwierige Jahre hinter sich. Edscha ist dafür ein Beispiel. Nichts ist jedoch alarmierend für uns.
Ist es richtig, dass sie sich von Edscha trennen wollen?
Rubenstein: Nein, wir wollen nicht raus aus dem Unternehmen. Es ist immer unser Ziel, das Unternehmen stärker zu machen, es besser zu hinterlassen. Wir sind bei Edscha noch nicht fertig mit unserer Arbeit.
Wie lange halten sie im Durchschnitt die Unternehmen?
Rubenstein: Unternehmenskäufe dieser Art halten wir zwischen vier und sechs Jahren.
Beteiligungsfirmen setzen riesige Investmentfonds auf. Was bedeutet das für ihre Rendite und für die Preise der Firmen, die von der Branche umworben werden?
Rubenstein: Es gibt tatsächlich eine Zahl größerer Fonds. Die Branche hat eine gute Bilanz, selbst unter schwierigen Bedingungen gute Renditen für die Investoren zu erwirtschaften. Es ist aber auch klar, dass die großen Summen, die jetzt im Spiel sind, es schwerer machen, attraktive Ergebnisse zu erzielen.
Was heißt attraktiv? Sie hatten bislang eine durchschnittliche Rendite von 34 Prozent.
Rubenstein: Ich glaube, dass die Anleger zufrieden sind, wenn sie Brutto-Renditen in der Mitte der 20-Prozent-Spanne erhalten. Wenn wir das erreichen können, wären auch wir sehr zufrieden. Alles, was darüber hinaus geht, ist außergewöhnlich. Solange die Spitzenrenditen an den öffentlichen Finanzmärkten im hohen einstelligen Bereich liegen, sehen wir mit über 20 Prozent sehr gut aus. Wir müssen einen Vorsprung gegen über dem Aktienmarkt haben - der sollte vermutlich rund 10 Prozentpunkte betragen.
Was bedeutet die Geldschwemme für ihre Investments? Machen Sie jetzt größere und riskantere Übernahmen?
Rubenstein: Historisch gesehen ist es richtig, dass mit der Größe der Transaktion auch das Risiko steigt. Aber die jüngste Vergangenheit zeigt, dass die großen Investments bessere Renditen abgeworfen haben als die kleineren. Der Grund dafür ist, dass die Beteiligungsgesellschaften bei diesen enormen Summen mit großer Disziplin sicherstellen, dass die Bücher richtig geprüft werden und das Investment genau kontrolliert wird. Außerdem sind die Finanzierungsbedingungen für große Geschäfte besser und man kann für große Aufkäufe bessere Manager gewinnen. Es ist also nicht richtig, dass mit der Größe auch das Risiko steigt. Oft ist es genau umgekehrt.
Ein weiterer Trend in ihrer Branche sind so genannte "Club Deals". Gesellschaften tun sich zusammen, um Unternehmen aufzu-kaufen. Vermindert das die Risikostreuung von Investoren, die ihr Geld in mehreren Fonds angelegt haben?
Rubenstein: Wenn ein Anleger zum Beispiel beim Aufkauf des Softwareanbieters SunGard dabei war, wo es fünf oder mehr Gesellschaften gab, dann hat er vermutlich mehr Geld auf ein Investment konzentriert, als er es eigentlich wollte. Das ist ein potenzielles Problem.
Wie reagieren die Investoren darauf?
Rubenstein: Bislang haben sich die Anleger nicht beschwert oder ein "opt-out" aus einem Investment verlangt. Das könnte sich dann ändern, wenn einige große Transaktionen schlechte Renditen abwerfen. Aber das war bisher kaum der Fall.
Auch Hedge Funds drängen in das Private-Equity-Geschäft. Ist der Trend mehr eine Bedrohung oder eine neue Strategie für sie?
Rubenstein: Hedge Funds drängen in das Buyout-Geschäft, weil sie nach weiteren Anlagemöglichkeiten suchen. Und Buyouts versprechen gute Renditen. Bislang haben sie sich vergleichsweise gut geschlagen, obwohl ihr Anteil noch sehr gering ist. Sicher, das ist eine neue Konkurrenz, aber bislang sehe ich für uns keine wirklichen Probleme.
Wie verändert sich dadurch ihr Geschäft?
Rubenstein: Hedge Funds können Dinge tun, die wir nicht machen können. Zum Beispiel feindliche Übernahmen - etwas das Buyout-Firmen vermeiden. Außerdem können sie mit ihren sehr guten Finanzangebo-ten Leute bei uns abwerben. Und schließlich treiben zusätzliche Wettbewerber die Preise in die Höhe.
Hat gerade der Konkurrenzkampf um die besten Köpfe in ihrer Branche zugenommen?
Rubenstein: Die Buyout-Branche hat lange von dem Zufluss von Talenten aus Universitäten und anderen Branchen profitiert. Wir sehen jetzt etwas ähnliches bei den Hedge Funds. Sie verfügen über außeror-dentlich attraktive Kompensationsmöglichkeiten. Wir zahlen zwar auch nicht schlecht, aber Hedge Funds haben da mehr Spielraum.
Haben Hedge Funds durch ihr besonderes Geschäftsmodell einen Vorsprung?
Rubenstein: Ja, wir haben hier Nachteile. Wir können unsere Gewinne normalerweise erst dann kalkulieren, wenn wir ein Unternehmen wieder verkauft haben. Hedge Funds können das auf dem Papier jedes Jahr tun. Wir müssen die Management-Gebühren unserer Kunden in der Rendite zurückzahlen, Hedge Funds tun das in der Regel nicht. Unterm Strich sind sie deshalb in der Lage mehr für Firmen oder Talente zu bezahlen. Wie reagieren sie auf diese Herausforderung?
Rubenstein: Wir werden wahrscheinlich unseren eigenen Hedge Fund starten. Außerdem arbeiten wir von Zeit zu Zeit mit Hedge Funds zusammen. Sehen sie Anzeichen für eine Spekulationsblase auf dem Markt für Beteiligungskapital?
Rubenstein: Für jede Blase gilt: man weiß erst, dass man sich darin befindet, wenn sie platzt. Deshalb kann ich auch heute kaum sagen, ob wir uns in einer Blase befinden. Dennoch glaube ich das nicht. Die Investoren sind sehr diszipliniert und die Kontrollsysteme befinden sich in einem guten Zustand.
Was wären Anzeichen für eine Blase?
Rubenstein: Es würde mich nervös machen, wenn Leute für große Transaktionen Preise zahlen, die den Cashflow um mehr als das Zehnfache übertreffen. Aber im Moment werden große Deals mit dem sie-ben- oder acht-, vielleicht auch dem neun-fachen des Cashflow bezahlt. Das ist nicht besonders gefährlich.
Haben sie nach der Regulierungswelle in den USA ein stärkeres Interesse von Unternehmen für private Buyouts gespürt?
Rubenstein: Ja. Historisch war es so, dass Firmen ihren Erfolg daran gemessen haben, ob sie den Sprung an die Börse schaffen. Heute messen viele Chefs börsennotierter Unternehmen ihren Erfolg daran, ob sie zu einem Privatunternehmen werden können. Der Grund: die öffentliche Kontrolle börsennotierter Unternehmen ist sehr frustrierend.
Was erwarten sie für ihre Branche in den nächsten drei bis fünf Jahren nach den außerordentlich guten letzten drei Jahren?
Rubenstein: Ich sehe keinen Grund, warum es der Branche nicht weiterhin gut gehen sollte. Es gibt zwar mehr Wettbewerb, aber die großen Firmen haben bewiesen, dass sie selbst unter erschwerten Bedingungen sehr gute Rendite erwirtschaften können. Wenn allerdings das Wachstum in den USA und Europa zurückgeht, werden auch wir das spüren. Auf der anderen Seite gibt es gerade in Abschwungphasen neue Chancen für private Buyouts.
Wie sehen sie Indien und China aus Sicht der Private-Equity-Branche?
Rubenstein: Wir haben vermutlich mehr Leute in Indien und China als alle unsere Konkurrenten. Wir sind sehr optimistisch, auch wenn es bislang keine wirklichen Buyouts gegeben hat und die weitere Entwicklung dieser Länder schwer vorherzusehen ist. Dennoch: Wenn man sich das Wachstum, die Größe der Bevölkerung und den Wandel vor Ort anschaut, weiß man, dass dies interessante Investitionsstandort sind. Was sind die Probleme in diesen Ländern?
Rubenstein: Die Zahl guter Manager ist geringer als zum Beispiel in den USA. Die Rechnungslegung unterscheidet sich stark von der des Westens. Man muss also sehr vorsichtig vorgehen. Die Regulierung ist in China viel komplizierter.
Private Beteiligungsgesellschaften in den USA interessieren sich in letzter Zeit mehr für High-Tech-Unternehmen. Warum? Rubenstein: Technologieunternehmen galten lange Zeit nicht als attraktiv, weil sie zu stark von ihrer Technologie abhingen und der Cashflow nicht sehr vorhersehbar war. Die jüngsten Buyouts im Technologiesektor waren jedoch sehr erfolgreich, so dass das Interesse gewachsen ist. Das Gespräch führte Torsten Riecke.
Biographie: David Rubinstein
Die Manager: Der 56jährige David Rubenstein hat die Carlyle Group 1987 zusammen mit seinen Partnern William Conway und Daniel D'Aniello gegründet. Carlyle ist heute eine der größten privaten Beteiligungsgesellschaften (Private-Equity) der Welt und verwaltet ein Vermögen von mehr als 30,9 Mrd. Dollar in 32 Investmentfonds. Die Firma mit ihren 560 Mitarbeitern investiert in Unternehmen, Immobilien, Wagniskapital und Fremdfinanzierungen rund um den Globus. Das Geld dafür bekommt sie von mehr als 800 meist institutionellen Investoren wie zum Beispiel Pensionsfonds.
Der Politiker: Rubenstein ist das öffentliche Gesicht von Carlyle. Er war früher innenpolitischer Berater des amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter und verfügt aus dieser Zeit über ein dichtes Netzwerk von politischen Kontakten in Washington.
Das Unternehmen: Konzentrierte sich Carlyle in den Anfangsjahren vor allem auf Firmen aus der Rüstungsindustrie, beträgt das Engagement im Verteidigungssektor heute nur noch etwa ein Prozent. Andere Branchen wie Maschinenbau, Telekommunikation oder Energie stehen dafür heute im Mittelpunkt. In Europa ist die Gesellschaft seit 1997 vertreten. In Deutschland gehören Carlyle größere Gewerbeimmobilien in Hamburg und Düsseldorf. Außerdem ist die Gruppe hierzulande an dem Autozulieferer Edscha und dem Kunststoffhersteller HT Troplast beteiligt. Von den Beteiligungen an Honsel, Beru und MEC hat sich Carlyle wieder getrennt. Autor: Riecke, Torsten
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A. Henneberg ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.08.2002 Beiträge: 4931 Wohnort: Osten
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Verfasst am: 10.Nov 2005 9:22 Titel: |
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Auszug **** Auszug ****
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Die Stuttgarter Firma, die Dürr gern als die seinige bezeichnet, von der ihm aber lediglich eine knappe Aktienmehrheit gehört, steckt tief im Schlamassel. Die Geschäfte laufen seit geraumer Zeit schlecht. Weil Aufträge und Anzahlungen fehlen, sind die Kassen fast leer und die Schulden erdrückend hoch.
Seit kurzem sitzen Dürr obendrein ausgebuffte Firmenjäger im Nacken. Mitte August übernahmen Hedgefonds von der Commerzbank - bis dahin einer der wichtigsten Dürr-Finanziers - eine 40-Millionen-Euro-Forderung. Dürr erfuhr davon wie alle anderen erst aus der Zeitung.
Die aggressiven Investoren könnten weitere Kredite aufkaufen - und diese womöglich in Unternehmensanteile umwandeln. Beim Bodenbelaghersteller Rinol sind erst kürzlich einige Hedgefonds so verfahren und haben die Alteigentümer entmachtet.
Vollständig hier:
http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,375798,00.html |
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Gast Pathfinder
Anmeldungsdatum: 22.12.2004 Beiträge: 316
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Verfasst am: 10.Nov 2005 11:30 Titel: |
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Alles gelesen, Danke! |
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Spiritus Rector * Consulter *

Anmeldungsdatum: 12.12.2003 Beiträge: 1162 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 26.Nov 2005 12:27 Titel: |
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Heuschrecken schaffen Arbeitsplätze
Während Herr Müntefering gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen der großen Koalition noch an einem Plan für mehr Beschäftigung in Deutschland feilt, hat die von ihm beschimpfte "Heuschrecken-Branche" bereits erfolgreich Arbeitsplätze geschaffen.
Laut einer Studie der Beteiligungs- und Wagniskapitalbranche entstanden zwischen 2000 und 2004 in Europa eine Million neue Arbeitsplätze durch Private-Equity-Firmen und Venture-Capital-Gesellschaften. Während durchschnittlich in Europa die Beschäftigung jährlich um 0,7 Prozent zulegte, wuchs die Beschäftigung bei Unternehmen, die durch privates Kapital finanziert worden sind, mit 5,4%, fast achtmal so stark.
In Zahlen heißt das, 420 000 neue Jobs durch Private Equity- und 630 000 Jobs durch Venture Capital-Investitionen. 67 Prozent der durch Private Equity oder Venture Capital finanzierten Firmen haben in den Jahren 1997 bis 2004 die Beschäftig! tenzahl stabil gehalten oder gesteigert. Bei Unternehmen, die aus Familienbesitz aufgekauft worden sind, ist die Beschäftigtenzahl um sieben Prozent gestiegen.
Spätestens durch diese Ergebnisse zeigt sich einerseits, dass die weitverbreitete Annahme, Kapitalbeteiligungsfirmen seien nur auf maximale Rendite aus und Arbeitsplätze würden keine Rolle spielen, nicht der Realität entspricht und andererseits, dass Heuschrecken ganz soziale Tierchen sind. S.R. |
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eckstein Specialist
Anmeldungsdatum: 09.09.2005 Beiträge: 89
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Verfasst am: 26.Nov 2005 12:35 Titel: |
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@ Spiritus Rector
woher haben Sie diese Informationen? |
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Brendle Insider
Anmeldungsdatum: 27.11.2002 Beiträge: 603
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Verfasst am: 26.Nov 2005 15:25 Titel: |
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@ eckstein
diese Daten stimmen. Sie wurden von unabhängigen Wirtschaftforschungsinstituten ermittelt.
So stellte zum Beispiel die internationale BVCS-Studie fest, dass im Zeitraum von 1997 bis 2003
1. Arbeitsplätze von PE 19% und nur 0,5 % von allen Unternehmen geschaffen wurden.
2. dass die Investitionen zu 21 % von PE und 5,4 von allen Unternehmen getätigt wurden
Wer aufmerksam die Fachzeitschriften ließt, kann sogar ganz bekannte Firmennamen lesen, die kurz vor dem Konkurs standen und durch PE gerettet wurden.
Herr Müntefering hat mit seinem Ausspruch nur eines bewiesen: dass er von Wirtschaft keinen blassen Dunst hat.
Oder ganz bewusst gelogen hat, um Stimmen zu fangen.
Was vermutlich eher zutrifft: schließlich ist er Politiker.
Grüße
Bibip |
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eckstein Specialist
Anmeldungsdatum: 09.09.2005 Beiträge: 89
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Verfasst am: 26.Nov 2005 18:44 Titel: |
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| Zitat: |
| unabhängigen Wirtschaftforschungsinstituten |
Werter Brendle, mit Verlaub, es gibt kein Unabhängigkeit.
Medien- und Rüstungsbeteiligungen sind schliesslich das A&O jeder Machtstrategie.
Schon gar nicht traue ich Carlyle(Bush+Bin Laden...)
Ergo vergleich ich die Lobhymnen mit denen von Greenpeace (auch alles andere als unabhängig ) 2 Wale live gerettet und 2000 sterben aus.
Von daher wundert es mich immer besonders, wenn Politikern die geringste, Nachrichtensprechern die höchste Glaubwürdigkeit zugesprochen wird.
Daher mache und meine ich grundsetzlich erst einmal das Gegenteil was mir die ach so unabhängigen Medien vorsetzen. |
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Spiritus Rector * Consulter *

Anmeldungsdatum: 12.12.2003 Beiträge: 1162 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 4.Dez 2005 11:06 Titel: Private Equity - neuen Riesen kommen |
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Jetzt sage noch einer, die große Musik in der Finanzwelt spiele nur in den USA. Die 13 Mrd. Euro schwere Übernahme der dänischen Telefongesellschaft TDC durch das Private-Equity-Konsortium um Apax Partners, Permira Advisers, Providence Equity Partners, Kohlberg Kravis Roberts und Blackstone ist der größte Buy-out der Geschichte in Europa.
Die Summen, die hier bewegt werden, stoßen in neue Dimensionen vor. Selbst Dax-Unternehmen sind jetzt in Reichweite der Finanzinvestoren. Der Druck des Kapitalmarkts auf die Deutschland AG steigt noch weiter.
In der gegenwärtigen Welt sehr niedriger Zinsen treibt der Hunger nach Rendite auch institutionelle Anleger wie Versicherungen und Pensionsfonds in die Arme der Buy-out-Fonds. Diese schwimmen förmlich in Kapital und haben deshalb überhaupt keine Schwierigkeiten, für eine Übernahme richtig viel Geld auf den Tisch zu legen. Die Zeiten, als Mega-Deals wie der Kauf von RJR Nabisco für 31,4 Mrd. $ aus dem Jahr 1989 als historisch einmalige, niemals wiederholbare Ausreißer erschienen, sind jetzt endgültig vorbei.
Mit den üppigen Mitteln der Fonds lässt sich auch in Deutschland gut auf Einkaufstour gehen. Ein Drittel der Dax-Unternehmen hat derzeit eine Marktkapitalisierung von weniger als 10 Mrd. Euro. Selbst wenn das deutsche Übernahmerecht eine hohe Hürde darstellt, selbst wenn die Fonds in der Regel nur freundliche Übernahmen in Erwägung ziehen: Die Renditeerwartungen an die Deutschen wachsen. Besonders Mischkonzerne wie MAN, Linde oder ThyssenKrupp - gemessen an ihrem Marktwert allesamt Leichtgewichte - müssen beweisen, dass sie mehr wert sind als die Summe ihrer Einzelteile. Schon jetzt wird an mancher Stelle durchgerechnet, ob deren Zerschlagung lohnt. Finanziert werden kann sie auf alle Fälle. |
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frank neidzel Insider
Anmeldungsdatum: 17.07.2002 Beiträge: 600 Wohnort: bremerhaven
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Verfasst am: 19.Dez 2005 0:09 Titel: |
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| Zitat: |
Deutschlands schlimmster Heuschrecken-Skandal:
Freitag machte ein profitables Werk dicht
Wir machen Gewinn, wir werden arbeitslos
Die Männer und Frauen schleichen in die Grohe-Armaturenfabrik Herzberg (Brandenburg). Es ist ihre letzte Schicht. Und die allerletzte Schicht für das Werk. 305 Menschen stehen vor einer ungewissen Zukunft.
Die Fabrik in Herzberg ist zum Symbol dafür geworden, was mit einem deutschen Traditionsunternehmen geschehen kann, wenn es in die Fänge internationaler Finanzinvestoren gerät. Die Grohe Water Technology AG & Co. KG (5870 Mitarbeiter, davon 4300 in Deutschland) war einst ein erfolgreicher Hersteller von Armaturen.
Jetzt mußte sie eins ihrer vier Werke in Deutschland schließen.
1999 hatte die Familie Grohe ihren Betrieb für 900 Millionen Euro an die Investorengruppe BC Partners verkauft, eine Firma, die man zu denen zählen könnte, die für Franz Müntefering wie „Heuschrecken“ über deutsche Unternehmen herfallen.
Die neuen Herren quetschten den ehemaligen Familienbetrieb aus. Das Geld für den Grohe-Einkauf hatten sich die Fondsmanager von Banken geliehen. Die Tilgungsraten zahlte man kurzerhand aus der Firmenkasse.
Bis Grohe hoch verschuldet war. 760 Millionen Euro Miese standen 2004 zu Buche.
Freitag mittag, 13.13 Uhr: Die acht Arbeiter der Morgenschicht verlassen das Werk in Herzberg. Die Kollegen fallen sich in die Arme, verabschieden sich. So auch Heike N. (43), eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern (7, 18, 25). Sie wurde vor 20 Jahren hier ausgebildet, hat mit kurzer Unterbrechung immer bei Grohe gearbeitet.
„Es ist einfach nur zum Kotzen – noch ein Jahr in der Transfergesellschaft, und dann steh’ ich auf der Straße“, sagt Heike N. „Wir machen Gewinn und werden trotzdem arbeitslos.“
Tränen fließen. Und Köpfe werden geschüttelt.
„Trotz Rekordrendite von 20 Prozent wird das Werk geschlossen“, so der Betriebsratsvorsitzende Peter Schulze (43). „Wir haben sogar angeboten, zu chinesischen Preisen zu produzieren, aber ohne Erfolg. Die wollen einfach nicht.“
Da wurde ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen fünf Jahre lang systematisch ausgesaugt“, sagt Detlef Wetzel (52), NRW-Bezirksleiter der IG Metall. Noch im Jahr 2003 hatte Grohe bei einem Umsatz von 889 Millionen Euro einen Rekordgewinn von fast 186 Millionen Euro erzielt. 2004 stieg der Umsatz auf 911 Millionen Euro, das Ergebnis blieb gleich.
Steuern und Zinsen ließen den Gewinn jedoch zusammenschmelzen.
Als die Schulden 2004 in ungekannte Höhen geschnellt waren, reichte BC Partners den Mittelständler Grohe an zwei neue Finanzinvestoren weiter. Für 1,5 Milliarden Euro stiegen die Texas Pacific Group (TPG) und die Credit Suisse First Boston (CSFB) im Sauerland ein.
„Das ist ganz typisch. Solche Investoren sind bemüht, Firmen günstig einzukaufen und sie nach relativ kurzer Zeit gewinnbringend wieder abzustoßen. Sie haben nicht vorrangig ein langfristiges Interesse an einem Unternehmen“, sagt Professor Dr. Wolfgang Gerke (61) von der Universität Erlangen-Nürnberg.
Dazu gehört ganz unabdingbar gnadenloses Sparen.
Das Unternehmen will von 2007 an die Kosten um jährlich 150 Millionen Euro reduzieren. Außerdem werden 943 Stellen in Deutschland abgebaut. Die Produktion soll dafür zunehmend nach Portugal und Thailand verlagert werden.
Die Schließung des Grohe-Werks bleibt auch für die Stadt Herzberg (11 000 Einwohner, 20 % Arbeitslosigkeit) nicht ohne Folgen. „Es ist ein finanzpolitisches Desaster, die Steuerausfälle betragen rund eine halbe Million Euro“, sagt Bürgermeister Michael Oecknigk (46, CDU). „Mit dieser Summe finanzieren wir auch die Bücherei, das Schwimmbad, das Planetarium und den kleinen Tierpark. Normalerweise müßten wir diese Einrichtungen jetzt schließen.“
Deshalb will Oecknigk jetzt sparen. „Das Werk hatte eigentlich nie eine Chance“, bedauert er.
Das Management von Grohe hält seine Entscheidungen für richtig: „Nur wenn das Unternehmen sich auf die gegenwärtigen Herausforderungen einstellt und sich erfolgreich verändert und restrukturiert, können auch zukünftig Arbeitsplätze in Deutschland erhalten und geschaffen werden“, sagt der Vorstandsvorsitzende David Haines (46).
Zuletzt stellte Grohe sogar wieder ein. Allerdings nur im Vorstand. Hans-Gerd Füchtenkort (55) heißt der Glückliche. Er soll den Vertrieb steuern.
Quelle: Bild - Von JÖRG DIEHL und UWE WOJTUSCHAK |
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Brendle Insider
Anmeldungsdatum: 27.11.2002 Beiträge: 603
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Verfasst am: 20.Dez 2005 19:30 Titel: |
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Hallo Herr frank neidzel,
ein sehr schlechtes Beispiel. Fragen Sie mal einen Gas- und Wasser-Installateur zum Thema Grohe.
Grohe war schon seit einigen Jahren ein Todeskandidat. Dass die Kapitalfirma diese gekauft hatte, war ein Fehler: sie hätten sie schon früher Pleite gehen lassen.
Merke: nicht alles was alt ist ist auch gut.
Grohe war in der Produktion seiner Artikel weit zurück und nicht mehr konkurrenzfähig.
Leider hatte sich Grohe nicht der Zeit angepasst und glaubte so weiter wursteln zu können.
Wie man es richtig macht zeigt Hansa, die Konkurrenz.
Also, nicht immer nur eine Seite sehen. man muss auch die andere betrachten.
@ eckstein
Zum Thema Unabhängige Institute: klar sind Menschen nie "unabhängig". Sie sind Produkte ihrer Umwelt, Erziehung, Erfahrung....
doch gibt es genügend die man im allgemeinem Sinn unabhängig bezeichnen kann.
Auch Finanztest, ist nicht unabhängig!
So lange wir Menschen sind, so lange werden wir Fehler machen.
Doch deswegen die Glaubwürdigkeit solcher Untersuchungen zu bezweifeln ist ein Fehler. Wenn Sie nichts mehr glauben, bleibt nur eines übrig: einen Strick nehmen und aufhängen!
Grüße
Brendle |
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con_urs Newbie
Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 5 Wohnort: München
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Verfasst am: 20.Dez 2005 20:20 Titel: |
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Ohne die Details der Grohe Übernahme zu kennen, so scheint es mir doch mittlerweile recht fragwürdig, das Private-Equity Firmen Übernahmen mit hohen Krediten tätigen. Auch im Fall der MTU Übernahme war das so, allerdings sehr geschickt in all den Zahlenwerken versteckt.
Ich glaube schon, dass man Unternehmen auf diese Weise nachhaltig schädigen kann, denn dieses Geld fehlt dann für F&E und andere Dinge die man braucht um eine Firma zukunftssicher zu führen.
Aber unsere Diskussionen hier werden diese Praxis sicher nicht ändern. |
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Brendle Insider
Anmeldungsdatum: 27.11.2002 Beiträge: 603
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Verfasst am: 20.Dez 2005 20:39 Titel: |
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con_urs
es ist schon richtig, dass man Firmen so schädigen kann, bzw. zerstört.
Doch was wäre mit Grohe ohne PE passiert?
Diese Firma wäre schon lange von der Landkarte gestrichen.
Ich will gar nicht bewhaupten, dass alee PE-Invstitionen positiv für Anlager, Firma, Arbeitnehmer ist.
Das wäre zu schön um wahr zu sein.
Doch so manche Firma, die schon lange Pleite gewesen wäre wurde mit PE wieder produktiv gemacht.
Nicht jede Investition, die ja in gewiisem Maße auch eine Spekulation ist, ist erfolgreich.
Siehe Grohe.
Hier hat sich die PE-Firma vom Namen blenden lassen. Das darf eigentlich bei einer PE nicht passieren.
aber auch dort sitzen nur Menschen.
Trotzdem ist die Regel: PE-Management ist ein Arbeitsplatzmotor. Aktienmanagment eine Arbeitsplatzvernichter.
Grüße
Brendle |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 20.Dez 2005 22:43 Titel: ahja - den Installateur sollte man fragen... |
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User Brendle...
Sie geben Unrichtiges von sich! (Ich möchte mich bewußt höflich ausdrücken...!)
| Brendle hat folgendes geschrieben:: |
Hallo Herr frank neidzel,
ein sehr schlechtes Beispiel. Fragen Sie mal einen Gas- und Wasser-Installateur zum Thema Grohe.
Grohe war schon seit einigen Jahren ein Todeskandidat. Dass die Kapitalfirma diese gekauft hatte, war ein Fehler: sie hätten sie schon früher Pleite gehen lassen.
[.....]
Brendle |
Das Unternehmen Grohe mit der Hauptverwaltung in Hemer, also sozusagen in meiner unmittelbaren Nachbarschaft, wurde in dem Moment - endgültig - in den Dreck gezogen, als der erstmalige Verkauf über die Bühne ging...
Lesen Sie dazu auch hier:
http://www.manager-magazin.de/koepfe/unternehmerarchiv/0,2828,308592,00.html
oder auch auf der Seite selbst:
http://www.grohe.de/grohe/index.php
An den / die Verfasser des heutigen News-Letter...
Franz Müntefering war SPD-Parteichef!
Der neue SPD-Parteichef nennt sich Matthias Platzeck...
Nun out of topic...
Ich lese immer öfter index.php...
Das verbinde ich, im Zusammenhang mit Web-Sites, auch ausdrücklich mit CMS-Systemen...
Meine Suche führte mich vor einigen Tagen auf die Seite eines CMS-Enterprise-Systems im Rahmen der Open-Office-Ideologie...
TYPO3 - http://typo3.org/
Meine bisherigen Recherchen haben ergeben, daß viele Städte und Kommunen, u.a. in Verbindung mit OSIRIS,
http://typo3.org/documentation/document-library/civserv/
auf dieser Plattform arbeiten, ebenso wie namhafte Unternehmen...
z. B. http://web.anzag.de/
Ich beschäftige mich nun bereits seit einigen Tagen intensiv damit und muß feststellen, daß mambo, joomla und wie sie alle heißen, dagegen Waisenkinder sind...
Da ich selbst mich u.a. damit beschäftige, wie ich eine lebende Plattform auf die Reihe kriege, in der auch die User in kontrollierter Form Seiteninhalte ergänzen und korrigieren dürfen, bin ich von diesem System sehr angetan...
Meine damit hier z. Zt. deutlich weniger werdende schreibende Präsenz kommt sicherlich dem Einen oder Anderen User sehr entgegen...
Freundliche Grüße
Peter Wilhelm |
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goldstück Newbie
Anmeldungsdatum: 24.11.2005 Beiträge: 7
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Verfasst am: 21.Dez 2005 11:19 Titel: |
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@ brendel
Ihr glänzendes Halbwissen wird mittlerweile unerträglich. Nur weil Sie mal einen RWB Werbeprospekt gelesen haben, meinen Sie zu wissen wie PE funktioniert und erzählen einen Dünnbrei der seines gleichen sucht. Wenn ich Ihr Dachfondsgesülze vom Anfang lese gehen bei mir die Nackenhaare hoch....
Zum Thema Grohe: Grohe ist seit jeher ein Top-Unternehmen gewesen. Da können Sie jeden fragen, der in der Heizung-Sanitär Branche tätig ist. Packen Sie mal ne Grohe Armatur an und dann eine im Baumarkt, die aus China oder sonst nem Billiglohnland kommt. Und das ist kein Verdienst von irgend nem Investor in den letzten Jahren. Sondern diese Qulitätsfertigung ist von Grohe über viele viele Jahre aufgebaut worden. Grohe ist seit jeher eine der ersten Adressen in der Heizung-Sanitär Branche.
Und brendel: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten. |
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Achternbrook Insider
Anmeldungsdatum: 05.01.2004 Beiträge: 623 Wohnort: OHZ + Wandlitz
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Verfasst am: 21.Dez 2005 11:37 Titel: |
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@Brendle
Gerade Hans Grohe ist ein Paradebeispiel dafür, wie man ein hoch profitables Unternehmen innerhalb kürzester Zeit gegen die Wand fährt.
Für jeden sog. Besitzer war Grohe doch, mehr oder weniger, lediglich ein durchlaufender Posten, wobei ich dies jetzt nicht in bilanzieller Hinsicht meine.
Sämtliche Käufer haben doch mehr als 80 % des Kaufpreises finanziert.
Die daraus resultierenden Zinslasten wurden jedoch nicht dem persönlichen Portemonnaie des Erwerbers entnommen, sondern dem des Unternehmens.
Und da wundert man sich, dass ein so gesundes Unternehmen innerhalb weniger Jahre in die Knie geht.
Die Jungs, die sog. Erwerber, wollen nur das Eine: Kasse machen.
Eine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern ist hier nicht vorgesehen.
Und hier wird/muß der Staat, in welcher Form auch immer, so schnell wie möglich einschreiten, und sei es in Form veränderter bzw. neuer Gesetze, die das Aushöhlen der Unternehmen in dieser Form nicht zulassen. |
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