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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6269
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Verfasst am: 23.Okt 2007 7:22 Titel: Finanzierungsleasing |
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Leasing ist ein typisches Drei-Parteien-Geschäft zwischen Hersteller oder Lieferant, Leasinggeber und Leasingnehmer.
Der eigentliche Leasingvertrag wird zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer geschlossen. Beim Finanzierungsleasing sucht sich der Leasingnehmer ein Objekt beim Hersteller oder Lieferanten aus und tritt mit ihm in Kaufpreisverhandlungen.
Nach der Einigung über die Konditionen wendet er sich für die Finanzierung an die Leasinggesellschaft. Diese tritt in den bereits abgeschlossenen Kaufvertrag ein und schließt den Leasingvertrag mit dem Leasingnehmer. Das Leasinggeschäft weist mittlerweile viele Facetten auf, bis hin zu Koppelungen mit vielfältigen Dienstleistungen.
Oft unterhalten Hersteller beziehungsweise Lieferanten, teilweise auch Händler, eigene Leasinggesellschaften. In der Regel haben diese eine eigene Rechtsform. Dabei besteht zwischen dem Hersteller und der Leasinggesellschaft eine enge Verzahnung. Leasing dient dabei als Instrument zur Absatzförderung, über das beispielsweise Kaufpreisnachlässe über günstige Leasingraten gewährt und maßgeschneiderte Lösungen für bestimmte Produkte angeboten werden können.
Oftmals sind die Verträge mit weiteren Serviceverträgen verbunden, die je nach Leasingobjekt divergieren. Die herstellerverbundenen Leasinggesellschaften hatten 2006 einen Anteil von 47 Prozent am gesamten Neugeschäftsvolumen im Mobilienleasing. Sie haben sich über die reine Absatzförderung hinaus mittlerweile als profitable Unternehmen am Markt etabliert - dies gilt beispielsweise für die Autoleasinggesellschaften.
Zwischen dem herstellerunabhängigen und herstellerverbundenen Leasinggeschäft hat sich ein weiterer Typ herausgebildet: Vertriebsleasing in Gestalt des Partnering, das 2006 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 13 Prozent gewachsen ist. Hier arbeiten Hersteller oder Lieferanten - die Vendoren - mit einer Leasinggesellschaft zusammen. Das Geschäft wird sowohl mit Partnern und Händlern zum Beispiel in Form von Joint Ventures, so genannten „Same-name-Kooperationen“, aber auch Vermittlungsgeschäften gemacht.
Der Vorteil für Vendoren beim Vertriebsleasing ist die sofortige Bezahlung ihrer Lieferungen, die zu einer Verbesserung ihrer betrieblichen Kennzahlen führt. Hinzu kommen eine nachhaltige Absatzförderung und Kundenbindung, Bonitätsprüfung der Vendor-Kunden durch die Leasinggesellschaft sowie Unterstützung bei der Entwicklung von Zahlungsmodalitäten. Der Leasingnehmer erhält ein Investitionsobjekt nebst passender Finanzierung aus einer Hand. Dabei können flexible Leasing-Vertragsmodelle - angepasst an individuelle Bedürfnisse - gewählt werden. Im Auslandsgeschäft stellt sich diese Form des Vertriebsleasing als besonders vorteilhaft dar.
So kann eine international aufgestellte Leasinggesellschaft ihren Vertriebspartnern internationale Lösungen mit einheitlichem Qualitätsstandard bieten. Die Beratung von Leasing-Spezialisten vor Ort bietet Gewähr, dass die nationalen Gegebenheiten sowie die lokalen Rechts- und Steuervorschriften eingehalten werden. Zudem entfallen Risiken und Kosten einer Exportfinanzierung. Viele Geschäfte werden im Ausland über das Vendoren-Leasing dargestellt, weil durch die enge Einbindung des Vendors Risiken erheblich verringert werden können.
Quelle: Gisela Demberg
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