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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6456
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Verfasst am: 15.Dez 2006 15:18 Titel: Erdölexporteure nehmen Abschied vom Dollar |
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Der am Montag veröffentlichte Quartalsbericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) bietet eine Erklärung für die aktuelle Dollarschwäche.
Denn laut den Angaben der internationalen Großbanken, die der BIZ regelmäßig berichten, haben die erdölexportierenden Länder ihre Gelder zuletzt vermehrt in Euro und japanischen Yen angelegt, ihre Dollar-Investments hingegen zurückgefahren.
Obwohl die OPEC-Staaten im 3. Quartal laut BIZ-Schätzungen "Petrodollars" im Gegenwert von rund acht Milliarden USD neu bei internationalen Banken deponierten, gingen ihre tatsächlich in Dollar veranlagten Gelder um 5,3 Milliarden USD zurück.
Nutznießer waren der japanischen Yen, der um umgerechnet 3,8 Milliarden USD zulegen konnte, und Euro-Anlagen, die um 2,8 Milliarden USD anwuchsen Bei diesen Zahlen ist zu beachten, dass hier nur Bankeinlagen verzeichnet werden und zudem nicht alle Banken an die BIZ berichten müssen. Als Tendenzaussagen sind die BIZ-Angaben aber jedenfalls signifikant.
Die Dollar-Anlagen Russlands stiegen zuletzt zwar noch um rund fünf Milliarden USD an, der Großteil der insgesamt 16 Milliarden USD an im 3. Quartal bei Auslandsbanken neu deponierten russischen Gelder sei aber in Euro veranlagt worden – was den Dollar-Anteil an den insgesamt im internationalen Banksektor veranlagten Öl-Gelder um zwei Prozent auf 65 Prozent verringerte, während der Euro-Anteil um ebenfalls zwei Prozent auf 22 Prozent anstieg.
Insgesamt sind die Anlagen der Ölexporteure bei den internationalen Großbanken, auf einen Gegenwert von 632 Mrd. USD angewachsen, wovon 220 Mrd. USD gegenwärtig auf Russen entfallen.
Freilich waren nicht alle Erdölexporteure gleichermaßen am Abschied vom Dollar beteiligt.
So hat wohl Libyen mit neuen Dollar-Engagements im Ausmaß von rund fünf Milliarden USD ein stärkeres Abrutschen verhindert, während etwa der Iran seine zumeist bei kontinental-europäischen Banken liegenden Dollar-Anlagen um vier Milliarden verringert hat.
Investoren aus Saudi-Arabien zogen allein aus London drei Milliarden Dollar ab, Ecuador reduzierte seine USD-Investments um 2,3 Milliarden, Indonesien um 1,9 Milliarden und Katar um 2,4 Milliarden.
Quelle:TP |
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