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Franchise

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6840

BeitragVerfasst am: 13.Mai 2006 4:46    Titel: Franchise Antworten mit Zitat

Hoher Einsatz bei geringem Risiko

Ob Tierfutter, Fitness-Center, Nachhilfe oder Autowerkstatt – es gibt kaum noch eine Branche ohne Kettensystem. Vor allem Existenzgründer interessieren sich zunehmend für das Modell, bei dem eine Kette von Betrieben eine Marke und ein Produkt vertreiben.

Joey's Pizza ist nur einer von mittlerweile 845 Franchiseanbietern in Deutschland. Das Geschäftsmodell kommt aus Amerika; Franchise (zu Deutsch: Konzession) bezeichnet eine Kette von Betrieben, die eine Marke und ein standardisiertes Angebot an Produkten und Dienstleistungen gemeinsam haben.
Ob Tierfutter, Fitness-Center, Nachhilfe oder Autowerkstatt - es gibt kaum noch eine Branche ohne Kettensystem.

Mit insgesamt 45.000 Franchisenehmern liegt Deutschland nach Angaben des Deutschen Franchise-Verbands (DFV) in Europa an der Spitze, 1995 waren es erst 22.000.
Der größte deutsche Franchisegeber war im vergangenen Jahr First mit 1420 Reisebüros; auf Platz zwei und drei lagen Foto Quelle mit 1311 Geschäften und McDonald's mit 1262 Restaurants. Der Gesamtumsatz der hiesigen Franchiser betrug 2004 rund 28 Mrd. Euro.

Franchising ist teuer

Vor allem Existenzgründer interessieren sich zunehmend für das Modell: Statt mit einer eigenen Idee womöglich baden zu gehen, übernehmen sie ein eingeführtes Produkt, werden geschult und brauchen sich weder um die Einrichtung des Geschäfts, noch ums Marketing zu kümmern. Nach einer Studie des Internationalen Centrums für Franchising und Cooperation in Münster scheitern Franchisenehmer deutlich seltener als andere Gründer.

Allerdings: Franchising ist teuer. Je größer und erfolgreicher die Marke, desto höher ist die so genannte Eintrittsgebühr. 125.000 Euro kostet etwa der Einstieg ins Teegeschäft Gschwendner, wer Kieser-Training anbieten will, muss rund 700.000 Euro aufbringen. Hinzu kommen regelmäßige Konzessionsgebühren, die sich meist nach dem Nettoumsatz richten.

Für den DFV ist Franchising nicht nur ein Erfolgsmodell für Existenzgründer, sondern auch ein Jobmotor. Rund 400.000 Mitarbeiter hat der Verband 2004 gezählt; nach einer Studie der Universität Mainz sollen bis 2009 weitere 200.000 neue Stellen hinzukommen.

FDT
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6840

BeitragVerfasst am: 20.Jul 2007 20:08    Titel: Antworten mit Zitat

Der Deutsche Franchise-Verband (DFV) gibt die aktuellen TOP 20 der Franchise-Branche bekannt. Angeführt wird die Hitliste in diesem Jahr vom Reiseveranstalter TUI, dicht gefolgt von der Weltmarke der System-Gastronomie McDonald’s und auf Platz Drei befindet sich das Nachhilfe-Netzwerk Schülerhilfe.

Allein die ersten drei Plätze verdeutlichen die Vielfalt innerhalb der Franchise-Branche. „Die Franchise-Idee etabliert sich in allen Branchen ob Dienstleistungen, Handel, Gastronomie oder Handwerk.“, sagt Torben L. Brodersen, Geschäftsführer des DFV. „ Der branchenübergreifende Erfolg ergibt sich dabei natürlich vorrangig aus den starken Franchise-Partnerschaften.“

Denn Franchising bedeutet, dass der Franchise-Geber die Lizenz seiner etablierten Marke an selbständige Unternehmer, die Franchise-Nehmer, überträgt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: die Franchise-Branche erwirtschaftete 2006 einen Umsatz von 37,6 Milliarden Euro. Die Zahlen belegen die guten Erfolgsaussichten für Gründer in der Franchise-Branche. Laut der aktuellen Branchenauswertung gab es 2006 bereits mehr als 51.100 selbstständige Franchise-Partner.

Der Boom im Franchising, einer aus Amerika stammenden Expansionsidee, begründet sich aber nicht zuletzt auf die vielfältigen Möglichkeiten, die zur Auswahl stehen. Denn unter den TOP 20 des DFV findet man so unterschiedliche Franchise-Systeme wie Kamps, Foto Quelle und Fressnapf aber auch die Musikschule Fröhlich, Sunpoint Sonnenstudios und die Mobilcom.

Ein deutlicher Trend zur Dienstleistung ist laut DFV allerdings auch in dieser Branche erkennbar. Von den rund 900 Franchise-Systemen bieten insgesamt 50 Prozent Dienstleistungen an, 29 Prozent sind im Handel aktiv; die Gastronomie ist mit 14 Prozent vertreten und sieben Prozent sind bereits im Handwerk tätig.
Quelle: visavis
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6840

BeitragVerfasst am: 17.Okt 2007 12:05    Titel: Antworten mit Zitat

Gründung und Franchising 2007/2008
Erfolgreich selbstständig
Von Kutta Detlef, Karsten Mühlhaus
Preis: EUR 9,80 Kostenlose Lieferung

Dieses Buch wendet sich an alle, die ihr eigenes Unternehmen gründen wollen. Experten erklären leicht verständlich und mit vielen Beispielen und Checklisten, wie man bei einer Existenzgründung vorgeht.

Ein großer Teil des Buches befasst sich mit Franchising. Immer mehr Existenzgründer erkennen die Vorteile einer Systempartnerschaft. Während der Franchise-Geber ein erprobtes Geschäftskonzept zur Verfügung stellt und mit Marketing-Maßnahmen für Umsatz sorgt, kümmert sich der Franchise-Nehmer um die Erschließung des regionalen Marktes. Durch die Arbeitsteilung kann ein Gründer mit einem Franchise-System viel schneller durchstarten.

Nach soviel Theorie behandelt der letzte Abschnitt des Buches die Praxis. Es werden erfolgreiche Branchen mit Wachstumspotenzial ausführlich vorgestellt. Wer nach konkreten Geschäftsideen sucht, wird hier bestimmt fündig.

Dieses Buch gibt Antworten auf wichtige Fragen:

* Wie prüfe ich meine Geschäftsidee?
* Welcher Standort ist der Beste für mein Unternehmen?
* Wer hilft mir bei der Finanzierung?
* Worauf muss ich bei der Rechtsform achten?
* Wie funktioniert Franchising?




Gründung und Franchising 2007/2008
Erfolgreich selbstständig
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6840

BeitragVerfasst am: 22.Nov 2007 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

Bereits seit einigen Jahrzehnten erlebt das Geschäftsmodell „Franchising“ – aus den USA kommend - einen Boom.

Während seinerzeit Fastfoodketten eher im großen Stil Gebiete an Franchisenehmer exklusiv vergaben, deren Vertragspartner auch erhebliche finanzielle und fachliche Ressourcen mitbringen mussten, drängen derzeit Franchisemodelle auf den Markt, die durch ihre extreme Detailliertheit in allen unternehmerischen Lebenslagen, sich gerade an Gründer wenden, die noch keine besonderen Unternehmer- oder Branchenkenntnis verfügen.

Es hat sich sogar mittlerweile um das Thema „Franchisevermittlung“, dass heißt die Zusammenführung von Franchisenehmern und -gebern ein Sekundärmarkt gebildet, will heißen dem Franchisegeber ist die (reine) Vermittlung eines Geschäftspartners mittlerweile etwas wert.

Nun, ist ein Franchisemodell prinzipiell sicher eine gute Sache. Der potentielle Unternehmer erhält ein zumeist erprobtes und durchdachtes Geschäftsmodell zur Verfügung, dessen Funktionsfähigkeit meist schon an einem anderen Ort unter Beweis gestellt wurden. Für viele Franchisenehmer ist das „Korsett“, das durch das Franchisesystem vorgegeben ist, auch eine wesentliche Hilfe bei der Überwindung typischer Anlaufschwierigkeiten.

Bei allem Optimismus, den Franchisekonzepte meist vermitteln, muss die Entscheidung, sich als Franchiseunternehmer zu betätigen, genauestens durchdacht werden, da ein Franchisevertrag in der Regel ein außerordentlich weitreichendes und bindendes Regelwerk ist. Umfassende betriebswirtschaftliche und wirtschaftsrechtliche Beratung ist absolute Notwendigkeit.

Wozu verpflichtet sich der Franchisenehmer eigentlich?

Grundsätzlich in der Regel zu Dreierlei: Erstens zum exklusiven Bezug von Waren und Dienstleistungen, sowie der Geschäftsausstattung vom Franchisegeber, nicht selten mit einem verpflichtenden Mindestumsatz.

Weiters heben Franchisegeber Gebühren für Schulungen, überregionales Marketing sowie sonstige „Gemeinkosten“ ein, die nicht selten beachtliche Höhen erreichen.

Weiter kommen auf den Franchisenehmer oft erhebliche „versteckte Kosten“ zu. Diese bestehen regelmäßig in Verpflichtungen, wie regionales Marketing – das wieder genau vom Vertragspartner vorgegeben ist – zu betreiben, an überregionalen Aktionen (Preisnachlässe etc.) teilzunehmen, sowie überhaupt bestimmte Vorgaben im Geschäftsbetrieb, wie z.B. bestimmte Mindestöffnungszeiten, Geschäftsdekorationen oder Mitarbeiterzahlen einzuhalten.

Letztlich verlangen praktisch alle Franchisesysteme eine Art „Eintrittsgebühr“ in beträchtlicher Höhe, dem keine konkrete Leistung gegenüber steht.

Keinesfalls sollten sich Franchisenehmer von den fiktiven Ertragsrechnungen der Anbieter blenden lassen, die meist ein sehr optimistisches Bild der Umsatzzahlen zu Grunde legen. An diesen Zahlen orientieren sich nämlich in der Regel die zu bezahlenden Beiträge und Mindestumsätze, die häufig nicht an das Erreichen der fiktiven Werte gekoppelt sind.

Wird der Planumsatz daher verfehlt, geht dies praktisch ausschließlich zu Lasten des Gewinns bzw. Unternehmerlohns des Franchisenehmers. Idealer Weise sollte daher versucht werden, das wirtschaftliche Risiko zumindest teilweise auf den Franchisegeber vertraglich zu verlagern, wobei dies ein recht schwieriges Unterfangen sein kann.

Franchiseverträge sind meist über zumindest 5 Jahre unkündbare Dauerschuldverhältnisse, wobei die Verpflichtungen durch den Franchisenehmer meist umsatz- bzw. gewinnunabhängig zu erfüllen sind. Getätigte Anfangsinvestitionen sind nur in sehr eingeschränktem Umfang rückforderbar.

Ein solides Franchiseunternehmern wird Ihnen jedenfalls im Laufe der Geschäftsanbahnung alle Fakten auf den Tisch legen und auch Flexibilität im Bezug auf die oben aufgeworfenen Fragen zeigen.
Autor: Johannes Pratl

Eine Auswahl an Franchisegebern finden Sie hier
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Peter Wilhelm
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Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beiträge: 453
Wohnort: 58730 Fröndenberg

BeitragVerfasst am: 22.Nov 2007 20:42    Titel: Wobei... Antworten mit Zitat

Wobei - das soll auch gesagt werden - ich schon Franchisebetriebe gesehen haben, in denen augenscheinlich das Salz für die Suppe nicht verdient wird...

Z. B. beim Besuch eines Fressnapf Franchise-Unternehmens:

In einer ca. 20 x 50 m großen Halle gab es eine einzige - männliche - Bedienkraft, welche sich an der Kasse 'herumlümmelte'.
Für mich nicht erkennbar war, ob es sich dabei um den FN selbst handelte; oder um einen Minijobber...

Es ist nicht alles Gold, was glänzt...

Gruß
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Luet
Specialist


Anmeldungsdatum: 07.04.2006
Beiträge: 178
Wohnort: super

BeitragVerfasst am: 23.Nov 2007 10:17    Titel: drum prüfe wer mit Geld sich bindet ... Antworten mit Zitat

Franchise-Ketten preisen sich als neue Job-Motoren des deutschen Mittelstands. Doch für so manchen Gründer birgt das Geschäft mit dem fremden Namen erhebliche Risiken.

Es fing alles so gut an. Für viel Geld hatte sich der Berliner Tore Schild von Spannenburg von der Selbstbedienungskette "Backwerk" ein komplettes Geschäftskonzept gekauft und war mit einem Schlag sein eigener Chef. Von Beginn an ließen sich täglich bis zu 900 Kunden von den knusprigen Brötchen, von Croissants und Kuchenstücken in den kleinen Laden locken. "Mittags gab es vor den gläsernen Klappen zum selbst Einpacken ein richtiges Gedränge", erinnert sich der frischgebackene Unternehmer.

Doch dann taucht der Obst-Mann auf. Direkt vor von Spannenburgs Tür in der Fußgängerzone von Berlin-Spandau bietet der plötzlich seine Bananen und Erdbeeren feil. Wer aus dem gegenüberliegenden Karstadt kommt, kann den Eingang zur Backwerk-Filiale hinter dem Sonnenschirm des Fruchtstands nur noch erahnen. Die Quittung ließ nicht lange auf sich warten: Im zweiten Geschäftsmonat brach die Zahl der Kunden des Jung-Bäckers um mehr als ein Viertel ein. Die im Business-Plan vorgesehenen Umsatzzahlen rückten in unerreichbare Ferne.

Trotz solcher Risiken wagen immer mehr Deutsche den Sprung in die Selbständigkeit als so genannte Franchise-Nehmer. Eine fünf- bis sechsstellige Gebühr zahlen sie in der Regel für Namen und Geschäftsidee. Ob beim Baumarkt Obi, den Burgerbratern McDonald's und Burger King, dem Kaffeeröster Tchibo oder dem Reiseveranstalter TUI - knapp 50 000 so genannte Franchise-Nehmer sind inzwischen hierzulande aktiv.

Seit Jahren wächst das Geschäft mit der Lizenz zum Nach- und Mitmachen zweistellig. Nach Schätzungen des Deutschen Franchise-Verbandes (DFV) setzten die Franchise-Betriebe 2005 mehr als 32 Mrd. Euro um. Lautstark preisen sich die Namensgeber schon als die neuen Job-Motoren des Mittelstands. Mehr als 420 000 Menschen in Deutschland, so rechnet der Verband, seien inzwischen in einem Franchise-Betrieb beschäftigt. Tendenz: stark steigend.

Kritiker allerdings warnen: Bei den neuen Gründungen ist längst nicht alles Gold, was glänzt. Knebelverträge, Gebührenwucher und die Kannibalisierung des eigenen Geschäfts hat Rüdiger Meeth, Vorstand vom Schutzverein der Franchisenehmer und Lizenzträger (http://www.franchise-abc.de), in den vergangenen Jahren in der Branche beobachtet. Mal würden viel zu hohe Einstands- und Werbegebühren erhoben.

Mal eröffne der Franchise-Geber gleich nebenan einen neuen Laden und nehme dem bereits bestehenden Geschäft die Kunden weg. Schlimm komme es oft auch, wenn der Lizenz-Vertrag auslaufe. So mancher neue Gründer habe jahrelang erfolgreich eine Marke mit aufgebaut und werde dann ohne Abfindung vom Franchise-Geber aus dem Geschäft gedrängt. Meeth ist auf Franchise-Geber nicht gut zu sprechen: "Die sind alle verdächtig."

Das findet von Spannenburg inzwischen auch. Die Leute von Backwerk hätten sich erkundigen müssen, wo die Stadt Marktstände genehmigt. "Das ist doch ein Anfängerfehler", sagt der 29jährige und läßt nun von einem Anwalt prüfen, ob er die mit Backwerk vereinbarte Ladenmiete kürzen kann. Die Bankschulden für die Ausstattung des Shops im Backwerk-Design, die mehr als 150 000 Euro gekostet hat, muß er allerdings weiter bedienen.

Für Detlef Kutta, Chef des Gründerportals Franchise-net, das Franchise-Geber und -Nehmer zusammenführt, sind solche Probleme Einzelfälle. "Es gibt in der Branche hier und da noch Schmutzränder", sagt er. Der größte Teil der Anbieter sei aber inzwischen seriös. Mit einer guten Franchise-Partnerschaft sei es eben wie mit einer guten Ehe. "Man sollte sich und den Partner vorher eingehend prüfen."

Deshalb hat der Deutsche Franchise Verband (DFV) gemeinsam mit der Universität Münster einen "System-Check" entwickelt, mit dem er seine rund 250 Mitgliedsunternehmen alle drei Jahre auf Seriosität testen läßt. Der Franchise-Vertrag und das Franchise-Handbuch müssen bestimmte Mindeststandards erfüllen und einzelne Franchise-Nehmer werden nach ihrer Zufriedenheit befragt. DFV-Geschäftsführer Torben Leif Brodersen will sich "nicht mehr in die Schmuddelecke stellen lassen". Franchise, davon ist er überzeugt, sei die Unternehmensform der Zukunft. Inzwischen würden bereits viele Selbständige mit ihrem Betrieb unter das "schützende Dach" eines Franchise-Gebers schlüpfen, weil sie als Existenzgründer allein überfordert seien. "Sie setzen auf Erfahrung, anstatt alle Fehler selbst zu machen."

Da sei es kein Wunder, daß Franchise-Nehmer in den ersten Geschäftsjahren deutlich seltener scheiterten als Existenzgründer "ohne System", sagt Martin Ahlert vom Internationalen Centrum für Franchising und Cooperation (F&C) an der Universität Münster. Auch beim Umsatz schnitten Franchise-Nehmer erheblich besser ab. "Im Idealfall profitieren sie vom ersten Tag an von einer etablierten Marke." Besonders im deutschen Einzelhandel sieht Ahlers daher einen klaren Trend zu immer mehr Franchising. In den USA gehen bereits 50 Cent von einem Dollar, den die Verbraucher im Einzelhandel ausgeben, an eine Kette. In Deutschland sei es bislang nur ein Bruchteil dessen. "Aber wir holen auf", sagt Ahlers.

Diesen Trend sehen vor allem Gewerkschafter nicht gern. Sie fürchten knallharten Kapitalismus, "amerikanische Verhältnisse" im Land: So mancher Franchise-Nehmer müsse bis zur Erschöpfung arbeiten, um überhaupt über die Runden zu kommen, klagen Vertreter der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di. Und bei dem vermeidlichen Job-Wunder handele es sich bei vielen Betrieben, die vor allem Teilzeitkräfte beschäftigten, allenfalls um ein "Minijob-Wunder".

Tarek Aling ist seit zweieinhalb Jahren im Geschäft und hat je nach Saison bis zu 16 Beschäftigte. Alle davon sind Teilzeitkräfte. Er selbst ist jeden Tag ab sieben Uhr morgens in seinem Ladenlokal der Sandwich-Kette Subway in Berlins Mitte. 25 Jahre lang hat er in fünf Sterne Hotels gearbeitet, war dort zuletzt verantwortlich für den gesamten Bereich Essen und Trinken. Vom Gourmet-Menü zum Butterbrot - "natürlich ist das eine Umstellung", erzählt er. "Aber jetzt bin ich mein eigener Chef, habe meinen Erfolg selbst in der Hand." Und bisher, findet Aling, läuft alles prima. Viele Touristen, die im Sommer durch die Berliner Friedrichstraße schlendern, essen bei ihm gleich um die Ecke. Gern würde er schon bald eine zweite Filiale eröffnen. Aber für die Suche nach dem richtigen Ort will er sich viel Zeit nehmen. Denn der Hotelprofi weiß: "Der Standort ist für unser Geschäft das A und O."

Quelle: http://www.welt.de/print-welt/article231213/Die_gekaufte_Geschaeftsidee.html

PS: eingestellt von einem Franchisegeschädigten. Vollstreckbares Urteil gegen dn Gründr liegt vor - dieser hat sich jedoch - angeblich* - nach Spanien abgemeldet. * da in der Presse in D immer mal wieder genannt.
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6840

BeitragVerfasst am: 15.Aug 2008 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

Das Jahrbuch "Franchise und Kooperation 2008" beschreibt in seiner siebten Auflage den neuen Konzeptionsrahmen Markenfranchise und den Auf- und Ausbau von Franchise-Systemen, analysiert die Erfolgsfaktoren der Franchise-Partnerschaft und erläutert sowohl rechtliche Aspekte als auch Finanzierungsmöglichkeiten der Selbstständigkeit mit Franchise.

--------------------------
--------------------Franchise und Kooperation 2008
-----------Das Jahrbuch für die Selbständigkeit mit System

Ergänzt um zahlreiche Praxisbeispiele und Tipps für zukünftige Franchise-Partner, erhält der Leser fundierte Informationen über die Voraussetzungen und Erfolgsgrundlagen unterschiedlicher Systeme und der unternehmerischen Partnerschaft.

Porträts von über 350 Systemen am Markt bieten darüber hinaus einen umfassenden Überblick über die in Deutschland aktiven Franchise-Systeme, die auf Partnersuche sind.

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensgründung und ein kontinuierliches Unternehmenswachstum mit Franchise ist das Wissen um Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren. Kalkulierbarkeit und Transparenz der Unternehmensbeziehungen spielen hierbei eine große Rolle.

Das Medienpaket Franchise und Kooperation 2008 ist somit eine unentbehrliche Lektüre für Gründer und angehende Franchise-Partner, Unternehmer, Manager, Berater sowie Rechtsanwälte, die sich mit dem Thema Existenzgründung, Selbstständigkeit und Franchise befassen.


Der Deutsche Franchise-Verband (DFV) gibt eine neu und komplett überarbeitete Ausgabe aus der Reihe "Jahrbuch Franchising" heraus. Gemeinsam mit den Rechtsanwälten Professor Dr. Eckard Flohr und Günter Erdmann wird die erfolgreiche Reihe mit dem "Jahrbuch Franchising 2008" fortgesetzt.

Die Beiträge vieler ausgewiesener Franchise-Experten behandeln allgemeine, juristische und betriebswirtschaftliche Themen unter dem Aspekt des Franchisings.

Das Fachbuch präsentiert sich im ersten Teil als Nachschlagewerk für Franchise-Geber, Franchise-Nehmer, Betriebswirtschaftler und Berater. Dort werden neben der Entwicklung des Franchisings auch neue Trends aufgezeigt.

Der zweite Teil des Buches widmet sich betriebswirtschaftlichen Aspekten des Franchisings. Angefangen bei der Finanzierung und Basel II über wichtige Kennzahlen bis hin zu Gebührenordnungen.

Die darauf folgenden Beiträge liefern ausführliche Informationen zum Franchise-Recht. Damit ist dieser Teil aus der Fachbuchreihe auch interessant für Fachanwälte mit dem Interessenschwerpunkt Franchising oder Handels- und Gesellschaftsrecht. Denn die Franchise-Wirtschaft ist ein sich selbst regulierender Wirtschaftszweig mit einer rasanten Entwicklung.

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--------------------------Jahrbuch Franchising 2008

Deutschland zeichnet sich europaweit durch die größte Dichte an Franchise-Unternehmen aus und bietet gute Erfolgschancen für Unternehmer, die erprobte und etablierte Geschäftsideen multiplizieren und dabei auf engagierte Partner setzen.

Mit einem Gesamtumsatz von 41,5 Milliarden Euro im Jahr 2007 gehört Franchising in Deutschland zu den erfolgreich wachsenden Wirtschaftszweigen.

"Die Chancen für Unternehmer als Franchise-Geber erfolgreich zu expandieren stehen gut", sagt Torben L. Brodersen, Geschäftsführer des DFV. "Allerdings bedarf es klar formulierter Spiel- und Verhaltensregeln, die wir im Ethik-Kodex zusammengefasst haben." Diese Regeln und Informationen über die Möglichkeit internationale Märkte mit Master-Franchise-Lizenzen zu erobern, werden in den letzten Kapiteln des Fachbuches behandelt.
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