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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 1.Okt 2008 14:32 Titel: Kartellstrafe für "Parrafinmafia" |
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Konsumenten in der EU haben jahrelang zu viel für Alltagsprodukte wie Autoreifen, Kerzen und Kaugummi bezahlt.
Die EU-Kommission verhängte in Brüssel eine Strafe in Höhe von 676 Mio. Euro gegen ein Wachskartell.
Es ist die viert höchste vergleichbare Kartellstrafe. Die Firmen, darunter die Ölriesen Shell und ExxonMobil sowie der deutsche Energiekonzern RWE, haben demnach über 13 Jahre Preise für Parrafinwachs durch illegale Absprachen künstlich hochgehalten. Das Mineralölprodukt wird auch zur Herstellung von Papier, Käsebeschichtungen und Klebstoffen verwendet.
EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes warf den insgesamt zehn beteiligten Unternehmen "Diebstahl" zu Lasten der Konsumenten vor. Die "Parrafinmafia", wie sich das Kartell intern nannte, sprach von 1992 bis 2005 Preise ab.
Fünf der Firmen, darunter RWE und der britisch-niederländische Mineralölkonzern Shell, hielten in Deutschland zudem die Preise für das Vorprodukt Paraffingatsch künstlich hoch, das unter anderem in Spanplatten verwendet wird.
Die höchste Einzelstrafe muss mit 318,2 Mio. Euro das deutsch-südafrikanische Unternehmen Sasol bezahlen. Auf RWE kommt ein Bussgeld von 37,4 Mio. Euro zu.
Auch die deutschen Firmen Hansen & Rosenthal (24 Mio. Euro) und Tudapetrol (zwölf Mio. Euro) wurden belangt.
Shell ging straffrei aus, da der Konzern das Kartell in Brüssel anzeigte.
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