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Investmentbank Dresdner Kleinwort: Diskriminierungsklage

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6783

BeitragVerfasst am: 19.Mai 2007 6:23    Titel: Investmentbank Dresdner Kleinwort: Diskriminierungsklage Antworten mit Zitat

Monatelang hat eine Diskriminierungsklage von sechs früheren Mitarbeiterinnen die Investmentbank Dresdner Kleinwort beschäftigt, stand doch eine milliardenschwere Buße im Raum. Nun hat sich das Institut mit den Damen geeinigt – was wohl auch nicht ganz billig war.

Eine Sprecherin des zur Allianz gehörenden Instituts wollte am Freitag keine Angaben zu den Details der Einigung machen. „Das Verfahren wurde ohne Anerkennung geltend gemachter Anspruche zur Zufriedenheit aller Beteiligten beigelegt“, sagte sie lediglich. In der Vergangenheit wurden zur Beilegung von solchen Rechtsstreitigkeiten Beträge in mehrstelliger Millionenhöhe gezahlt.

Sechs weibliche Beschäftigte der Bank, die bis vor kurzem noch Dresdner Kleinwort Wasserstein hieß, hatten Anfang 2006 in New York eine Klage gegen ihren Arbeitgeber eingereicht und ursprünglich rund 1,4 Mrd. Dollar wegen angeblicher Diskriminierung gefordert. Die Klägerinnen warfen der Investmentbank vor, ihnen bewusst Positionen in Führungsetagen vorenthalten und sie im Vergleich mit Männern schlechter bezahlt zu haben. Sie sollen zudem dazu aufgefordert worden sein, eine Feier zu verlassen, damit ihre Kollegen ungestört ein Strip-Lokal besuchen konnten. Dresdner Kleinwort hatte die Vorwürfe stets als unbegründet zurückgewiesen.

Diskriminierungsklagen hat es in den vergangenen Jahren an der Wall Street und in der Londoner City häufiger gegeben. Im Sommer 2004 zahlte Morgan Stanley in einem solchen Rechtsstreit 54 Mill. Dollar, um einen Vergleich zu erreichen. Vergangenes Jahr war auch die Deutsche Bank ins Visier der US-Gleichstellungsbehörde EEOC geraten. Hintergrund waren die Vorwürfe einer ehemaligen Wertpapier-Händlerin, das Institut habe sie und andere Frauen schlechter behandelt als männliche Kollegen.
Quelle: HB
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