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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5917
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Verfasst am: 25.Feb 2007 13:38 Titel: Ex-Milliardär Gerhard Schmid zurück auf der Wirtschaftsbühne |
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Ex-Mobilcom-Milliardär Schmid - Einmal Privatkonkurs und zurück
Der Zusammenbruch der New Economy hat ihn vor Jahren in den Ruin getrieben. Jetzt will der Ex-Milliardär Gerhard Schmid zurück auf die Wirtschaftsbühne.
Früher waren es die Telekommunikationsriesen, mit denen sich der 54-jährige Preisschlachten lieferte. Heute will Gerhard Schmid Stadtwerken und Energiekonzernen mit seiner neuen Schleswiger Firma Bonusstrom das Leben schwer machen.
Im Internet bietet Bonusstrom seit Freitag einen Tarif an, der deutlich günstiger als die so genannten Sondertarife der Stadtwerke sein soll. Danach gewährt der neue David im Energiegeschäft bundesweit einen Bonus von zwei Cent pro Kilowattstunde auf den jeweiligen allgemeinen Tarif des örtlichen Netzbetreibers. „Wir wollen den Preiswettbewerb im Strommarkt weiter anheizen“, erklärt Schmid.
Der neue Tarif ist nach seinen Worten nicht nur für Privatkunden, sondern vor allem auch für den Mittelstand interessant. Eine Firma mit einem Jahresverbrauch von 50.000 Kilowattstunden könne bis 1000 Euro sparen. Um das zu erreichen, nutzt Schmid die Preisspielräume im neuen liberalisierten Strommarkt aus. „Das Geschäftsmodell funktioniert so ähnlich wie bei den Handy-Tarifen“, betont er.
Zwar stammt die Idee für die neue Firma von Schmid, aber Bonusstrom gehört seiner Ehefrau Sybille Schmid-Sindram. Denn nach dem Rauswurf als Vorstandschef bei Mobilcom 2002 hat Schmid nicht nur sein Unternehmen, sondern auch sein Vermögen verloren.
Er musste Privat-Insolvenz anmelden. Der Anfang vom Ende des für seine pfiffigen Marketing-Strategien bekannten Unternehmers war ein Aktien-Optionsgeschäft mit der Firma seiner Frau Sybille, der Millenium GmbH. Der Vorwurf der Untreue wurde laut und die Staatsanwaltschaft erhob 2003 Anklage gegen den Mobilcom-Gründer.
Seitdem kämpft Schmid an den unterschiedlichsten Fronten um seine Reputation. Nicht ohne Erfolg. Vor wenigen Wochen hat das Landgericht Kielentschieden, kein Hauptverfahren gegen ihn wegen des Verdachts der Untreue zu eröffnen. „Ein Albtraum geht zu Ende“, sagt Schmid. Noch allerdings ist nichts entschieden: Die Staatsanwaltschaft hat gegen die Entscheidung des Gerichts Widerspruch eingelegt.
Quelle: dpa
Erinnert doch stark an das letzte Geschäftsmodell: kein eigenes Netz und ein Produkt nur "weiterleiten". Der sehr charismatische Herr Schmid schafft es eben zu begeistern, das ist sein Beitrag zum Geschäftserfolg. Seine Frau Sybille macht ja eher Schlagzeilen in den Lokalnachrichten in Kiel durch Aufkaufen der Immobilien zum Schnäppchenpreis aus der Konkursmasse mit ihrer Waterkant GmbH. Hat natürlich die Pleite gegangenen Handwerker und Baufirmen in Kiel sehr erfreut, da sie dadurch immer noch kein Geld kriegten. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5917
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Verfasst am: 5.Sep 2007 17:26 Titel: |
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Das Strafverfahren vor dem Landgericht Kiel gegen den früheren Mobilcom-Chef Gerhard Schmid zieht mittlerweile internationale Kreise. Die Verteidigung warf der Staatsanwaltschaft in der Verhandlung am Mittwoch Korruption und Befangenheit vor.
Der Insolvenzverwalter von Schmid hat gegen den früheren Großaktionär France Télécom Schadenersatzklage in Höhe mehrerer Milliarden Euro eingereicht, da sich die Franzosen 2002 als Hauptfinanzierer aus dem Büdelsdorfer Unternehmen zurückgezogen hatten. Die Mobilcom geriet im weiteren Verlauf in eine finanzielle Schieflage und Schmid meldete Privatinsolvenz an. Der Prozess soll am 19. September vor dem Landgericht Frankfurt beginnen.
Die Verteidigung beantragte zudem, weitere prominente Zeugen vorzuladen. Unter anderem soll der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank AG, Josef Ackermann, vor dem Kieler Landgericht bezeugen, dass Schmid im April 2002 nicht zahlungsunfähig war, sondern seine sämtlichen Kreditverpflichtungen hätte erfüllen können. Die Staatsanwaltschaft wirft Schmid vor, zu diesem Zeitpunkt Firmenanteile ins Ausland transferiert und damit eine Bankrotthandlung begangen zu haben. Die Landesbank Sachsen hatte zuvor vergeblich versucht, einen Titel in Höhe von 20 Millionen Euro gegen Schmid zu vollstrecken.
Der Mobilcom-Gründer habe damals seine als Sicherheit für die Kredite hinterlegten Aktien nicht verkaufen wollen, erklärte die Verteidigung. Schmid habe befürchtet, der Großaktionär France Télécom werde die Gelegenheit nutzen, um aus der gemeinsamen UMTS-Technologie auszusteigen und damit sowohl das Unternehmen als auch 2200 Arbeitsplätze in Büdelsdorf zu gefährden.
Quelle: AP |
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