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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6269
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Verfasst am: 10.Sep 2006 5:33 Titel: Ex-Bankchef Breuer droht Untreue-Anklage |
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Dem ehemaligen Chef der Deutschen Bank, Rolf Breuer, droht nach einem Magazinbericht eine Anklage wegen Untreue im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Kirch-Konzerns.
Einem am Samstag vorab veröffentlichtem "Spiegel"-Bericht zufolge prüft die Staatsanwaltschaft Frankfurt den Anfangsverdacht, Breuer habe mit seiner Äußerung über die Kreditwürdigkeit des Medienunternehmers Leo Kirch auch das Vermögen der Deutschen Bank gefährdet. Die Behörde sei nach einer Anzeige Kirchs tätig geworden.
Die Ermittlungsbehörde war am Samstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen, Breuer und die Deutsche Bank lehnten einen Kommentar ab. In der Vergangenheit hatte die Staatsanwaltschaft Frankfurt in der gleichen Angelegenheit bereits wegen des Verdachts der Verleumdung und der Kreditgefährdung gegen Breuer ermittelt. Ob diese Untersuchungen noch andauert, blieb am Wochenende unklar.
Kirch und die Deutsche Bank befinden sich in etwa einem Dutzend Rechtsstreitigkeiten. Der 79-Jährige wirft dem Institut und dessen Ex-Chef Rolf Breuer vor, seinen Konzern absichtlich in den Ruin getrieben zu haben, um anschließend von der Zerlegung zu profitieren. Im Kern geht es um ein Interview des Bankers, in dem dieser Anfang 2002 nach Auffassung Kirchs dessen Kreditwürdigkeit absichtlich in Frage stellte. "Was man darüber lesen und hören kann, ist ja, dass der Finanzsektor nicht bereit ist, (...) noch weitere Fremd- oder gar Eigenmittel zur Verfügung zu stellen", hatte der damalige Deutsche-Bank-Chef wenige Wochen vor der größten Pleite in der deutschen Mediengeschichte gesagt.
Im Januar hatte der Bundesgerichtshof im Grundsatz entschieden, dass die Bank und auch Breuer eine Mitverantwortung für den Zusammenbruch des Kirch-Konzerns tragen. Der Medienunternehmer kann nun im Rahmen einer Leistungsklage Schadenersatzansprüche geltend machen, hat dies aber bislang nicht getan. Nach früheren Aussagen der Rechtsanwälte Kirchs könnte es um Beträge in Höhe mehrerer 100 Millionen Euro gehen.
(Reuters) |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6269
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Verfasst am: 20.Sep 2007 20:18 Titel: Ermittlungen eingestellt |
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Der Ex-Medienunternehmer Leo Kirch hat in seinem juristischen Dauerfeldzug gegen die Deutsche Bank eine weitere Niederlage erlitten. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt stellte ihre Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Untreue gegen den ehemaligen Bank-Chef Rolf Breuer ein.
Kirch hatte im Mai 2002 Strafanzeige gestellt, nachdem sich Breuer in einem Fernsehinterview kritisch zur Kreditwürdigkeit des Unternehmers geäußert hatte. "Die Deutsche Bank nimmt mit Befriedigung die Einstellung des Verfahrens zur Kenntnis", sagte ein Bank-Sprecher am Donnerstag.
Kirch macht Breuer wegen seiner Äußerungen in dem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Februar 2002 mitverantwortlich für den Niedergang seines Medienimperiums. Der Chef des Geldinstituts hatte damals gesagt, der Finanzsektor sei, nach allem was man "darüber lesen und hören" könne, nicht mehr bereit, der Kirch-Gruppe "auf unveränderter Basis noch weitere Fremd- oder gar Eigenmittel zur Verfügung zu stellen".
Kirch überzieht die Deutsche Bank und ihren ehemaligen Vorstandschef seither mit Strafanzeigen und Klagen. In München ist derzeit eine Klage auf 1,6 Mrd. Euro Schadenersatz anhängig. Dass Kirch grundsätzlich Anspruch auf Schadenersatz von Breuer und der Bank hat, hatte der Bundesgerichtshof (BGH) festgestellt.
Erst in der vergangenen Woche war auch eine Millionenklage der Deutschen Bank und des Taurus-Insolvenzverwalters gegen Kirch gescheitert. Das Landgericht München wies die Schadenersatzforderung über 9 Mio. Euro ab. Das Gericht bewertete sie als unbegründete Retourkutsche für Kirchs Milliardenklage gegen Breuer.
Quelle: HB |
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