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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6269
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Verfasst am: 7.Aug 2007 11:18 Titel: Kasinos haben Macao reich gemacht |
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Kaum eine andere Wirtschaftsregion ist in den vergangenen Jahren so schnell gewachsen wie die südchinesische Sonderverwaltungszone Macao. Vor vier Jahren endete das Glücksspielmonopol in der ehemaligen portugiesischen Kolonie. Seitdem schreibt die Stadt fast jeden Monat neue Rekordzahlen.
Der Umsatz der Kasinos kletterte im vergangenen Jahr um 22 Prozent auf 6,95 Milliarden Dollar und übertraf zum ersten Mal Las Vegas. In nur sechs Jahren haben sich die Besucherzahlen verdreifacht. Fast 20 Millionen Touristen kamen im vergangenen Jahr vom chinesischen Festland auf den Landzipfel, der mit seinen 470 000 Einwohnern kaum mehr verkraften kann.
Der ungezügelte Glücksspielboom hat Macao zu einer reichen Stadt gemacht. Doch mit dem Boom wächst auch die Unzufriedenheit. ,,Unsere Wirtschaftsdaten sind auf den ersten Blick ganz ausgezeichnet‘‘, sagt José Pereira Coutinho, Mitglied der Assembleia Legislativa und Chef der Beamtenvereinigung.
Die Arbeitslosigkeit ist quasi verschwunden. Der Immobilienmarkt boomt. Jedes Jahr investieren ausländische Unternehmen mehr, als in den 450 Jahren portugiesischer Kolonialgeschichte zuvor insgesamt investiert wurde.
"Doch die einfachen Menschen profitieren kaum davon und die Frustration ist so groß wie nie‘‘, sagt Pereira Coutinho. Selbst kleine Wohnungen kosten inzwischen über 3000 Pataca pro Monat, umgerechnet etwa 280 Euro. Doch das Lohnniveau für ungelernte Arbeiter liegt kaum höher, bei 4000 bis 5000 Pataca pro Monat, und hat sich in den vergangenen Jahren kaum verbessert.
Den größten Umsatz machen die Kasinos an den VIP-Tischen, die oft an Vertragspartner verpachtet werden. Viele Kasinokonzerne sind heute börsennotierte Unternehmen. Die Zwischenbetreiber unterliegen weniger strengen Kontrollen. "Bei vielen Kasinos betragen die VIP-Einnahmen über 70 Prozent des Umsatzes‘‘ sagt ein Brancheninsider.
Doch weil die Zahl der Spieltische schneller wächst als der Markt, steigt der Konkurrenzkampf. Nicht immer wird dieser mit sauberen Mitteln ausgetragen. Im vergangene Sommer warnte Kasino-Oligarch und Lisboa-Chef Stanley Ho vor dem "halsabschneiderischen Wettbewerb‘‘ um die reichsten chinesischen Zocker. Eine unglückliche Wortwahl. Denn nur eine Woche später wurde Chao Yeuk-hong mit durchgeschnittenem Hals in ihrem Auto aufgefunden. Chao, besser bekannt unter dem Namen "Big Sister Cat‘‘, war Direktorin des Golden-Palace-VIP-Raums in Stanley Hos Lisboa-Kasino.
"Es war einige Jahre still, doch die organisierte Kriminalität ist nie wirklich verschwunden‘‘, sagt ein Manager eines ausländischen Glücksspielkonzerns, der namentlich nicht genannt werden möchte. Jetzt könnte der wachsende Konkurrenzkampf die Triaden-Kriminalität neu beleben.
Quelle: Janis Vougioukas/SZ |
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