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werner callies .
Anmeldungsdatum: 26.09.2003 Beiträge: 3253 Wohnort: NRW & Spanien
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Verfasst am: 13.Aug 2005 9:12 Titel: Höhere oder niedrigere Lohnnebenkosten? |
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Ich hatte gestern zu diesem Thema ein nettes Gespräch.
Es ging um Wahlen, meine Gesprächspartnerin will auf
keinen Fall die CDU wählen, weil dann ja die Belastung
für den Arbeitnehmer steigt und ihr Mann, der recht gut
verdient, dann Abzüge bei den Wochenendzuschlägen
hinnehmen müsste.
Ihre Meinung: Jeder AN müsste 200 Euro netto mehr
verdienen, dieses Geld fließt ja dann in die Wirtschaft
und allen geht es besser.
Ich sehe das genau von der anderen Seite:
Hat der AG eine höhere Belastung pro AN, bleibt ihm
weniger Kapital zur Verfügung und er muss Stellen kürzen.
Bliebe ihm pro AN mehr, könnte er weitere Stellen Schaffen
und dadurch ginge es der Wirtschaft besser.
Sie war der Meinung, dies stimmt überhaupt nicht, ich habe
ihr kleingeistiges Denken vorgeworfen.
Wie sehen es die anderen User? Wann läuft die Wirtschaft besser?
Gruß Werner Callies |
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berndffm Pathfinder
Anmeldungsdatum: 01.02.2005 Beiträge: 319
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Verfasst am: 13.Aug 2005 12:35 Titel: |
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@werner callies
Betrachten wir einmal die Wirtschaft in ihren Grundlagen. Dann finden wir eigentlich eine "Tauschwirtschaft".
In den Ursprüngen der menschlichen Entwicklung wurden Waren getauscht.
Der Jäger hatte Fleisch und der Sammler hatte Beeren. So lange, wie etwas zum Tauschen da war, funktionierte diese Sache. Allerdings war diese ganze Sache etwas sehr aufwendig und es wurde zunehmend etwas benötigt, was relativ einfach und unkompliziert zu handhaben war.
Im Verlauf der Entwicklung landete man daher beim "Geld".
Geld hat in unserer Gesellschaft die Tauschfunktion in Bezug auf Ware.
Jetzt haben wir aber folgende Erscheinung. Auf Grund der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen in Deutschland steht dieses Tauschobjekt Geld in der Masse der Bevölkerung immer weniger zur Verfügung.
Die logische Folge ist, es gibt ein Warenüberangebot, welches nicht mehr in Geld eingetauscht werden kann.
Damit ist die Ursprungsfrage eigentlich beantwortet. Der Wirtschaft würde nützen, wenn Geld unter den Menschen ist und der "Tauschkreislauf" wieder funktioniert.
MfG
Bernd |
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