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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 5.Okt 2008 11:54 Titel: Europäische Autobauer wollen 40 Milliarden Euro vom Staat |
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Amerikanische Autohersteller erhalten 25 Milliarden Dollar für den Bau umweltfreundlicherer Autos. Jetzt wollen ihre europäischen Kollegen gleich lange Spiesse.
Die Branche werde die Idee der EU-Kommission vorlegen, sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne der «Financial Times».
Er verwies auf mögliche Wettbewerbsnachteile für europäische Auto-Konzerne durch das amerikanische Kreditprogramm von 25 Milliarden Dollar (28 Milliarden Franken, 18 Milliarden Euro).
"Wir brauchen gleiche Bedingungen", sagte Marchionne. Angesichts der Grösse der europäischen Autoindustrie sei ein Volumen von 40 Milliarden Euro (62 Milliarden Franken) angemessen.
Fiat schlug die Idee bei Beratungen des europäischen Branchenverbandes ACEA am Freitag vor. Alle Hersteller stünden dahinter, betonte Marchionne, der bis 2007 ACEA-Präsident war. Zugleich sagte ACEA-Generalsekretär Ivan Hodac dem «Wall Street Journal», es gebe noch keine feste Vereinbarung der Hersteller, und die EU-Kommission sei noch nicht angesprochen worden.
Der US-Kongress hatte vor einigen Tagen die Finanzierung der Kredite zur Entwicklung sparsamerer Autos freigegeben. Die US-Autokonzerne hatten sogar die doppelte Summe gefordert.
Die Firmen schreiben Milliarden-Verluste, weil ihnen der Absatz wegbricht. Grund ist neben der Kreditkrise auch die Modellpalette, die immer noch vor allem aus grossen Fahrzeugen besteht, während inzwischen auch US-Kunden zum Kauf sparsamerer Autos neigen.
Die europäischen Hersteller sind besorgt, dass die Milliarden-Kredite ihnen den Wettbewerb mit den US-Produzenten vor allem im amerikanischen Markt erschweren werden. Zudem muss sich die europäische Autobranche auf die EU-Pläne zur Reduzierung des Ausstosses des Klimakillers CO2 einstellen, die nach ihren Angaben hohe Investitionen nach sich ziehen.
"Wir sind derzeit in die Knie gezwungen, also wenn sie wollen, dass wir Milliarden investieren, muss die Kommission und helfen", sagte Marchionne.
Quelle: oku/sda |
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Peter Wilhelm .

Anmeldungsdatum: 16.10.2007 Beiträge: 662 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 5.Okt 2008 13:03 Titel: Re: Europäische Autobauer wollen 40 Milliarden Euro vom Staa |
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Und was hat der Staat damit zu tun... ?
| Moderator GM&P hat folgendes geschrieben:: |
[.....]
Die Firmen schreiben Milliarden-Verluste, weil ihnen der Absatz wegbricht. Grund ist neben der Kreditkrise auch die Modellpalette, die immer noch vor allem aus grossen Fahrzeugen besteht, während inzwischen auch US-Kunden zum Kauf sparsamerer Autos neigen. |
Fällt das nicht eher in den Bereich freier unternehmerischer Entscheidungen und in die Fähigkeit des vorausschauenden Weitblickes durch die hochbezahlten Manager für zukünftig geforderte Produkte durch den Markt...?
Kann es schlicht sein, daß nun alle Dämme brechen und unter dem Deckmäntelchen der ja auch benannten Kreditkrise eine jede Branche versuchen wird zu argumentieren:
Wenn der Staat da schlappe 700 Mrd. einschießt, warum dann nicht auch bei uns...?
Das ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten!
Und Europa's Hersteller hängen sich hintenan - aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit...
......
Es bleibt eigentlich nur zu konstatieren:
Verstanden, wirklich verstanden!, hat eigentlich niemand - bzw. will nicht, solange es noch irgendwie die Chance gibt auf Money - von wem auch immer!
Die Schmierenkomödianten beherrschen den Markt... _________________ Freundliche Grüße
Peter Wilhelm |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 26.Okt 2008 20:23 Titel: |
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Es wird still in der Leipziger Autofabrik. Gespenstisch still. Kein Hämmern, kein Rattern, kein Zischen mehr.
Rund dreieinhalb Jahre, nachdem die Produktion in den riesigen Hallen gestartet wurde, werden die Montagebänder in der letzten Oktoberwoche abgeschaltet.
Zwar nur "für vier Tage", wie die Verantwortlichen versichern, "als Reaktion auf die schwache Autoabsatzentwicklung in den USA". Aber wie stetig die Bänder dann wieder laufen werden, ist alles andere als sicher.
Die Fabrikhallen gehören dem Münchener Automobilkonzern BMW. Der Produktionsstopp in Leipzig bringt BMW zunächst 2800 Autos weniger als ursprünglich geplant. Und das ist kein Einzelfall. Allerorten bremst die Automobilbranche, Königsdisziplin der deutschen Industrie, schroff ab.
Denn die von den USA ausgehende Kreditkrise wächst sich zur Weltwirtschaftskrise aus - und schlägt mit voller Wucht auf Europa und damit auch auf Deutschland durch.
Die Hauptprobleme der Autobauer: In immer mehr Ländern können immer weniger Menschen mit Krediten für Autokäufe rechnen. Zugleich sinkt die Kreditnachfrage, weil die Verbraucher wegen der miserablen Konjunkturaussichten lieber haushalten als sich für Autos zu verschulden. Erst recht nicht für großmotorige Spritfresser, die zunehmend an den gestiegenen Kraftstoffpreisen verhungern. Und weil auch die Unternehmenskunden der Autohersteller an ihren Fahrzeugflotten sparen, brechen vor allem in den USA und Westeuropa, den weltweit größten Automärkten, die Absatzzahlen ein.
Darunter leiden längst nicht mehr nur defizitäre Massenhersteller aus den USA wie Chrysler oder die Opel-Mutter General Motors. Die beiden müssen nun - notgedrungen - vielleicht sogar fusionieren. Auch deutsche Hersteller im Hochpreissegment wie BMW, die Daimler-Tochter Mercedes und Porsche haben Probleme. Deren PR-Strategen hatten die so genannten Premiummarken bislang immer als krisenfest verkauft.
Doch egal ob nobel oder Opel: Jetzt müssen alle nur noch sparen.
Zu viel geplant.
So stoppten auch die Rüsselsheimer ihre Produktion in den Werken Eisenach und Bochum im Oktober für mehrere Wochen. Bis Jahresende will die GM-Tochter europaweit 40000 Autos weniger bauen. Daimler plant Produktionskürzungen in ähnlicher Höhe. Bei BMW geht es um insgesamt 25000 Autos, 2800 davon "spart" Leipzig. Die Aufzählung ließe sich mit allen anderen Herstellern fortsetzen.
Doch diese Zahlen sind nur das, was die Unternehmen bis Mitte Oktober herausgelassen haben. Längst flüstern Brancheninsider, dass die Lagerplätze von beispielsweise BMW und Daimler kaum noch ausreichen, um unverkaufte Neuwagen auf Halde zu stellen. Die beiden Konzerne würden bald weitere Produktionskürzungen um Zigtausende Fahrzeuge bekannt geben müssen.
Daimler-Boss Dieter Zetsche, 55, bereitete seine Mitarbeiter und Investoren Anfang Oktober deshalb schon mal vorsichtig auf schlechte Zeiten vor: "Die Menschen, die sich bisher von ihrem Jahresbonus einen Porsche oder Mercedes gekauft haben, werden das momentan vielleicht erstmal nicht tun."
Das renommierte Marktforschungsinstitut J.D. Power wurde ein paar Tage später deutlicher: "Im Jahr 2008 hat die Autoindustrie einen Abschwung erlebt. Aber 2009 dürfte der Markt global kollabieren. Keine Region der Welt wird immun dagegen sein." Jürgen Pieper, Analyst vom Bankhaus Metzler, bestätigt: "Wir bewegen uns auf eine starke Rezession zu. Der Gewinn im Weltautomarkt könnte im kommenden Jahr um 20 bis 40 Prozent zurückgehen."
Kettenreaktion. Der Nachfragekollaps drängt ein Folgeproblem in den Hintergrund.
Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit sinken die Verkäufe nicht nur bei Neufahrzeugen, sondern auch bei Gebrauchtwagen.
Das drückt die Autopreise. Und gefährdet insbesondere die Leasinggeschäfte der Autokonzerne. "Dieses Problem wird von den Autobauern derzeit entweder noch unterschätzt oder noch nicht öffentlich zugegeben", sagt ein Branchenkenner, der anonym bleiben will.
Um ihre Absatzziele zu erreichen, haben BMW, Daimler und Co in den vergangenen Jahren massenhaft Autos verleast. Die Laufzeit, für die ein Leasingnehmer sein Autos für monatlich zu zahlende Raten übernommen hat, beträgt zumeist 36 Monate.
Anschließend kauft er das Fahrzeug entweder zu einem vorher festgelegten Preis. Oder der Hersteller nimmt es zurück. In beiden Fällen müssen die Autobauer zu Vertragsbeginn kalkulieren, was das Fahrzeug am Laufzeitende, also drei Jahre später, wert ist.
Haben sie die so genannten Restwerte überschätzt - und genau danach sieht es aufgrund der unerwarteten Nachfrageeinbrüche derzeit bei vielen verleasten Autos aus - drohen Verluste. Dann könnten die Hersteller diese Autos nur zu geringeren Marktpreisen auf dem Gebrauchtwagenmarkt losschlagen.
Das wäre auch deshalb fatal, weil Fehlkalkulationen im Leasinggeschäft mehr auf die Gewinne drücken als sinkende Neuwagenverkäufe. "Mit dem Verkauf von Neuwagen generieren Autohersteller im Schnitt nur bis zu 20 Prozent ihrer Gewinne", sagt Matthias Bentenrieder von der Unternehmensberatung Oliver Wyman. "Der Großteil kommt dagegen aus Dienstleistungen nach dem Verkauf und dem Leasing."
Bereits im August hatte BMW wegen der Risiken aus dem US-Leasinggeschäft fast 700 Millionen Euro zurückgestellt. GM und Ford haben ihre Leasingaktivitäten bereits massiv zurückgefahren. Die Ex-Daimler-Tochter Chrysler hat sich sogar schon komplett daraus verabschiedet. Und auch Daimler scheinen die Leasingverträge ins Kontor zu schlagen.
"Die Finanzergebnisse des Konzerns sind deutlich getrübt", sagt Ferdinand Dudenhöffer vom Center of Automotive Research an der Fachhochschule Gelsenkirchen. "Das könnte ein Hinweis auf Rückstellungen sein." Dagegen lautet die offizielle Sprachregelung bei Daimler: "Bislang hatten wir keinen Rückstellungsbedarf wegen der Restwerte von Leasingfahrzeugen." Was nicht heißt, dass das so bleibt.
Gesteuerter Preisverfall?
Die Restwerte für Gebrauchtwagen purzeln aber nicht nur in den USA, sondern nun auch in Europa. In Deutschland könnte diese Entwicklung durch den Staat sogar noch beschleunigt werden.
Denn die Regierung diskutiert, die Berechnungsbasis der Kraftfahrzeugsteuer von der Hubraumgröße auf den Schadstoffausstoß umzustellen. Das würde nach aktuellem Berechnungsstand bedeuten, dass beispielsweise Fahrzeuge der Marke BMW im Schnitt rund 30 Prozent höher besteuert würden als bisher.
Dies dürfte die Restwerte für Autos, in deren Leasinglaufzeit die Gesetzesänderung fällt, nochmals drücken. Zwar ist noch unklar, ob die Besteuerungsbasis 2010 tatsächlich verändert wird. "Aber die Leasinggeber haben keine zuverlässige Grundlage, nach der sie die Fahrzeugwerte kalkulieren können", weiß Wyman-Experte Bentenrieder.
Vor allem für die deutschen Hersteller großspuriger Automobile, also Audi, BMW, Mercedes und Porsche, deren Motoren im Schnitt mehr Schadstoffe ausstoßen als neuwertige Kleinwagen anderer Hersteller, könnte die Luft noch dicker werden.
Denn die Europäische Union (EU) plant für die Zeit zwischen 2012 und 2015, niedrigere CO2-Grenzwerte für Neuwagen einzuführen. Trotz stark sinkender Gewinne müssen die Konzerne Milliarden in die Entwicklung schadstoffärmerer Motoren investieren.
Der europäische Autoherstellerverband Acea bearbeitet die EU derzeit nach allen Regeln der Lobbykunst, um "Unterstützung" für seine Mitglieder zu erwirken. Die EU solle doch bitte 40 Milliarden Euro locker machen, um Investitionen in umweltschonende Technik zu subventionieren. Vor einigen Wochen hatte der US-Senat der amerikanischen Autoindustrie zinsgünstige Kredite in Höhe von 25 Milliarden Dollar versprochen. Dies sei ein Nachteil für Europa, den es aufzuholen gelte.
Zudem betteln Europas Autokonzerne nach staatlichen Verschrottungprämien, damit mehr EU-Bürger endlich ihre alten Autos auf den Schrottplatz bringen, um anschließend neue zu kaufen.
Doch ob BMW, Daimler und Co durch Staatshilfe und Produktionskürzungen heil durch den Abschwung kommen, ist ungewiss. Investoren geben sich pessimistisch. GM-Aktien sind seit Ausbruch der Finanzkrise Mitte 2007 um 80 Prozent auf den Stand von 1950 gecrasht.
Die Kursverluste von BMW und Daimler fallen mit 60 und 70 Prozent zwar geringer aus. Gespenstisch sind sie für Anleger aber allemal.
Quelle: Euro-Finanzen |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 30.Okt 2008 5:37 Titel: |
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Die Hilferufe der kriselnden europäischen Autoindustrie finden bei der EU-Kommission in Brüssel Gehör.
Die Kommission unterstütze die Forderung nach zinsgünstigen staatlichen Krediten zur Entwicklung spritsparender Autos, erklärte EU-Industriekommissar Günter Verheugen am Mittwoch in Brüssel nach einer Konferenz mit den Spitzen der europäischen Autoindustrie. Mit den Mitgliedsstaaten müsse beraten werden, ob die Europäische Investitionsbank (EIB) ein solches Programm auflegen könne.
Die europäischen Automobilhersteller klagten, sie kämen wegen der Finanzkrise immer schlechter an Kredite heran, um die Investitionen in umweltfreundliche Neuwagen zu stemmen. Dazu sind sie wegen der geplanten EU-Klimaschutzgesetze aber gezwungen.
Die Autoindustrie fordert ein Kreditvolumen von 40 Milliarden Euro. Die europäischen Autobauer befürchten Nachteile gegenüber der amerikanischen Konkurrenz, denn die US-Regierung fördert Investitionen in schadstoffärmere Autos mit 25 Milliarden Dollar an billigen Krediten. Verheugen sagte, über das Kreditvolumen müssten die EU-Staaten entscheiden.
Die Bundesregierung sprach sich dafür aus, die EIB-Mittel zur Förderung innovativer Technologien in der Autoindustrie aufzustocken. "Die Bundesregierung begrüßt die Gespräche auf der europäischen Ebene mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie zu stärken", erklärte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm.
Ab 2012 soll der Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) bei Neuwagen von derzeit gut 160 Gramm auf 130 Gramm je Kilometer sinken. Vor allem die deutschen Hersteller Volkswagen, Daimler und BMW, die auf PS-starke Oberklassewagen spezialisiert sind, haben eine harte Umstellung auf sparsamere Autos vor sich. Und das in einer Zeit, wo wegen der drohenden Rezession der Autoabsatz bereits eingebrochen sei, sagte der Präsident der Vereinigung europäischer Autoproduzenten (ACEA), Christian Streiff. "Wir brauchen finanzielle Unterstützung."
Verheugen forderte, nicht nur die Investitionen in der Autoindustrie zu unterstützen, sondern auch die Nachfrage anzukurbeln.
So könnten die EU-Mitgliedsstaaten Prämien für die Stilllegung spritschluckender alter Fahrzeuge einführen. Über die Höhe sollten sich die Regierungen verständigen, um sich nicht gegenseitig Konkurrenz zu machen. Auch die in Deutschland geplante Umstellung der Kfz-Steuer auf die CO2-Emissionen schaffe einen Anreiz zum Umstieg auf sparsamere Autos, lobte Verheugen. Der Kommissar forderte EU-Länder und Parlament auf, sich über die Klimaschutzauflagen für die Autobranche rasch zu einigen, um die Unsicherheit zu beenden.
Über die Höhe des Kreditrahmens der EIB haben allerdings die EU-Mitgliedsstaaten zu entscheiden, denn ihnen gehört die europäische Förderbank. Die EU-Kommission fordert eine Kapitalerhöhung, damit die Bank nicht nur der Autoindustrie, sondern der gesamten Wirtschaft noch mehr zinsgünstige Kredite anbieten kann. Dies ist eine der Ideen, die die Kommission in einem EU-Aktionsplan zur Stützung der Konjunktur aufnehmen will.
Diesen will Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso nach Beratungen mit den Mitgliedsstaaten am 26. November präsentieren. So wie auf die Finanzkrise, die die Regierungen mit einem abgestimmten Rettungskonzept für die Banken bekämpfen, müsse es auch auf die drohende Wirtschaftskrise eine koordinierte Antwort geben, forderte er. "Wir brauchen eine gleich starke Reaktion wie auf die Finanzkrise."
Die EU werde die Klimaschutzgesetze in der Krise vorantreiben und nicht verschieben, betonte er. Denn die Förderung sparsamerer Autos und energieeffizienter Produkte schaffe Arbeitsplätze. Auch die Bundesregierung wolle trotz der Finanzkrise bei den ehrgeizigen Klimazielen keine Abstriche machen, sagte Kanzleramtsminister Thomas de Maiziere in Berlin.
Um die Wirtschaft zu stärken, will die Kommission prüfen, wie bestehende Förderinstrumente wie der Struktur- oder Sozialfonds der EU gezielt genutzt werden können.
Den von der Finanzkrise am stärksten gefährdeten Ländern will die EU mit Krediten direkt unter die Arme greifen. Der Rahmen für Finanzhilfe, der bei drohender Zahlungsunfähigkeit von EU-Ländern außerhalb der Währungsunion zur Verfügung steht, soll von derzeit zwölf auf 25 Milliarden Euro ausgeweitet werden. Die EU musste Ungarn mit 6,5 Milliarden Euro zur Seite stehen.
(reuters) |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 30.Okt 2008 6:20 Titel: |
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Deutsche Zeitungen zur geplanten Milliardenhilfe für Europas Autoindustrie
"Indem die Kommission den Autobauern entgegenkommt, schafft sie einen gefährlichen Präzedenzfall", findet die Financial Times Deutschland. "Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Branche stellen zwar ein Risiko für viele Arbeitsplätze dar - nicht aber, im Gegensatz zum Finanzsektor, ein Risiko für das gesamte europäische Wirtschaftssystem. Es gibt daher auch keinen logischen Grund, warum die Europäer die Autobranche nun gemeinsam stützen müssten. Die Entscheidung ist allenfalls ein Erfolg der professionellen Lobbyarbeit gut organisierter Konzerne."
Auch die Lüneburger Landeszeitung hält die Brüsseler Milliardenhilfe für eine schlechte Lösung: "Es macht keinen Sinn, den taumelnden Autoriesen 40 Milliarden Euro in Aussicht zu stellen, aber auf knallharte Öko-Vorgaben und Strafzahlungen zu verzichten. Dabei ist die Finanzkrise kein Feigenblatt, hinter dem weiter Klimakiller produziert werden können. Die Finanzkrise ist die Chance auf eine grundsätzliche, grüne Neuorientierung der Ökonomie."
Die Ulmer Südwest Presse meint: "Die Autohersteller haben nicht zu wenig Geld. Sie haben Schwierigkeiten, zukunftsfähige Produkte zu verkaufen. Autobauer und -zulieferer müssen sich zusammensetzen, ihr Hirn und ihr Wissen koordinieren, sich gegenseitig helfen und am Auto der Zukunft forschen. EU-Kredite verlängern nur das Leiden."
Der Münchner Merkur ist dagegen überzeugt vom Brüsseler Hilfsprogramm: "Während die Professoren noch über das Für und Wider staatlicher Konjunkturprogramme streiten, schafft die Europäische Union Fakten: Mit einem Feuerwerk stützender Maßnahmen stemmt sich die EU gegen den drohenden Absturz. Der Standardeinwand gegen staatliche Stimulierungsprogramme lautet, dass nationale Alleingänge in einer global verflochtenen Wirtschaft verpuffen. Ein konzertierter europäischer Schlachtplan aber ist eine mächtige Kampfansage an das Ungeheuer Weltwirtschaftskrise."
Und die Rheinische Post aus Düsseldorf liefert einen eigenen Vorschlag zur Problemlösung: "Ein mutiger Schritt wäre die gänzliche Abschaffung der Kfz-Steuer und deren Umlegung auf die Mineralölsteuer. Damit wäre ein direkter Anreiz gegeben, umweltfreundliche Autos zu kaufen. Das käme der Konjunktur und dem Klima zugute. Auch die Belastungen für die Autofahrer hielten sich in Grenzen." |
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