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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5918
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Verfasst am: 4.März 2008 22:10 Titel: Indonesien rückt ins Blickfeld von Investoren |
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Nach China, Indien und Vietnam sehen sich Wirtschaftslenker nach neuen Märkten um.
Innerhalb der Vereinigung südostasiatischer Staaten (Asean) ist Indonesien die größte Volkswirtschaft. Mit rund 17.500 Inseln, die sich auf 5000 Kilometer Breite und 2000 Kilometer von Nord nach Süd erstrecken, ist Indonesien das viertgrößte Land der Erde - und eines der fruchtbarsten.
"Das Land hat die vielversprechendsten Rohstoffvorkommen in der Region", sagt Asienexperte Steffen Dyck von Deutsche Bank Research. Das Land ist der größte Produzent von Palmöl, das für die Herstellung von Süßwaren und Biokraftstoffen nötig ist.
Indonesien ist der drittgrößte Anbauer von Kakao. Auch bei Industriemetallen steht das Land im internationalen Vergleich blendend da: Zinn - Platz zwei, Kupfer - Platz vier, Nickel - Platz fünf. Die Preise für Rohstoffe sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. "Davon profitiert Indonesien", sagt Dyck.
Wegen der reichen Bodenschätze, aber auch wegen des großen Binnenmarkts wittern Investoren ihre Chance. Mit 235 Millionen Einwohnern ist der Inselstaat das bevölkerungsreichste Land in der Asean-Gruppe. Dass die Wirtschaft in den vergangenen Jahren durchschnittlich um fast sechs Prozent zugelegt hat, ist vor allem dem privaten Konsum zu verdanken. Dieser macht fast 70 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung aus.
Künftig dürfte es noch mehr werden. Denn erst 18 Millionen Indonesier gehören zur kaufkräftigen Mittelschicht.
Schon einmal galt Indonesien wegen des Rohstoffreichtums und des riesigen Inlandsmarkts als Hoffnungsträger. Mitte der 90er-Jahre, kurz vor Ausbruch der Asienkrise, flossen hierher mehr Direktinvestitionen als nach China. Im Gegensatz zu anderen Ländern ging die Krise dann mit einem Umbau des politischen Systems einher, aus der Diktatur wurde eine Demokratie. "Indonesien ist heute das politisch stabilste Land Südostasiens", sagte Rönnfeld.
Auch bei den Auslandsschulden steht das Land inzwischen besser da. Sie lagen im Vorjahr bei rund 35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), im Jahr 1998 waren es noch 150 Prozent. Zudem ist der Haushalt nahezu ausgeglichen.
Trotzdem hatte Indonesien lange keine gutes Image. Korruption, Vetternwirtschaft und eine überbordende Bürokratie hafteten dem Inselstaat an. "Das ist ein großes Hemmnis für das Wachstum", sagt Rönnfeld. Die Eröffnung eines Betriebs dauert laut Weltbank 105 Tage, viel länger als etwa in Singapur. Auch die Gesetzgebung verläuft schleppend.
So hatte sich das Parlament schwergetan, das von ausländischen Geldgebern ersehnte Gesetz zur Gleichstellung von in- und ausländischen Investoren zu verabschieden. Das geschah inzwischen. Die Regierung hofft nun auf einen Schub bei den Direktinvestitionen. Sie haben das Niveau der 90er-Jahre noch nicht wieder erreicht.
Doch selbst mit Geld aus dem Ausland kann Indonesien noch nicht wirklich vom aktuellen Rohstoffboom profitieren. Denn obwohl es reiche Erdölvorräte hat, muss es raffiniertes Öl einführen: Es besitzt keine eigenen Raffinerien. Noch nicht.
Quelle: Christiane von Hardenberg |
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